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Belhaven Black Scottish Stout

belhaven_black_scottish_stoutAus den Braukesseln der Belhaven Brewery in Dunbar, Schottland kommt mein heutiger Testkandidat: Das Black Scottish Stout. Schick sieht dessen Behausung – die Klarglasflasche – ja aus, ich mache mir nur etwas Sorgen, ob das Bier dadurch nicht zu viel UV-Licht abbekommen hat was dem Geschmack nun ja nicht gerade zuträglich ist. Finden wir es heraus…

Das dunkelbraune, rötlich im Lichtschein schimmernde Bier begrüßt den geneigten Genießer mit einer bräunlich-weißen Schaumkrone, die jedoch nicht viel Stabilität aufweist. Malzig wirkt in der Nase, ein paar Röstaromen und etwas Karamell strömen aus dem Glas.

Geht stark in Richtung Dry Stout dieses Gebräu. Der Antrunk ist recht kantig und mit Aromen von geröstetem Gerstenmalz gespickt, Kaffee, etwas Kakao und Asche. Bisweilen wirkt es – auch für seinen Alkoholgehalt – etwas sehr dünn und erinnert damit stark an Guinness, auch wenn es hinten raus dann doch noch einen etwas volleren Körper besitzt. Dort – im Abgang – findet sich auch etwas würziges Hopfenaroma wieder, welches das Stout noch etwas trockener wirken lässt als es eh schon der Fall ist.

belhaven_black_scottish_stout_flascheWo wir schon beim Guinness sind, die Trinkbarkeit ist entsprechend hoch, auch wenn das Belhaven Black etwas stärker karbonisiert ist. Dafür kann es aber auch geschmacklich mehr, weshalb es sich an dieser Stelle etwas mit mir versöhnt. An sich eigentlich mehr ein Porter (zumindest nach der früheren Definition), denn geschmacklich wie auch vom Body her ist zu wenig los als dass es sich hierbei um einen “Stout Porter” handeln könnte aber nunja, lassen wir diese Spitzfindigkeiten.

Durchschnittliches, aber durchaus trinkbares Stout mit den Charakterzügen eines Dry Stout. Etwas zu wässrig und daher heute nur drei Sterne. Prost.

Alkoholgehalt: 4,2%

(3/5)



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VonFreude Ale Primeur

vonfreude_ale_primeurVor wenigen Tagen kam ein Paket vom Craftbeer Shop, darin zwei mir bereits bekannte Biere wie auch jeweils zwei von BRLO und VonFreude – Merci hierfür. Ich fange dann auch gleich mal mit dem Ale Primeur von VonFreude an. “Endlich gutes Bier” wirbt die Homepage der Hamburger deren Belgian Pale Ale “Ale Primeur” ich euch jetzt vorstellen werde.

Fruchtig und nach Orangenschalen und Hefe duftet das trübe, orange- bis bernsteinfarbene Bier. Oben auf legt sich samtig-feiner, weißer Schaum und rundet somit die Optik ab.

Der Antrunk fällt recht weich aus, einige, wenige Aromen von Orangenzesten laufen zusammen mit einem recht süßlichen Malzbett über die Zunge, es wirkt sehr hefig wobei die Hefe nicht unbedingt viel gutes zum Geschmack beiträgt – sie wirkt bisweilen etwas muffig. Im Malz liegt etwas Karamell, erinnert vom Charakter her aber stark an ein Export. Der Abgang ist recht unspektakulär, etwas würzig-kräuteriger Hopfen mit dem bereits benannten Fruchtaroma sowie die Hefe wechseln sich hier ab, er wirkt weich und recht schlank.

vonfreude_ale_primeur_flascheHerbe ist auch dabei, jedoch sehr wenig was angesichts von 35 Bittereinheiten nun kaum verwunderlich ist. Die Karbonisierung hingegen ist sehr gefällig, auch wenn sie die geschmacklichen Defizite nicht ausgleichen kann. Im Übrigen handelt es sich bei diesem Bier (laut Homepage) um ein Belgian Pale Ale und nicht um ein American Pale Ale wie z.B. auf Ratebeer oder Untappd zu lesen ist – Hefe und Trub sind somit durchaus erwünscht. Dennoch vermag dieses Bier nicht viel daraus zu machen, hintenraus geht es eigentlich fast nur noch plump hefig zu.

