Wieder ein toller Tag für einen absolut unvoreingenommenen Biertest. Warum ich das so betone? Nun, heute gibts mal was aus einer der größten Brauereien Deutschlands: Das Krombacher Weizen.
Ein fruchtig süß-saurer Geruch, erinnert irgendwie an Grapefruit, begrüßt einen nachdem man das kupferfarbene und etwas zu klare Bier eingeschenk hat. Der sehr feine Schaum macht eine gute Figur und hält sich wacker.
Beim Geschmack sieht das schon anders aus. Der Antrank ist recht intensiv und durchaus überraschend, hat das doch jetzt so gar nichts mehr mit dem Duft im Vorfeld zu tun. Die Hefe geht recht brachial zu Werke und überfordert einen erstmal weshalb es etwas dauert, bis man sich an den recht eigenen Geschmack gewöhnt hat. Es ist recht herb weshalb das Malzaroma auch ziemlich untergeht – von der angepriesenen Fruchtigkeit merke ich hier leider absolut nichts. Die Kohlensäure ist mir etwas zu stark wobei ich glaube, dass dieses eh schon recht strenge Bier ohne diese Spritzigkeit noch etwas heftiger wäre und mir dann vollends die Lust vergehen würde.
Der Nachgeschmack ist hefig und schwer – verfliegt aber glücklicherweise bald. Der Anfangs noch süßliche Geruch ist mittlerweile auch komplett verflogen und das Ganze präsentiert sich als der Mainstream-Einheitsbrei den ich erwartet habe. Zu kantig, zu rabiat und weit von der Vollmundigkeit entfernt. Da ich das Glas aber trotz alle dem geleert habe reichts noch für zwei Sterne.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,23%
Stammwürze: 12,18%
Rating: 



