Top Themen
Ayinger Celebrator

Ayinger Celebrator

Probiert habe ich den Doppelbock der Brauerei Ayinger aus dem oberbayerischen Aying bereits mehrfach (auch gestachelt) - wird also langsam Zeit, dass ich euch das Starkbier mal offiziell vorstelle. Von der Optik her erinnert der Doppelbock beinahe an einen Stout, hellbrauner Schaum steht stabil und samtig texturiert auf dem mahagonifarbenen Bier ...

Müllerschoppe OARIS

Müllerschoppe OARIS

Da ist er, der Oak Aged Russian Imperial Stout - kurs OARIS - ein Kooperationssud von Hans Christian Müller (Bayerisch Nizza) aus Aschaffenburg und Thorsten Schoppe (Schoppe Bräu) aus Berlin. Wie der Name schon sagt, wurde das Bier in Eichenfässern gelagert um für eine besondere Aromatisierung zu sorgen - zum ...

Brauhaus Riegele Speziator

Brauhaus Riegele Speziator

Passend zur Fastenzeit möchte ich euch heute den Doppelbock aus dem Hause Riegele aus Augsburg vorstellen: den Speziator. Ich bin gespannt, wie sich der dunkle Augsburger im vergleich zu den anderen Doppelböcken abschneidet, im Besonderen im Vergleich mit meinem Liebling: dem Ulimator. Auf gehts! Beinahe schwarz kommt dieses eigentlich dunkelbraune bis ...

Firestone Walker Pale 31

Firestone Walker Pale 31

Zum heutigen Testkandidaten, dem Pale 31 von Firestone Walker Brewing aus Kalifornien, muss ich den meisten wohl nicht viel erzählen - gerade über die Liste der gewonnen Auszeichnungen muss man kein Wort verlieren. Generell ist das Pale 31 erstmal "nur" ein einfaches, kalifornisches Pale Ale welches es aber in sich ...

Braukunst Live 2014 – Rückblick

Braukunst Live 2014 - Rückblick

Seit der Braukunst Live 2014 sind nun zwei Tage vergangen und man konnte die Zeit nutzen, die vergangene Biermesse sowie die ersten Reaktionen etwas auf sich wirken zu lassen. Ja, die Braukunst Live war auch dieses Jahr wieder Anziehungspunkt für allerlei gemischtes Publikum - der Fachbesucher wie auch der Bierliebhaber ...

Allersheimer Landbier Dunkel

allersheimer_landbier_dunkelAus Holzminden hat mich das Landbier Dunkel der Brauerei Allersheim erreicht – genauer gesagt handelt es sich hierbei um ein “dunkles Pils”. Gehört habe ich von der Brauerei, die in etwa zwischen Bielefeld und Hannover gelegen ist, noch nichts und habe dann recht interessiert geschaut als ich das Bier in meinem Bierwichtel-Paket vorfand. Ich bin gespannt.

Im Glas angekommen wirkt das dunkle Bier recht schick, klar und ohne Schnörkel leuchtet das dunkle Bier und wird von einer weißlich-gelben – jedoch nicht sehr stabilen – Schaumhaube bedeckt. Darunter riecht es nach dunklen Braumalzen, ein wenig nach Hopfen sowie leicht metallisch.

Der Antrunk wirkt beinahe wie eine Keule – ein deutlicher Oxidationsgeschmack macht sich breit und überdeckt das ansonsten kantige, unausgewogene Malzaroma. Ansonsten wirkt das Gebräu sehr wässrig und hat auch im Abgang nicht viel zu bieten – der Hopfen ist sporadisch vorhanden und trägt nicht wirklich zum angenehmen Geschmacksempfinden bei.

allersheimer_landbier_dunkel_flascheNein, Abbruch. Das Bier schmeckt mir absolut nicht – mehr als zwei Schluck waren nicht drin. Ein Stern.