Ne, nicht mein Fall und vom Amarillo merkt man eigentlich so gut wie nichts. Ganz knapp schrammt das Ale Primeur an den drei Sternen vorbei und bekommt derer zwei.

IBU: 35

Stammwürze: 14%

Alkoholgehalt: 5,8%

(2/5)



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Evil Twin I love you with my stout

evil_twin_i_love_you_with_my_stoutSonntag Abend, Zeit für einen Biertest auf den ich mich schon etwas länger freue. Vorstellen werde ich euch heute nämlich das “I love you with my stout” von Evil Twin, einen nachtschwarzen Imperial Stout mit zweistelligen Alkoholgehalt. Bei der Two Roads Brewing Company lässt der “böse Zwilling” Jeppe Jarnit-Bjergsø dieses monströse Bier brauen – so viel sei noch gesagt. Und jetzt starten wir mit dem Test.

Eine Fülle von Röstaromen steigt in die Nase, Unter dem sehr stabilen, cremigen und bräunlich eingefärbten Schaum kommen Aromen von Mokka, Schokolade und Milchkaffee hervor…

Genau so muss ein Imperial Stout in meinen Augen sein. Sehr vollmundig und samtig läuft das Malzmonster über die Zunge. Dort hinterlässt es einen ölig wirkenden Film mitsamt einer immensen Geschmacksfülle – Einsteiger wären hier definitiv überfordert. Angefangen bei einem feinen Karamell wird es daraufhin röstiger, viel Kaffee mit Zartbitterschokolade, Tabak und etwas Rauch sorgen für viel Gänsehaut. Kurz durchatmen und den im Abgang aufkommenden süßlich-herben Geschmacks auf der Zunge genießen – wow.

evil_twin_i_love_you_with_my_stout_flascheJa, herb ist dieses Malzmonster auch, auch wenn man ein paar Augenblicke braucht um es wirklich zu merken. Zu intensiv wirken die Aromen der Röstmalze auf die Zunge ein und man spielt auch etwas mit dem cremigen Schaum herum der einem etwas an den Lippen hängen bleibt. Erst dann vermag man den durchaus hohen Alkoholgehalt zu spüren was aber geschmacklich kaum ins Gewicht fällt – eher im Gegenteil, ist Alkohol ja auch ein Geschmacksträger. Perfekt dazu passt auch noch die Kohlensäure weshalb das Stout auch gefährlich süffig ist….Wahnsinn.

Klipp und klar, dieses Bier sollte jeder mal probiert haben der sich der dunklen Seite des Craftbeers verschrieben hat. Ein Traum in Schwarz der volle fünf Sterne und einen Eintrag in der Bestenliste bekommt! Prost!

Hier könnt ihr das I love you with my stout bestellen.

Alkoholgehalt: 12%

(5/5)



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Maximus Highhops 6

maximus_highhops6Aus den Niederlanden, genauer gesagt aus Utrecht, kommt das Highhops 6 der Maximus Brouwerij, ein IPA das zumindest vom Namen her einiges an Hopfen verspricht. Gehört habt ich von der Brauerei bisher noch nichts, das muss nun aber auch nichts heißen. Sparen wir uns heute mal die Vorrede und kommen gleich zum wichtigen: Dem Bier.

