Archiv für Februar, 2010
Hopf Spezial Weiße – Die Referenz
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 11. Februar 2010
Eins vorweg: Nein, ich werde nicht dafür bezahlt hier Werbung für die Weißbierbrauerei Hopf zu machen. Das haben die auch aufgrund ihres Bieres gar nicht nötig.
Die Spezial Weiße wird pünktlich zum alljährlichen Brauereifest im August ausgeliefert und findet sich meist bis ins Frühjahr in den Getränkemärkten.
Was einem nach dem Einschenken auffällt ist die Standfestigkeit des Schaums. Auch einigen Minuten nachdem das Foto gemacht wurde ist die weiße Schaumkrone immernoch so stabil wie direkt nach dem einschenken. Farblich passt er wunderbar zu dem bernsteinfarbenen Bier – eigentlich schon fast zu schade zum Trinken.
Aber wir sind ja nicht hier um das schönste Bier zu krönen sondern das Leckerste – also auf zum Ersten Schluck. Der Geruch ist typisch für ein Weißbier jedoch lang nicht so herb wie bei den Weizenböcken (der Karg stach hier besonders heraus). Angenehm frisch, fruchtig leicht hefig. Dieser Eindruck setzt sich auch nach dem Probieren fort. Die Spezial Weiße versucht hier ein normales Weißbier zu sein – nicht zu herb, leicht süßlich und verdammt süffig aber dazu kommen wir später noch.
Ansonsten spielt Hopf hier all seine Stärken aus – grundsolide, perfekt abgestimmt und eine feine Hefenote welche einem während des gesamten Genußes begleitet. Vermutlich unterscheidet sich das Bier vor allem durch die Verwenung von mehr Rauch- und Caramalz von seinem Bruder was ihn noch süffiger macht.
Apropos süffig: Während des Tippens hat sich das Glas quasi von allein geleert. Der Begriff “Trinkbier” ist hier wieder einmal angebracht und wird auch von anderen Spezial-Fans bestätigt.
Gratulation an die Brauerei Hopf – an diesem Bier müssen sich alle anderen Weizen messen und dies ist eine durchaus große Herausforderung.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 13,3%
Alkoholgehalt: 6 % vol.
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Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 9. Februar 2010
Anderes Bier – neue Chance für die Brauerei Karg aus Murnau. Nachdem das Hefeweizen jetzt nicht unbedingt gut abgeschnitten hatte versuchen wirs diesmal mit dem Weizenbock.
Über den Geruch kann man nicht meckern. Eine starke Hefenote macht sich nach dem Einschenken in der Nase breit was einen sofort zum probieren animiert. Schaumbildung und -ausdauer sind nahezu vorbildlich und machen einem bis zum Schluss durchaus Freude. Begleitet von einem bittersüßen Hopfenaroma genieße ich den Ersten Schluck des sehr dunklen – der Trunk ist so dunkelbraun wie seine Flasche – Bocks. Just in dem Moment wird man von komplexen Aromen überrascht die von sauer über bitter bis süßlich reichen während die Kohlensäure sich brav zurückhält – sie verfliegt aber nie wirklich weshalb das Bier bis zum letzten Tropfen spritzig bleibt. Die leicht herbe Hopfennote bleibt einem noch einige Minuten nach dem Genueß erhalten, wirken aber sehr angenehm und keinesfalls aufdringlich. Das Bier ist lang nicht so hefig wie sein kleiner Bruder was ihm aber nur zu Gute kommt – der leicht torfige Geschmack des kleinen Weizens fehlt hier glücklicherweise zur Gänze.
Was einem erst nach und nach auffällt ist die etwas zu starke Süße welche sich im Mund breitmacht und teilweise für ein leichtes klebriges Gefühl sorgt.
Alles in allem ein ganz anderes Bier – es kommt aber noch nicht ganz an den Hopf Bock heran. Nichts desto trotz gibts für das Bier 4 Sterne und für mich noch eine Halbe.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 7% vol