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Brauhaus Brandmeier Cadolzburger Roggen

brauhaus_brandmeier_cadolzburger_roggenCadolzburg – Wo soll das denn sein? Zwei Klicks später ist zumindest klar, dass es sich hierbei um ein Städtchen im mittelfränkischen Landkreis Fürth handelt. Gebraut wird vor Ort erst seit 2013 womit das Brauhaus Brandmeier eine noch sehr junge Brauerei darstellt. Umso schöner zu sehen, dass man sich dem handwerklichen Brauen verschrieben hat und, neben z.B. einem IPA oder einem Porter, auch ein Roggenbier im Sortiment hat…und das stelle ich euch heute vor.

Besonders üppig war der bräunliche Schaum des kastanienbraunen Bieres nun nicht, ein kleiner Film von sehr feinen Bläschen ist jedoch geblieben und weigert sich standhaft zu verschwinden. Im Duft finden sich viel Vollkornbrot, Kekse, getrocknete Früchten und etwas Hefe.

Recht flott fällt der Antrunk aus, süßlich-brotiges Malz geht mit getrocknete Pflaumen und Nüssen einher. Auch Röstaromen sind mit dabei, entfalten sich aber vornehmlich erst im Abgang der ansonsten fruchtig-voll und lediglich sehr leicht gehopft ausfällt (was aber zu dem Bier passt).

brauhaus_brandmeier_cadolzburger_roggen_flascheDie Karbonisierung mag dem ein oder anderen etwas zu stark sein, ich empfinde sie als gerade passend für das leicht ölig wirkende Bier. Im Malzkörper stecken im Trinkverlauf auch noch Aromen von Pumpernickel, etwas Karamell und Haselnüsse, außerdem wird der Fruchteindruck im Verlauf stärker und stört ein wenig – ich hätte mir mehr brotige Schwere erhofft.

Gar nicht übel, das Cadolzburger Roggen. Süffig, malzig, mir aber etwas zu fruchtig. Ausgewogen und lecker – für mich schrammt es knapp an der nächstbesten Wertung vorbei und somit sind das heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)




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Anderson Valley Heelch O’Hops Double IPA

anderson_valley_brewing_heelch_o_hopsHeute erwartet mich das Heelch O’Hops Double IPA der Anderson Valley Brewing Company - ein, dem Namen nach, mit “sehr viel Hopfen” eingebrautes Bier mit satten 100 Bittereinheiten. Genutzt wurden die Hopfensorten Columbus, Chinook und Cascade und damit drei der bekannten “US C-Hops”. Jetzt aber ran an den Test.

Bernsteinfarben leuchtet das beinahe glasklare IPA, es duftet intensiv fruchtig nach Orangenschalen, Maracuja, Ingwer sowie etwas Cognac. Der Schaum ist leicht ockerfarben bis weiß eingefärbt und gefällt mit seiner stabilen, cremigen Textur.

Aus den vielen Bittereinheiten macht das Gebräu keinen Hehl, ordentlich herb geht es auf der Zunge los während leicht süßliche, karamellige Malznoten über die Geschmacksnerven laufen. Dabei geht es im Geschmack nur bedingt fruchtig zu, mehr wirken grasige und kräuterartige Aromen auf der Zunge die dank der Herbe im Abgang recht schnell pelzig wirkt.

anderson_valley_brewing_heelch_o_hops_flascheMan merkt dem Bier seinen Alkohol an, dieser wärmt aber recht angenehm und passt durchaus zu dem samtigen, recht kohlensäurearmen Bier. Auch wenn Herbe und Malzbett durchaus einem Double IPA würdig sind, fehlt mit im Geschmack doch die Hopfenaromatik welche sich im Geruch ankündigte. So bleibt es bei einem Bier mit einem herben, honigartigen Körper und bleibt damit etwas hinter meinen Erwartungen zurück.

Herb, malzig aber mit etwas Schwäche im Geschmack. Das Heelch O’Hops, welches ihr bei Liquid Hops bekommt, hat bei mir im Test drei Sterne verdient.

IBU: 100

Alkoholgehalt: 8,7%

(3/5)




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Liechtensteiner Brauhaus 01 Coffee Stout

liechtensteiner_brauhaus_01_coffee_stoutNachdem ich zuletzte das Pale Ale der Liechtensteiner hatte, möchte ich euch das Erstlingswerk der Club-Bier Reihe vorstellen: den Coffee Stout. Mittlerweile ist man allerdings beim Liechtensteiner Brauhaus schon bei Nummer 5 angekommen weshalb ich mich wohl etwas sputen muss. Los gehts.

