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usoX Biertipps für den Sommer 2013

usoX Biertipps für den Sommer 2013

Der Sommer ist da! Ja, viele stöhnen jetzt schon wieder ob der Temperaturen, aber nicht verzagen: Mit jedem der hier vorgestellten Biere, allesamt aus dem Testjahrgang 2013, ertragt ihr die Wärme etwas besser. Natürlich gibts dazu gleich jeweils die Bezugsquellen, damit ihr euch keine anstrengende und damit schweißtreibende Suche aufhalsen ...

Brewdog Libertine Black Ale

Brewdog Libertine Black Ale

In letzter Zeit habe ich immer wieder neue Bierstile für die Schlagwort-Cloud angelegt und heute ist es schon wieder soweit. Ich präsentiere: Das Libertine Black Ale der Bierpunks von Brewdog, ein - wie der Name schon sagt - Black Ale. Einfach gesprochen handelt es sich dabei um eine Mischung eines IPAs ...

Anchor Brewing Company Old Foghorn

Anchor Brewing Company Old Foghorn

Heute geht es zur Abwechslung mal wieder über den Teich in die USA - genauer gesagt nach San Francisco. Dort braut die Anchor Brewing Company immerhin schon seit über einem Jahrhundert Bier und ist schon seit den 70'er Jahren mitten in der Craftbeer-Szene, und das obwohl es diese in der ...

Meinel-Bräu Blümla

Meinel-Bräu Blümla

Weizen mit fruchtigen Aromahopfen sucht man im Moment größtenteils vergebens, auch wenn die Unterschiede z.B. zu einem Pale Ale jetzt nicht so groß ist. Größter Knackpunkt ist meist die verwendete Hefe die gerade beim Weißbier für Estheraromen - als Beispiel sei der typische bananig-nelkige Geschmack genannt - sorgen soll und ...

Schönramer Bavarias Best Imperial Stout

Schönramer Bavarias Best Imperial Stout

Bavarias Best - das ist der Name den sich die Brauerei Schönramer für ihre Spezialbiere ausgedacht hat. Eric Toft, der Braumeister in Schönram, hat auch schon Rezepturen für die Camba Bavaria entwickelt und zeichnet sich verantwortlich für die Biere dieser im Chiemgau ansässigen Brauerei. Für den Test habe ich mir heute ...

usoX Biertipps für den Sommer 2013

Der Sommer ist da! Ja, viele stöhnen jetzt schon wieder ob der Temperaturen, aber nicht verzagen: Mit jedem der hier vorgestellten Biere, allesamt aus dem Testjahrgang 2013, ertragt ihr die Wärme etwas besser. Natürlich gibts dazu gleich jeweils die Bezugsquellen, damit ihr euch keine anstrengende und damit schweißtreibende Suche aufhalsen müsst.

Hopfenstopfer Comet IPA

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Für mich bisher eines der Biere des Jahres. Trotz des Alkoholgehalts wirkt es frisch und hat eine angenehme, exotische Fruchtnote die einfach Lust auf mehr/Meer macht. Könnt ihr, bei Verfügbarkeit, hier bekommen.

 

 

Maisel & Friends Jeff’s Bavarian Ale

maisel_and_friends_jeffs_bavarian_aleWenn die Temperaturen dann Abends etwas nachgelassen haben und man in gemütlicher Runde beisammen sitzt schadet eine Flasche von diesem Weißbierbock definitiv nicht. Vollmundig, malzstark und doch mit angenehmer Hopfennote versehen. Bekommt ihr hier.

 

 

 

Kreativbrauerei Kehrwieder Prototyp

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Die beiden Köpfe hinter diesem Craftbeer sind noch recht frisch im Brauergewerbe was aber nicht heisst, dass sie nichts draufhaben. Der Prototyp ist ein erfrischendes Strong Lager mit einer nicht zu intensiven Hopfung. Bezugsquellen dazu findet ihr hier.

 

 

 

Crew IPA

crew_alewerkstatt_ipaDas India Pale Ale der Crew Jungs aus München ist ein guter Begleiter für die leichte Kost am Abend (wenn man wegen der Hitze mal wider kaum Appetit hat). Ordentliche Hopfung, zitrusartiges Geschmacksbild und erfrischend. Könnt ihr hier kaufen. Alternativ geht auch das Pale Ale aus selben Hause.

