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A IPA vom Karg

a_ipa_vom_kargWer die Brauerei Karg aus Murnau am Staffelsee kennt (sie war auch schonmal bei Bier on Tour), weiß, dass sie nicht nur für ihre tollen Weißbiere bekannt ist. Deshalb hat es mich nun nicht so überrascht, als ich vor wenigen Tagen über das neue (vermutlich limitierte) IPA der Oberbayern gestolpert bin. Dazu noch das handgemalte und auf Papier gedruckte Etikett – das musste natürlich mit. Schauen wir mal, was es so in sich hat.

Fruchtig frisch, nach Mandarinanschalen, Trauben, Aprikosen sowie leicht nach Limetten und etwas Hefe duftet das trübe, bernstein- bis kupferfarbene Bier. Der Schaum ist vorbildlich, feinporig und gelblich-weiß.

Getreidig und malzgetragen zeigt sich der erste Schluck, süßlich und leicht hopfig geht es weiter. Moderat fruchtig zeigt sich eben dieser und gerade zum Abgang hin kommt das Aroma von Mandarinenschalen daher – also, es ist zwar mit der Hopfendeutung in einem Bier immer so eine Sache, ich würde aber vermutlich meine Großmutter verkaufen wenn dieses Weizen nicht mit dem Mandarina Bavaria Hopfen versehen wurde. Der Abgang zeigt sich weich, nur sehr leicht bitternd und von getreidig-karamelliger Fruchtigkeit.

a_ipa_vom_karg_flascheInsgesamt wirkt das Gebräu sehr vollmundig und hat auch nur relativ wenig Kohlensäure was dem Aromenspektrum zu gute kommt. Das Hefearoma in dem Bier kommt mir bekannt vor – vermutlich ist es die hauseigene Weißbierhefe. Auch wenn das Bier durchaus zu gefallen weiß, so muss man sagen, dass es sich hierbei nicht um ein India Pale Ale im eigentlichen Sinne handelt – zu voll das Mundgefühl, zu gering die Herbe und das Hopfenaroma. Hopfiger Weißbierbock (oder vielleicht ein “Bavarian Wheat Ale” wenn man es neudeutsch mag) dürfte eine weitaus passendere Bezeichnung sein.

Ein hopfiges, hefiges Weißbier mit interessanter, fruchtiger Note – ich kann mir das aber durchaus noch besser vorstellen und so kommt das karg’sche IPA auf immernoch gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 7,2%

(3/5)




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Siren Shattered Dream

siren_craft_brew_shattered_dreamHeute lege ich das Siren Craft Brew Shattered Dream in die Waagschale, einen Imperial Stout mit Kaffee, gerösteten Kakaobohnen, Vanille und Lactose – das Bier ist auch mit der Titulierung “Breakfast Stout” versehen. Bisher haben mich die Craftbrauer aus dem britischen Berkshire nicht enttäuscht und ich habe so das Gefühl, dass das auch heute nicht passieren wird… Vielen Dank an Liquid Hops für das Testexemplar!

Ein gutes Zeichen war schonmal die Tatsache, dass sofort nach dem Öffnen der Flasche ein Geruch von Mokka und Schokolade in die Nase zog. Das dazugehörige Bier ist nachtschwarz, wirkt etwas ölig und hat einen feinporigen, braunen Schaum oben auf. Im Glas angekommen intensiviert sich der Duft, Vanille, Zartbitterschokolade und Espresso liegen in der Luft.

Das Bier liegt sehr weich auf der Zunge, süßlich-karamelliges Malz flutet selbige und bringt eine Fülle von Röstaromen mit. Erstmal ist ein italienischer Espresso schmeckbar der auch eine feine Herbe mitbringt. Dann etwas Schokoladenpudding, Vanille und Sahne – absoluter Wahnsinn. Im Abgang intensivieren sich die röstigen Kaffeearomen nochmal, süßlich-herb sorgt der Malzkörper für einen samtig-runden Abgang.

siren_craft_brew_shattered_dream_flascheIm Trinkverlauf wirkt das gering karbonisierte Gebräu etwas bitterer, die Geschmacksfülle lässt aber nicht nach. Immer wieder kämpfen die unterschiedlichen Röstaromen um die Vorherrschaft auf den Geschmacksknopsen und so wird das gar nicht mal so stark wirkende Bier nicht langweilig – ebenso stellt sich eine gefährliche Süffigkeit ein.

