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Hanscraft & Co. Black Nizza

black_nizzaKurz vor der Braukunst Live kommen die neuen Craftbiere aus den Löchern gekrochen. Nach dem neuen Hopfenstopfer gestern geht es heute mit dem Black Nizza von Hanscraft & Co. aka. Christian Hans Müller weiter. Der dunkle Bruder des Bayerisch Nizza ist ein Imperial Stout und soll die Freunde malzbetonter, starker Biere auf seine Seite ziehen. Ob ihm das wohl gelingt…?

Optisch gibt es schonmal keinen Grund zu meckern – die nachtschwarze Färbung wie auch der standhafte, cremigetexturierte Schaum mit bräunlicher Färbung sind eine Augenweide. Im Geruch tummeln sich Röstaromen, etwas Vanille, Schokolade und Mocca stechen dabei heraus.

Geschmacklich kommt das Black Nizza derweil relativ unaufgeregt daher, etwas Zartbitterschokolade und Espresso kommen in dem viskosen Bier daher. Dabei bietet das Black Nizza nebst etwas Säure auch einen Touch Toffee der aber nur spät nach dem Abgang aufkommt. Auf der Zunge wirkt das Bier samtig und bietet das, für einen Stout sehr erwünschte, volle Mundgefühl was auch dank der moderaten Karbonisierung erreicht wird.

black_nizza_flascheDer Abgang zeigt dabei moderat würzig-herb und trocken wobei die Malznoten wieder etwas mehr hervor kommen. Dabei werden sie von einer leichten Süße begleitet, begleitet durch die Säure bildet man sich ein Kirscharoma ein und auch etwas Brot gesellt sich dazu – das alles aber auf einem sehr gediegenen Level. Den Alkohol indes merkt man im Trinkverlauf durchaus wobei das Bier während des Genusses definitiv nie wirklich schwer rüber kommt.

Mir persönlich ist es im Geschmack definitiv zu wenig und erinnert mehr an einen normalen Stout – gegen einen Schönramer Imperial Stout kann es nicht bestehen. Da wäre mehr drin gewesen, so sind es aber nur drei Sterne.

Alkoholgehalt: 9%

(3/5)




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Hopfenstopfer Monroe

hopfenstopfer_monroeHeute möchte ich euch das neue Hopfenstopfer Monroe vom Häffner Bräu aus Bad Rappenau vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Single Hop Imperial Pale Ale welches mit der noch sehr neuen Hopfensorte “Monroe” gebraut wurde, einem amerikanischen Wildhopfen der vom Hopfenzüchter Josef Wittmann entdeckt und in einer gekreuzten Variante in der Hallertau angebaut wurde. Das Ergebnis dessen wurde nun durch Thomas “Hopfenstopfer” Wachno in diesem Bier genutzt – hier nun der Test.

Fruchtig-frisch duftet es aus dem Glas, Noten von Blaubeeren und Erdbeeren sind in der Hopfennase erkennbar. Dazu macht das Imperial Pale Ale auch eine schöne Figur im Glas – golden-orange mit leichter Trübung und einem cremigen, weißen Schaum oben auf.

Wie gehabt bei den Hopfenstopfer-Bieren fällt der Antrunk sehr weich und mild aus, gefolgt von etwas Karamell und einer leichten Säure. Gleich drauf legt der blumig-fruchtige Hopfen los, es liegen rote Beeren auf der Zunge, Weintrauben sowie Litschie und weitere Zitrusfrüchte – sehr spannend. Die 40 Bittereinheiten sind sehr schön inmitten der Hopfenaromatik eingebettet und passen sehr gut zum feinen, nur leicht süßlichen Malzbett.

hopfenstopfer_monroe_flascheDie Herbe spürt man im Abgang zunächst nicht allzu sehr, erst im Trinkverlauf wird der Mundraum zunehmend ausgetrocknet was den Hopfenaromen Tür und Tor öffnet – das schmeckt so fruchtig und “echt” wie die Blaubeeren die ich gestern gegessen habe. Die dazu passende, leichte Säure empfinde ich als sehr angenehm und unterstützt den fruchtig-frischen Eindruck – von den 6,5 Volumenprozent Alkohol jedoch merkt man eigentlich gar nichts. Es wirkt so leicht und beschwingt, man könnte es beinahe für ein Sommer-Ale halten – sehr süffig, gering karbonisiert und einfach lecker.

