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Weißenoher Bonator

weissenoher_klosterbrauerei_bonatorEndlich mal wieder nach Franken! Im Glas habe ich heute für euch den Bonator Doppelbock der Klosterbrauerei Weißenohe aus Oberfranken. Auch wenn mir solche Biere bei warmen Wetter kaum was ausmachen, freue ich mich dennoch über die aktuelle, recht kühle Wetterlage – schließlich kann man einen Doppelbock gerade bei Wind und Regen so richtig genießen. Ihr wisst ja: “Zur körperlichen und geistigen Stärkung in der staaden Zeit.”

Üppiger, stabiler und fein-cremiger Schaum auf rubinroten, klaren Bier – optisch definitiv eine Augenweide. In der Nase gibt es einiges an süßlichen Malzaromen, Karamell, Nüsse, etwas Honig und ein Hauch Schokolade – toll.

Sehr feiner und weicher Antrunk der – erwartungsgemäß – sehr malzlastig ausfällt. Eine starke, honigartige bis karamellige Süße stellt sich ein und bringt einiges an brotigen bis keksigen Aromen mit sich – hat ein wenig was von einem Tortenboden. Dazu gesellt sich eine feine Hopfennote, etwas würzig und kaum bitternd läutet dies auch den ungemein flotten Abgang ein.

weissenoher_klosterbrauerei_bonator_flascheDas geht beinahe runter wie Wasser. Sehr mild, malzig und ordentlich süffig. Es trägt nicht zu sehr auf, die starke Süße ist genau so dosiert, dass man nicht schon nach wenigen Schluck durchatmen muss weil man nicht mehr kann – sehr gefährlich! Den Alkohol schmeckt man kaum, vereinzelt kommt es einem beinahe schon nur mehr wie ein dunkles Export vor. Im Malz finden sich im Trinkverlauf zudem noch schokoladig-röstige Noten und Ansätze von getrockneten Früchten – Klasse.

Sehr rund, vielleicht aber nicht absolut perfekt. Dennoch ein sehr schöner und unverkennbar fränkischer, süffiger Doppelbock – von mir gibts vier Sterne.

Stammwürze: 18 %

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)



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Brewdog Black Jacques

brewdog_black_jacquesVon den schottischen Craftbeerspezialisten von Brewdog hatte ich schon länger nichts mehr. Also schnell das Black Jacques aufgemacht, ein Belgian Strong Ale (oder auch “Imperial Black Saison” laut Homepage) mit zweistelligen Alkoholgehalt und 268 Tage andauernder Reifung im Rotweinfass. Klingt mächtig? Ist es bestimmt auch. Merci ans Biervana für diesen feinen Tropfen.

Kaum ist die Flasche geöffnet, zieht schon ein fruchtig-schwerer Duft in die Nase. Es duftet, leicht säuerlich, nach roten Beeren, etwas Holz Malz und Vanille. Von der optischen Seite erinnert es mit seinem schwarzen Kleid und dem bräunlichen, cremig-feinen Schaum an Stouts bzw. Porter Biere.

Der Antrunk fällt erstaunlich weich und mild aus, von der Komplexität hat es das Bier aber faustdick hinter den Ohren. Eine fruchtige Mischung aus Sauerkirsche und Johannisbeeren geht mit einem stark holzigen Fassaroma einher, verzeinzelt gesellen sich Röstaromen wie Kaffee und Schokolade mit dazu und runden das Bier von der Malzseite her ab. Nach kurzer Zeit überwiegt dann ein Geschmack von Dörrpflaumen zusammen mit einem nicht allzu süßen aber sehr geschmeidigen Malzbett sowie einer feinen Herbe die im Abgang etwas mehr herauskommt.

brewdog_black_jacques_flascheAuch den Alkohol merkt man mit der Zeit etwas, auch wenn er sich in der Geschmacksfülle gekonnt zu verstecken weiß. Insgesamt betrachtet erinnert das Bier weit mehr an einen schweren, süßlichen Rotwein als an den von uns so geliebten Gerstensaft – dieser blitzt lediglich vereinzelt durch die genannten Röstaromen auf und ordnet sich ansonsten der holzigen Fruchtigkeit unter. Dazu kommt, dass das Bier recht gering karbonisiert ist – das versteckt den weinartigen Eindruck umso mehr.

