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Braukatz Pale Ale

braukatz_no1_pale_aleHeute im Test, das Pale Ale (No 01) der beiden Craftbrauerinnen von Braukatz aus dem Allgäu. Gebraut wird das Bier im Familenbetrieb bei der Brau Manufactur Allgäu und damit in den selben Sudkesseln, in denen auch das Nesselwanger sowie weitere “Edel”-Biere entstehen. Schauen wir mal, wie sich das Pale Ale im Test schlagen wird.

Unter dem dichten, weißen Schaum duftet es kräuter- und zitrusartig sowie ein wenig nach nussig-brotigen Malz. Ansonsten ist das Pale Ale schön anzusehen, ist klar und von goldener bis bernsteinartiger Färbung.

Recht malzgetragen fällt der erste Schluck des Ales aus, mineralisch und hefig gehts im Geschmack weiter bevor die grasig-kräuterartigen Hopfenaromen daherkommen. Es schmeckt leicht nach Mandarinenschale, Ananas und Pinie – die Hopfenaromatik fällt allerdings nicht sonderlich stark aus.

braukatz_no1_pale_ale_flascheGut ausbalanciert präsentiert sich der Körper des etwas überkarbonisierten Bieres, das stark nussig wirkende Malz kommt im Trinkverlauf noch stärker raus und dominiert den Geschmackseindruck. Wüde mir jemand sagen, es würde sich hierbei um ein etwas gehopfteres Landbier halten – ich würde das anstandslos glauben.

Für mich ist das Braukatz Pale Ale jetzt kein Überflieger, es läuft mehr unter dem Prädikat “passt scho” – gut trinkbar, mehr aber auch nicht und daher ganz knapp noch drei Sterne.

Stammwürze: 13,4%

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)




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Rogue Chocolate Stout

rogue_chocolate_stoutSamstag Nachmittag – Zeit für einen Stout. Auf seinen Test wartet seit ein paar Wochen der Chocolate Stout von Rogue – den mittlerweile durchaus bekannten Craftbeerspezialisten aus Newport, Oregon. Wie der Name schon suggeriert wurde dem Bier hier Schokolade (in Form eines “Extrakts”) zugesetzt um die Röstaromen der dunklen Malze zu unterstreichen. Hoffentlich macht der Geschmack dem Namen alle Ehre…

Im Duft des schwarzen, mit fein-cremigen und braunen Schaum bedeckten, Bieres finden sich mannigfaltige Röstaromen die vom Geruch intensiver Zartbitterschokolade sowie Vanille durchzogen sind.

Auf der Zunge angekommen bringt das US-amerikanische Gebräu Aromen von Schokolade, Mocca und Toffee auf die Geschmacksknospen. Dabei wird es zwischen den Röstaromen auch etwas süß womit es auch zur Viskosität des Bieres passt. Gerade die leicht vanillige Zartbitterschokolade gefällt mir bei dem Bier wirklich hervorragend und passt auch zu der im Abgang aufkommenden Herbe.

rogue_chocolate_stout_flascheEtwas süßer könnte das Bier sein, dennoch ist die Trinkbarkeit dieses Stouts wirklich hervorragend – Optik und Süffigkeit sind ein Traum. Vielleicht ist die Bittere, welche durch die Röstmalze bedingt ist, ein wenig zu ausgeprägt und beißt sich im Trinkverlauf doch etwas mit dem Schokoladengeschmack was auf Dauer ein wenig stört.

Summa summarum muss ich sagen, dass der Chocolate Stout von Rogue ein sehr leckeres Bier ist – mit ganz leichten Schwächen. Gerade das Schokoladenaroma sieht man bei vielen Bieren dieser Art selten – Lecker! Das sind vier Sterne.