Erwartungsgemäß dunkel geht es im Glas zu, durch den Stout traut sich kein bisschen Licht. Oben auf liegt ein klein wenig bräunlicher, relativ mittelporiger Schaum mit nicht allzu guter Standfestigkeit. In der Nase machen sich Kaffee- und Karamellaromen breit, es geht recht röstig zu – von Hopfen merkt man kaum etwas..

Der Antrunk fällt ansatzweise röstig aus, etwas Mokka und Schokolade sind in dem nur moderat trockenen Körper schmeckbar. Was auffällt ist das sehr weiche Malzbett und das beinahe komplette Fehlen von Kohlensäure. Auch vereinzelte Fruchtaromen mischen sich in den Geschmack, ich bilde mir auch einen estrigen Bananengeschmack ein der hier definitiv nicht hergehört. Recht schlank und schnell fällt der Abgang aus, die Herbe fehlt größtenteils und so bleibt lediglich ein leicht süßlicher Kaffeegeschmack auf der Zunge.

liechtensteiner_brauhaus_01_coffee_stout_flascheAufgrund mangelnder Komplexität fällt die Trinkbarkeit gut aus und ähnelt mehr einem dunklen Bier mit einer gewisser Röstaromatik. Die fruchtigen Noten passen mir dabei nicht wirklich und es wirkt im Trinkverlauf auch schon beinahe schal.

Ne, dieser Stout gefällt mir nicht. Einzig die etwas uneinladenden Kaffeenoten sorgen für geringfügiges Stout-Feeling – das sind nur zwei Sterne.

IBU: 25

Stammwürze: 12,8%

Alkoholgehalt: 5,5%

(2/5)




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Hohenthanner Maibock

hohenthanner_maibockVon der Hohenthanner Schlossbrauerei aus der Nähe von Landshut kommt mein heutiges Testbier – seines Zeichens ein Maibock. Allzu viel gehört habe ich von der Brauerei noch nicht, augenscheinlich kann die Brauerei aber nicht zu klein sein – zumindest wenn man sich das doch große Sortiment ansieht. Was meint ihr, ob man auch im Oktober einen Maibock trinken kann?

Riecht nicht schlecht, das strohgelb leuchtende Bier. Es duftet nach Malz, estrig nach Früchten und leicht grasig-hopfig. Die Schaumbildung geht in Ordnung, leider bleiben die weißchen Bläschen allerdings nicht sehr lange stehen.

Das niederbayerische Gebräu fällt erstmal mit recht viel Kohlensäure auf – zumindest zu viel für einen Maibock. Davon abgesehen kommt das Bier getreidig-malzig rüber, hat einen süßlich-honigartigen Touch und etwas Karamell im aufkommenden Abgang. Dort fällt das Bier erwartungsgemäß herb aus und bleibt somit stilgerecht – da habe ich schon schlimmeres getrunken. Etwas Heu und Gras zeigen sich im Hopfenaroma, leider wirkt es auch etwas metallisch.

hohenthanner_maibock_flascheRelativ trocken wirkt das Bier im Trinkverlauf was sich, wie die Kohlensäure, negativ auf die eigentlich recht gute Süffigkeit auswirkt. Ansonsten sorgt das süßliche Malz durchaus für eine gute Trinkbarkeit und so trinkt sich der Maibock ganz gut weg.

“Passt scho” würde ich sagen. Es gibt Licht und Schatten bei diesem Bock, insgesamt betrachtet bekommt das Hohenthanner Bier heute drei Sterne.

Stammwürze: 15,2%

Alkoholgehalt: 6,4%

(3/5)




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Siren Soundwave

siren_soundwaveAus dem britischen Berkshire kommt das Soundwave, ein India Pale Ale der 2012 gegründeten Siren  Craft Brew. Genauer gesagt handelt es sich um ein West Coast IPA mit eher moderaten Alkoholgehalt und einiges an Hopfen. Bei uns sind mir die Biere von Siren bisher noch nicht untergekommen, glücklicherweise hat Liquid Hops diese aber im Sortiment. Also, los gehts!

