Archiv für Mai, 2010
Hofbräu Maibock: Muss man Bock zu haben
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 30. Mai 2010
Man ist es ja gewohnt, in den Reihen der großen Biermarken eher Mainstreamgeschmack zu finden. Ob das beim Maibock auch der Fall ist wird sich gleich zeigen.
Süß. Das ist der Erste Eindruck nach dem Öffnen der Flasche in die das Hofbräuhaus München den bernsteinfarbenen Gerstensaft gefüllt hat. Das Label selbiger ist ganz nett – die Rückseite aber eher unspektakulär und besteht zu einem guten Teil aus Werbung für andere Biersorten und Treuepunkte.
Oft wird man ja vom Ersten Eindruck – dem Geruch – getäuscht – so auch hier. Entgegen der erwarteten Süße wird man von einer recht intensiven Herbe überrascht. Man merkt ganz klar, dass hier Wert auf eine gute Hopfennote gelegt wurde – es kommt mir schon fast vor als hätte ich es hier mit einem Märzen zu tun. Leider dominiert der Hopfen das Bier viel zu stark – etwas weniger davon hätte der Vollmundigkeit sicher nicht geschadet. Das Wasser ist schön klar, von der Kohlensäure merkt man nicht viel. Sie ist da – mehr auch nicht.
Der herbe Geschmack vegetiert leider noch länger hartnäckig auf der Zunge und verdeckt so den Rest des Bieres ziemlich gut und macht es damit gleichzeitig schwerer zu trinken. Es ist schwer…intensiv und langatmig. Spaß zu Trinken macht es ehrlich gesagt nicht. Aber ich schätze mal, dass sich bei dem Alkoholgehalt spätestens nach der zweiten Halbe niemand mehr Gedanken über zu viel oder zu wenig Hopfen machen wird.
Bleibt zu sagen, dass es sich geschmacklich mit Sicherheit von den meisten Mainstream-Bieren abhebt – ein durchaus positiver Aspekt. Mit Sicherheit wird der Maibock den ein oder anderen Fan haben – ich werde jedenfalls keiner. Zwei Sterne für den Geschmack und einen Stern dafür ein rassiges Bier entgegen dem Mainstream zu brauen.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot
Alkoholgehalt: 7,2% vol.
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Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 28. Mai 2010
Es ist immer wieder schön im Getränkemarkt des Vertrauens etwas Neues zu entdecken. Umso besser, wenn es sich bei dem Fund um eines von Mönchshand gebrautes Weißbier handelt. Gut – ob der Benediktiner bei diesem dunklen Weißbier aus der Klosterbrauerei Scheyern noch selbst Hand anlegt oder nicht sei mal dahingestellt – bei Klosterbieren kann man jedoch normalerweise nichts falsch machen.
So ist es auch hier. Allein schon die Aufmachung der Flasche gefällt schon sehr gut – da haben wir bereits weitaus schlimmeres gesehen. Die Farbe ist schön dunkelbraun, der Schaum weiß, cremig und langlebig. Es ist beinahe so, als könne man bereits schmecken was da auf einen zukommt. So wird man auch beim Ersten Schluck nicht enttäuscht und kann sich an einem frischen, malzigen Geschmack erfreuen. Leichte Kohlensäure ist zu bemerken – hält sicher aber eher im Hintergrund. Der Schaum ist hier nochmals zu loben – bisher hab ich bei keinem Weißbier solch eine cremige Konsistenz erlebt…fast wie Sahne. Geschmacklich überwiegt das fein geröstete Malz (was ja zu erwarten ist) der einen bis zum Abgang hin begleitet.
Was man bei all dem Lob negativ erwähnen muss ist, dass es kaum einen Nachgeschmack hinterlässt. Kaum ist der Schluck vorbei schon fühlt man sich als hätte man kaum etwas getrunken. Recht merkwürdig – animiert einen aber dazu gleich nachzulegen. Mit der Zeit legt sich zwar die für dunkle Biere typische leichte Süße auf die Zunge – geschmacklich bleibt aber leider nichts über. Auch sonst ist es für ein dunkles Weißbier eher mild abgestimmt – die Hefe hält sich sehr zurück.
Dieses Kleinod aus der Nähe von Pfaffenhofen ist jedenfalls durchaus trinkbar und ich bereue es schon fast, dass ich mir nur ein Testexemplar mitgenommen habe. Es reicht zwar vom Gesamteindruck leider nicht ganz für die Topebene – aber viel fehlt nicht.
Ich bin jetzt jedenfalls neugierig auf die anderen Biere geworden und hoffe, dass man hier mal die Gelegenheit hat, diese ausprobieren zu können.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot (steht zwar bei dieser Sorte nicht fest aber ich denke, man kann aufgrund der Angaben auf der Homepage davon ausgehen)
Alkoholgehalt: 5,2% vol.