IBU: 69

Stammwürze: 15%

Alkoholgehalt: 6,3%

(4/5)




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Brauerei Hummel Maibock Hell

hummel_braeu_maibock_hellAus dem oberfränkischen Memmelsdorf, genauer gesagt aus dem Ortsteil Merkendorf, hat der helle Maibock des Hummel Bräu seinen Weg auf meinen Tisch gefunden. Mal sehen, was dieser fränkische Maibock so kann…

Bierherz, was willst Du mehr? Cremig-feiner, schneeweißer Schaum auf klaren, goldenfarbenen Bier welches honighaft süßlich, getreidig und leicht würzig nach Hopfen riecht. Traumhaft.

Der Antrunk fällt überraschendweise nicht so intensiv aus, erst nach einem kurzen Augenblick macht sich das breite Malzbett bemerkbar welches allerdings nicht ganz so süß auf der Zunge liegt. Etwas Alkoholgeschmack macht sich zwischen Karamell und Honig breit, es wird hinten raus etwas trockener und bringt einen grasig wirkenden Hopfen mit der für einen Maibock genau richtig nachbittert.

hummel_braeu_maibock_hell_flascheDie Trinkbarkeit geht in Ordnung, der Hopfen wirkt im Trinkverlauf allerdings ein klein wenig muffig und der Alkoholgeschmack mag zu dem nicht so intensiven Malzkörper nicht so recht passen. Trotz dessen baut sich eine gute Süffigkeit auf und so lässt sich dieser Bock gemütlich wegtrinken.

Für mich ist der helle Maibock vom Hummel Bräu ein gutes, wenn aber nicht herausstechendes Bier. Für diesen Maibock gibts gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 7%

(3/5)




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Seefranzl Bräu Micheli Dunkel

seefranzl_braeu_micheli_dunkelHeute möchte ich mal wieder ein Bier aus meiner Gegend präsentieren. Es handelt sich dabei um das Micheli Dunkel der Microbrauerei Seefranzl aus Arget bei Sauerlach. Bei dem Bier handelt es sich um einen Art Hybriden aus einem Alt, einem Pils und einem dunklen Bier welches sich Charakterbestandteile der drei Stile zu eigen macht um daraus etwas Neues zu kreieren. Na dann mal rein damit ins Glas.

In einem intensiven Mahagonibraun präsentiert sich das trübe Bier, getoppt von ordentlichen feinporigen Schaum dessen Standfestigkeit allerdings nur mittelmäßig ist. Im Duft findet sich etwas Karamell, Süße sowie auch etwas Hopfenwürze und leicht estrige Fruchtkomponenten wie Banane und Aprikose.

Der obergärige Altbiercharakter kommt beim Antrunk deutlich aus, in dem anfangs etwas dünn wirkenden, süßlichen Malzkörper verstecken sich, neben den Aromen von Rosinen und Brotkruste, Bananen und etwas honigartiger Karamell. Im Abgang gehts etwas trockener und auch herber zu, ein wenig würziger Hopfen ist spürbar bevor das relativ stark karbonisierte Bier seinen Weg den Rachen hinab findet.

seefranzl_braeu_micheli_dunkel_flascheMir persönlich ist das Bier etwas zu stark karbonisiert und mit etwas zu viel Hefe versetzt so dass sie die leichten Röst- und Hopfenaromen etwas überlagert. Ansonsten ist das, stark einem Altbier ähnelnde, Bier recht gut trinkbar und wird im Trinkverlauf “immer gschmackiger” wie man bei uns sagt.

Gar nicht schlecht das Micheli Dunkel wobei man etwas mit der Trinktemperatur aufpassen muss – ich würde es auf jeden Fall etwas wärmer trinken als auf der Homepage vermerkt. Für mich sind das heute drei gute Sterne.

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)




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Kuehn Kunz Rosen Kuehnes Blondes

kuehnkunzrosen_kuehnes_blondesNach dem Kerlig Hell des noch neuen Brauprojekts Kuehn Kunz Rosen habe ich heute das Kuehne Blonde für euch im Test. Dabei handelt es sich jedoch nicht einfach nur um ein helles Bier sondern um ein belgisches Witbier. Neben Orangenschale und Korianer tummelten sich auch noch Paradieskörner und Haferflocken in diesem, mit Mandarina Bavaria gehopften, Bier. Ich bin gespannt!