Ein richtig toller Imperial Stout. Kraftvoll, aromatisch und mit moderater Herbe ausgestattet bietet es mir keine wirklichen Kritikpunkte. Zack, fünf Sterne und ein Eintrag in die Bestenliste.

Alkoholgehalt: 9,8%

(5/5)




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Eisenharzer Brauhaus Hoppy Dream IPA

eisenharzer_brauhaus_hoppy_dream_ipaIm Test habe ich nun für euch das India Pale Ale des Eisenharzer Brauhaus. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich euch ja bereits das Pale Ale bzw. Amber Ale der allgäuer Brauerei vorgestellt, heute ist nun also das Hoppy Dream IPA dran…

Relativ trübe kommt das rötlich-bernsteinfarbene Bier daher, oben auf ordentlich cremiger, leicht gelblicher Schaum. Im Geruch liegen erwartungsgemäß exotische Fruchtnoten, etwas Grapefruit und Zitrone kitzeln die Nase des geneigten Genießers – ebenso wie etwas Honig und Malz.

Frischer und hopfiger Antrunk, grasige sowie heuartige Hopfenaromen stehen geschmacklich etwas im Vordergrund bevor der stattliche süße Malzkörper daherkommt. Dieser birgt einiges an Honig in sich, hat einen leicht brotigen Anklang und wirkt allgemein sehr wuchtig. Erst im Abgang kommen die Fruchtnoten auf die sich bereits im Geruch angekündigt haben. Orangenhaut, Zitrone und etwas Menthol sind da zu nennen und sorgen für einen fruchtigen Abgang der jetzt auch von einer moderaten Herbe begleitet wird.

eisenharzer_brauhaus_hoppy_dream_ipa_flascheDass das Bier zu trocken wird ist nichts wovor man Angst haben muss, fast schon zu süß wirkt das Gerstenmalz im Trinkverlauf und so mag der hopfige Charakter des Gebräus nicht so recht herauskommen. Der Trinkbarkeit entgegenwirkend ist auch die Kohlensäure – das ist mir für ein IPA zu spritzig. Ansonsten wirkt das Bier recht weich im Mund, hat man sich dem CO2 entledigt kann man sich auch über etwas Süffigkeit freuen.

Für ein IPA ist mir das Malz in diesem Bier zu dominant und süß – die Hopfenaromatik leidet darunter. Ansonsten solide, hat Potential für mehr. So werden es nur drei Sterne.

IBU: 60

Stammwürze 16,5%

Alkoholgehalt: 6,9%

(3/5)




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Hoppebräu Wuide Hehna

hoppebraeu_wuide_hehnaAm dritten Adventssonntag lasse ich es mal etwas gemütlicher zugehen, passend dazu habe ich ein etwas leichteres Bier im Kühlschrank vorgehalten welches ich euch heute vorstellen möchte. Wuide Hehna heisst es und kommt vom Hoppebräu aus dem oberbayerischen Waakirchen. Es ist ein Golden Ale – ein Stil, der sich größtenteils durch den Alkoholgehalt und der damiteinhergehenden Erfrischungsfaktor von einem Pale Ale unterscheidet. Ob man diesen Stil auch im bayerischen Oberland beherrscht?

Hellgelb bis golden zeigt sich die Farbe des allen Anscheins mild karbonisierten Gebräus. Es gibt außerdem zwei Finger breit weißen, feinporig-cremigen Schaum sowie einen leicht brotigen, strohartigen bis grasigen, zitruslastigen Geruch.

Der Antrunk fällt malzlastig aus und hat einen ordentlich getreidig-brotigen Charakter. In Ordnung geht das Mundgefühl, es fällt recht weich und rund aus, ein ganz klein wenig Süße ist mit im Spiel und läutet des aufkommenden Abgang ein. Dieser zeigt sich feinherb, vereinzelte Hopfenaromen von Zitronen laufen über die Zunge und so läuft das Bier recht fix den Rachen hinab.

hoppebraeu_wuide_hehna_flascheDurch den insgesamt etwas leichteren Körper ist das Bier recht zügig trinkbar und geht damit als wunderbares Sommerbier durch. Ein wenig mehr Hopfenaroma würde dem Bier dennoch gut tun, gerade zu der im Trinkverlauf durchaus lang anhaltenden Herbe hätte es durchaus einen etwas fruchtigen Einschlag haben dürfen.