 

 

Weißbräu Schwendl Don Hamilia IPA

weissbraeu_schwendl_don_hamilia_ipaMuss ich nichts zu sagen. Kaufen!

 

 

 

 

Schneider Weiße TAPX Meine Sommer Weisse

schneider_weisse_tapx_meine_sommer_weisseLeicht prickelnd, kräuterartiges Hopfenaroma und nicht allzu viel Alkohol – Erfrischung garantiert! Schnell hier zuschlagen bevor es sie nicht mehr gibt. Ab Brauerei ist das TAPX schon vergriffen.

 

 

 

 

Riedenburger Brauhaus Dolden Sud

riedenburger_brauhaus_dolden_sud_ipaDie IPA Allzweckwaffe. Nicht zu starke Hopfenaromen, geht leicht die Kehle runter und sollte auf keiner Beachparty fehlen. Hier bekommt ihr es.

 

 

 

 

 

St. Erhard Kellerbier

st_erhard_kellerbierHat mich im Test zwar jetzt nicht unbedingt umgehauen, ist aber bei hohen Temperaturen ein guter und nicht zu starker Begleiter. Wirkt sehr leicht und malzig bei nicht zu viel Kohlensäure und sehr leichter Hopfung. Kriegt ihr dort.

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Anchor Brewing Company Brekle’s Brown Ale

anchor_brewing_company_brekles_brown_aleBeim Brekle’s Brown Ale der Anchor Brewing Company aus San Francisco handelt es sich um ein Single-Hop Ale welches erstmals im Jahr 2010 eingebraut wurde. Citra Hopfen soll dafür sorgen, dass man neben der malzigen Grundnote des Bieres auch eine angenehm würzig-fruchtige Hopfung erwarten darf. Los gehts.

Rotbraun ergießt sich das weitgereiste Bier aus der Flasche und erzeugt, kaum im Glas angekommen, einen frech-fruchtigen und intensiv malzigen Geruch nach Zitrusfrüchten, Honig und ein wenig Karamell. Der  sich bildende Schaum ist von feiner Konsistenz und hat eine gelblich-bräunliche Färbung.

Erster Eindruck: Ist das malzig! Gleich beim ersten Schluck hat man so einen honigartigen und nur minimal süßlichen Film auf der Zunge. Beim Abgang entfaltet dieser toffeartige Aromen, Noten von Röstmalz und Kräutern mischen sich dazu. Letztere kommen vom Hopfen, dessen Herbe auch jetzt erst einsetzt und für ein bitter-würziges Finish sorgt welches jedoch keinesfalls übertrieben wirkt. Dazu gesellt sich auch ein Hauch von Limettenschalen und fertig ist ein tolles Feierabendbier.

Das von der leicht perlenden Kohlensäure und dem vollen aber nicht schweren Malzkörper beeinflusste Mundgefühl ist sehr angenehm und minimal prickelnd, die fehlende Schwere vermisst man auch nicht so recht. Im Grunde handelt es sich bei diesem Gebräu um ein leicht wirkendes dunkles Bier, welches mit obergäriger Hefe vergoren und mit einer ordentlichen Menge Hopfen kaltgehopft wurde.

anchor_brewing_company_brekles_brown_ale_flascheTrotz seiner 6 Volumenprozent Alkohol empfinde ich das Brekle’s Brown Ale der Anchor Brewing Company als angenehm leicht und gut zu trinken – gerade bei diesen sommerlichen Temperaturen. Sehr lecker und daher gehen verdiente 4 Sterne nach San Francisco.

Alkoholgehalt: 6%

(4/5)

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Brauerei Schleicher Itzgrunder Landbier

brauerei_schleicher_itzgrunder_landbierVor lauter Brauen, Trinken und Organisieren komme ich ja schon fast nicht mehr zum Testen. Heute hab ich immerhin mal wieder Zeit und freue mich auf ein fränkisches Landbier aus dem Hause der Brauerei Schleicher aus dem oberfränkischen Kaltenbrunn.

