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Founders Brewing Porter

founders_brewing_porterHeute gibt es mal wieder ein dunkles Bier, genauer gesagt einen Porter. Ausgesucht habe ich mir dafür den Porter der Founders Brewing Company aus Grand Rapids/Michigan welcher auf Ratebeer mit 100/100 Punkten gelistet ist. Ein Grund mehr, neugierig auf dieses Bier zu sein.

Die Mischung aus dem dunkelbraunen bis schwarzen Bier und dem sahnig-braunen Schaum ist einfach nur schön anzusehen. Dazu duftet der Porter schwer süßlich nach Schokolade, Kaffee und Karamell – ein Traum!

Schokolade und Melasse sind die ersten Gedanken die mir während des Antrunks des rauchig-röstig wirkenden Gebräus durch den Kopf schießen. Die im Duft angedeutete Süße existiert in dem, von Röstaromen nur so strotzenden, Bier nur ansatzweise und so wirkt der cremig-feine Malzkörper eher trocken. Dazu passen auch die leicht-würzigen Hopfenaromen im Abgang die mit einer moderate Herbe einher gehen die einem bis lang nach dem Genuß erhalten bleibt.

founders_brewing_porter_flascheEin richtig toller Porter der auch durch seinen niedrigen Kohlensäuregehalt zu gefallen weiß. Vielleicht könnte die Röstaromatik etwas genauer definiert sein was nun aber auch meckern auf hohem Niveau ist. Von mir gibt es heute vier volle Sterne für den Porter von Founders Brewing.

IBU: 45

Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)



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Craftwerk Skipping Stone

craftwerk_skipping_stoneMit dem Skipping Stone hat nun auch die Bitburger Tochter Craftwerk ein Sommerbier am Start welches mit 4,8% Volumenprozent eher am oberen Ende der Sommerbierskala residiert. Besonders an diesem Sommer-Ale ist, dass man sich auf die klassischen Hopfensorten Hersbrucker Spät, Hallertauer Mittelfrüh, Nordbrauer und Brewers Gold konzentriert und mal nicht zu den “modernen” und hippen Aromasorten gegriffen wurde. Na dann wollen wir mal…

Dem trüben, gelblich-orangen Bier entfleuchen fruchtig-florale Aromen, Zitrus und Grapefruit seihen genannt und zeigen hiermit, was man mit den “alten” Hopfensorten so alles machen kann. Optisch macht das Bier mit seinem üppigen, feinporigen Schaum definitiv Durst.

Gar nicht schlecht der Antrunk! Frisch und zitruslastig schiebt sich der erste Schluck über die Zunge wo es auch recht herb hergeht. Die Hopfung ist von Beginn an voll dabei, herbale Aromen mischen sich zu der fruchtigen Hopfennase wobei man in erster Linie Zitronen und Grapefruit schmecken kann womit sich der Geschmackseindruck dem Geruch angleicht. Dabei hält sich die aus Karamell- und Pilsner Malz bestehende Malzmischung vornehm zurück und bleibt beinahe neutral – lediglich etwas Süße ist wahrnehmbar.

Gut trinkbar ist das Bier definitiv, wenngleich es ein wenig zu herb ausgefallen ist was nicht ganz zu der eher feinen Aromatik passt und worunter die Süffigkeit etwas leidet. Ansonsten wirkt das Bier recht vollmundigund weiß auch mit seinem angenehmen Kohlensäuregehalt zu gefallen.

craftwerk_skipping_stone_flascheDas Skipping Stone ist ein feines, fruchtiges Ale welches geschmacklich definitiv in die Riege der Sommerbiere passt. Verglichen mit den anderen Bieren hält es sich im oberen Mittelfeld, ist mir für ein sommerliches Craftbeer aber etwas zu stark und zu herb. Daher schrammt das Skipping Stone knapp an den vier Sternen vorbei und kann sich über derer drei freuen. Einen Extrastern im Geiste gibt es für die verwendeten Hopfensorten!

Ihr wollt euch auch erfrischen? Hier könnt ihr das Skipping Stone kaufen.