Etwas gushy das Bier. Nachdem es dann allerdings nicht mehr auf dem Boden sondern auch schon im Glas angekommen ist strahlt es, leicht eingetrübt, in einem satten Bernsteinton. Der Schaum ist nicht nur üppig sondern auch von cremiger Textur und strahlend weiß. In der Nase gibt es sich stilecht, Grapefruitnoten, etwas Limette und ein bisschen Malz sind riechbar.

maximus_highhops6_flascheDer Antrunk fällt dagegen eher lahm aus. Eine dumpfe, unangenehme Herbe legt sich über jeden Schluck des gar nicht so aromatischen India Pale Ales. Ein Hauch von Zitrusaromen ist in dem relativ neutralen gehaltenen Körper vorhanden, geschmacklich stechen diese aber kaum hervor. Recht eintönig dann auch der viel zu herbe Abgang – es wirkt beinahe medizinisch.

Die Trinkbarkeit hält sich arg in Grenzen, einerseits ist es überkarbonisiert und andererseits stört dieser unangenehme Herbeeindruck wirklich arg. Ne, ich werde nicht glücklich damit…für mich eine Vollkatastrophe. Kaum Aroma, langweiliges Malzbett und fiese Herbe – damit auch nur 1 Stern.

Alkoholgehalt: 6%

(1/5)



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Weißbräu Schwendl Schalchner Weißer Bock Barrique

weissbraeu_schwendl_schalchner_weisser_bock_barriqueSamstag Abend, Zeit für etwas Besonderes. Ausgesucht habe ich mir heute den Weißen Bock Barrique aus dem Hause des Weißbräu Schwendl aus Tacherting (unweit des Chiemsees). Ausgebaut wurde der Bock in Whiskyfässern aus Eichenholz – ganze 10 Monate durfte das Bier darin verweilen um die vielfältigen Aromen des Fasses aufzunehmen. Ob sich der Aufwand gelohnt hat? Finden wir es heraus.

Cremig fein steht der weißlich-beige Schaum auf dem leicht rubinrot schimmernden, ansonsten dunklen Weizenbier. Im Geruch liegt viel Holz, ein klein wenig Säure, Vanille, ein Hauch dunkler Früchte und natürlich auch ein wenig Whisky.

Der erste Schluck gefällt mir schonmal richtig gut. Weich und samtig läuft das Bier auf die Zunge, Holz, Schokolade, Vanille, Karamell sind genauso schmeckbar wie ein Hauch dunkler Beeren und etwas Banane. Dabei wird das Bier fortwährend von einem leicht rauchigen Whiskeyton begleitet der das Bier allerdings niemals dominiert – toll! Wie oft bekommt man fassgelagerte Biere bei denen man vom eigentlichen Bier kaum noch etwas schmeckt weil die Fassaromen viel zu stark sind – nicht so bei diesem hier. Der Abgang fällt vergleichsweise leicht aus, die fruchtigen Noten kommen jetzt etwas mehr zur Geltung.

weissbraeu_schwendl_schalchner_weisser_bock_barrique_flascheZu all den Aromen kommt noch die sehr gute Trinkbarkeit dieses Weizenbocks der mir in seiner “Urfassung” schon sehr gut gefallen hat. Wenig Kohlensäure, fein-fruchtiges Aromenspiel des Bieres zusammen mit dem rauchig-holzigen Whiskyfass – das ist die Mischung für eine optimale Süffigkeit – auch im Bereich dieser Spezialbiere. Natürlich ist es zum “zügigen trinken” viel zu Schade, es schmeckt allerdings auch sehr gut.

Genau so und nicht anders. Nach dem SHIPA gestern gibt es heute schon wieder fünf Sterne für den Weißen Bock Barrique. Werde ich zu weich oder sind die Biere einfach nur so gut? Ich vermute letzteres – Cheers!

Woll ihr den weißen Bock auch probieren? Vielleicht findet ihr ja mit der Biersuche einen Shop!

Stammwürze: 17,5%

Alkoholgehalt: 7,4%

(5/5)



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Kreativbrauerei Kehrwieder SHIPA Equinox

kreativbrauerei_kehrwieder_shipa_equinoxAuf der Braukunst Live kam ich erstmalig in den Genuss des neuen Sprößlings der SHIPA-Serie der Hamburger Kreativbrauerei Kehrwieder. Gefallen hatte es mir damals sehr gut, auch wenn die Hopfensorte Equinox wohl ein wenig die Gemüter spaltet ob seiner pfeffrigen, würzigen Note. Ob das Bier immer noch so lecker wirkt, wird die nun folgender Verkostung zeigen.