Mahagonifarben leuchtet das klare Bier aus dem Seidla, garniert mit einer guten Portion feinporigen Schaums der leider nicht allzu standhaft ist. Im Geruch sind Röstnoten zu erkennen, Mokka- und Karamellaromen runden den ersten Eindruck ab.

Für ein dunkles Bier fällt der Antrunk sehr leicht aus. Feinmalzig mit einer wahrnehmbaren Karamellnote strömt das Bier geradezu die Kehle hinab und hinterlässt einen angenehm süßlichen Film auf der Zunge. Bei jedem Schluck hat man eine ordentliche Menge Röstaromen in der Nase die jetzt mit dem Geschmackseindruck schokoladig wirken – sehr lecker. Der Malzkörper ist im Allgemeinen nicht sonderlich stark, die Süffigkeit des fränkisches Gebräus ist dafür jedoch enorm.

brauerei_schleicher_itzgrunder_landbier_flascheWasser und Kohlensäure sind sehr gut abgestimmt und passen wunderbar zum restlichen Setup des Bieres. Die Hopfung ist, erwartungsgemäß, sehr leicht ausgefallen und passt mit ihrer sanften Erdigkeit und feinen Hopfenwürze  ausgezeichnet zu diesem Bier.

Hier passt wirklich alles zusammen, auch wenn es für ein dunkles Bier sehr leicht wirkt. Sehr süffig, feinmalzig und einfach gut. Für mich kriegt das Itzgrunder Landbier vier Sterne!

Alkoholgehalt: 5%

(4/5)

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Zoller Hof Fidelis Hefe Dunkel

zoller_hof_fidelis_hefe_dunkelMein letzter Testkandidat in der Fidelis-Serie der Brauerei Zoller Hof aus dem schwäbischen Sigmaringen ist das Fidelis Hefe Dunkel – also genauer gesagt ein dunkles Weißbier. Bisher hatten mich die Biere ja nicht unbedingt überzeugt, ich bin jedoch guter Dinge, dass das dunkle Weizen einiges an Boden gut machen kann.

Der Geruch präsentiert sich vornehmlich nelkig-bananig mit einem Hauch Honig und Karamell in der Malznote. Dabei wirkt das dunkle Weizen sehr trüb, macht aber mit seiner kastanienbrauenen Farbe und der stabilen, cremigen Schaumhaube eine sehr gute Figur im Glas.

Umso unspektakulärer geht jedoch der Antrunk vonstatten. Hat man im Duft noch einen Haufen Fruchtester erriechen können, fehlen diese im Geschmack fast gänzlich. Erst beim dritten Schluck kommt ein leicht bananiger Unterton daher, der von einer geschmacklick unscheinbaren aber präsent wirkenden Malzwelle unterdrückt wird. Ein wenig Süße, ein wenig Säure und etwas Hefe, sonst ist im Geschmack aber nichts los.

zoller_hof_fidelis_hefe_dunkel_flascheMan könnte meinen, das Bier wäre komplett ohne Hopfen gebraut worden was aber durch die Angabe auf dem Etikett widerlegt wird – schmecken kann man den jedenfalls nicht. Ja, mir reicht das an der Stelle schon. Belangloses dunkles Weißbier – dafür gibts zwei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,1%

(2/5)

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Fritzale Imperial IPA

fritzale_imperial_ipaErstmals bin ich mit den Bieren von Fritz Wülfing auf der Braukunst-Live in Berührung gekommen und freute mich, als es vor ein paar Wochen hieß, dass das Bier beim Liebick in Germering eingetroffen ist. Kurz darauf hatte ich die beiden (für mich) verfügbaren Fritzales im Keller von denen ich euch heut das starke Imperial IPA vorstellen möchte.

Rötlich-braun schimmert das Ale und wird von einer kleinen, jedoch feinen und stabilen Schaumhaube garniert welche eine leichte Gelbfärbung aufweist. Der Geruch des ungefilterten Bieres ist intensiv und gespickt von Honig und Hopfenaromen welche vor allem mit Mango und Grapefruitnoten versehen sind.