Ich hoffe mal, dass man von dieser neuen Hopfensorte noch so einiges hören wird – geschmacklich ist es endlich mal wieder etwas anderes. Das erste Bier mit dieser neuen Sorte bekommt heute von mir vier Sterne!

IBU: 40

Stammwürze: 15,8%

Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)




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St. Bernardus Abt 12

st_bernardus_abt_12Aus Westflandern kommt nicht nur das berümthe Westvleteren Bier, nein auch die Brauerei Sint Bernard ist dort ansässig und weltweit für ihr Bier bekannt. Beim St. Bernardus Abt 12 handelt es sich um ein Quadrupel und damit um einen direkten Konkurrenten zum Westvleteren 12. Ich habe beide Biere blind im Vergleich gegeneinander antreten lassen und schildere euch nun heute meinen Eindruck des St. Bernardus Abt 12.

Soweit man das von einem Trappistenbier sagen kann, wirkt das Gebräu trotz der Trübstoffe “relativ” klar. Ein leichter, roter Schimmer glitzert durch das dunkelbraune Bier welches mit einem bräunlich-weißen, cremigen Schaum bedeckt ist. Im Geruch tut sich einiges, Noten von Haselnüssen, Graubrot, Schokolade und Malz sind erkennbar.

Der Antrunk fällt sehr weich aus, nussige Malznoten fluten die Zunge und sorgen für eine Fülle dunkler Malzaromen, Schokolade, etwas Kaffee, Karamell und Melasse sorgen für einen intensiven und komplexen Geschmackseindruck. Der süßliche Abgang wird auch von etwas Herbe begleitet, fällt ansonsten aber sehr weich und rund raus wobei das Bier in seiner Gesamtheit einen sehr viskosen Eindruck macht.

st_bernardus_abt_12_flascheDas Quad(rupel) hat einen sehr weichen und vollen Körper bei, für einen Belgier, sehr angenehmen Karbonisierung. Zwischen den starken, malzigen Eindrücken wirkt das Abt 12 gelegentlich etwas alkoholisch. Im Trinkverlauf wirkt das Bier würziger, es kommen vereinzelt Gewürzeindrücke auf die sich mit den süßlichen Malznoten abwechseln.

Wow, ein unglaublich gutes und komplexes Bier. Freunde intensiver Malzaromen werden hier wahrlich auf ihre Kosten kommen – genauso, wie eigentlich alle anderen Bierfreunde ebenso. Für mich sind das heute fünf Sterne und ich bin gespannt, ob sich das Westvleteren 12 dagegen behaupten kann.

Neugierig geworden? Hier könnt ihr das St. Bernardus Abt 12 bestellen.

Alkoholgehalt: 10%

(5/5)




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Schönramer Pils

schoenramer_pilsSpricht man über Pils, muss man spätestens nach dem World Beer Cup 2014 auch über Schönramer reden. Das Pils der kleinen, oberbayerischen Privatbrauerei wurde dort zum weltbesten Pils gekürt – ein Schlag ins Gesicht der kompletten deutschen Fernsehbier-Szene. Ob das Bier seinem Ruf wohl auch gerecht wird, zeigt der folgende Test.

Beinahe klar läuft das nach pilsner Brauart gebraute Bier in Glas aus welchem es strohblond heraus schimmert. Oben auf zeigt sich stabiler, cremig-feiner sowie weißer Schaum. In der Nase finden sich weiche, grasige Hopfenaromen, etwas Getreide und Malz.

Sehr schlank und knackig kommt der erste Schluck rüber, etwas brotig wirkt das Malz welches erfreulicherweise kaum Süße bietet. Dafür kann das Pils mit einem blumig-kräuterigen Hopfenaroma aufwarten, welches sich zum Abgang hin weiter intensiviert. Herb ist das ebenso, für den deutschen Pilstrinker vielleicht sogar etwas zu viel. Ich hingegen finde die Bitterkeit gerade gut so, es dürfte sogar noch etwas mehr sein.

schoenramer_pils_flascheDabei geht das Schönramer aber durchaus süffig zu Werke, kantig mit Charakter und dennoch weich und sehr gut trinkbar. Im Verlauf kommt das getreidige Malzbett etwas stärker raus und wirkt dem etwas trocken wirkenden Nachtrunk gut entgegen. Ich sage schonmal: Hallo, Bestenliste.

Viel muss man eigentlich gar nicht sagen. Für mich ist es eines der besten Biere dieses Stils die man hierzulande bekommen kann. Knapp an den fünf Sternen vorbei werden es heute derer vier. Prost.

