Unertl Weißbier – Unterste Schublade


Gleich zu Beginn überrascht das Weißbier von Unertl mit seiner dunklen Farbe – man fühlt sich sofort an den hauseigenen Ursud oder an Schneider erinnert. Der mittelgrobe Schaum sieht gut aus und hält sich stabil. Der Geruch ist unspektakulär – ledige leichte Hefearomen sind auszumachen.

Auch der Probierschluck hält noch Überraschungen bereit. Ein extrem süßer Malzgeschmack macht sich im Mundraum breit und verdrängt quasi alle andere Nuancen des Bieres. Man hat das Gefühl als würde man einen großen Schluck Zuckerwasser in sich reinschütten – das geht gar nicht. Auch der zweite Schluck verläuft ähnlich, jedoch kann man jetzt nebenher noch eine unangenehme Säure ausmachen welche dem Geschmack nicht zuträglich ist. Nein – bis hier hin und nicht weiter.

Mich erinnert das ziemlich stark an das Reutberger Weißbier und ich frage mich: Warum soll es diesem Probanten hier anders ergehen? Dieses Bier ist furchtbar süß, unausgewogen und für mich nicht genießbar. Lediglich die Kohlensäure ist gut dosiert (Gott sei Dank – ich will nicht davon aufstossen). Vielleicht war mein Exemplar auch schlecht oder was auch immer – das war ein Griff ins Klo.

Was mich allerdings irritiert: Laut unertl.de hat dieses Bier nur 4,8% anstatt der 4,9% laut Aufdruck auf meiner Flasche. Außerdem scheint sich das Etikett leichtfügig geändert zu haben. Wurde hier möglicherweise etwas geändert? Vielleicht werde ich dieses Bier nochmal testen – heute gibt es jedoch nur einen Stern.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9%

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Dieser Beitrag wurde am 6. Oktober 2010, 00:07 unter Bier: 1 Stern verfasst. Sie können alle Antworten auf diesen Beitrag nachverfolgen mit RSS 2.0. Sie können eine Antwort, oder einen Trackback von Ihrer eigenen Seite hinterlassen.

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