IBU: 40

Stammwürze: 11,3%

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)



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Bierzauberei Aleysium No. 5

bierzauberei_aleysium_no5Gosezeit! Heute möchte ich euch, bei strahlendem Sonnenschein, das Alesyium No 5. von Günter Thömmes Bierzauberei vorstellen. Wie bereits erklärt – und sicher den meisten von euch bekannt – handelt es sich beim Gose um ein bewusst gesäuertes Bier welches auf eine lange Tradition zurück blickt. Schauen wir mal, wo sich dieses Bier heute geschmacklich einordnen wird…

Die anfangs noch recht schicke Schaumhaube hat sich leider recht schnell verzogen und legt somit den Blick auf das golden- bis kupferfarbene und halbwegs klar wirkende Bier frei. Im Geruch tummeln sich frische, süßlich-saure Aromen die mit einer feinen Fruchtigkeit einhergehen – es riecht leicht nach Äpfeln, Zitronen und Trauben.

Der erste Schluck fällt recht leicht und frisch aus, die gosetypische Säure ist nur sehr verhalten zu spüren und so überwiegen die leicht süßlich-karamelligen Noten des feinen Malzbetts. Das zugesetzte Salz ist zum Abgang hin leicht schmeckbar, ebenso kommen die im Duft angedeuteten Fruchtaromen jetzt mehr raus worunter sich auch eine leichte Herbe mischt wodurch der Abgang recht flott und unkompliziert ausfällt.

bierzauberei_aleysium_no5_flascheInsgesamt gesehen ist die Gose sehr einfach und gut zu trinken, keine Ecken und Kanten stören den Genuß des sehr gut karbonisierten Bieres. Schade find ich, dass die Säure so arg schwach ausgefallen ist dass man zwischendurch gar nicht mehr glaubt, es wirklich mit einem Bier dieses Typs zu tun zu haben – hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

Beim Aleysium No.5 vom Bierzauberer ist easy drinking angesagt. Frisch und fruchtig präsentiert sich das Bier, sticht aber auch nicht wirklich heraus. Daher gibts für dieses Bier heute 3 Sterne.

IBU: 25

Stammwürze: 12,2%

Alkoholgehalt: 4,9%

(3/5)



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Camba Bavaria Summer Ale

camba_bavaria_summer_aleNachdem ich letztens ja das neue Imperial IPA der Camba Bavaria hatte, geht es heute mit dem Summer Ale weiter. Damit stoßen die Brauer der Camba ins gleiche Horn wie schon Riedenburger oder Hopfenstopfer und bringen ein leichtes, fruchtiges Ale auf den Markt. Mal sehen, wie es sich im Vergleich mit den anderen so schlägt.

Golden und beinahe klar präsentiert sich das Sommerbier in Glas wo es nur noch von dem schneeweißen, cremigen Schaum getoppt wird. Recht hopfig gehts in der Nase zu, Aromen von Mango und Ananas tummeln sich hier zusammen mit einem leicht brotigen Malzgeruch.

Das recht spritzige Bier hat einen frisch-herben Antrunk der mit tropischen Hopfenaromen einher geht. Man hat den Geschmack von Ananas, Zitronen und Maracuja auf der Zunge, dieser fällt jedoch recht leicht aus und wird ein wenig von dem  zu starken und zu getreidig-brotigen Malzeindruck überlagert. Dabei geht es moderat herb zu wobei die Herbe eher im Abgang so richtig aufkommt und dort auch etwas verweilt. Ansonsten hält sich die Aromatik arg in Grenzen weshalb mir das Bier hinten raus gar etwas wässrig vorkommt.

camba_bavaria_summer_ale_flascheIm Trinkverlauf kristalliert sich eine leicht Malzsüße heraus, die Hopfenaromen verschwinden mit der Zeit immer mehr und man hat es zum Ende hin fast nur noch mit dem etwas holzig wirkenden Malzbett zu tun. Dies ist auch stark von der Temperatur abhängig – je wärmer das Bier ist desto stärker ist dieser Geschmackseindruck welcher von einem herb-würzigen Hopfenarome begleitet wird.

In meinen Augen handelt es sich beim Summer Ale um ein recht temperaturempfindliches, durchschnittleches Sommerbier welches ungefähr auf dem Level vom Riedenburger Sommer Dolden Sud liegt. Im Test reicht es gerade noch so für drei Sterne und die Erkenntis, dass es geschmacklich nicht ans El Dorado von Hopfenstopfer rankommt.

Wollt ihr euch eure eigene Meinung bilden? Hier könnt ihr das Summer Ale bestellen.

IBU: 28

Stammwürze: 9,9%

Alkoholgehalt: 3,9%

(3/5)



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Brauerei Hartmann Felsentrunk

brauerei_hartmann_felsentrunkMein heutiges Bier kommt aus dem Landkreis Bamberg und damit aus Oberfranken. Es handelt sich um den Felsentrunk der Brauerei Hartmann welche in dem Örtchen Schesslitz-Würgau residiert und auf mehrere Jahrhunderte Brautradition zurückblickt. Bin gespannt, wie sich das Rauchbier im nun folgenden Test schlagen wird.