Orange bis bernsteinfarben zeigt sich das leicht eingetrübte Bier in seinem Behältnis, es duftet intensiv frisch nach Grapefruit und Mango. Auf dem Gebräu steht ein wenig feinporiger, weißer Schaum der allerdings nicht sehr langlebig ist.

siren_soundwave_flascheGeschmacklich kommt der Hopfen nicht so stark raus wie es beim Geruch der Fall ist. Dennoch macht sich ein Korb voller Zitrusaromen auf der Zunge breit, Orangen, Grapefruit und die bereits angesprochene Mango sind im ersten Schluck vorhanden, genauso wie ein Hauch von karamelligen Malz. Dabei geht es recht trocken zu was die blumig-fruchtige Hopfennase zu unterstützen weiß.

Trotz der durchaus starken Trockenheit gibt sich das Bier sehr süffig was nicht zuletzt durch die geringe Kohlensäure bedingt wird. Daran ändert auch die als stark zu bezeichnende Herbe nichts, eher rundet diese den Geschmackseindruck angenehm adstringierend ab.

Ein lecker IPA, obgleich es wegen mir gerne noch etwas intensiver im Geschmack ausfallen könnte. Dennoch wirklich ein tolles Bier welches heute vier Sterne verdient hat.

Alkoholgehalt: 5,6%

(4/5)




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Abbaye Des Rocs

abbaye_des_rocsVorstellen möchte ich euch heute das Abbaye Des Rocs der gleichnamigen belgischen Brauerei. Anders wie bei vielen anderen belgischen Bieren wurde bei diesem hier kein Zucker für die zweite Gärung zugesetzt. Des Weiteren wurde mit 7 Malzsorten sowie Hopfen aus Belgien, Deutschland und Tschechien gearbeitet. Ich bin sehr gespannt…

Aus dem Glas duftet es intensiv nach dunklen Früchten, Röstmalz und etwas Mocca. Der beige Schaum hat sich leider recht bald verzogen und gibt den Blick auf das leicht opale, dunkelbraune Bier mit rötlicher Färbung frei. Bis hier hin bin ich schonmal begeistert.

Sehr weich und rund fällt der erste Schluck aus, brotig-malzige Aromen sind schmbeckbar bevor das volle Aromenspektrum der dunklen Malze zuschlägt. Kaffee, Vanille und etwas Zartbitterschokolade schieben sich langsam über die Zunge und hinterlassen einen süßlich-karamelligen Film der außerdem von einem Hauch Waldhonig begleitet wird. Etwas Holz kommt dazu, eine ganz feine Herbe unterstreicht den sehr malzigen Charakter – Wahnsinn. Der Abgang ist dahingegen beinahe schlank und wird von schokoladigen Malzaromen durchzogen.

abbaye_des_rocs_flascheUnd wie süffig das ist! Die Kohlensäure ist recht gut dosiert, das süßlich-holzige, röstige Malzbett macht Schluck für Schluck einfach Spaß. Der wärmende Alkohol kommt mit der Zeit auch daher, er rundet den vollen Malzkörper aber lediglich ab anstatt störend zu wirken.

Ich finde keinen Grund zur Kritik. Das ist ein unglaublich komplexes und zugleich leckeres Bier. Von mir gibt es hierfür volle fünf Sterne.

Alkoholgehalt: 9%

(5/5)




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St-Feuillien Saison

st_feuillien_saisonDer Bierstil “Saison” ist bei uns noch relativ unbekannt. Es handelt sich dabei um einen klassisch-belgischen Bierstil der mit relativ hohem Kohlensäuregehalt, niedrigen Alkoholgehalt und fruchtigen Noten ein Sommerbier darstellen soll welches auch gerne mal mit weiteren Zutaten (Pfeffer, Kräuter, Früchte) versehen wird. Gerade in den USA sind derzeit Saisons nicht unüblich, werden dort aber mit einem deutlichen höheren Alkoholgehalt eingebraut. Vorstellen möchte ich euch heute das Saison der Brauerei St-Feuillien vorstellen.

Orange und hefetrüb wird man von diesem Starkbier begrüst, es duftet nach Orangen, Zitronen und etwas Heu. Der Schaum macht anfangs eine gute Figur, leider sind die feinen, weißen Bläschen nicht sonderlich stabil.