Stammwürze: 11,6%

Alkoholgehalt: 5%

(1/5)



,

1 Kommentar

Hachenburger Selection No. 03 Red Stout

hachenburger_selection_no03_red_stoutIch möchte euch heute die Nummer 3 der Hachenburger Selection vorstellen, einen Red Stout mit einem durchaus ordentlichen Alkoholgehalt von 7,7%. den die Brauerei aus dem Westerwald hier eingebraut hat. Schön, dass man sich auch im Westerwald an – hierzulande – ungewöhnliche Bierstile traut. Ich bin gespannt!

In einem dunklen Rot mit einem Stich Orange begrüßt einen das leicht zäh wirkende, opale Bier nachdem es im Glas Platz genommen hat. Gekrönt wird das Ganze von einer üppigen, sahnigen Schaumhaube. Darunter duftet es malzig, etwas röstig und leicht nach Dörrobst und Hopfen.

Recht malzig fällt auch der erste Schluck aus, Karamell, Röstaromen und ein Hauch Vanille sind schmeckbar und fügen sich fein in das weiche Gebräu ein. Des Weiteren hinterlässt der rote Trunk auch eine moderate Hopfung zu bieten, geschmacklich macht sich dieser aber lediglich durch einen Hauch Fruchtaromen bemerkbar und fällt ansonsten nur bitternd in Erscheinung. Etwas brotig wirkt das Ganze, Hefe ist schmeckbar und so wirkt das Bier recht rund und vollmundig und kann mit einer guten Süffigkeit aufwarten.

hachenburger_selection_no03_red_stout_flascheMan muss aber auch sagen, dass ich mir etwas mehr Intensität erwartet hätte. Auch wenn das Malzbett angenehm wirkt und durchaus lecker schmeckt (zumindest ist es Anfangs noch merkbar) wirkt das ganze im Trinkverlauf etwas langweilig und langatmig. Grund zur Kritik gibts es ansonsten nicht, das Gebräu ist ausgewogen und abgerundet…fehlt nur irgendwie das gewisse Etwas.

Nicht schlecht aber sicherlich auch kein Top-Bier, von mir gibts für den Red Stout aus dem Hause Hachenburger drei Sterne.

Stammwürze: 18,5%

Alkoholgehalt: 7,7%

(3/5)



1 Kommentar

Firestone Walker Union Jack

firestone_walker_union_jackMir ist aufgefallen, dass ich euch noch den Test des Union Jack der Firestone Walker Brewing Company aus Paso Robles, Kalifornien schuldig bin und will dies heute nachholen. Wie auch das Pale 31 oder der Double Jack ist dieses West Coast-style India Pale Ale mehrfach ausgezeichnet und damit in aller Munde. Ob es diese Lorbeeren verdient hat wird der folgende Test zeigen.

Im Geruch wird man von dem golden- bis bernsteinfarbenen Bier defintiv nicht enttäuscht. Unter dem stabilen, feinporigen Schaum quellen hopfige Fruchtaromen hervor. Grapefruit und Orange dominieren die Geruchsstoffe die unbeirrbar in die Nase strömen und mich, zusammen mit dem süßlich-feinen Malzduft, neugierig auf den Inhalt des Glases machen.

Erwartungsgemäß fällt der Antrunk recht trocken aus und wird von den bereits angesprochenen Hopfenaromen geprägt. Dazu gesellt sich eine knackige Bittere welche sich ein wenig über das moderat süße Malzbett legt und mir sogar ein wenig zu stark vorkommt. Dennoch wirkt das Bier recht vollmundig und im beginnenden Abgang hat man sich bereits an die (nicht unangenehme) Herbe gewohnt und kann sich an einem intensiven Grapefruitaromen erfreuen.

Über die adstringierende Wirkung der Herbe muss ich nicht viele Worte verlieren, die Zunge ist pelzig und erfreut sich Schluch für Schluck an den durchgehend präsenten Hopfenaromen. Wegen mir hätte das Bier aber definitiv etwas mehr Süße vertragen können um damit noch ausgewogenen zu wirken.

firestone_walker_union_jack_flascheEin leckeres IPA mit ganz leichten Schwächen weshalb es nicht ganz für die Bestwertung reicht, vier Sterne sind aber auch kein Beinbruch – ich erfreue mich jetzt aber erstmal am Rest des Bieres.