Wie gehabt hat das India Pale Ale eine bernsteinfarbene Optik und wirkt leicht trübe. Auch der weiße Schaum steht wie immer cremig und langanhaltend auf dem Bier. Im Geruch wird es nun aber interessant. Limetten, Mandarinen, Orangen, Papaya, etwas Waldmeister und ein Hauch Karamell betören die Sinne.

Sehr hopfenlastig wirkt der erste Schluck, Zitrusnoten tanzen über die Zunge…etwas Ananas und Orangenschalen sind schmeckbar und werden von dem gewohnt soliden, nur minimal süßen Malzbett sehr gut in Szene gesetzt. Dabei kommt die Herbe erst nach und nach heraus, wird im Trinkverlauf etwas stärker und sorgt somit auch für einen schlanken Abgang. Dabei bleibt die Fruchtigkeit stets erhalten, man hat aber mit der Zeit einen etwas kräuterlastigeren Aromaeindruck – unterschwellig kommt aber immer wieder etwas von den Zitrusnoten mit.

kreativbrauerei_kehrwieder_shipa_equinox_flascheÜber den Körper verliere ich nicht viele Worte (diese könnt ihr hier nachlesen) – er ist nur leicht malzig, samtig weich und perfekt karbonisiert. Zusammen mit der Hopfenaromatik und einer leicht pfeffrigen Schärge entsteht eine tolle Süffigkeit die, trotz der durchaus intensiven Bitterkeit, anhält.

Für mich – und das sagte ich Brauer Oliver Wesseloh bereits auf der Braukunst Live – ist das der bisherigen Höhepunkt der SHIPA-Serie. Das sind fünf Sterne!

Wollt ihr das SHIPA Equinox probieren? Findet einen Shop über die neue Biersuche!

IBU: 65

Stammwürze: 16,8%

Alkoholgehalt: 7,5%

(5/5)



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Karl Strauss Pintail Pale Ale

karl_strauss_brewing_pintail_pale_aleAus San Diego/USA kommt dieses American Pale Ale von Karl Strauss Brewing. Gehopft wurde es im Warmbereich mit Cascade und Chinook, gestopft dann im Tank mit Amarillo – es verspricht also eine richtige Zitrusbombe zu werden. Vielen Dank an dieser Stelle an Bier Deluxe fürs Importieren und die Kostprobe – ich wüsste nicht, über welchen Weg man sonst an dieses Bier kommen würde.

Leuchtend bernsteinfarben steht das klare Bier im Glas, ein toller, weißer sowie feinporig-cremiger Schaum toppt das Ganze. Frisch und zitruslastig wirkt es in der Nase, Grapefruit und Limetten sind riechbar.

Sehr leicht und weich präsentiert sich das Bier im Mund, der Malzkörper gibt sich minimalst karamellig-würzig, bleibt ansonsten sehr unauffällig und überlässt den fruchtigen Hopfenaromen die Geschmacksbühne. Dort wird, für so ein verhältnismäßig leichtes Bier, viel geboten: Orangen, Grapefruit, ein Hauch von Zitronen sowie etwas Holz. Dazu die merkbare aber moderate Herbe welche den flotten, sehr schlanken Abgang einläutet.

karl_strauss_brewing_pintail_pale_ale_flascheDas ist wieder eines dieser Biere mit der gefürchteten “Drinkability”. Etwas Süße, sehr weich und gering karbonisiert und ein insgesamt schlank wirkender Körper machen dieses Bier “sessionable” (wie man so gerne sagt) – man könnte also den ganzen Abend damit verbringen. Zeitweise wird es mir sogar etwas zu leicht und der Hopfen könnte noch etwas mehr Wumms vertragen, lecker ist es aber allemal und den Alkohol findet man auch nicht…man könnte es sogar für ein Leichtbier halten.