Harter Tobak, jedoch wirklich sehr lecker. Vielleicht hat mir das Bier ein klein wenig zu viel Säure und könnte etwas mehr Malzcharakter vertragen, für vier Sterne reicht es aber allemal. Prost!

Alkoholgehalt: 11,1%

(4/5)



Münchner Bierinseln 2015 – Fotos

Und schon sind die Münchner Bierinseln wieder vorbei. Das Team rund um Nicola Neumann hat sich mächtig ins Zeug gelegt und ich denke man kann sagen, dass für jeden Bierinteressierten was dabei war. Ob “handgmachts Kraftbier” vom Hoppebräu aus Oberbayern, dem Rhubarb Wire vom Hamburger Brewcifer bis hin drei Bieren von Stone Brewing aus den USA – wer hier nicht auf seine Kosten kam, machte etwas falsch.

Ich habe zwar leider nicht alle geplanten Stationen geschafft, aber auch so konnte ich meine Highlights finden. Dabei ist das angesprochene Rhubarb Wire (wie der Name schon sagt mit Rhabarber), das neue dunkle Bier von Tilman wie auch das Oak Aged (Sour?) Cherry Amber Ale der Camba Bavaria – lecker!

Hier ein paar Eindrücke – freue mich auf nächstes Jahr!

Münchner Bierinseln 2015

bierinsel_trans_250pxAm morgigen Samstag, den 25. Juli, starten in München zum zweiten Mal die “Bierinseln“. Das Konzept ist einfach und schnell erklärt: An 19 Plätzchen in München habt ihr die Gelegenheit, verschiedene Biere und – fast noch wichtiger – die Brauer dahinter kennen zu lernen. Dabei kommt jeder Bierliebhaber auf seine Kosten – vom Weißbier bis zum Double IPA wird an den diversen Inseln alles geboten, was die Bierszene hergibt.

Nachdem die Bierinseln dieses Jahr bereits in Berlin und Hamburg stattfanden, ist die Münchner Ausgabe so etwas wie das “Finale” und ich bin stark dafür, dass wir Bayern mal richtig Gas geben und den Nordlichtern zeigen, was wir in Sachen Bier drauf haben. Alle Interessierten finden hier das Programm und ich hoffe, den ein oder anderen von euch vielleicht zu treffen – spätestens am Abend im Tap House.

Cheers!

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Karl Strauss Big Barrel Double IPA

karl_strauss_big_barrel_double_ipaAuf nach San Diego, genauer gesagt zur Karl Strauss Brewing Company. Im Glas landet gerade deren Big Barrel Double IPA welches mit 90 Bittereinheiten, einer ordentlichen Ladung Alkohol sowie drei nicht alltäglichen Hopfensorten (Warrior, Ahtanum, Nelson Sauvin) versehen ist. Man darf demnach auf das Bier gespannt sein – vielen Dank an Bier Deluxe für die Kostprobe!

Klar und goldenfarben leuchtet das Gebräu aus dem Glas, cremig-fester, weißer Schaum thront oben auf. Dabei emittiert das Bier einen zitronalen Geruch, es duftet frisch-hopfig nach Orangenzesten und Mango.