Sehr voll wirkt der erste Schluck, vereinzelte Zitrusaromen sind neben einem leicht kernig-wirkenden Malz schmeckbar. Das Hopfenaroma ist als grasig-frisch zu bezeichnen mit einem Hauch von Grapefruit und weiteren Zitrusfrüchten und liegt geschmacklich klar über der durchaus präsenten Hefe die leicht estrige Fruchtenoten in die Geschmackskomposition mit einfließen lässt. Der Abgang wirkt dann relativ trocken und minimalst herb, es dominiert weiterhin das Hopfenaroma.

st_feuillien_saison_flascheEs ist immer wieder erstaunlich wie die Belgier diesen vollen Körper im Bier erzeugen, ohne dass dabei ein zu starker Malzeindruck entsteht. Ein klein wenig Karamell ist schmeckbar,das wars dann aber auch schon und das volle, weiche Mundgefühl kann sogar die hohe Kohlensäurekonzentration etwas abmildern. Ansonsten eine sehr runde, süffige Sache – als Sommerbier würde ich es obgrund des Alkoholgehalts aber nicht empfehlen.

Eine runde Sache das Saison von St. Feuillien, vielleicht hätte der Hopfen noch etwas mehr rauskommen können. So ist es aber durchaus lecker und bekommt von mir vier Sterne.

Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)




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Tilmans Das Helle

tilmans_das_helleIn der, zumindest in Deutschland, von IPA dominierten, Craftbeer-Szene könnten Biere, wie “Das Helle” von Tilmans Biere aus München beinahe untergehen. Hopfengestopfte Lagerbiere sind nicht allzu weit verbreitet – die meisten von euch werden da am ehesten noch das Prototyp oder das Wuida Hund kennen. Umso mehr freue ich mich nun aber, euch dieses, mit der Hopfensorte Chinook gestopfte Helle des Gypsy-Brewers Tilman Ludwig vorstellen zu dürfen. Los gehts.

Klar und bernsteinfarben fließt das Bier in Glas (mal wieder das Tokyo von Sahm), die Schaumbildung geht in Ordnung, vielleicht ist der schneeweiße Schaum ein klein wenig zu grobporig. Neben einem getreidig-malzigen Geruch machen hopfige, teils exotische und zitronige Fruchtnoten auf sich aufmerksam.

Der erste Schluck wirkt sehr interessant, sehr weiches Malz geht mit einem fruchtigen Touch einher ohne dabei auch nur ansatzweise herb zu wirken. Geschmacklich liegt das Malzbett definitiv näher an einem Märzen, wirkt jedoch süßer was vermutlich auch einem nicht allzu hohen Endvergärungsgrad hängt. Gerade zum Abgang hin nimmt das Hopfenaroma zu, Aprikosen und Pfirsiche tummeln sich auf der Zunge während das karamellige Malzbett sanft den Rachen hinabgleitet.

tilmans_das_helle_flascheDie Balance aus Hopfen und Malz ist recht gut getroffen, der recht getreidige Eindruck auf der Zunge stört sogar bisweilen etwas. Vielleicht hätte dem Bier sogar etwas weniger Kohlensäure nicht geschadet, dennoch hat es eine gute Süffigkeit und macht einfach Laune beim Trinken. Am ehesten geht mir noch die Hopfenbittere ab, die hier, sogar für ein Helles, sehr gering ausgefallen ist – da wäre etwas mehr sicherlich nicht schlecht gewesen.

Ein gutes Helles mit einem interessanten, fruchtigen Touch. Ich vermisse ein klein wenig die Herbe bei diesem Bier, welches augenscheinlich bei der Privat-Brauerei Gut Forsting gebraut wird – ansonsten gefällt es mir recht gut. Von mir gibts drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)




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Karmeliten Brocardus 1844

karmeliten brocardus_1844Aus dem niederbayerischen Straubing kommt mein heutiger Testkandidat, das Brocardus 1844 der Karmeliten Brauerei Karl Sturm. Wie so oft gibt es auch zu diesem Bier eine kleine Geschichte: Eines Tages im Jahr 1844 brachte ein Mönch von seiner Pilgerreise das Rezept für dieses Bier mit. Die Mönche brauten das Bier und waren von diesem Märzen beeindruckt wodurch es zu seinem “Ruhm” kam.

