Archiv für Juni, 2010

Ustersbacher Hefeweizen – Starke Schwaben

Heute gehts ins Allgäu – genauer gesagt nach Ustersbach im Landkreis DatschiburgAugburg wo in der Brauerei Ustersbach bereits seit über 400 Jahren Bier gebraut wird. Heute gibts das “bayerisch Hefeweizen Premium” zum Probieren.

Intensiver hefig-hopfiger Geruch strömt aus der Flasche welche mit einem einfachen aber ansprechendem Label beklebt ist. Interessanter Geruch für ein normales Weißbier der einen eher an einen hellen Bock erinnert. Das Bier ist hellgelb gefärbt und wirkt dadurch etwas dünn. Der Schaum ist cremig und stabil – alles in allem ein runder Ersteindruck.

Bitter! Das ist der Erste Gedanke den ich beim Probieren dieses Gebräus hatte. Solch ein relativ intensives Hopfenaroma ist bei Weißbieren eher unüblich – man gewöhnt sich aber glücklicherweise schnell dran. Das Bier hat sonst starke hefige Eindrücke (erinnern ein wenig ans Karg Weißbier) – starker Tobak. Die Kohlensäure ist fast ein wenig zu knapp dosiert weshalb das Bier gleich am Anfang etwas abgestanden wirkt. Ansonsten hält sich das Malz ziemlich zurück was sich auch durch den anhaltenden bitteren Nachgeschmack bemerkbar macht. Der Abgang ist sonst aber eher unspektakulär.

Nachdem man sich an das Aroma gewöhnt hat wirkt das Bier leider etwas schwach. Man kann es trinken – muss man aber nicht. Bleibt noch zu sagen, dass man es hier mit 5,5%  vol. mit einem der Stärkeren der Weißbierzukunft zu tun hat. Nach längerem Überlegen gibts hierfür drei Sterne.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,5% vol.

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Aktienbrauerei Vario Weizen – Variabel, aber nicht im Geschmack

Frisch vom letzten Einkauf ist nun das Fendt Vario-Weizen der Aktienbrauerei aus Kaufbeuren bei mir eingetroffen. Was einem direkt ins Auge sticht ist das ungewöhnliche Label – wer hat schließlich schon mal einen Traktor mitsamt dem Namen eines großen Traktorenbauers auf dem Etikett einer Bierflasche gesehen? Eine Besonderheit muss man hier jedoch gleich ansprechen: Es handelt sich bei diesem Bier nicht um ein reines Weißbier. Vielmehr sind hier Gersten- und Weizenmalz gemischt worden und ergeben zusammen dieses eher ungewöhnliche Bier.

Nach dem Öffnen strömt gleich ein hefig-süßer Geruch in meine Nase die mich ziemlich neugierig macht. Die Farbe erinnert ein wenig an das Schneider Weisse Original, ist jedoch etwas heller. Der hellweiße Schaum is gut aber leider etwas grobporig und seine Standfestigkeit eher mittelmäßig.

Nun wird es interessant. Es hat ein sehr malziges Aroma im Antrunk welches sich auch lang nach dem Genuß im Hals festsetzt. Begleitet wird er von einem milden Hopfenaroma und der Kohlensäure – letztere ist leider etwas zu ausgeprägt. Es wirkt sehr vollmundig und süffig. Ein leichtes Hefearoma rundet den Gesamteindruck ab. Sobald man sich an die Süße gewöhnt hat wird man außerdem von dem nun ausgeprägteren Hopfen überrascht. Das macht Spaß und das Glas ist sehr schnell leer.

Ein Klasse Bier aus Kaufbeuren – Vier Sterne gibts für das Fendt Vario-Weizen.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,2% vol.

Stammwürze: 11,7%

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Fürst Wallerstein Zwickel – Der zwickt

Nach dem gestrigen UnZwischenfall gibt es diesmal wieder etwas Unbekanntes. Heute haben wir es mit dem Fürst Wallerstein Zwickel zu tun – ein naturtrübes Kellerbier.

Ein bittersüßer Duft steigt aus der Flasche der einen entfernt an ein Märzen erinnert. Von allen Kellerbieren, die ich bisher getrunken habe, macht dies bisher den besten Eindruck. Auch die dunkelgelb-braune Farbe des leicht trüben Gebräus lädt hier glatt zum trinken ein. Der Schaum verzieht sich – normal bei dieser Art Bier – recht schnell was einem signalisiert: Zeit zum probieren.

Es hat eine angenehme Herbe beim Antrunk welche sich bereits vom Geruch her andeutete. Begleitet wird dies von dem recht süßen Malz – eine recht ausgewogene und gelungene Mischung. Der Nachgeschmack ist aber leider nicht so üppig – hier bleibt nur eine leichte Hopfennote zurück die einen an den vorangegangen Genuß erinnert. Immerhin bleibt einem der süßlich-urige Malzgeschmack bis zum letzten Schluck erhalten, genauso wie die Kohlensäure die etwas zu hoch dosiert ist.