Trüb und strohblond fällt die Optik des, von ordentlich feinporigen Schaum bedeckten, Bieres aus. Darunter duftet es frisch zitronig, hefig, kräuterartig sowie leicht pfeffrig – wirkt allerdings nicht sehr intensiv.

Von Mandarinen- und Orangenaromen getragen präsentiert sich der erste Schluck, leicht hefig und getreidig aber nicht übertrieben malzig oder süß. Eine Spur Koriander tut sich neben der leicht würzigen Hopfigkeit auf, etwas Herbe kommt dazu und rundet das ansonsten recht frisch-zitronig wirkende Wit ab.

kuehnkunzrosen_kuehnes_blondes_flascheAnfangs kam mir das kuehne Blonde noch etwas dünn vor, im Trinkverlauf wird es etwas intensiver und der Hauch von Zitronen und Kräutern sorgen für einen versöhnliches Abschluß des offensichtlichen Sommerbieres. Passend dazu ist auch die Karbonisierung die mir vielleicht noch einen Ticken zu hoch ausgefallen ist.

Ein gute Witbier haben die Mainzer da gebraut, mir wirkt es jedoch ein klein wenig zu leicht und es könnte ruhig noch mehr fruchtige Aromen mit sich bringen. Dem Kuehnen Blonden gebe ich heute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 4,9%

(3/5)




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Shepherd Neame & Co. Double Stout

shepherd_neame_co_double_stoutBei der Brauerei Shepherd Neame handelt es sich um die älteste Brauerei Großbritanniens welche 1698 gegründet wurde und seit 1864 durch eine Familie geführt wird. Das Rezept für den Double Stout basiert dabei angeblich auf einem alten Rezept welches in den Archiven der Brauerei entdeckt wurde. Ich bin gespannt, ob das Bier dieser durchaus großen Brauerei mit anderen Vertretern des Stils mithalten kann.

Der Geruch des dunkelbraunen bis schwarzen Bieres ist ein wenig gewöhnungsbedürftig - zwischen röstigen Kaffee- und Schokoaromen tummelt sich eine leicht Säure sowie ein Hauch von gerösteten Mandeln.

Gleich zum Start bekommt man es mit der starken Karbonisierung zu tun die ich als ein wenig störend empfinde.  Der recht dünn wirkende Malzkörper des Dry Stouts hat Aromen von säuerlichen, verbrannten Malz, Melasse und Erde zu bieten, wirkt vor allem hinten raus aber viel zu leicht. Der Abgang fällt leicht herb aus, ein Hauch Hopfen tut sich zwischen der Röstaromatik auf, setzt allerdings keine Akzente.

shepherd_neame_co_double_stout_flascheDie Trinkbarkeit fällt, gerade aufgrund des dünnen Malzes und der viel zu hoch dosierten Kohlensäure, nicht gerade berauschend aus. Wirft man mal einen Blick auf die diversen Bewertungsplattformen, so frage ich mich schon was mit dem Bier in meinem Glas los ist. Entweder ist mit der Flasche etwas nicht in Ordnung oder mein Geschmack ist so weit entfernt von der Meinung anderer – für mich ist das einer der schlechtestens Stouts die ich bisher hatte.

Wässriger Körper und viel zu starke Kohlensäure – überlagert von einem sehr eindimensionalen Geschmack nach verbranntem Malz und Gummi. Für mich sind das heute nur zwei Sterne.

Wollt ihr euch eure eigene Meinung bilder? Hier könnt ihr das Bier kaufen.

Alkoholgehalt: 5,2%

(2/5)




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Brauerei Kundmüller Weiherer Bock

brauerei_kundmueller_weiherer_bockHeute möchte ich euch den Weiherer Bock der Brauerei Kundmüller vorstellen. Die Biere der Brauerei aus dem oberfränkischen Viereth-Trunstadt wurden schon mehrfach mit dem European Beer Star ausgezeichnet und letztens erst hatte ich deren neuen Weizenbock im Test der durchaus lecker war. Die Erwartungen an diesen hellen Bock sind also hoch…packen wir es an.