Lust auf das Schönramer Pils bekommen? Hier könnt ihr es bestellen.

IBU: 37

Stammwürze: 11,9%

Alkoholgehalt: 5%

(4/5)




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BrauKunstKeller Imperial Stout Rum

braukunstkeller_imperial_stout_rumWas habe ich mich Ende letzten Jahres gefreut, als mich der Imperial Stout vom BrauKunstKeller aus dem hessischen Odenwald erreicht hat. Ein Jahr durfte das starke Bier in einem 16 Jahre alten Rumfass lagern bevor es dann endlich seinen Weg in die Flasche und damit auch auf die Zungen der Bierliebhaber schaffte. Neben Rum gibt es noch drei andere Varianten: Tequilla, Whisky und Bordeaux. Nun aber zum Test der Rum-Version.

Zur Aufmachung des Gebräus sag ich jetzt mal nichts – hier sprechen die Bilder für sich. Nachdem man die Flasche auf bekommen und der nachtschwarze, ölig wirkende Inhalt sich ins Glas bequemt hat, steigen auch schon die erwarteten Aromen in die Nase. Schokolade, Kaffee, Lakritze, etwas Holz und Alkohol seien hierbei genannt – sehr spannend!

Oh, was für ein milder Antrunk. Beinahe wie ein starker Rotwein läuft das Bier über die Zunge. Dort startet es ein kleines Feuerwerk von dunklen Röstaromen, Schokolade, Espresso, Lakritze, Melasse sowie auch etwas Rauch und Vanille sind schmeckbar während das viskose Bier sich nur sehr behäbig über die Geschmacknerven schiebt. Rosinen und Spuren von dunklen Früchten sind zum Abgang hin erkennbar, etwas Herbe kommt auf und lässt das schwere und auch etwas süß wirkende Bier bekömmlicher wirken.

braukunstkeller_imperial_stout_rum_flaschePuh, nach dem ersten Schluck muss man beinahe etwas durchschnaufen. Der Imperial Stout ist sehr komplex und dank der sehr niedrigen Karbonisierung hat man auch genügend Möglichkeiten, jeden Aspekt der wunderbar ausgewogenen Komposition zu erschmecken – weniger Kohlensäure dürfte es jedoch nicht sein. Recht bald merkt man auch den angenehm wärmenden Alkohol welcher mit dem weiterhin sehr präsenten Malz einher geht und dafür sorgt, dass man dieses durchaus starke Bier nicht zu schnell genießt (was auch viel zu schade dafür wäre).

Ein tolles Bier in sehr hübscher Aufmachung, mir fehlt geschmacklich bei aller Komplexität allerdings noch der letzte Kick. Dennoch hat man beim BrauKunstKeller ein tolles Bier entwickelt und dieses mit einem hohen Aufwand veredelt. Bei mir gibt es heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 11,7%

(4/5)




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Braukraft India Pale Ale Amarillo

braukraft_india_pale_ale_amarilloBei mir um die Ecke  – in der Nähe von Germering – hat vor geraumer Zeit die Microbrauerei Braukraft das Herstellen von kleinen, besonderen Bieren begonnen. Eines davon, das India Pale Ale Amarillo, möchte ich euch heute kurz vorstellen.

Golden bis bernsteinfarben, ganz leicht eingetrübt und garniert mit feinporigen, weißen Schaum – so präsentiert sich das India Pale Ale im Glas. In der Nase findet sich etwas Karamell, blumig-zitronige Hopfenaromen die von etwas Grapefruit unterlegt werden.

Der Antrunk zeigt sich sehr fein und malzgetragen, etwas Karamell und Brot geben dort den Ton an. Dazu gesellen sich moderate Hopfentöne die an Zitrone und Heu erinnern und mit einer leichten Herbe einher gehen. Wie so oft steht auch hier die Drinkability im Vordergrund weshalb sich der Charakter – leider – ein wenig unterordnen muss und man daher auch Abstriche machen muss.

braukraft_india_pale_ale_amarillo_flascheSo wartet man beispielsweise im Abgang relativ vergebens auf einen kleinen Bitterkick, es geht eher süßlich zu. Das, und die niedrige Karbonisierung, sorgen damit für eine gute Süffigkeit was einerseits natürlich für das Bier spricht – bei einem IPA erwarte ich mir dennoch etwas mehr Biss. Handwerklich gibt es hier ansonsten nichts auszusetzen und der Hopfenhauch versöhnt auch im Trinkverlauf.