Sehr malzlastig mit fein karamelliger Honigsüße startet der erste Schluck, das Malz wirkt bisweilen etwas brotig und keksig. Dazu kommt eine gleich zu Beginn intensive, knackige Herbe – die vielen Bittereinheiten werden hier nicht versteckt. Dank dem intensiven Malzbett wirkt das Bier jedoch nicht übermäßig trocken, kann zum Abgang hin sogar noch eine geschmackliche Schippe drauflegen. Hier sorgt der Hopfen für feine Zitrus- und Traubenoten sowie dem harzig-holzigen Aroma von Kiefernnadeln.

karl_strauss_big_barrel_double_ipa_flascheDass ich in der letzten Zeit auch immer so extreme Biere auf meiner Testliste stehen habe. Hat man sich erst an die Herbe gewohnt, kann man mit dem Bier recht gut klarkommen – auch die anderen Rahmenparameter in Sachen Trinkbarkeit passen. Wäre der intensive Hopfeneindruck nicht da, man würde nicht erahnen, dass man es mit einem doch sehr starken Bier zu tun hat. Die Süße ist gut kaschiert, das Bier recht trocken (was auch an der Süßung mittels Dextrose liegen dürfte) und einfach sehr, sehr trinkbar.

Durchaus ein Pfund das Big Barrel Double IPA. Wegen mir dürfte das Aroma ruhig noch ausgeprägter sein – das Bier könnte es vertragen. Nichts desto trotz sehr lecker und mir vier Sterne wert.

Neugierig geworden? Das Big Barrel Double IPA könnt ihr hier bestellen.

IBU: 90

Alkoholgehalt: 9%

(4/5)



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Evil Twin Ashtray Heart

evil_twin_ashtray_heartIch freue mich, euch heute erneut ein Bier von Evil Twin vorstellen zu können. Zur Abwechslung gibt es von dem dänischen Gypsy-Brewer heute aber mal keine Hopfenbombe sondern mit dem Ashtray Heart ein Smoked Porter. Es ist schon erstaunlich, welche Qualität die Biere des “bösen Zwillings” durch die Bank haben und wie sie geschmacklich immer ganz oben mit dabei sind. Ich will nichts vorweg nehmen, aber ich denke mal, es wird bei diesem Porter, welches bei der Two Roads Brewing Company gebraut wird, nichts anders sein.

In der Nase macht dieses schwarze, undurchsichtige Gebräu seinem Namen alle Ehre. Es riecht rauchig, nach Holzfeuer und Asche. Dazu kommt schwere, alkoholische Süße mit vereinzelten Röstaromen.

Anders als erwartet fällt das Bier im Geschmack nicht direkt mit muffig-schweren Raucharomen auf, mehr geht es in Richtung schwarzgeräuchertes mit stark holzig-aschiger Note. Das Malzbett darunter ist nur leicht süßlich und tendiert mehr in die trockene Ecke. Dazu kommt etwas Karamell sowie einiges an Röstaromen, Vanille und Kaffeebohnen stehen im Vordergrund. Dazu gesellt sich eine recht intensive Herbe die das komplexe Bier etwas abzurunden versucht – im Abgang gelingt dies dann sogar zum Teil.

evil_twin_ashtray_heart_flaschePuh, durchatmen. Dieses Porter ist definitiv nichts für schwache Gemüter, auch wenn das Raucharoma nicht von dem ansonsten vielzitierten “Schinkengeschmack” dominiert wird, wird sich hier der ungeübte Genießer schwer tun. Mir, als jemand der es durchaus rauchig-torfig mag, sagt das Bier aber durchaus zu, kann es auch mit seiner angenehmen Kohlensäure und – trotz der Komplexität – vorhandenen Drinkability punkten.

Sicherlich nichts für jeden Tag, gerade im Winter kann ich mir dieses Smoked Porter aber sehr gut vorstellen. Von mir gibts heute vier Sterne.

Alkohlgehalt: 8,9%

(4/5)



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Maximus Brutus

maximus_brutusMein vorerst letzter Test der niederländischen Maximus Brouwerij ist das Brutus, ein Amber Lager. Ja, ein Amber Lager hatte ich ja erst vor geraumer Zeit – ich vermute mal, dass das heutige den damaligen Kandidaten in Grund und Boden stampfen wird. Zugegeben, besonders schwer ist diese Aufgabe nicht, zudem ist ein schönes Lagerbier eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Ales der letzten Zeit. Gehen wir es also an.