Nichts desto trotz lecker und süffig die Wuide Hehna – sie schrammt heute knapp an den vier Sternen vorbei und bekommt daher derer drei. Prost.

IBU: 35

Alkoholgehalt: 4,1%

(3/5)




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Dithmarscher Pilsener

dithmarscher_pilsenerHeute geht es in den Norden, genauer gesagt nach Marne welches nahe Itzehoe gelegen ist. Als Bier habe ich mir das Pilsener der ortsansässigen Dithmarscher Privatbrauerei Karl Hintz ausgesucht welche auch schon seit 1884 Wasser, Malz, Hopfen und Hefe zu Bier verwandelt – ob es auch gut ist, zeigt der nun folgende Test.

Der Geruch verrät nicht allzu viel über das hellgelbe Bier welches mit üppigen, fein-cremigen sowie schneeweißen Schaum bedeckt ist. Ein klein wenig Hopfen und Hefe sind riechbar – das wars schon.

Sehr malzig-getreidig und kaum gesüßt beginnt der Antrunk, es kommt gleich einiges an Hopfen mit und so fällt der Ersteindruck durchaus herb aus. Grasige Hopfennoten und etwas Harz machen das Hopfenaroma aus, klar definiert und recht trocken zeigt sich der Abgang – ich würde es schon beinahe als friesisch bezeichnen.

dithmarscher_pilsener_flascheIm Gegensatz zu vielen süddeutschen Bieren nach Pilsener Brauart fehlt es hier – glücklicherweise – beinahe komplett an Süße, es fällt mehr würzig und vor allem getreidig aus was mir durchaus gefällt. Dabei ist das Mundgefühl angenehm, beinahe samtig, die Karbonisierung ist standesgemäß und fällt weder unangenehm aus noch wirkt das Gebräu zu schal.

Sehr viel gibt es nicht zu schreiben, es handelt es sich um ein klares, herbes Pils welches zwar keine besonderen Akzente setzt, den großen Fernsehpilsnern aber durchaus den Rang ablaufen kann. Drei Sterne.

Stammwürze: 11,6%

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)




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Brauerei Hofmann Pils

brauerei_hofmann_pilsWeiter geht es mir dem Bieradventskalender, vor wenigen Tagen befand sich das Pils der Brauerei Hofmann aus Pahres (relativ genau zwischen Nürnberg und Würzburg gelesen). Gehört habe ich von der Brauerei noch nichts, die Webseite gibt sich aber auskunftsfreudig und so weiß ich unter anderem, dass im heutigen Testbier die Hopfensorten Nordbrauer, Perle und Spalter Select verbraut wurden…dann mal los.

Einen tollen Schaum hat das Bier der seit 1663 brauenden Brauerei durchaus – cremig, weiß und richtig standfest. Darunter lauert das goldfarbene, klare Pils welches einen klar definierten Malzduft zusammen mit grasig-blumigen Hopfen emittiert. I like.

Feinmalzig und gespickt mit etwas Süße zeigt sich der erste Schluck, grasiges, leicht fruchtig wirkendes Hopfenaroma begleitet das Gerstenmalz bei seinem Weg über die Geschmacksknopsen. Es kommt etwas Herbe hoch- zusammen mit einem leicht matallischen Geschmack der zum Abgang hin stärker wirkt und die Trinklaune durchaus beeinträchtigt. Der Hopfen gibt sich ansonsten feinherb und würzig, könnte wegen mir auch gerne noch stärker ausfallen.

brauerei_hofmann_pils_flascheEigentlich könnte ich dem Bier einiges abgewinnen, leider macht der ständig vorhandene Eindruck von Metall aber definitiv keinen Spaß und verhindert, dass man sich richtig reinschmecken kann weshalb ich den Test jetzt abbreche.

