Um die Abwechslung zu wahren gehen wir mal wieder zu Mönchen aus Oberbayern – zum schönen Kloster Andechs und deren Weißbier. Auch auf Andechs wird schon seit über 550 Jahren Bier gebraut – zu acht Sorten haben sie es schon gebracht. Hier nun die Nummer zwei im Test.
Es begrüßt einen bereits nach dem Öffnen angenehm fruchtig und hefig. Man hat es hier mit einem etwas rötlich gefärbten, natürtrüben Bier zu tun welches in einer recht ansehnlichen Flasche daherkommt. Geschmacklich wird man nicht überrascht. Eine starke Hefenote, gefolgt von bitteren, bananigen Aromen durchströmt den Mund und legt sich daraufhin leicht auf der Zunge nieder um einen noch die nächsten Momente daran zu erinnern womit man es zu tun hat.
Es schmeckt recht intensiv – viel malzige Süße sucht man hier vergebens. Der samtige Schaum hält sich auch zur Halbzeit noch wacker auf dem Bier und macht auch keine Anstalten diesen Umstand ändern zu wollen. Es ist sehr angenehm und auch schnell zu trinken, sein Alkoholgehalt macht sich demnach auch bald bemerkbar.
Ich kann mir vorstellen, dass subjektive hohe Hefegehalt so manchen Biertrinker nicht gefallen wird – gerade, da das Ganze doch schon etwas stärker nach dem leckeren Pilz riecht und auch schmeckt. Die Kohlensäure sorgt lediglich für ein leichtes prickeln und hält sich ansonsten versteckt – ebenso der Hopfen welcher lediglich zum kleinen Teil in das Gesamtkunstwerk einfließt.
Alles in allem eine sehr runde Angelegenheit – Kritikpunkte finde ich hier keine. Daher gehen hier volle fünf Punkte nach Andechs. Wer Spaß an intensiv-hefigen Bieren hat wird das Andechser Weißbier lieben.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,5% vol.
Stammwürze: 12,5%