Der Antrunk fällt sehr intensiv aus und wird getragen von einem starken, süßlichen Malz welches auf der Zunge auch einen Hauch Röstaromen und Vanille entfaltet. Die aufkommenden Hopfenaromen sind von Zitrusfrüchten durchzogen die sich bereits beim Geruch bemerkbar gemacht haben und werden von floralen und erdigen Hopfennoten begleitet. Die Rezenz ist sehr angenehm, die dafür zuständige Kohlensäure ist schon fast einen Hauch zu gering dosiert.

fritzale_imperial_ipa_flascheIm Abgang erscheint das Starkbier brotig und recht schwer, der Alkohol kommt hier zum Vorschein was aber absolut nicht stört. Jetzt hat man eher das Gefühl, es mit einem Likör zu tun zu haben, so behäbig und langsam gleitet das Bier den Rachen hinab und hinterlässt auf seinem Weg eine starke, jedoch ausgewogene Herbe. Niemals im Leben würde ich davon ausgehen, es hier mit 102 IBU zu tun zu haben – so sehr überwiegt die süßliche Fruchtigkeit und kaschiert somit die Hopfenbittere sehr gut.

Ein sehr gutes Ale hat der Fritz hier  kriert, viel Frucht, viel Malz und eine leichte Säure die diesen IPA-Hammer bekömmlich machen.

Alkoholgehalt: 8,6%

IBU: 102

(4/5)

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Staffelberg-Bräu Hefe Weißbier

staffelberg_braeu_hefe_weissbierEin fränkisches Weißbier hatte ich schon etwas länger nicht mehr, weshalb ich mich jetzt auf das Weizen vom Staffelberg-Bräu sehr freue. Mit den bisherigen Bieren dieser Brauerei habe ich bereits ja durchaus gute Erfahrungen gemacht und ich denke, es wird bei diesem hier jetzt nicht anders aussehen.

Das gelblich-orangefarbene Weizen emittiert einen von Fruchtestern getragenen Hefeduft aus dem Glas. Der schneeweiße Schaum ist ein wenig grobporig und hat keine besonders gute Haltbarkeit und gibt so den Blick auf das recht spritzig wirkende Bier frei.

Beim Antrunk kommen die angesprochenen Fruchtaromen sofort zum Vorschein und erzielen somit einen recht frisch wirkenden Eindruck. Leichte Noten von Aprikose und Bananen sowie Zitrusfrüchten seien hier genannt die sich dem leicht brotig wirkenden Malzkörper anschließen und damit den ersten Eindruck recht gut abrunden. Die Hopfengabe ist, weißbiertypisch, nicht sonderlich ausgeprägt, einen Hauch von Herbe kann man im Abgang jedoch wahrnehmen.

Großer Kritikpunkt ist für mich hier die Kohlensäure. Diese fällt beim Weizen aus Loffeld leider viel zu stark aus was sich negativ auf die Süffigkeit auswirkt welche eigentlich, dank dem fruchtig-schlanken und fein säuerlichen Setup, recht gut ausfallen würde.

staffelberg_braeu_hefe_weissbier_flascheWer mehr auf fruchtig-spritzige Weizen steht, ist beim Hefe Weißbier des Staffelberg-Bräu gut aufgehoben, mir ist gerade die Kohlensäure zu viel. Zusammen mit der Schaumausbeute komme ich hier auf drei Sterne – geschmacklich gibt es aber eigentlich kaum Grund zu Kritik.

Alkoholgehalt: 5,2%

(3/5)

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Schönramer Bavarias Best IPA

schoenramer_bavarias_best_ipaBack to Schönram! Beim prüfenden Blick in den Kühlschrank ist mir eben das Bavarias Best IPA der Privatbrauerei Schönram aufgefallen welches schon sehnsüchtig auf seinen Test wartet. Eines ist klar: Die Messlatte liegt nach dem Imperial Stout und dem Saphir Bock sehr hoch – ich bin gespannt ob Eric Tofts India Pale Ale an die Konkurrenz im eigenen Haus herankommen kann.

Ein satter Geruch von Ananas und Orange liegt in der Luft nachdem das IPA seinen Weg ins Glas gefunden hat. Kupferrotes Bier, gelblich-weißer Schaum mit sahniger Textur und dazu der Duft nach exotischen Früchten – ein Genuß für fast alle Sinne. Hoffentlich bleibt es so.