Vielleicht gebe ich dem Bier nochmal eine Chance da es durchaus zu gefallen weiß – mit viel gutem Willen gibt es jetzt aber nur zwei Sterne…

Stammwürze: 11,9%

Alkoholgehalt: 5%

(2/5)




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Gusswerk Black Sheep

brauerei_gusswerk_black_sheepDas schwarze Schaf – Black Sheep – der Brauerei Gusswerk aus Salzburg ist ein (Dry) Stout und versteckte sich in einem Türchen meines Bieradventskalenders. Eigentlich recht witzig, dass sich ein Bier der österreichischen Bio-Brauerei in einem Kalender mit “24 deutschen Bieren” befindet. Nunja, ich will mich ja nicht beschweren, habe ich die Biere unserer südöstlichen Nachbarn durchaus gut in Erinnerung.

In der letzten Zeit habe ich scheinbar echt Glück, denn auch dieses Bier ist optisch wieder ein Traum. Beinahe nachtschwarz mit einem kleinen, rubinroten Schimmer präsentiert sich dieser Stout welcher von ordentlich braunen, feinporig bis cremigen Schaum bedeckt wird. Im Geruch finden sich Röstaromen, etwas Kaffee und Vanille und nach Bitterorangen.

Angenehm vollmundig wirkt das Malzbett, es liefert die erwarteten Röstaromen von vornehmlich Kaffee und Vanille. Süße sucht man indes größtenteils vergebens, dafür bekommt man es mit einer ausgewogenen Bittere zu tun für die sich nicht nur der leicht heuartige Hopfen verantwortlich zeichnen sondern auch die dunklen Röstmalze.

brauerei_gusswerk_black_sheep_flascheEin ganz klein wenig Säure kommt dazu, im Trinkverlauf wird es herber und trockener. Die Kohlensäure ist etwas zu sprudelig ausgefallen und behindert ein klein wenig die Geschmacksentfaltung des Körpers – ein wenig schwenken löst dieses Problem jedoch.

Ich muss sagen, beim Black Sheep von Gusswerk handelt es sich um eine sehr runde Sache, einen guten Dry Stout und vor allem: kein schwarzes Schaf. Von mir gibts vier Sterne.

IBU: 35

Stammwürze: 12,2%

Alkoholgehalt: 5,2%

(4/5)




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Kreativbrauerei Kehrwieder Feuchter Traum 2014

kreativbrauerei_kehrwieder_feuchter_traum_2014Neues Jahr, neuer Traum. Wie schon im letzten Jahr hat die Kreativbrauerei Kehrwieder rund um Oliver Wesseloh zusammen mit dem Riedenburger Brauhaus den feuchten Traum mit erntefrischem, deutschem Bio Cascade-Hopfen eingebraut.  Auf dem Testtisch steht heute also ein hopfenbetontes Pale Ale – ich bin gespannt!

Exotisch-fruchtig nach Mango, Litschi und Grapefruit und frisch nach Hopfen duftet das leicht eingetrübte, bernsteinfarbene Bier. Der Schaum ist vorbildlich, üppig in der Menge und cremig in der Textur – ein wahrer Hingucker.

Feinmalzig und vollmundig kommt der Antrunk rüber, das Malz ist sehr weich und vom Geschmacklichen her leicht brotig-karamellig. Dabei bleibt die Süße im Malzbett sehr zurückhaltend, es dominieren die kernig-malzigen Aromen. Dazu mischt sich der frisch wirkende Hopfen und bringt Aromen von Grapefruit, Mango bis hin zu überreifen Erdbeeren auf die Zunge. Allmählich kommt auch die Herbe auf die sich gerade im Abgang manifestiert, hält sich allerdings arg in Grenzen und wirkt sehr mild abgestimmt.

kreativbrauerei_kehrwieder_feuchter_traum_2014_flascheHinten raus wird es etwas trockener, die Hopfenaromatik sorgt dabei für einen fruchtig-frischen Ausklang. Zu dem guten Geschmack kommt auch noch eine hervorragende Süffigkeit die dank perfekter Karbonisierung und dem vollen Malzbett dieses Bier sehr gut trinkbar macht.

Die deutsche Bio-Cascade Hopfen scheint mir eine willkommene Abwechslung zu sein, hebt sich dieses Bier doch ein wenig von dem kleinen Cascade-“Mainstream” (wenn man ihn so nennen darf) ab. Bei mir gibts hierfür heute vier Sterne.