Im Gegensatz zu anderen Bieren dieser Gattung kann man dieses durchaus trinken. Im Abgang wirkt es mir etwas zu lasch und die zu hohe Kohlensäure könnte für leichtes Zwicken im Bauch sorgen. Daher gibts für den Fürsten hier: 3 Sterne

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

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Oettinger Kristall Weizen – Die Brechstange

Damit hier keiner glaubt, dass ich nur unerreichbare Biere aus Hintertupfingen teste gibt es heute mal etwas bekannteres – das Kristall-Weizen von Oettinger aus – na woher wohl – Oettingen.

Das Bier kommt in der bekannten Oettinger Aufmachung daher und ist mit seiner rotgoldenen Farbe doch recht ansehnlich. Der auf dem Bild noch üppig vorhandene grobporige Schaum verzieht sich leider schon nach wenigen Augenblicken und legt die Blick auf das durchsichtige Gebräu frei.

Aus der Flasche konnte man noch einen recht angenehm hefigen Geruch warnehmen der aber gleich nach dem Einschenken verschwunden ist und durch einen etwas alten, modrigen Duft ersetzt wurde. Der Antrunk wirkt recht kantig und überrollt einen mit diversen Aromen deren Zuordnung einem recht schwer fällt. Hopfen ist quasi kaum vorhanden, Hefegeschmack sucht man vergebens. Jedoch Kohlensäure hat das Bier mehr als genug – dies merkt man gleich nach dem Ersten Schluck. Das Malz ist entweder irgendwo vom Weg von der Flasche in das Glas verloren gegangen oder es scheint hier ebenfalls keine großartige Rolle zu spielen.

Im Abgang wirkt das Ganze sehr langweilig, lasch und erinnert einen irgendwie an ein normales Helles. Hier erahnt man allmählich die Zutaten und kann einen ganz leicht bitteren Geschmack warnehmen – das wars dann aber auch schon. Ich breche das Ganze dann bei der Hälfte des Glasinhalts ab. Ich kann mit diesem Bier absolut gar nichts anfangen weshalb es für mich, leider, nur eine passende Kategorie gibt: 1 Stern.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

Stammwürze: 12%

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Altenmünster Brauer Bier – Dem Brauer schmeckts

Heute haben wir mal wieder so einen Spontankauf. Im Grunde war es die eher ungewöhnliche Flaschenform die mich zum Testen des Altenmüster Brauer Biers animiert hat. Altenmünster ist eine Marke der Allgäuer Brauhaus AG aus Kempten. Das Design der Flasche ist sehr minimalistisch gehalten und besteht im Grunde nur aus dem roten Label welches sich um den Hals schlingt – die Prägung am Bauch (das Logo) gefällt aber.

Für ein Helles riecht es sehr malzig, fast schon süß was von einer etwas bitteren Note flankiert wird. Im Glas macht sich der Schaum recht schnell vom Acker und hinterlässt das klare, gelblich-golden gefärbte Bier. Der Erste Schluck wirkt sehr würzig und durchaus süß – eher ungewöhnlich für ein Helles. Die vom Geruch bekannte bittere Note kann man hier gut schmecken, sie wirkt sich aber nicht sehr auf den Gesamtschgeschmack aus.  Anfangs noch malzig-frisch wirkt es leider mit der Zeit etwas langweilig und lasch. An der Kohlensäure liegt es nicht – die ist die ganze Zeit über spürbar vorhanden. Mir persönlich ist es, trotz des durchaus würzigen Aromas, zu schwach auf der Brust.

Trotzdem – für einen Spontankauf sicherlich nicht schlecht und durchaus trinkbar. Vielleicht komme ich ja mal an den Altenmünster Maibock – der dürfte denn durchaus stärkerer Natur sein,

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

Stammwürze: 11%

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Schneider Weisse Mein Blondes (TAP 1) – Ziemlich dunkles Blondes

Mittlerweile hab ichs geschafft mir das zweite Testexemplar der Weißbierbrauerei Schneider aud Kelheim zu besorgen – Mein Blondes. Zugegeben, es ist zwar durchaus blonder als das Original aber wirkt dennoch immernoch dunkler als “normale” Weißbiere.

Begrüßt wird man von dem recht dunklen Gebräu welches eine etwas grobporige, weiße Schaumkrone aufzuweisen hat. Es riecht recht hefig und macht einen frischen Eindruck. Von dem Vanillaromen, die laut dem Flaschenlabel im Sommerwind zusammen mit dem Weizen tanzen merkt man hier noch nichts.