Der Antrunk fällt sehr weich aus und präsentiert sich mit einem vollen Malzkörper der sich sanft auf die Zunge legt und einen süßlichen Film hinterläßt. Erst nach einigen Augenblicken kommt die Hopfenherbe langsam auf und mit ihr die fruchtigen Aromen. Hier überwiegen die Orangenaromen die, zusammen mit einem Hauch Mango, einen nicht so immens trockenen Abgang bilden wie man ihn von anderen IPAs her kennt. Hier läuft das eher etwas harmonischer und leichter ab – die Trockenheit auf der Zunge bleibt aber dennoch nicht aus.

schoenramer_bavarias_best_ipa_flascheSehr gut zu trinken, dieses IPA. Bei jedem Schluck stellt sich ein leicht moussierendes Mundgefühl ein und die mild dosierte Kohlensäure sorgt für optimale Trinkbarkeit. Zum Ende hin stellt sich dann etwas mehr Herbe ein, die Fruchtigkeit bleibt aber erhalten und so kann man sich noch zum Schluß an jedem Tropfen erfreuen.

Geschmacklich befindet sich das Bavarias Best IPA in guter Gesellschaft zu vielen der aufkommenden India Pale Ales in Deutschland, die Qualität und die Süffigkeit sind aber wirklich hervorragend. Daher gibts für dieses obergärige Starkbier von mir 4 Punkte.

Alkoholgehalt: 8,2%

(4/5)

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Tölzer Mühlfeldbräu Dunkel Export

toelzer_muehlfeldbraeu_dunkel_exportHeute gibt es mal wieder etwas aus der Heimat – das Dunkel Export des Mühlfeldbräu aus Bad Tölz. Biere von dem Bräu kann man mittlweile sogar in München im Bistro Kindl & Schwan bekommen womit auch wieder so ein bisschen alte Tradition einkehrt – schließlich gab es früher 22 Brauereien in Bad Tölz die ihr Bier größtenteils über die Isar nach München verschifften. Ich bin gespannt, ob sich das oberbayerische Dunkel gegen die starke Konkurrenz aus Franken behaupten kann.

Mit einem rötlichen Kupferton strahlt das Bier aus dem Seidla und der stabile, feinporige Schaum lädt quasi schon zum ersten Schluck ein. Im Geruch dominieren leicht röstige und karamellige Malzaromen – so stell ich mir das vor.

Schön voller Antrunk, nicht übertrieben malzig mit leicht nussigen Karamellaromen präsentiert sich der erste Schluck. Der Abgang gibt sich leicht trocken, süßlich und wird von einer sanften Hopfenwürze begleitet die aber im allgemeinen Geschmacksprofil keine große Rolle spielt. Oftmals sind dunkle Biere ja übertrieben schwer und von süßem Röstmalz geprägt, beim Tölzer ist dies aber definitiv nicht der Fall. Erst mit der Zeit machen sich die Röstaromen mit einer leichten Kaffeenote bemerkbar was, zusammen mit den restlichen Eindrücken, zu einer guter Süffigkeit führt.

toelzer_muehlfeldbraeu_dunkel_export_flascheWas dem Bier fehlt? Nunja, mit der Zeit wirkt das Bier etwas weniger intensiv und neigt leicht zum verwässern und, was viel schlimmer ist, man bekommt es nur im Mai, da es sich dabei um eines der monatlich wechselnden Spezialbiere handelt. Diese könnt ihr aber, mit etwas Glück, beim Biershop Bayern erwerben.

Die angenehm ausbalancierte Kohlensäure und das weiche Wasser versüßen jedenfalls die letzten Reste, die sich noch im Glas befinden. Das Dunkel Export des Tölzer Mühlfeldbräu ist ein süffiges, dunkles Bier welches ein wenig an die die fränkischen Vertreter dieser Art erinnert. Für diesen Genuß vergebe ich gerne vier Sterne.