IBU: 70

Alkoholgehalt: 7,5%

(4/5)



1 Kommentar

Ayinger Celebrator

ayinger_celebratorProbiert habe ich den Doppelbock der Brauerei Ayinger aus dem oberbayerischen Aying bereits mehrfach (auch gestachelt) – wird also langsam Zeit, dass ich euch das Starkbier mal offiziell vorstelle.

Von der Optik her erinnert der Doppelbock beinahe an einen Stout, hellbrauner Schaum steht stabil und samtig texturiert auf dem mahagonifarbenen Bier – gerade der rote Schimmer gefällt mir, wie immer bei solchen Bieren, sehr gut. Wie erwartet fällt der Geruch schwermalzig und in erster Linie süß aus, einige wenige Röstaromen tummeln sich ebenfalls darin und machen mich neugierig auf den Inhalt des Glases.

Gleich beim ersten Schluck macht sich eine intensive Röstaromatik breit, süßliche Karamellaromen gehen mit einer intensiven Malzigkeit einher und sorgen für ein volles und intensives Mundgefühl. Dazu wirkt das Bier extrem mild auf der Zunge, zeigt aber bei all den Röststoffen keine Malzbittere sondern ist zusammen mit der Süße sehr gus ausbalanciert. Im Abgang wirds etwas gediegener, ein wenig Hopfen ist spürbar und es bleibt ein starker Eidnruck von Zartbitterschokolade auf der Zunge liegen.

Wenn man sich das Verhältnis von Stammwürze zu Alkohol ansieht, erklärt sich auch der sehr volle und süße Charakter des Celebrators. Der hohe Restextrakt sorgt für eine starke Süffigkeit und zudem für den recht süßen Geschmack der aber zum allgemeinen Setup des Bieres passt. Auch ansonsten gibt der röstige Bock keinen Grund zur Kritik und ich bin lediglich ein wenig traurig darüber, dass die Flasche schon leer ist.

ayinger_celebrator_flascheMit dem Ayinger Celebrator hat man einen wirklich perfekten Doppelbock im Glas. Aromatik, Süße und nicht zuletzt auch der Alkohol passen perfekt zusammen – einfach lecker. Das sind heute volle fünf Sterne und ein Eintrag in die Bestenliste.

Stammwürze: 18,5%

Alkoholgehalt: 6,7%

(5/5)



1 Kommentar

Brauhaus Riegele Augustus

brauhaus_riegele_augustusAm Freitag darf es auch gerne mal ein Doppelbock sein und so habe ich mir für den heutigen Biertest den Weizendoppelbock Augustus der Augsburger Brauerei Riegele ausgesucht. Recht interessant ist dabei, dass dieses Bier in der Liste der “Traditionsbiere” von Riegele nicht mehr auftaucht, es dafür innerhalb der neuen Riegele Brauspezialitäten einen “Augustus 8″ gibt – das wird ja wohl nicht das selbe Bier sein? Aber zurück zum Test – los gehts.

Ich muss mich ans Einschenken in das Spiegelau Weizenglas noch gewohnen weshalb der Inhalt trotz Schaum ein wenig eingelaufen wirkt. Apropos Schaum, der steht mit seiner cremigen Konsistent absolut stabil auf dem dunkelorangen, hefetrüben Bier. Selbiges verströmt eine bananig-fruchtige und blumige Hefenote mit einiges an süßem Malz.

Da ist aber einiges an Frucht im Bier, Pfirsiche, Aprikosen und Bananen sind in dem sehr fein und rund wirkenden Malzbett schmeckbar und gehen mit einer moderaten Süße einher. Im Mund angekommen wirkt das Bier sehr breit und vollmundig, bietet eine karamellastige und leicht brotig wirkende Malzaromatik und lässt einen kaum daran glauben, es hier mit einem Doppelbock zu tun zu haben. Die Fruchtigkeit bleibt bis in den Abgang, ein wenig Hopfenherbe taucht auf und ich frage mich, ob hier in all den Hefearomen auch noch fruchtiger Aromahopfen versteckt ist…ist wirklich schwer festzustellen.

brauhaus_riegele_augustus_flascheIn meinen Augen könnte das Weizenmalz und auch die Brotigkeit gerne stärker rauskommen, die Fruchtaromen überwiegen jedoch den Geschmackseindruck und machen es ein wenig schwer tiefer in den Charakter reinzuschmecken. Ansonsten hat man bei dem Bier alles richtig gemacht – das schmeckt mir insgesamt betrachtet richtig gut!