Golden, mit einem leichten Rotschimmer steht das klare Bier im Glas, oben auf thront zwei Finger breit weißer, richtig schön cremiger Schaum mit ordentlicher Standfestigkeit. Im Geruch gibt sich das Bier süßlich-malzig mit etwas Brot und Stroh.

Kennt ihr das? Beim ersten Schluck des Bieres wisst ihr gleich, dass ihr da was richtig leckeres im Glas habt…so geht es mir hier gerade. Süßlich mild läuft das leicht kernige Malz über die Zunge und hinterlässt einen minimal rauchigen Eindruck. Honig und Karamell sind schmeckbar und versüßen den flotten, leicht nachbitternden Abgang – von Alkohol keine Spur.

brauerei_kundmueller_weiherer_bock_flascheEin Übriges zur Süffigkeit tut die sehr milde Karbonisierung und das weiche Wasser – was für ein überragend trinkbares Bier. Dass es sich dabei um einen hellen Bock handelt, mag man zum Ende hin glauben als Herbe und Alkoholeindruck zunehmen was aber an der tolles Süffigkeit nichts zu ändern vermag.

Ein toller, heller Bock der vielleicht sogar ein klein wenig zu mild ist. Lecker, süffig und leider viel zu schnell alle – hierfür gibts heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 6,6%

(4/5)




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Eisenharzer Brauhaus Hoppy Dream Ale

eisenharzer_brauhaus_hoppy_dream_aleNachdem ich letztens das Weißbier der Allgäuer aus Eisenharz im Test hatte, möchte ich euch heute deren Hoppy Dream Ale vorstellen. Bei diesem Bier des Eisenharzer Brauhaus handelt es sich um ein Pale Ale welches ich euch heute noch in seinem “alten Gewand” präsentiere – mittlerweile hat dieses ein neues Etikett spendiert bekommen und sieht daher leicht anders aus.

Im Glas angekommen duftet das klare, bernsteinfarbene Gebräu blumig-fruchtig nach Grapefruit, Limetten und Erdbeeren – eine richtig leckere, fruchtige Hopfennase die allein mit Tettnanger Hopfen erzeugt wurde. Optisch wird das Bier zudem von einem sehr stabilen, feinporigen Schaum abgerundet.

Der erste Schluck gibt sich nicht mehr ganz so fruchtig-frisch, mehr erdig-malzig mit einer deutlichen Brotnote und etwas Toffee. Dabei geht es auch recht bald ziemlich bitter und trocken zu bevor es langsam zum Abgang geht. Dort tauchen die Fruchtaromen wieder auf, ein leichter Geschmack von Limette und dunklen Früchten kommt auf, ordnet sich aber einer recht würzigen Hopfennote unter.

eisenharzer_brauhaus_hoppy_dream_ale_flascheRecht gut trinkbar ist das Hoppy Dream Ale schon, auch wenn die Herbe für meinen Geschmack hier etwas zu stark ausgefallen ist und sich ein wenig über die Aromatik des Biers legt. Hinten raus kommt es mir dann sogar ein wenig zu dünn vor was angesichts des Potentials des Bieres schon etwas schade ist.

Licht und Schatten – für meinen Geschmack ist es im Vergleich zur Stammwürze zur herb ausgefallen und die Aromatik ist nich so ausgeprägt wie man es sich erhofft. Mit Ach und Krach sind das hier gerade noch drei Sterne.

Stammwürze: 12,2%

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)




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Lindemans Gueuze

lindemans_gueuzeHeute im Test: Die Gueuze der Brauerei Lindemans aus dem belgischen Sint-Pieters-Leeuw. Es handelt sich dabei um ein Lambic, also um ein spontanvergorenes Bier welches im Fall von Lindemans zu 2/3 aus “jungem” Lambic und 1/3 “altem” besteht wobei man nun nicht weiß, was alt und jung hier zu bedeuten haben. Schauen wir mal, was die Belgier hier gezaubert haben.

