Archiv für August, 2010
Augustiner Weißbier – Da war kein Mönch am Werk
Verfasst von Daniel unter Bier: 1 Stern am 27. August 2010
Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich zuletzt mit diesem Werk Münchner Bierkunst in Berührung kam. Die Erinnerungen daran waren alles andere als positiv. Wie aber Tests in der Vergangenheit beweisen müssen Biere von Großbrauereien nicht per Definition schlecht sein. Also geben wir dem Augustiner Weißbier noch eine Chance.
Die Farbe ist so wie man sie von einem Weißbier erwartet. Leicht rötliche Kupfertöne mit einem Topping aus weißem Schaum, der jedoch zu üppig ausfällt. Der Geruch ist nicht so attraktiv – recht hefig aber nicht wirklich gut.
Der Erste Schluck wirkt relativ dünn. Malzige Nuancen sind erkennbar, verschwinden aber so schnell wieder wie sie gekommen sind. Auch die Hefe schmeckt man (leider wie ich sagen muss), sie nähert sich aber sehr stark an den Geruch an und macht jeden weiteren Schluck ziemlich schwer. Des Weiteren kann ich beim weiteren Probieren eine Art Dosengeschmack ausmachen. Ist schwer zu erklären (gerade im Hinblick auf die Glasflasche), hält sich aber hartnäckig. Ausserdem wirkt das Bier relativ sauer – Spaß kommt hier keiner auf.
Der Schaum hat sich auch nach Minuten immernoch nicht verzogen und in meinem Bauch macht sich ein “Bitte nicht noch mehr davon”-Gefühl breit. Mir schmeckt das Bier überhaupt nicht. Das fängt schon beim Geruch an und hört bei diesem absolut undefinierbaren Geschmack auf. Ein Stern – beim Besten Willen.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,4%




(1/5)
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Spezial Rauchbier – Spezielles aus Oberfranken
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 23. August 2010
Soso Rauchbier. Ist hier dem Braumeister seine Hütte abgebrannt oder was hat es damit auf sich? Gut – das erklärt sich leicht. Das Malz des Bieres wurde geräuchert um es zu trocknen. Dieser Vorgang war früher üblich da es sonst kaum Möglichkeiten gab das Malz seiner Feuchtigkeit zu berauben. Heute ist es etwas Besonderes – eine Spezialität der sich unter anderem die Brauerei Spezial aus Bamberg gewidmet hat deren Rauchbier heute getestet wird.
Kastanienbraun kommt das Bier daher, düpiert von einer weißlich-gelben Schaumkrone. Es hat einen angenehm malziges Aroma das einem die Nase steigt – vom Rauch merk ich hier aber noch nichts.
Der Antrunk ist sehr mild und wird von einer leichten Süße begleitet. Hier merkt man durchaus einen bisher nicht bekannten Geschmack in dem Bier. Obwohl es eigentlich sehr weich und mild ist wirkt es irgendwo doch recht intensiv. Schwer zu beschreiben – ich würd dies jetzt einfach mal – passend zum Bier – als “rauchig” beschreiben. Zusammen mit dem sonst eher unscheinbaren Hopfen ergibt dies einen durchaus guten Nachgeschmack. Von der Kohlensäure her kann man nicht meckern – die passt zum Gesamteindruck und ist eher spärlich vorhanden.
Alles in allem recht interessant wenn auch zu leicht für meinen Geschmack – hier dürfte ruhig etwas mehr Druck dahinter sein. Ansonsten brauen die Oberfranken hier ein anständiges Bier. Dafür gibts drei Sterne.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 4,6%




(3/5)
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Erdinger Urweisse – Durchaus lecker
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 4. August 2010
So – mal wieder darf ein Produkt einer großen Brauerei hier seinen Auftritt im Blog feiern. Heut geht es nach Erding – Testobjekt heute ist die Erdinger Urweisse. Ich kann, wie immer bei solchen großen Herstellern, eine gewisse Skepsis nicht verbergen. Schaun wir mal.
Der Schaum, welcher auf dem kupferfarbenen Bier thront ist etwas groporig, macht aber ansonsten einen guten Eindruck. Der Geruch ist hefig-würzig und recht stark – überrascht mich doch schon ein wenig.
Geschmacklich muss sich die Urweiße sicherlich nicht verstecken. Die Hefe macht einen guten Eindruck und bestimmt das Aroma das Gebräus. Ich fühle mich etwas an das Andechser Weißbier erinnert – das hier könnte ein light Version davon sein. Der Weißbiergeschmack steht hier absolut im Vordergrund – keine Experimente mit sauren oder süßen Aromen. Das Malz ist daher, wie auch der Hopfen, gut dosiert und nicht allzu aufdringlich wodurch der durchaus urige Charakter unterstrichen wird. Es macht durchaus Spaß dieses Bier zu trinken.
Ich bin recht überrascht. Scheinbar kann man in Erding, trotz dem Status einer Großbrauerei, durchaus gutes Bier brauen. Zur Perfektion fehlt hier eigentlich nicht viel. Eine Kante hier und eine Ecke dort, fertig wäre die Bestnote. Hut ab und vier Sterne für die Urweisse.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,2%
Stammwürze: 11,9%




(4/5)