Im Antrunk wirkt es recht malzig und man schmeckt die feine Hefe durchaus gut heraus. Was einem hier aber gleich auffällt ist die zu starke Kohlensäure mit der dieses Bier gespickt wurde. Ansonsten ist es leicht säuerlich und frisch, wirkt aber ein wenig lasch im Abgang. Geschmacklich ist nach dem Schluck nicht viel los – viel mehr wird man von der Kohlensäure gequält welche man auch einige Augenblicke nach dem Genuß noch auf der Zunge spührt. Leider verschwindet auch der Schaum relativ bald.

Scheinbar wurde hier viel Wert auf ein weiches Bier gelegt. Das Malz wirkt mit der Zeit etwas süßlicher, vom Hopfen merkt man im Grunde nichts. Vielleicht liegts am Dauerregen aber so wirklich überzeugen kann mich dieses “Sommertanzbier” nicht. Es wirkt auf mich etwas zu sanft und die starke Kohlensäure stört. Trinkbar ist es zwar – ein Highlight sieht aber anders aus. Da bleibe ich lieber beim Original.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,2% vol.

Stammwürze: 12,5%

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Pyraser Angerwirts Weizen – Bier für Schrauber

Es gibt Dinge an die ich mich nie gewöhnen werde. Dazu gehören zweifelsohne Bierflaschen mit Schraubverschluss so wie das Pyraser Angerwirts Weizen aus dem kleinen fränkischen Dorf Pyras. Gut, Schraubverschlüsse sind nun ja nichts besonderes mehr, man findet sie in den Regalen diverse Supermärkte als Billigbier in PET-Flaschen. Wie dem auch sei – hier handelt es sich um eine Glasflasche mit Prägung “Gebraut nach dem Reinheitsgebot” und einem ganz netten Label.

Das Bier duftet hefig-frisch und schimmert hellgelb bis golden im Licht. Getoppt  wird das Ganze von einer schönen, feinporigen Schaumhaube die allerdigs recht bald in sich zusammenfällt. Der Antrunk macht einen leicht säuerlichen Eindruck – ein sehr fruchtiges Bier mit leichter Zitrus- und Banenennote. Es ist angenehm hefig, ist nur mit wenig Kohlensäure versetzt und macht im Gesamten einen recht süffigen Eindruck (was man auch daran merkt, dass sich das Glas rapide leert). Mit der Zeit finde ich es jedoch als etwas zu sauer. Eine Hopfennote sucht man im Grunde vergebens und es wirkt ein klein wenig zu süß für meinen Geschmack.

Nach drei zufällig ausgewählten Weißbieren aus Franken muss man sagen, dass die Braumeister im Norden Bayerns den hießigen in nichts nachstehen. Das Pyraser Angerwirts Weizen ist durchaus lecker und hat mich auf die restlichen Sorten der Landbrauerei neugierig gemacht.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,2% vol.

Stammwürze: 12,2%

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Dachsbräu Ulimator – Ul(t)imativ

Es ist einfach schön, wenn man im Rahmen der ganzen Testerei hin und wieder mal zu einem echten Spitzenbier kommt. Einem, bei dem einfach alles stimmt. Eines dieser Biere ist der Ulimator von Dachsbräu aus Weilheim – ein dunkler Doppelbock der Spitzenklasse.

Auf der Flasche wird man von einem netten Dachs, eingebettet in ein recht phantasievolles Label, begrüßt – das Design ist hier wohl Geschmackssache.  Der Ulimator selbst macht sich schon mit dem für diese Art Bier typischen süßen Malzbiergeruch auf sich aufmerksam dem man naturgemäß nicht lange widerstehen kann. Wieso auch?

Der dunkelbraun-rote Gerstensaft sucht sich seinen Weg über die Zunge und geht dabei recht sanft zu Werke. Recht süß und voll im Geschmack mit einer ganz leichten Hopfennote und einem etwas rauchig wirkendem Malz. Die gut dosierte Kohlensäure begleitet das runde Bier derweil im Abgang, zurück bleibt jetzt ein angenehm herb-süßer Geschmack der einem nur Eines signalisiert: Mehr!

Der “Uli” macht einen recht harmlosen Eindruck – im Gegensatz zum Andechser Doppelbock dunkel – und lässt einen glauben, es hier mit einem leichten Kaliber zu tun zu haben. Dieser Gedanke täuscht aber. Dem ungübten Biertrinker dürfte bereits nach wenigen Zügen aus der Flasche allmählich klar werden, dass man mit dem Ulimator nicht spaßen sollte. Aber auch dem Profi dürfte der Alkohol alsbald in den Kopf steigen – vom Schnelltrinken sollte man hier besser absehen. Bis zum letzten Tropfen – und diesen erreicht man recht schnell – ändert sich diesem Eindruck nicht mehr. Es ist ein perfekt abgestimmtes Gebräu und macht einfach Spaß.