Satt bernsteinfarben bis rötlich strahlt das Bier aus dem Glas, oben auf feinporiger bis cremiger, stabiler Schaum – schön! In der Nase tummeln sich leichte Zitrusnoten sowie etwas Malz und Karamell.

Süßlich-malzig, begleitet von einer ganz leichten Säure sowie einem frischen, blumigen Hopfenaroma – so fällt der erste Schluck dieses Gebräus aus. Das Malzbett gibt sich dabei vornehmlich süßlich-karamellig sowie etwas brotig und erinnert somit stark ans Wiener Lager. Dabei wirkt das Bier trotz seiner 6 Volumenprozent Alkohol recht schlank, hat im Abgang außerdem eine durchaus wahrnehmbare Herbe zu bieten. Dazu kommt die allzeit präsente, frische Hopfennase mit einem leichten Hauch von Zitrone.

maximus_brutus_flascheDank dem geschmacklichen Setup und dem gut dosierten CO² ist das Bier sehr gut und flott trinkbar und kann somit mit einer hohen Süffigkeit punkten.  Gerade bei Außentemperaturen von jenseits der 30 Grad ist dieses Bier eine gute Alternative zu den Sommer Ales und muss sich z.B. auch nicht hinter einem Prototyp verstecken.

Eine sehr runde und erfrischende Sache – klarer Fall, dieses Bier pustet das Becks Amber Lager locker weg. Von mir gibts hierfür heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 6%

(4/5)



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Hopfmeister Road Trip

hopfmeister_road_tripNoch recht frisch auf dem Markt sind die Biere von Marc “Hopfmeister” Gallo aus München den ich vor wenigen Tagen beim Giesinger Bräu persönlich kennenlernen konnte. Wie so oft wechselte da auch etwas Bier den Besitzer was mich in die Lage bringt, euch heute mal eines seiner Biere vorzustellen. Ausgesucht habe ich mir dazu das Irish Road Trip IPA welches mit 5 Hopfensorten und 60 Bittereinheiten schonmal ein Pfund in den Ring wirft. Na dann schauen wir mal.

Bernsteinfarben strahlt das beinahe trübe Bier aus dem Teku Pokal, es duftet frisch nach fruchtigen Hopfennoten, etwas Mango mit Zitrone und ansonsten größtenteils florale Aromen sowie etwas Karamell.

Recht malzlastig fällt der erste Schluck aus, harzig-florale Hopfennoten huschen über die Geschmacksnerven, etwas Honig mischt sich mit Brot, Karamell und einem Hauch von Früchten und Harz sowie Kiefernnadeln. Dabei geht es recht vollmundig zu Werke, das Mundgefühl des recht süßen und etwas ölig wirkenden Bieres ist angenehm und weich. Einzig die anfangs zurückhaltende Herbe wirkt etwas kratzig, gerade im Abgang wo man jetzt einen schwall fruchtiger Hopfenaromen erwarten würde, ist bis auf die trockene Herbe nicht viel los.

hopfmeister_road_trip_flascheIn der B-Note ist alles soweit in Ordnung, Karbonisierung und damit auch die Trinkbarkeit passen. Auch die nachhaltende Herbe finde ich angenehm, würde diesem IPA nicht die Aromatik seiner Stilbrüder fehlen. Größtenteils hat man es mit einem recht dicken Malz zu tun, viel Karamell und Süße – hopfenaromatisch ist es aber leider kaum. Eigentlich sollte man den Stil des “GIPA” – des German IPA – kreieren dem Biere wie dieses definitiv angehören. Starkes Malz, Süße und Drinkability sind bei Vertretern dieser GIPAs scheinbar die wichtigsten Attribute.

Das Irish Road Trip ist für mich ein gutes Bier, schrammt aber am Stil doch ein klein wenig vorbei. Pluspunkte gibt es aber für die mutige Herbe (zumindest für deutsche Verhältnisse). Drei Sterne.