Sehr süffig, fruchtig und einfach lecker. Dem Stil gerecht, mir vielleicht einen Ticken zu schwachbrüstig – ich komme hier auf gerade noch so vier Sterne.

Wollt ihr euch eure eigene Meinung bilden? Hier könnt ihr das Pintail Pale Ale bestellen.

IBU: 47

Alkoholgehalt: 5,3%

(4/5)



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Verhaeghe Duchesse De Bourgogne

verhaeghe_duchesse_de_bourgogneVon der Brauerei Verhaeghe aus dem belgischen Vichte (Westflandern) möchte ich euch heute das Duchesse De Bourgogne vorstellen. Es handelt sich dabei um ein “Oud Bruin” bzw. Flanders Red/Brown Ale und ist ein säuerlicher Blend aus 8 und 18 Monate alten Bieren zusammen mit einer Holzfasslagerung – ein Umstand, der bei den Belgiern ja nun nicht unüblich ist.

Im Kelch liegt ein dunkelbraunes, recht klares Bier, gegen das Licht gehalten schimmert selbiges rubinrot hindurch. Oben auf ordentlich, cremig texturierter Schaum von bräunlicher Färbung. In der Nase wirkt es säuerlich, ein wenig Essig, Pflaumen sowie Honig sind im Geruch zu erkennen, außerdem gesellen sich vereinzelte Röstaromen dazu.

Oh, das ist mal wieder eine Herausforderung für die Geschmacksnerven. Ein Hauch von Essig läuft zusammen mit einer feinen, Süße über die Zunge. Dabei wirkt es extrem fruchtig, Äpfel, Kirschen, Trauben, Zwetschgen sowie auch etwas Holz finden sich im Geschmack wieder und sorgen für einen angenehmen Gegenpart zu der doch durchaus vorhandenen Säure. Darunter liegt ein solides Malzbett mit etwas Karamell und einem Hauch Schokolade. Im Abgang sorgt eine leichte Herbe zusammen mit der Säure für eine deutliche Adstringenz sowie einen etwas trockeneren Eindruck.

verhaeghe_duchesse_de_bourgogne_flascheDas Bier muss man jetzt erstmal sacken lassen. Die Säure vermag sicher den ein oder anderen interessierten Bierfreund abzuschrecken, gibt man dem belgischen Gebräu aber eine Chance wird mit einer süßlichen Fruchtmischung belohnt die man sehr selten findet. Keine Spur von Muff oder zu dominanter Hefe, dieses Bier wirkt – trotz seines Alters – frisch und kann, trotz des essigartigen Eindrucks, eine sehr gute Süffigkeit aufweisen.

Dieses Bier ist sicherlich nicht etwas für jeden Tag und man muss sich drauf einlassen – danach wird man es aber lieben. Etwas Abzug gibt es für den zu essignahen Charakter und so komme ich heute auf sehr gute vier Sterne.

Stammwürze: 15%

Alkoholgehalt: 6,2%

(4/5)



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Braumanufaktur Hertl David Vader Imperial Stout

braumanufaktur_hertl_david_vader_imperial_stoutHeute mal wieder ein Novum für mich, ein Sweet/Sour Imperial Stout mit Tonkabohnen und Marshmallows. Klingt abgefahren? Finde ich auch. Gebraut wird dieses Ungetüm bei der Braumanufaktur Hertl im fränkischen Schlüsselfeld und hört auf den Namen “David Vader Imperial Stout” – Gemeinsamkeiten von Etikett und Name zu Star Wars sind sicherlich absoluter Zufall. Na dann schauen wir mal, was Braumeister David hier so eingebraut hat…

Dunkelbraun bis schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet, dort angekommen, eine feinporige, kastanienbraune Schaumhaube aus die sich allerdings nicht als sehr solide erweist. Darunter strömt eine Mischung aus fruchtig-säuerlichen Aromen von Kirsche und schwarzer Johannisbeere sowie röstmalzigen Noten hervor…auch etwas Cola ist dabei.