Ein interessanter Geruch strömt aus dem bernstein- bis kupferfarbenen und beinahe schaumlosen Bier. Es duftet süßlich nach dunklen Früchten, Weintrauben und etwas Essig.

Mild säuerlich fällt der erste Eindruck aus, eine leicht karamellige Süße geht mit einem moderat sauren und leicht wirkenden Körper einher. Dazu kommt ein Hauch von Zitronenzesten die gerade jetzt im aufkommenden Abgang etwas stärker ausfallen – dazu gesellt sich ein ganz feiner Eindruck von Weissweinessig.

lindemans_gueuze_flascheDer süßliche Eindruck verstärkt sich im Trinkverlauf, das trotz seiner Säure recht gut trinkbare Bier wirkt mit der Zeit etwas pappig und honigartig. Auf der Zunge wirkt das Bier derweil recht weich und trocken – jedoch immer angenehm.  Hinten raus wird es dann etwas erdig, würzig… gar nicht schlecht!

Mit der Gueuze hat man bei Lindemans ein gut verträgliches, moderat saures Lambic geschaffen welches durchaus für Einsteiger geeignet ist, jedoch keine allzu starken Akzente setzt. Hierfür gebe ich heute drei Sterne.

Wollt ihr die Gueuze auch probieren? Hier könnt ihr sie kaufen.

Stammwürze: 14,8%

Alkoholgehalt: 5%

(3/5)




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Hanscraft & Co. Backbonesplitter

hanscraft_co_backbonesplitterFür die Insider der deutschen Craftbeer-Szene ist “Hanscraft” kein Unbekannter, handelt es sich dabei um eine Marke von Christian-Hans Müller der u.a. bereits für sein Bayerisch Nizza oder das OARIS bekannt ist. Das Label wird genutzt, um “in die internationalen Bierstile” einzusteigen was man mit dem Erstlingswert Backbonesplitter, einem India Pale Ale, nun geschafft hat und den ich euch heute vorstellen möchte. Los gehts.

Richtig hopfig-frisch riecht das klare, rötlich bis bernsteinfarbene Westcoast IPA. Es duftet intensiv nach Grapefruit und Zitronen sowie etwas subtiler nach tropischen Früchten – Passionsfrucht und Mango seien hier genannt. Einziger Kritikpunkt ist der Schaum, fällt der recht sparsam aus und hat auch keine allzu gut Standfestigkeit.

Der Antrunk beginnt extrem samtig-weich und wird von zitrusartigen Hopfenaromen begleitet. Dazu gesellt sich eine deutlich wahrnehmbare Bittere die durchaus zum Namen des Gebräus passt. Vom Malz sind nur Nuancen zu schmecken, es geht minimalst süßlich zu was auf eine hohe Endvergärung schließen lässt. Zum Abgang hin intensivieren sich die fruchtigen Hopfenaromen nochmals, Grapefruit und Aprikosen dominieren den Geschmackseindruck.

hanscraft_co_backbonesplitter_flascheMir persönlich fehlt hier etwas die Kohlensäure, wirkt das Bier zwar sehr weich aber es fehlt hinten raus ein wenig die Spritzigkeit. Sehr angenehm ist die wirklich lang anhaltende Hopfigkeit deren Fruchtnuancen bis zum letzten Schluck erhalten bleiben und das recht trockene – und damit durchaus stileche – Westcoast IPA sehr süffig wirken lassen.

Ich halte den Backbonesplitter für eines der derzeit besten, deutschen IPAs. Seine leichten Schwächen seien ihm größtenteils verziehen und so schrammt er ganz knapp an den fünf Sternen vorbei. Vier Sterne gehen nach Aschaffenburg – inklusive einem Eintrag in die Bestenliste!

IBU: 60

Stammwürze: 16,8%

Alkoholgehalt: 6,6%

(4/5)