Egal was man von Weilheim als Stadt hält – dieses Bier ist ein echtes Highlight und sollte in keinem Vorratsraum fehlen. Volle fünf Sterne für den Ulimator – und ich werde nun nach einer alten Weisheit handeln. Was ist besser als ein Ulimator? Zwei Ulimator!

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 19%

Alkoholgehalt: 7,5% vol.

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Andechser Weißbier – Wahrlich ein Genuß

Um die Abwechslung zu wahren gehen wir mal wieder zu Mönchen aus Oberbayern – zum schönen Kloster Andechs und deren Weißbier. Auch auf Andechs wird schon seit über 550 Jahren Bier gebraut – zu acht Sorten haben sie es schon gebracht. Hier nun die Nummer zwei im Test.

Es begrüßt einen bereits nach dem Öffnen angenehm fruchtig und hefig. Man hat es hier mit einem etwas rötlich gefärbten, natürtrüben Bier zu tun welches in einer recht ansehnlichen Flasche daherkommt. Geschmacklich wird man nicht überrascht. Eine starke Hefenote, gefolgt von bitteren, bananigen Aromen durchströmt den Mund und legt sich daraufhin leicht auf der Zunge nieder um einen noch die nächsten Momente daran zu erinnern womit man es zu tun hat.

Es schmeckt recht intensiv – viel malzige Süße sucht man hier vergebens. Der samtige Schaum hält sich auch zur Halbzeit noch wacker auf dem Bier und macht auch keine Anstalten diesen Umstand ändern zu wollen. Es ist sehr angenehm und auch schnell zu trinken, sein Alkoholgehalt macht sich demnach auch bald bemerkbar.

Ich kann mir vorstellen, dass subjektive hohe Hefegehalt so manchen Biertrinker nicht gefallen wird – gerade, da das Ganze doch schon etwas stärker nach dem leckeren Pilz riecht und auch schmeckt. Die Kohlensäure sorgt lediglich für ein leichtes prickeln und hält sich ansonsten versteckt – ebenso der Hopfen welcher lediglich zum kleinen Teil in das Gesamtkunstwerk einfließt.

Alles in allem eine sehr runde Angelegenheit – Kritikpunkte finde ich hier keine. Daher gehen hier volle fünf Punkte nach Andechs. Wer Spaß an intensiv-hefigen Bieren hat wird das Andechser Weißbier lieben.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,5% vol.

Stammwürze: 12,5%

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Kanone Weizen – Starkes Kaliber

Weiter gehts mit dem nächsten Weißbier aus Franken. Heute schlägt das Kanone Weizen der Privatbrauerei Kanone aus Schnaittach bei mir ein. Auch hier wird schon seit über 120 Jahren gebraut (seit 1886 um genau zu sein) was normalerweise ein Indiz dafür ist, dass ich es hier mit etwas Gutem zu tun habe.

Das Bier kommt in einer praktischen Bügelflasche daher welche mit einem einigermaßen ansprechenden Label beklebt ist. Die Farbgebung erfreut mich als Bayer natürlich und die Kanone – passend zum Namen – ist auch ganz nett. Von der Farbe her ist es ein typisches Weißbier und muss daher nicht großartig erklärt werden.

Im Gegensatz zum gestrigen Kitzmann Weißbier riecht dieses weitaus intensiver. Sehr hefig und leicht säuerlich duftet es aus dem Glas. Der Schaum ist stabil aber etwas grobporig und lädt zum Probieren ein. Der Erste Schuss schmeckt dann auch durchaus würzig und angenehm frisch – das Ganze wirkt sehr spritzig und rund. Im Abgang darf man sich an dem feinen Hefegeschmack erfreuen der von dem etwas zu sanften Hopfen begleitet wird. Leider wird der Genuß von der für meinen Geschmack zu  starken Kohlensäure getrübt die sich wie Schießpulver im Magen ausbreitet und kurz darauf für den ein oder anderen oralen Kanonenschuss sorgt. Das Malz wirkt ganz leicht rauchig und sorgt für keine nennenswerte Süße – ein Umstand, der diesem Gebräu sehr zuträglich ist.

Die Franken scheinen sehr ausgewogene Biere produzieren zu können. Es gibt keinen geschmacklichen Solisten, der sich in den Vordergrund drängt und so kann man sich an einem durchaus leckeren Weißbier erfreuen. Mir persönlich hat es aber etwas zu viel Kohlensäure (mit der größte Kritikpunkt) und es ist mir auch etwas zu schwach auf der Brust – so kommen wir hier auf knappe 4 Sterne.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

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