IBU: 60

Alkoholgehalt: 6,5%

(3/5)



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Dark Horse Crooked Tree IPA

dark_horse_crooked_treeDas Crooked Tree IPA von Dark Horse Brewing aus Marshall/Michigan ist eines der Biere, von denen ich befürchtete, ich hätte die Verkostungsnotizen beim Umzug verloren. Dem war glückicherweise nicht so und demnach kann ich euch das Bier heute vorstellen. Fangen wir einfach gleich mal an…

Zitruslastig, nach Grapefruit sowie Kiefernnadeln, duftet das Bier, nachdem es den Weg ins Glas gefunden hat. Aus selbigen leuchtet es orange- bis bernsteinfarben, einzig der Schaum weigert sich sein Übriges zum guten optischen Erscheinen des Bieres zu tun.

Der Antrunk wirkt unerwartet mächtig, begleitet von fruchtigen Hopfennoten schiebt sich ein recht brotig-karamelliges Malzbett über die Zunge wodurch das Bier durchaus vollmundig wirkt. Dazu kommen 47 Bittereinheiten, womit auch die Herbe recht moderat ausfällt (zumindest für ein India Pale Ale). Auch der Abgang fällt so etwas malziger und weniger trocken aus, die fruchtigen Hopfenaromen sind aber allgegenwärtig und runden den Eindruck hier angenehm ab.

dark_horse_crooked_tree_flascheEtwas viel Kohlensäure ist beim “verwachsenen Baum” schon dabei, es fällt aber nicht so stark ins Gewicht und hat keinen großartigen Einfluss auf die Trinkbarkeit. In meinen Augen ist das leicht trübe Bier lediglich etwas zu undefiniert und schwammig, es könnte einfach etwas schlanker und klarer im Geschmack sein.

Ein wenig gemischt sind die Gefühle schon, dennoch kommen hier Freunde von Westcoast-IPAs durchaus auf ihre Kosten. Bei mir rauscht es knapp an den vier Sternen vorbei und bekommt derer drei.

IBU: 47

Alkoholgehalt: 6,5%

(3/5)



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Brauerei Wasserburger Tassilator

brauerei_wasserburger_tassilatorWie ein Kollege vor einigen Tagen sagte, halte er sich bei diesen Temperaturen lieber an die leichteren Biere und Sommer-Ales und überlässt die schweren Biere lieber anderen. Nun gut, dann mache ich das doch einfach und stelle euch heute den Tassilator Doppelbock der Brauerei Wasserburger aus Dingolfing vor – 34 Grad Außentemperatur können mich nicht aufhalten.

Dunkelbraun, gepaart mit einem rubinroten Schimmer sowie bräunlich eingefärbten, feinporigen Schaum – so präsentiert sich der niederbayerische Doppelbock im Glas. In der Nase finden sich typisch malzig-röstige Noten, etwas Karamell aber auch ein Hauch würziger Hopfen.

Malzig und süßlich geht es dann auch auf der Zunge zu, Karamell und Schokolade sind in diesem vollmundigen Bier schmeckbar, ebenso Brot, etwas Vanille und Lakritze. Dazu kommt ein Hauch getrockneter Pflaumen der die etwas starke Süße im Zaum hält, der aufkommende, auffallend herbe sowie trockene Abgang sorgt seinerseits ebenfalls für einen angenehmen Ausgleich.

brauerei_wasserburger_tassilator_flascheIm Verlauf gefällt besonders das sehr brotige Malzbett mit seinen Anklängen von Roggen, etwas Weizen und der starken, nussigen Karamellnote. Gerade bei diesen Temperaturen wirkt das Bier, nicht zuletzt durch seine hohe Süffigkeit, sehr gefährlich – aber das hier ist ein Biertest und kein Kindergarten. Vielleicht hätte die röstige Note noch etwas ausgeprägter sein können, so gehen die schokoladigen Noten mit der Zeit etwas verloren und die Süße des Bockbiers zieht an.

Gar nicht verkehrt, der Tassilator von der Brauerei Wasserburger. Ganz knapp reicht es heute für vier Sterne und ich lege mich mal besser hin… ;-)

Stammwürze: 20%

Alkoholgehalt: 7,7%

(4/5)