Stammwürze: 13,3%

Alkoholgehalt: 5,7%

(4/5)




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Headless Brewing Night Flight

headless_brewing_night_flightAuf den heutigen Biertest freue ich mich schon sehr, habe ich doch heute das Night flight von Headless Brewing aus Traunstein im Glas. Dabei handelt es sich unter anderem um einen Hobbybrauer-Kollegen der nun sein Hobby “zum Beruf” macht und nun mit zwei Bieren durchstartet. Ich beginne heute also mit dem Night Flight, einem Black IPA bzw. Cascadian Dark Ale.

Mit seiner dunkelbraunen bis schwarzen Färbung und dem üppigen, cremig texturierten und bräunlichen Schaum macht das Bier auf jeden Fall schonmal eine gute Figur. In der Nase zeigen sich röstige Noten von Kaffee, etwas Zartbitterschokolade sowie etwas grasig-fruchtige Hopfennoten die allerdings nicht sehr stark ausgeprägt sind.

Der Antrunk offenbart eine feine Röstaromatik, die vom Geruch angedeuteten Aromen von Mokka und Schokolade huschen über die Zunge, etwas Karamell und Süße schließen sich an und sorgen somit für einen gelungenen ersten Eindruck. Zum Abgang hin fehlt mir allerdings ein wenig die Hopfung, hier hätte ich mir vor allen Dingen etwas mehr Herbe erwartet. Das Gebräu bittert zwar ein wenig, auch ist ein leichter Hauch von Grapefruit und Zitrus erkennbar dennoch fehlt mir ein klein wenig die charakteristische Herbe an dieser Stelle.

headless_brewing_night_flight_flascheDie Kohlensäure ist sehr gut dosiert wodurch das Bier eine gute Trinkbarkeit aufbaut, auch dank dem malzigen Grundton und der karamelligen Süße hat man es mit einem süffigen CDA zu tun. Gerade angesichts des doch moderaten Alkoholgehalts ist ordentlich Aromatik vorhanden – wenn doch nur die Herbe nicht so fehlen würde.

Klasse Bier dem es allerdings ein klein wenig am Hopfen fehlt. Im Test schrammt es heut ganz knapp an den vier Sternen vorbei und bekommt derer drei. Prost.

Stammwürze: 15%

Alkoholgehalt: 5,8%

(3/5)




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Wolf Bräu Indianerbock

wolf_braeu_indianer_bockHeute gibt es wieder ein Bier aus dem Bieradventskalender – es handelt sich dabei um den Wolf Indianerbock aus dem Hause der Heidelberger Brauerei. Eigentlich kommt die Marke ursprünglich aus Karlsruhe, nach dem Ende der Brauerei Max Wolf 2009 hat die Heidelberger Brauerei die Herstellung den Vertrieb der Marke übernommen – na ich bin gespannt…

Klar sowie bernstein- bis kupferfarben strahlt das Bockbier aus seiner Behausung, die Schaumbildung geht in Ordnung obgleich der gerne etwas feiner hätte ausfallen können. Im Geruch sind dunkle Malze erkennbar, ein paar Röstaromen sind dabei – sehr aromatisch ist es allerdings nicht.

Der Antrunk ist recht geradeaus, etwas Brot, Karamell und Rosinen sind schmeckbar, moderate Süße und geringfügig Honig sind ebenfalls mit an Bord. So recht Laune macht der erste Schluck allerdings nicht, es wirkt unausgewogen und etwas kratzig, zum Abgang hin kommt der Alkohol raus und sorgt, zusammen mit einem Hauch Hopfen, für einen trocken-würzigen Abgang.

wolf_braeu_indianer_bock_flaschePuh, selten habe ich mich bei einem Bock so schwer getan wie heute. Das Malzbett ist in meinen Augen viel zu dünn um dem Gebräu einen richtig vollen Körper zu verleihen und so findet man sich geschmacklich irgendwo zwischen einem dunklen und einem hellen Lagerbier mit etwas unangenehmen Alkohol dazu.

Nein, nicht mein Bier. Zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 6,7%

(2/5)