In einem rötlichen Kupferton strahlt das klare Bier aus seinem Behältnis, garniert mit einem cremigen, leicht gelblich-beigen Schaum. Im Geruch tummeln sich süßlich-brotige Malznoten, Rosinen und Pflaumen sowie etwas Honig.

Im Antrunk gibt sich das Lager recht mild, feinwürziges Malz umschmeichelt die Geschmacksnerven, es geht eher schlank zu was ich, angesichts des Geruchs, beinahe etwas enttäuschend finde. Der Honig ist noch schmeckbar, ansonsten geht es allerdings ein wenig langweilig zu…etwas Röstmalz ist schmeckbar und es tauchen vereinzelt Aromen von dunklen Früchten auf. Viel mehr steht eine etwas unangenehme und unbalancierte Herbe im Vordergrund die im Abgang bisweilen etwas kratzig wirkt.

karmeliten brocardus_1844_flascheMit der Trinkbarkeit ist es bei diesem Bier so eine Sache, die Kohlensäure und die zu starke Bittere stehen der Süffigkeit doch arg im Weg. Dazu kommt das eher unscheinbare Malzbett dem es definitiv etwas an Süße fehlt wodurch gerade der Abgang sehr, sehr trocken ausfällt.

So recht werde ich mit dem Brocardus nicht warm. Man erkennt gute Anklänge, kann sich aber keinen Reim draus machen wo die geschmackliche Reise hingehen soll. Gerade noch drei Sterne…

Neugierig geworden? Hier könnt ihr das Brocardus 1844 kaufen.

Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,5%

(3/5)




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Freigeist Bierkultur Hoppeditz

freigeist_bierkultur_hoppeditz_doppelsticke_altEin starkes Alt darf es heute sein, auch bekannt als Doppelsticke. Gebraut wurde das Bier von Freigeist Bierkultur bei der Brauerei Göller in Zeil am Main und ist mit seinem 7,5% Volumenprozent Alkohol durchaus als stark zu bezeichnen. Der Name “Hoppeditz” geht vermutlich auf den Erzschelm des Düsseldorfer Karnevals zurück der jährlich die Eröffnungsrede zur neuen Karnevalssaison hält. Aber genug zur fünften Jahreszeit, Zeich sich dem Bier zu widmen.

Dunkelbraun mit einem leichten Rotstich und mit einer ganz kleinen, feinen Schaumhaube ausgestattet präsentiert sich das Bier. Die wenigen Bläschen auf dem Bier haben sich alsbald verzogen und aus dem Glas zieht ein malziger, minimal röstiger Geruch in die Nase. Ein wenig dunkle Früchte sind ebenso dabei wie ein Hauch Hopfen, dieser ist jedoch kaum erwähnenswert.

Dick und malzgetragen kommt das Bier auch auf der Zunge an. Etwas Brot und Röstaromen biedern sich dem geneigten Genießer an, relativ trocken kommt das Malz bei den weiteren Kostproben daher. Auch an Hopfen ist, anders als der Geruch vermuten ließ, durchaus etwas vorhanden, was man vor allem im relativ langen Abgang merkt der unerwartet ordentlich nachbittert. Ansonsten fällt der Hopfen lediglich leicht würzig und kräuterartig auf – alles andere wäre hier auch fehl am Platz gewesen.

freigeist_bierkultur_hoppeditz_doppelsticke_alt_flascheDas Malzbett in diesem Bier ist durchaus komplex und vielschichtig ausgefallen ohne dabei allzu süß zu wirken. Von Brotkruste bis hin zum Geschmack von getrockenen Pflaumen ist wirklich beinahe alles dabei was das Aromenspektrum dunkler Malze hergibt. Was mir nicht so gut gefällt ist der etwas zu ausgeprägte Hefegeschmack (passt beim Einschenken aufs Sediment auf) sowie die zu starke Kohlensäure die das Gebräu weniger süffig erscheinen lassen. Im Trinkverlauf wärmt der enthaltende Alkohol etwas nach und man zeigt sich versöhnlich mit diesem obergärigen Bier das wirklich einiges an Ecken und Kanten besitzt.

Im Kontext eines Alt macht dieses Bier einiges richtig, leider gibts für die Optik und die Trinkbarkeit Abzüge und so komme ich heute auf immernoch gute drei Sterne. Prost.

Die Biere von Freigeist Bierkultur könnt ihr hier bestellen.

Alkoholgehalt: 7,5%

(3/5)