Golden bis bernsteinfarben präsentiert sich das brotig-malzig duftende, mit leichtem Rauch gespickte Bier. Erwartungsgemäß klar wirkt es im Seidla und hat einiges an feinporigen und stabilen Schaum zu bieten – einfach toll!

Im Antrunk geht es auch wie erwartet los, malzgetragen macht sich einiges an nussig-brotigen Aromen bemerkbar. Vom Rauchmalz merkt man jetzt noch nicht wirklich viel, eher steht ein “normaler” Malzgeschmack im Vordergrund womit sich das Bier irgendwo zwischen einem Hellen und einem Märzen liegt. Im Abgang jedoch tut sich der “Hauch von Rauch” – wie es das Etikett sagt – auf und hinterlässt einen leichten Rauchgeschmack auf der Zunge auf der sich zudem etwas Herbe breit macht. Hopfentechnisch ist, stilgerecht, nicht viel los – lediglich eine feine Spur würziger Hopfenaromen verirrt sich auf den Geschmacksnerven.

brauerei_hartmann_felsentrunk_flascheDie Trinkbarkeit ist wirklich hervorragend. Weder wird man von einem zu intensiven Malzbett überfordert, noch lädt die Kohlensäure zum langen Glasschwenken ein – ein richtig süffiges, fränkisches Landbier mit Charakter. Ja, es könnte vielleicht noch ein wenig mehr Raucharoma haben – muss es aber nicht.

Ein tolles, fränkisches Bier aus der Bierregion Bamberg und durchaus zu empfehlen. Bei mir sind das heute vier Sterne – Prost!

Alkoholgehalt: 5,2%

(4/5)



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Corsendonk Agnus Tripel

corsendonk_agnus_tripelVon der Brouwerij Corsendonk kommt mein heutiger Testkandidat: Das Corsendonk Agnus Tripel. Genauer gesagt wird das Tripel bei der ebenfalls in Belgien beheimateten Brasserie du Bocq gebraut da die eigentlich Brauerei nicht mehr produziert.

Golden schimmert das klare Bier aus dem Tasting-Glas, oben auf wird es von einem sehr feinen, weißen Schaum garniert. In der Nase tummeln sich blumige Hopfenaromen, etwas süßlich-honigartiges Malz sowie ein Hauch Orange – wirkt interessant!

Recht voll wirkt der Antrunk intensiv malzig-süß mit einem Hauch Röstaromen zeigt sich der erste Schluck der auch den für belgische Tripel typischen, alkoholischen Touch mitbringt. Dabei ist das Malzbett allerdings recht einseitig – süß und leicht mit Toffee gespickt. Etwas Herbe kommt zum Abgang hin auf, eine feine Hopfenwürze kommt daher und rundet das malzig-süße Bier ganz gut ab, jedoch ohne dabei großartig Akzente zu setzen.

corsendonk_agnus_tripel_flascheKohlensäure ist mir definitiv zu viel drin worunter die Trinkbarkeit etwas leidet um die es, bedingt durch das süße und etwas langweilige Setup, eh schon nicht so gut bestellt ist. Da habe ich schon ganz andere Tripel getrunken die im Trinkverlauf mit einer Fülle an unterschiedlichen Aromen punkten können – so ist mir das aber zu banal..

Hm ja, mit diesem Tripel mag ich mich nicht anfreunden. Etwas belanglos, zu viel Kohlensäure und fehlende Süffigkeit – mehr als zwei Sterne werden das heute nicht.

Alkoholgehalt: 7,5%

(2/5)



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Camba Bavaria Imperial IPA

camba_bavaria_imperial_ipaUm die Camba Bavaria aus Truchtlaching ist es ja in den letzten Monaten etwas ruhiger geworden, war man augescheinlich damit beschäftigt die neuen Abkömmling Waitzinger Bräu in Miesbach und Camba Old Factory in Gundelfingen aufzuziehen. Dass man dabei aber auch biertechnisch nicht geschlafen hat, zeigen die neuen Camba Biere der letzten Wochen. Eines davon ist das neue Imperial IPA welches ich euch heute vorstellen möchte.

Sahnig-fein steht der gelblich-weiße Schaum auf dem bernsteinfarbenen, trüben Bier. Unter der wundervollen Schaumhaube strömt ein frisch-hopfiger Geruch nach Maracuja, Waldbeeren und Zitrusfrüchten – toll!

