Man ist es ja gewohnt, in den Reihen der großen Biermarken eher Mainstreamgeschmack zu finden. Ob das beim Maibock auch der Fall ist wird sich gleich zeigen.
Süß. Das ist der Erste Eindruck nach dem Öffnen der Flasche in die das Hofbräuhaus München den bernsteinfarbenen Gerstensaft gefüllt hat. Das Label selbiger ist ganz nett – die Rückseite aber eher unspektakulär und besteht zu einem guten Teil aus Werbung für andere Biersorten und Treuepunkte.
Oft wird man ja vom Ersten Eindruck – dem Geruch – getäuscht – so auch hier. Entgegen der erwarteten Süße wird man von einer recht intensiven Herbe überrascht. Man merkt ganz klar, dass hier Wert auf eine gute Hopfennote gelegt wurde – es kommt mir schon fast vor als hätte ich es hier mit einem Märzen zu tun. Leider dominiert der Hopfen das Bier viel zu stark – etwas weniger davon hätte der Vollmundigkeit sicher nicht geschadet. Das Wasser ist schön klar, von der Kohlensäure merkt man nicht viel. Sie ist da – mehr auch nicht.
Der herbe Geschmack vegetiert leider noch länger hartnäckig auf der Zunge und verdeckt so den Rest des Bieres ziemlich gut und macht es damit gleichzeitig schwerer zu trinken. Es ist schwer…intensiv und langatmig. Spaß zu Trinken macht es ehrlich gesagt nicht. Aber ich schätze mal, dass sich bei dem Alkoholgehalt spätestens nach der zweiten Halbe niemand mehr Gedanken über zu viel oder zu wenig Hopfen machen wird.
Bleibt zu sagen, dass es sich geschmacklich mit Sicherheit von den meisten Mainstream-Bieren abhebt – ein durchaus positiver Aspekt. Mit Sicherheit wird der Maibock den ein oder anderen Fan haben – ich werde jedenfalls keiner. Zwei Sterne für den Geschmack und einen Stern dafür ein rassiges Bier entgegen dem Mainstream zu brauen.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot
Alkoholgehalt: 7,2% vol.