Ein sehr guter Weizenbock, mir vielleicht etwas zu fruchtig und beinahe “zu mild” und daher gibts für den Augustus “nur” 4 Sterne. Prost!

Wollt ihr diesen Weizendoppelbock mal probieren? Hier gehts lang!

Alkoholgehalt: 8%

(4/5)



,

1 Kommentar

Hophead & Maltbody Dirty Tango

hophead_maltbody_dirty_tangoVor zwei Tagen ist bei mir das Dirty Tango ins Haus geflogen und ich habe mich kurzfristig entschlossen, es in meinen Testplan zu schieben. Hinter dem Bier steht “Hophead & Maltbody“, genauer gesagt sind es die Macher von craft-beer.tv welche jetzt mit ihrem eigenen Bier voll durchstarten wollen. Beim Dirty Tango selbst handelt es sich um ein ordentlich gehopftes Lager mit 45 IBU – ich bin sehr gespannt!

Bernsteinfarben sowie leicht opal liegt das untergärige Bier im Glas, eine gute Portion von feinporig texturierten, weißfarbenen Schaum steht oben auf und lässt das Bier in der Optik schonmal recht gut aussehen. Im Geruch tummeln sich fein-fruchtige Hopfenaromen von denen am ehesten Grapefruit und eine Portion Pfirsich auffallen.

Schwungvoll aber nicht allzu aufdringlich fällt der erste Schluck aus, eine sehr moderate Süße stellt zusammen mit einem Hauch Karamell und einem ansonsten unauffälligen Malz den Grundtenor des Bieres dar. Dazu gesellen sich Aromen der beteiligten Hopfensorten (und das sind mit Magnum, Tradition, Saphir, Citra, Chinook, Centennial und Simcoe nicht wenig!) welche allerdings sehr gediegen ausfallen und mit einer recht intensiven Herbe einhergehen. Nuancen von Zitrusaromen sind schmeckbar, vieles geht aber ob der etwas zu starken Herbe unter – da wäre sicherlich mehr drin gewesen.

In der B-Note macht das Dirty Tango eine gute Figur, wirkt das Bier doch recht weich und wird lediglich von einer etwas zu starken Kohlensäure negativ beeinflusst. Alles in allem betrachtet ist das Bier recht gut trinkbar, die zu starke Herbe sorgt allerdings dafür, dass im Trinkgefühl ein paar Kanten liegen.

hophead_maltbody_dirty_tango_flascheSolides Lager mit fruchtigen Hopfennuancen – ich finde, hier wäre dahingehend aber noch mehr möglich gewesen. Davon abgesehen reiht sich das Dirty Tango in die Reihe der “neueren” Lager (Prototyp, Wuida Hund, etc) ein, die mit mehr Geschmack punkten können als ihre “normalen” Pendants. Bei mir gibts für das Dirty Tango heute gute drei Sterne.

IBU: 45

Alkoholgehalt: 5,6%

(3/5)



1 Kommentar

Neufeldner s’Hopferl

neufeldner_s_hopferlAus dem österreichischen Neufelden, welches nordwestlich von Linz gelegen ist, kommt mein heutiger Testkandidat: s’Hopferl von der Neufeldner Bierbrauerei. Beim Hopferl handelt es sich um ein österreichisches Märzen mit einer, laut Beschreibung, unverkennbaren hopfigen Note sowie einer dezenten, geradlinigen Bittere. Da bin ich jetzt aber mal gespannt…

Schade, der Schaum war leider nicht sehr langlebig. Dafür wird man mit einem klaren, orange- bis bernsteinfarbenen Bier belohnt in dem sich einige Kohlensäureblässchen tummeln. Im Geruch finden sich tatsächlich würzig-grasige Hopfenaromen die von einem guten Schluck Gerstenmalzaroma begleitet werden.