Sehr fein und recht süßlich fällt der Antrunk aus. Gleich zu Beginn hat man einiges an fruchtigen Hopfenaromen auf der Zunge, allen voran ist Passionsfrucht schmeckbar – gepaart mit Brombeeren, Orangen und etwas Grapefruit. Im reichhaltigen Malzbett finden sich würzige Karamellaromen, etwas Honig und eine ganz leichte, brotig-nussige Note. Dazu gesellt sich eine anfangs leichte, im Mittelteil und zum Abgang hin deutlich intensivierende Herbe welche allerdings kurz nach dem Genuß beinahe wieder komplett verschwindet – einizig die fruchtigen Hopfenaromen bleiben auf der Zunge und machen viel Freude.

camba_bavaria_imperial_ipa_flascheWie für die Camba Bavaria gewohnt ist die Karbonisierung perfekt dosiert für dieses Bier dessen Alkoholgehalt man zu keinem Zeitpunkt erahnen kann. Dabei wirkt das IPA nicht zuletzt dank seinem intensiven aber weichen Malzbett recht süffig woran auch die durchaus starke Hopfenbittere nichts ändert.

Ganz ehrlich – ich finde keine Kritik. Das Bier ist perfekt ausbalanciert, hat genau die richtige Herbe und an dem tropischen Fruchtbouquet könnte ich mich den ganzen Abend erfreuen. Für dieses tolle Imperial IPA gibts volle fünf Sterne und einen Eintrag in die Bestenliste.

Stammwürze: 19,9%

Alkoholgehalt: 8,4%

(5/5)



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Hopfenstopfer El Dorado

hopfenstopfer_el_doradoEs gibt mal wieder was neues vom Hopfenstopfer Thomas Wachno: Das El Dorado Pale Ale. Konzipiert ist das, mit den Hopfensorten El Dorado und Cascade versehene, Bier augenscheinlich als Sommerbier was nicht zuletzt durch den niedrigeren Alkoholgehalt sichtbar gemacht wird. Bin gespannt, wie es sich im Vergleich zu den anderen Sommer-Ales schlagen wird.

Goldig-trüb fließt das frisch duftende Bier in Glas und baut die für alle Hopfenstopfer-Biere so typische stabile, feinporige Schaumhaube auf. Im Glas verströmt das El Dorado einen fruchtig-frischen Geruch, Spuren von Grapefruit, Mango und Zitrone sind in der Hopfennase erkennbar die von einem durchaus spürbaren Malzduft begleitet wird.

Gleich beim Antrunk kommen die fruchtigen Aromen auf die Zunge, das Bier wirkt dank einer feinen Säure sehr fruchtig-erfrischend und definitiv sommerlich. Gerade der feine Hauch von Mango und Orange steht im Vordergrund was auch dem sehr feinen, nur minimalst karamelligen Malzbett zu verdanken ist. Im Gegensatz zu so manchen Sommerbieren die ich dieses Jahr schon trinken durfte, wirkt das Malz hier weder übertrieben getreidig, noch macht das Bier einen unfertigen Eindruck. Dadurch kann man sich auf die Aromatik konzentrieren und muss mit dem Geschmack keinen Würzegeschmack übertünchen.

hopfenstopfer_el_dorado_flascheIm Abgang kommt etwas Herbe auf die aber genau zu der feinen Hopfenaromatik passt und diese auf der Zunge noch herausarbeitet – man kann sich hier sehr lange an dem fruchtigen Geschmackseindruck erfreuen der bis lange nach dem Trinken anhält. Zur Kohlensäure muss ich hier auch nichts sagen, dieser fällt, wie bei allen Bieren von Thomas Wachno, perfekt aus.

Das ist mein Sommerbier. Fruchtig, frisch und mit einer tollen, tropischen Aromatik welche durch eine sanfte Herbe unterstrichen wird. Einziger Wermutstropfen: Das Bier ist temperaturempfindlich und sollte unbedingt recht kühl getrunken werden. Bei mir sind das heute im Test 4 volle Sterne.

Neugierig? Das El Dorado könnt ihr hier bestellen.

