Ein Franke in Bayern? Zugegeben – so selten ist das nicht. Umso besser, wenn derjenige einen mit frängkischen Bierspezialitäten versorgt (merci Alex). Den Anfang macht heute das durchaus bekannte Kitzmann Weißbier. Kitzmann…Kitzmann…da war doch was? Achja..Erlangen – klar, J.B.O. besingt das doch immer! Na dann kann es so schlecht nicht sein…oder doch?
Vom Aussehen her ist klar: Das ist ein Weißbier. Keine Experimente mit braunen oder roten Tönen – orange-gelblich trüb mit festem, schneeweißen und langhaltenem Schaum. Kann der Franke am Ende doch Bier brauen?
Vom Geruch her ist das Bier recht neutral. Man erkennt leichte Hefenuancen – begleitet von etwas undefinierbaren, ganz leicht modrigen. War wohl zu lang im Brauereikeller. Der Erste Schluck verwundert einen dann doch ein wenig. Es ist wenig intensiv, sehr sanft und ausgeglichen. Durchaus erfrischend aber etwas lasch – die Kohlensäure ist kein Thema. So ein wenig erinnert es mich an ein leichtes Weißbier welches ich mal getrunken habe. Leicht bitter breitet sich der Nachgeschmack aus, wirkt dabei aber nicht aufdringlich.
Trotz der Tatsache, dass es sich hierbei um ein sehr sanftes Bier handelt welches sicherlich kein Geschmacksüberflieger ist muss ich eins einräumen: Es ist extrem süffig. Ich habe selten ein Weißbier erlebt, welches man so schnell heruntertrinken kann. Nach jedem Schluck greift man beinahe automatisch wieder zum Glas um selbiges innerhalb kürzester Zeit zu leeren. Bei mir hielt es ganze vier Minuten. Ziemlich gefährlich das Ganze – gerade, da Kitzmann irgendwo unter diesem Deckmantel der Leichtigkeit noch 5,6 Volumenprozent Alkohol versteckt hat die man bei dieser Trinkgeschwindigkeit recht schnell im Kopf spürt.
Alles in allem ein gut trinkbares Weißbier welches ich wieder trinken würde – jedoch nur, wenn ich danach nicht Auto fahren muss. Geschmacklich hier definitiv noch viel Luft nach oben.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot
Alkoholgehalt: 5,6% vol.