Sauerbiere muss man mögen, klar. Daher kann ich verstehen, dass manch einer mit der durchaus starken Säure des Bieres Probleme haben könnte. Diese legt gleich zu Beginn ordentlich los, bringt dafür fruchtige Aromen von Waldbeeren und Kirschen mit. Darunter mischt sich etwas Malz mit vereinzelten Röstaromen, dieses fällt allerdings recht gediegen aus. Ebenso die Süße, hier hätte es ruhig mehr sein dürfen um der durchaus intensiven Säure einen passenden Gegenpart zu liefern. Dennoch kann man im Abgang einen Hauch von Kaffee erschmecken, auch etwas Herbe ist dabei – jedoch dominiert die Säure auch diesen Punkt im Trinkverlauf,

braumanufaktur_hertl_david_vader_imperial_stout_flascheMit der Zeit kann man an die Säure gewöhnen, das Malz hebt sich etwas stärker raus und man kann sich etwas mehr an den Röstaromen erfreuen. Davon abgesehen fällt die Trinkbarkeit ganz gut aus, auch wegen des niedrigen Kohlensäuregehalts. Vom Körper her hätte es gerne auch etwas wuchtiger sein können, dennoch für ein Bier dieser Stärke passt es ganz gut

Etwas mehr Süße und Malzaroma, dafür etwas weniger säuerlich – das könnte wirklich richtig interessant werden. Mutig ist das Bier allesmal dem ich heute immernoch gute drei Sterne gebe. Prost.

Alkoholgehalt: 8,5%

(3/5)



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Ballast Point Grapefruit Sculpin

ballast_point_brewing_grapefruit_sculpinNachdem ich letztens das “normale” Sculpin von Ballast Point Brewing aus San Diego für euch im Test hatte, kommt heute eine Ausgabe der “Limited Edition” für euch ins Glas. Das Grapefruit Sculpin zeichnet sich dadurch aus, dass dem eigentlichen IPA noch Grapefruitextrakte zugegeben wurden um die Fruchtigkeit und Intensität weiter zu erhöhen. Ich bin sehr gespannt und bedanke mich schon einmal bei Bier-Deluxe für die Kostprobe.

Was ein Geruch! Nach frisch aufgeschnittener Grapefruit, etwas Mango und Limetten duftet dieses bernsteinfarbene Bier. Ja, es wurde mit Grapefruitextrakt nachgeholfen…aber so what?

Hat man sich durch den dichten, cremigen Schaum gewühlt, erwartet einen das samtig-weiche Bier. Wie schon beim Original fällt der Geschmack nicht so intensiv aus wie es die Nase verspricht, die Grapefruit ist aber ständig präsent. Dazu mischt sich etwas Orangenschale, ein Hauch Karamell und weitere Zitrusaromen – große Klasse. Bei der Herbe gibt es keine Überraschungen, fällt sie doch eben so perfekt dosiert aus wie beim normalen Sculpin. Der Abgang wirkt daher trocken, sehr fruchtig aber nicht übertrieben herb.

ballast_point_brewing_grapefruit_sculpin_flascheDie Trinkbarkeit ist hervorragend. Kohlensäure, Süße und der dauerhaft fruchtige Geschmack lassen einen das Glas nicht aus der Hand geben (ist gerade sehr schwierig beim tippen). Dank dem feinen, etwas brotigen Malzbett mit seiner zurückhaltenden Süße, ist das Bier enorm süffig – und das trotz 70 Bittereinheiten.

Kritik? Finde ich nicht. Das sind heute endlich mal wieder die vollen fünf Sterne und ein Eintrag in die Bestenliste für diese Fruchtbombe.

Neugierig geworden? Hier kannst Du das Grapefruit Sculpin bestellen.

IBU: 70

Stammwürze:15,2%

Alkoholgehalt: 7%

(5/5)