Passt schon. Dezente Hopfung, etwas Herbe – easy drinkable aber kein geschmacklicher Leuchtturm. Von mir gibts heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,2%

(3/5)




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Beavertown Smog Rocket

beavertown_smog_rocketAuf, über den Ärmelkanal, nach Großbritannien. Im Test habe ich heute für euch das Smog Rocket, einen Smoked Porter der Beavertown Brewery aus London. Die Brauerei gibt es seit 2011 und ist erst 2014 in ihrem derzeitigen Standort im Norden Londons eingezogen wo man seit dem auf einer 50HL Anlage braut. Neben diversen anderen Ales hat die Brauerei einen Smoked Porter im Angebot den ich euch nun vorstelle. Merci ans Biervana für die Kostprobe.

Dunkelbraun bis schwarz steht der Porter im Glas, es duftet nach Röstmalzen und damit nach Kaffee, etwas Vanille und Asche. Der braune, feinporig-cremige Schaum ist standhaft und macht eine gute Figur.

Im Antrunk präsentiert sich dieses Bier sehr mächtig. Das Raucharoma, das entfernt an bekannte, fränkische Rauchbiere erinnert, sticht gut raus, es schmeckt etwas nach Schinken, Holz, etwas Kaffee und Karamell sowie Kohle/Arsche. Sehr intensiv und komplex, man möchte auch meinen, dass es sich hierbei um ein deutlich stärkeres Bier handelt und ist dann beim Blick auf die Dose doch überrascht.

beavertown_smog_rocket_flascheEtwas Herbe kommt auch auf, der Abgang wirkt sehr kantig und rauchig und geht einher mit etwas würzigen Hopfenaromen (Magnum und Chinook). Karbonisiert ist das Bier dabei sehr gut, passt der niedrige CO2-Gehalt sehr gut zum mild-röstigen Körper. Etwas süßer könnte es vielleicht sein um den doch etwas sehr strengen Raucheindruck abzumildern und für etwas mehr Trinkbarkeit zu sorgen. Andererseits bekommt das Gebräu dadurch einen sehr interessanten und eigenen Charakter weshalb es sich durchaus von anderen abzuheben weiß.

Doch, ich muss sagen, dass ich dem Smog Rocket von Beavertown einiges abgewinnen kann. Gerade im Trinkverlauf mag man das Glas gar nicht mehr aus der Hand geben – lecker! Von mir gibt das heute vier Sterne.

IBU: 29

Alkoholgehalt: 5,4%

(4/5)




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Camba Bavaria Smoked Porter

camba_bavaria_smoked_porterRecht neu auf dem Markt ist der Smoked Porter der Camba Bavaria aus Truchtlaching. Porter sind hierzulande leider noch eher die Ausnahme als die Regel, gerade auch da viele Kleinbrauer erstmal mit Pale Ales oder IPAs auf den Craftbeer-Trendzug aufspringen wollen und so ebenfall traditionelle Stile wie den Stout oder den Porter erstmal links liegen lassen. Schade eigentlich, zeigen Biere dieses Stils durch ihre Malzlastigkeit eine ganz andere Geschmackswelt auf…mal sehen, ob das beim Smoked Porter der Camba auch gilt.

Erwartungsgemäß dunkelbraun bis schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet einen bräunlichen, cremig-feinen Schaum aus. Etwas röstiges Malz mit Aromen von Kaffee, etwas Torf und Schokolade machen sich in der Luft breit.

Recht flott wirkt der erste Schluck, weich und rund läuft das Bier über die Zunge und bringt eine leicht röstiges, von Kaffee und etwas Rauch dominierten Malz mit sich welches leicht herb auf die Geschmacksknopsen legt. Dabei erinnert das torfig-rauchige Aroma ganz weit entfernt an fränkisches Rauchbier, wirkt aber viel zu leicht um starke Akzente zu setzen – und das ist bei diesem Bier auch gut so.

camba_bavaria_smoked_porter_flascheRecht leicht wirkt der Porter auch im Abgang, es wird etwas trockener und ein klein wenig kratzig, bleibt dabei aber recht gut trinkbar. Ein wenig dünn kommt das Bier schon rüber, dank der passend niedrigen Karbonisierung fällt das aber nicht so schwer ins Gewicht – zu warm sollte es jedoch nicht werden, würde man sich hier beim Genuß doch vermehrt schwer tun.