Der sehr voll wirkende Antrunk fällt süßlich und vor allem recht brotig aus, feines Gerstenmalz ist auf der Zunge schmeckbar und geht mit einer unaufgeregten, jedoch durchaus wahrnehmbaren Hopfung einher. Gar nicht mal schlecht, erscheint die Herbe des Bieres beinahe so stark wie bei manchem deutschen Fernsehpilsner – gleiches gilt für die Hopfenaromatik die blumig-grasig ausfällt und ein wenig an grünen Apfel erinnert.

neufeldner_s_hopferl_flascheMan muss aber auch sagen, dass mir im Malzbett ein bisschen zu viele Kanten drin sind wodurch die Süffigkeit leidet. Diese ist ansonsten, dank dem vornehmlich süßen Gerstenmalz, recht gut und das, obwohl die Karbonisierung etwas zu stark ausfällt was sich ja bereits in der Optik angedeutet hat.

Ein solides, recht brotiges Helles respektive österreichisches Märzen mit durchaus vorhandenen Hopfennote deren Herbe gerade zum Ende hin noch etwas stärker rauskommt. Für das biologische Neufeldner s’Hopferl vergebe ich heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,2%

(3/5)



,

1 Kommentar

Mittenwalder Josefi Bock Dunkel

mittenwalder_josefi_bock_dunkelNach dem gestrigen Desaster-Bock gibt es heute gleich das nächste dunkle Bockbier welches perfekt in die Saison passt und ich euch daher vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um den dunklen Josefi-Bock von der Mittenwalder Privatbrauerei aus dem kleinen Nest Mittenwald in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Kleine Besonderheit vor dem Test: Die Mittenwalder Brauerei ist Deutschlands höchstgelegenste Privatbrauerei. Schauen wir doch mal, ob das eine Auswirkung auf das Bier haben wird…

Im schönen mahagonibraun steht das klare Bier im Glas, verziert von einer stabilen, feinporigen Schaumhaube die wie Eischnee auf dem Gebräu sitzt. Dabei gibt es einiges an süßlichen Malzaromen zu erriechen die von einem leicht karamelligen, röstigen Schokoaroma begleitet werden.

Der erste Schluck fällt relativ weich und gediegen aus, wird größtenteils von süßlichen Malzaromen dominiert und bringt ein wenig Brot mit. Etwas übertrieben fällt die honigartige Süße schon aus, hat aber durch die sanfte Herbe einen einigermaßen gleichstarken Gegenspieler wodurch das Bier nicht so schwer wirkt wie es Anfangs den Anschein hat. Im sehr milden Abgang wird der Bock etwas lascher, hat aber immerhin noch ein wenig Hopfenwürze und -aromatik im Angebot wodurch es nicht so langweilig ausfällt wie man es hätte befürchten können.

mittenwalder_josefi_bock_dunkel_flascheVon den Röstaromen ist nicht viel spürbar, einzig einige wenige Aromen von Dörrobst liegen in der Süße und erinnern einen beinahe etwas an Pflaumenmuß. Dabei ist die Trinkbarkeit im Allgemeinen recht gut, allerdings ist die Aromatik nicht allzu ausgeprägt weshalb es hinten raus etwas langweilig wirkt.

An sich ein solider Bock, mir aber leider etwas zu süß. Handwerklich gesehen gibt es aber nichts zu meckern und nicht zuletzt deshalb gebe ich dem Mittenwalder Josefi Bock Dunkel gerne gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 7,1%

(3/5)



1 Kommentar

Lang-Bräu Maibock dunkel

lang_braeu_maibock_dunkelDer Mai nähert sich mit großen Schritten, Grund genug mal wieder zu einem Maibock zu greifen. Auf dem Programm steht daher heute der dunkle Maibock des Lang-Bräu aus dem oberfränkischen Wunsiedel im Fichtelgebirge.