Stammwürze: 12,8%

Alkoholgehalt: 5,4%

(4/5)

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Schwaben Bräu Das Schwarze

schwaben_braeu_das_schwarzeAh, endlich mal wieder ein Schwarzbier. Ich stehe ja auf malzaromatische Biere, gerne auch etwas stärker gehopft, und so kommt mir das Schwarze vom Schwaben Bräu aus Stuttgart gerade Recht. Bisher hat mich die Brauerei mit ihren Produkten ja nun nicht unbedingt überzeugt aber ich bin guter Dinge, dass das heute anders sein wird.

Also darüber, dass dieses Bier nicht dunkel genug ist, kann man sicht nicht beklagen. Passend dazu gesellt sich eine hohe, samtig-feine Schaumhaube mit leicht bräunlicher Färbung. Beim Geruch dominiert der röstmalzige Eindruck aus dessen Schwere sich lediglich flüchtige Hopfenaromen lösen können – alles andere wird verschluckt.

Der erste Schluck macht da weiter wo der Geruch aufgehört hat. Stark röstmalzig rollt das Bier über die Zunge und hinterläßt einen minimal süßlich-herben Eindruck der lediglich von dem erneuten Schwall an Röstaroomen des nächsten Schlucks abgelöst wird. Aromentechnisch wars das auch eigentlich schon – großartig mehr als eine große Kelle voller Röstmalz ist hier nicht zu erschmecken. Hinten raus wirkt es auch noch ein wenig zu trocken und unterdrückt die Süffigkeit beinahe vollends.

schwaben_braeu_das_schwarze_flascheViel ist bei dieser Schwarzbierkreation des Schwaben Bräu nicht los. Viel zu einseitig im Malzkörper, kaum Aromenentfaltung, zu viel Kohlensäure und ein Hopfen der lediglich auf Bitterung fixiert ist – man stirbt zwar nicht, froh wird man mit diesem Bier aber auch nicht. Daher zwei Sterne.

Stammwürze: 11,5%

Alkoholgehalt: 4,9%

(2/5)

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Brauhaus Gusswerk Horny Betty

brauhaus_gusswerk_horny_bettyDoppelt vergärt und versetzt mit dem “Geilen Ziegenkraut” – einer “Medizin“-pflanze aus China – präsentiert sich das Horny Betty des Brauhaus Gusswerk aus Salzburg dem neugierigen Biergenießer. Dem Beschreibungstext nach zu urteilen hat man sich bei diesem Bier durchaus viel Mühe gegeben und gerade ob der Kräuterzugabe bin ich gespannt, was an Aromen in diesem Bier steckt.

Dunkelbraun und leicht rötlich schimmert das Starkbier (eigentlich ein Dreifachbock) aus dem Glas und glänzt mit viel sahnigen und stabilen Schaum. Vom Geruch her bietet das Bier ordentlich Malz mit karamelligen Röstaromen, gepaart mit einem honigartigen und erdigen Duft.

Der Antrunk fällt, für den Alkoholgehalt, sehr mild und weich aus, gepaart mit süßlichen-röstigen Malz welches mit Vanille- und Honigaromen einhergeht. Dazu gesellt sich ein kräuterartiger Geschmack der vermutlich dem Geißkraut-Zusatz zu verdanken ist und sich recht gut in das Geschmacksprofil einbettet. Anfangs wirkt das Bier ein wenig zu stark karbonisiert, das gibt sich aber innerhalb wenigen Augenblicke und so kann man die Horny Betty in vollen Zügen genießen.

brauhaus_gusswerk_horny_betty_flascheEin wenig erinnert das österreichische Bier an einen dunklen Weizenbock, es wirkt minimalst hefig und der mild-herbe, beinahe likörartige Abgang tut sein Übriges um den Trinker zu überzeugen. Die Bitterung ist, wie schon angesprochen, moderat ausgefallen und begleitet das starke Malz mit seinem aufkommenden Dörrobstaroma sehr schön bis spät in den Abgang.

Lecker ist dieses Bier aus Salzburg allemal, die leichte kräuterartige Note verleiht ihm das gewisse Etwas und die anfangs etwas zu starke Süße wird zum Schluß hin gut kompensiert. Extrapunkte gibt es für die Flaschengärung und so komme ich auf hervorragende 4 Sterne für die Horny Betty vom Brauhaus Gusswerk.

Alkoholgehalt: 9,2%

(4/5)

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