Schlüssel Alt

Nachdem ich vor kurzer Zeit bereit meine persönliche Alt-Premiere feiern durfte bin ich heute, dank meines guten Freundes Torsten, in der Lage, bereits mein zweites Alt probieren zu dürfen. Dabei handelt es sich um das Schlüssel Alt aus Düsseldorf (woher auch sonst) welches auch vom Kollegen schon getestet wurde. Wie viele Biere dieser Art blickt auch das Schlüssel auf eine jahrhunderte lange Tradition zurück – nicht zuletzt prägte der Gasthof Zum Schlüssel auch das Stadtbild der Düsseldorfer Altstadt.

Die Flasche ist auf jeden Fall schonmal keine 0815-NRW Flasche sondern formschön geschwungen mit Prägung – praktischer Bügelverschluß inklusive. Optisch macht dieses Alt durchaus was her – bräunlich-rot schimmert es aus dem Glas, garniert mit einer feinporig bis cremigen weißen Schaumhaube die sich erfreulich lange hält. Es verströmt einen fruchtig-malzigen und leicht hefigen Geruch aus dem Glas. Mhhh.

Erfrischend kommt der Antrunk rüber bevor das leicht rauchige Malz sich mit dezenter Süße auf die Zunge legt und selbige dann recht beschwingt entlangfließt. Im Abgang wird es etwas säuerlicher und bringt eine milde Bitterkeit mit welche das frische Profil dieses Biers unterstützt. Es stellt sich recht bald eine gute Süffigkeit ein und das Alt läuft dann nur so den Rachen runter – wie überleben die das nur mit 0,25 Liter Portionen? Mit der Zeit kommen fruchtigere Aromen hervor – Pfirsich und Aprikose sind hier zu erwähnen.

Ganz ohne Kohlensäure kriegt man so ein erfrischend wirkendes Bier natürlich nicht hin. Hier hat man zwar „ordentlich zugelangt“, dennoch wirkt es längst nicht so aufblähend wie man es von anderen Bieren kennt. Negatives findet man kaum, lediglich das Malz könnte etwas stärker im Charakter sein. Alles in allem muss man aber sagen, dass man mit dem Original Schlüssel Alt definitiv nicht falsch macht. Besonders gut gefallen die leichten Röstaromen und das angenehme frische Trinkgefühl. Nach Düsseldorf gehen daher 4 gute Sterne.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5%

(4/5)







4 Gedanken zu „Schlüssel Alt“

  1. Das mit den 0,25 (eigentlich ja 0,2) Literportionen ist ganz einfach erklärt: Der Köbes ist fleißig und stellt einem automatisch ein neues Altbier hin, wenn das Glas leer ist.
    🙂

  2. Ich bin gespannt – werde wohl nächstes Jahr mal in die Ecke fahren und mich dann eine Woche mit der hießigen Bierkultur auseinander setzen. Bin gespannt, wie lange ich dann auf dem Trockenen sitzen werde 🙂

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