Im Geruch präsentiert sich das rötlich-braune Bier süß-malzig und bringt, neben einem Hauch Hopfen, auch eine Röstmalznote mit die allerdings ein wenig dumpf wirkt. Leider hat sich der feinporige, leicht bräunliche Schaum schon recht bald nach dem Einschenken verzogen.

Neben einer recht starken Herbe wird der Antrunk von der bereits angesprochenen Röstaromatik geprägt die allerdings sehr unausgewogen und eckig wirkt. Dabei geht das Malzbett recht süß zu Werke, hat einen Touch von Karamell und Raucharomen die jedoch sehr an Asche erinnern. Die mit dem Bier einhergehende Herbe ist mir zu stark und wird auch nicht von einer besonderen Hopfenaromatik begleitet, der Abgang ist lediglich trocken und wird von dem omnipräsenten Röstaromen dominiert.

lang_braeu_maibock_dunkel_flascheDazu gesellt sich ein recht penetranter Alkoholgeschmack und zu viel Kohlensäure….ne, also das wird nix mehr. Dieser Maibock ist viel zu herb, unausgewogen und besitzt zu viele unpassenden Röstaromen – kurzum: er schmeckt mir absolut nicht weshalb ich auch nur einen Stern vergeben kann. Schade!

IBU: 29

Stammwürze: 18,1%

Alkoholgehalt: 7,5%

(1/5)



1 Kommentar

Müllerschoppe OARIS

muellerschoppe_oarisDa ist er, der Oak Aged Russian Imperial Stout – kurs OARIS – ein Kooperationssud von Hans Christian Müller (Bayerisch Nizza) aus Aschaffenburg und Thorsten Schoppe (Schoppe Bräu) aus Berlin. Wie der Name schon sagt, wurde das Bier in Eichenfässern gelagert um für eine besondere Aromatisierung zu sorgen – zum einen in einem mit Glenmorangie Whiskey vorbelegten, zum anderen in einem Hans Müller Sommelierbierbrand Fass. Erstmalig probiert habe ich das Bier auf der Braukunst Live und kann es jetzt kaum erwarten, die Flasche zu öffnen.

Nachtschwarz steht das beinahe ölartige Bier im Glas und wird von etwa einem Finger breit braunen, cremigen Schaums bedeckt. In der Nase machen sich Aromen von Bitterschokolade, stark gerösteten Kaffeebohnen, etwas Holz sowie auch etwas Rauch breit – wahnsinn!

Extrem weich und schwer wirkt der Stout auf der Zunge wo sich eine Fülle von Röstaromen tummeln. Hier ist vor allem der bereits benannte, und allseits bei diesem Bierstil bekannte, Kaffee zu nennen welcher sich mit etwas Vanille und Schokolade mischt und somit eine intensive Aromatik entwickelt. Die dabei mit einhergehende Herbe ist vorhanden, fällt allerdings moderat aus und wird von einer honigartigen Süße im Zum gehalten. Im Abgang macht sich dann die zähe Konsistenz bemerkbar, sehr lang bleibt eine feine Malzbittere auf den Geschmacksknopsen während das Geschmacksbouquet durch etwas Holz und Whiskey abgerundet wird.

Zum Charakter des Bieres passend ist die Karbonisierung sehr leicht ausgefallen und obwohl das Bier knapp 10% Alkohol in die Waagschale wirft, ist der Imperial Stout sehr gut trinkbar. Das ist umso erstaunlicher, da sich die Fassaromen gerade zum Ende hin stärker bemerkbar machen und das Bier extrem vielschichtig und intensiv wirken lassen.

muellerschoppe_oaris_flascheWas soll ich noch sagen – der OARIS ist für mich handwerklich wie auch geschmacklich perfekt. Tolle, aber nicht übertriebene, Fassaromatik mit einem starken, geschmackvollen Imperial Stout als Basis. Das ist mir volle fünf Sterne und einen Eintrag in die Bestenliste wert.

Wenn ihr den OARIS probieren wollt, müsst ihr euch beeilen – der erste Sud ist auf 1000 Flaschen limitiert. Bestellen könnt ihr es hier.

Stammwürze: 19,8%

Alkoholgehalt: 9,5%

(5/5)



1 Kommentar