Schwer, ein Fazit zu finden. Mir persönlich ist der Smoked Porter ein klein wenig zu leicht ausgefallen, hat aber durchaus gute Momente. Für mich sind das heute knapp drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,3%

(3/5)




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Brouwerij ’t IJ Struis

brouwerij_t_IJ_struisDas tolle an der selbstauferlegte Aufgabe des Bier-Bloggens ist definitiv, dass man immer wieder mit neuen und/oder unbekannten Bieren konfrontiert wird. Heute habe ich wieder eines, diesmal aus den Niederlanden von der Brouwerij ’t IJ aus Amsterdam. “Struis” nennt sich dieser Barleywine – vermutlich eine Anspielung auf den Strauß auf den Etikett. Ich bin ja mal gespannt!

In der Nase liegt ein leichter Hauch von Kirschen und Rosinen sowie Zitronen. Rubinrot bis mahagonifarben strahlt das klare Bier derweil aus seinem Glas, dazu kommt etwas cremig-feiner, beiger bis bräunlicher Schaum.

Auf der Zunge wirkt das Gebräu sehr weich und vollmundig, Aromen von dunklen Malzen laufen über die Zunge…etwas Schokolade, Espresso und Vanille – ebenfalls wirkt das Bier ein wenig holzig und nussig. Dabei, und das merkt man gleich am Start, ist der Alkoholgehalt nicht zu spüren und man könnte es beinahe auch für einen Porter halten. Sehr fein und weich fällt auch der Abgang aus, lediglich vereinzelte Hopfenaromen finden sich hier und auch von der Herbe her geht es sehr mild zu.

brouwerij_t_IJ_struis_flascheDer honigsüße, malzig-steinfruchtige Geschmack hält sich recht lang auf der Zunge, vereinzelt blitzen Aromen von Zitrusfrüchten aus dem vollen Malzbett auf. Dabei ist das Bier sehr mild karbonisiert und auch daher sehr süffig.

Ich glaube, ich habe bisher noch keinen so einfach trinkbaren Barleywine probiert. Mit fehlt etwas die Komplexität und Wucht wie auch etwas der Hopfen. Dennoch aber ein gutes Bier welches von mir heute drei Sterne bekommt.

Neugierig geworden? Hier könnt ihr das Struis bestellen.

Alkoholgehalt: 9%

(3/5)




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Trappist Westvleteren Blonde (6)

trappist_westvleteren_blonde_6Auf nach Belgien! Zur Herkunft vom Westvleteren Trappistenbier werde ich euch vermutlich nicht viel sagen müssen. Nun gut, so viel sei nochmal gesagt: Abbaye Sankt Sixtus in Westflandern. Bei der Nummer 6 handelt es sich um das leichteste Bier der Trappistenmönche, dem Blonde welches man auch (einzig) an seinem grünen Kronkorken erkennt. Keine Angst, das 12er kommt auch noch dran, aber erstmal werde ich mich noch mit dem etwas leichteren auseinandersetzen.

Etwas eingetrübt leuchtet das golden-orange Bier aus seiner Behausung, oben auf strahlt der weiße und sehr feinporige Schaum vor sich hin. In der Nase wird es estrig, Aromen von Steinfrüchten, Pflaumen und Orangenschale sind, nebst etwas Malz, riechbar.

Erster Schluck…es geht etwas trocken zu, Rosinen und Pflaumen sind in dem malzig-brotigen Gebräu zu schmecken welches, für einen Belgier, geradezu moderat karbonisiert ist. Ein Hauch Hopfen ist aufkommenden, trockenen Abgang erahnbar der mit einer ordentlichen Portion Malz und Hefe einhergeht und auch etwas Lakritze mitbringt.

trappist_westvleteren_blonde_6_flascheIch würde fast sagen, man könnte dieses geschmackvolle und recht komplexe Trappistenbier als erfrischend bezeichnen. Es hat viel von einem guten Weizen, kommt aber mit einer Extraportion Hefeester daher und kann somit mit einen weit tiefgründigeren Geschmacksbouquet aufwarten, ohne dabei wirklich schwer zu wirken. Dass es sich dabei um ein Genußbier handelt sollte klar sein, entsprechend niedrig ist auch die Trinkgeschwindigkeit – und das ist gut so.

Ein sehr leckeres Blonde, könnte in meinen Augen ein klein wenig mehr Süße vertragen. Ansonsten habe ich hier nicht viel auszusetzen, weshalb es für vier Sterne reicht.

Alkoholgehalt: 5,8%

(4/5)