IBU: 35

Stammwürze: 13,6%

Alkoholgehalt: 4,6%

(4/5)



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Klosterbrauerei Baumburg Stopfbock

klosterbrauerei_baumburg_stopfbockHeute geht es mal wieder in den Chiemgau – ausnahmsweise aber mal nicht zur Camba Bavaria sondern zur Klosterbrauerei Baumburg aus Altenmark. Deren neuen, hellen Bock – genannt Stopfbock – möchte ich euch heut vorstellen. Auch bei diesem Bier wurde wieder eine Fülle an verschiedenen Hopfensorten genutzt (Comet, Mandarina, Hallertauer Select, Cascade und Brewers Gold) die dem Bock eine spezielle Note geben sollen – ob das erreicht wurde wird der Test zeigen.

Von dem golden bis bernsteinfarbenen Bier geht ein intensiv fruchtiger Geruch aus, Aromen von Grapefruit, Mango, Limetten, etwas Pfirsich sind riechbar und gehen mit einem Hauch Honig einher. Die anfänglich schöne, sehr feinporige Schaumkrone war allerdings nicht allzu standhaft und so ist jetzt der Blick frei auf den leicht opale Bier.

Sehr weich wirkt der erste Schluck, der im Geruch vorhandene Fruchtkorb setzt sich teilweise im Geschmacksbouquet fort und stellt zusammen mit dem recht süßen Malbett eine gute Mischung dar. Richtig gut ist den Baumburgern die Karbonisierung gelungen, lässt sich der sehr süße, karamellige Bock sehr angenehm und vor allem zügig trinken (was durchaus gefährlich sein kann). Mild setzt sich auf der Abgang fort, der Bock wirkt jetzt ein wenig herb und fruchtiger wobei vor allem der hopfig-blumige Geschmack von Mandarinenschale dominiert.

klosterbrauerei_baumburg_stopfbock_flascheAuch wenn die Fruchtigkeit nicht von der Hand zu weisen ist, ist er lang nicht so intensiv wie ihr jetzt vielleicht glaubt. Insgesamt wirkt der Bock recht harmonisch, von der breiten Hopfenwahl ist allerdings nicht allzu viel übrig geblieben was ich ein wenig schade finde, ist der Stopfbock damit nicht so weit von “konventionellen” hellen Böcken entfernt.

Definitiv kein schlechtes Bier, leider verspricht er allerdings etwas zu viel. Gut trinkbar, lecker aber nicht allzu hopfig – daher gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,8%

(3/5)



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Schlossbrauerei Au-Hallertau 3. Hallertauer Bierfestival Festivalbier

schlossbrauerei_au_hallertau_3_hallertauer_bierfestival_festivalbierAuch zum diesjährigen Hallertauer Bierfestival, welches vom 13. bis 15. Juni 2014 stattfand, wurde seitens der Schlossbrauerei Au-Hallertau wieder eigens ein Festivalbier gebraut. Dabei soll es sich um ein starkes “dunkles Pale Ale” bzw. eher einem Strong Ale handeln dem einiges an verschiedenen Hopfensorten zu Teil wurde – darunter Mandarina Bavaria, Polaris und Hallertauer Blac. Ich bin gespannt, ob es nicht zu viel des guten war.

Von dem dunkelbraunen Gebräu geht ein stark frisch-fruchtiger Geruch aus, es riecht grasig nach Erdbeeren, Limetten sowie leicht nach Toffee. Gut gefällt mir der dichte, bräunliche Schaum welcher solide auf dem toll duftenden Bier steht.

Im weichen Antrunk kommen bereits einige der jetzt kräuterartigen Hopfenaromen daher, zusammen mit einem Hauch Röstmalz und viel Karamell ergibt sich daraus ein auf den ersten Schluck recht angenehm wirkendes Bier. Bei der Hopfung geht es stark in Richtung Beeren – Him- und Erdbeeren seien genannt – wozu auch das moderate Malzbett passt welches auch einiges an Süße mitbringt. Leicht trocken und herb gehts dann zum Abgang wo der fruchtigen Hopfen nochmal richtig aufkommt und recht lange dabei auf der Zunge bleibt.

schlossbrauerei_au_hallertau_3_hallertauer_bierfestival_festivalbier_flascheBei der Karbonisierung habe ich nur Lob zu verteilen, hat man hier doch die perfekte Balance zwischen Spritzigkeit und Trinkbarkeit gefunden. Dadurch, und auch dank der starken Hopfen-/Malzmischung bekommt man von dem erhöhten Alkoholgehalt auch nicht allzu viel mit und das Glas leert sich beängstigend schnell.

Also ich kann mich kaum beschweren – ein tolles, aromareiches Bier welches man bei uns in der Form noch eher selten sieht. Von mir gibts für das leckere Gebräu volle vier Sterne. Prost!

Alkoholgehalt: 6,9%

(4/5)