Riedenburger Brauhaus Dolden Sud

riedenburger_brauhaus_dolden_sud_ipaDas Riedenburger Brauhaus ist für mich nun kein Unbekannter, brauen die doch unter anderem dieses leckere Emmer Bier. Daher habe ich auf der Braukunst-Live nicht dumm geschaut als ich dort deren Stand erblickt habe auf dem sie ihr neues IPA ausschenkten – den Dolden Sud. Geschmeckt hatte er mir damals schon, auffallend ist er mit seinem Label auch…ob er auch im offiziellen Test überzeugen kann?

Ein starker Geruch nach Kräutern und (Blut-)Orangen macht sich direkt beim Einschenken des orange- bis bernsteinfarbenen Bieres breit. Dabei bildet dieses (Bavarian) IPA eine ordentliche Menge Schaum aus welcher sich, mit seiner feinporigen bis cremigen Konsistenz, auch ganz gut hält.

Weit wenig floral als andere IPAs geht der Dolden Sud beim ersten Schluck zu Werke. Die Kräuteraromen, die man schon erriechen konnte, sind auch im Geschmack vorhanden und werden von einem Hauch Orange abgerundet. Dabei geht es zwar vergleichsweise bitter zu was aber nach kurzer Zeit nicht mehr so stark auffällt und den Blick auf das Malz freigibt. Dieses ist ein kleinwenig brotig, süßlich und halbwegs vollmundig wobei es sich jedoch geschmacklich den sage und schreibe 10 verwendeten Aromahopfensorten des Bieres unterordnet.

riedenburger_brauhaus_dolden_sud_ipa_flascheGar nicht übel was man da im Altmühltal zusammengebraut hat. Der Dolden Sud fällt zudem bei weitem nicht so trocken aus wie man es von vielen anderen IPAs kennt. Dabei sind Kohlensäure und Wasser auf einem sehr angenehmen Level ausbalanciert und passen zum Rest. Mir ist es hinten raus jedoch ein klein wenig zu fad, es gibt kaum Aromen die wirklich stark herausstechen und präsent sind. Vielleicht ist das Absicht, es gibt sicher auch Leute die das mögen, ich würde mir aber mehr Klarheit wünschen.

Der Dolden Sud des Riedenburger Brauhauses ist ein IPA für jeden Tag. Nicht übermäßig bitter, nicht zu anspruchsvoll für den Gaumen sondern genau das richtige um gemütlich in der Sonne auf dem Balkon zu sitzen. Von mir gibts daher gute drei Sterne.

Wer sich nun selbst überzeugen möchte: Hier könnt ihr den Dolden Sud kaufen.

IBU: 55

Stammwürze: 15,5%

Alkoholgehalt: 6,5%

(3/5)







5 Gedanken zu „Riedenburger Brauhaus Dolden Sud“

  1. Hallo,

    weißt Du zufällig, welche Hopfensorten sie genau einsetzen?

    Mir ist zusätzlich aufgefallen, dass die Brauerei die Sude durchnummeriert, also z. B. Sud 1, 2 etc. Gibt es hier geschmackliche Unterschiede?

  2. Servus

    Also das Bier unterscheidet sich bei jedem Sud – vom Aussehen her wie auch vom Geschmack. Ich vermute stark, dass man da auch beim Hopfen variiert (wenn auch nur leicht) – ich weiß die Sorten leider nicht.
    Ich hatte schon lang mal vor, bei denen nachzufragen was die da genau machen…ein Grund mehr.

  3. Ich habe nachgefragt und Maximilian Krieger nannte die folgenden enthaltenen Hopfensorten: Spalter Select, Saphir und Hallertau Mittelfrüh. Allerdings hielt er sich bedeckt, welche amerikanischen/britischen Sorten enthalten sind und ob diese vaariert werde. In der Besprechung von „Craft Beer TV“ (http://www.craft-beer.tv/riedenburger-brauhaus-dolden-sud.php), werden ab Minute 08:34 noch folgenden amerikanische/britische Hopfensorten erwähnt: Cascade, Chinook, Centennial, Amarillo und Pilgrim (http://therulingglass.blogspot.de/2012/12/a-drinkers-guide-to-hops-pilgrim.html). Das wären dann insgesamt 8 Sorten, in deiner Besprechung ist jedoch von insgesamt 10 die Rede.

    Zu der Nummerierung schrieb er:
    „Die Nummerierungen auf den Flaschen spiegeln die einzelnen Sude wieder [sic!]. Dabei gibt es auch kleine Abweichungen die aufgrund der verschiedenen Hopfen- und Malzchargen zustande kommen. Unsere Rohstoffe werden von Kleinbauern aus der Region angebaut. Dabei schwanken die Eigenschaften der Rohstoffe stärker als dies zum Beispiel bei standardisierter Industrieware der Fall ist.“

    Vielleicht kriegst Du ja als Bierjournalist mehr Hintergrundinfos heraus. Interessant wäre beispielsweise noch zu wissen, welche Malzsorten und welches Maischverfahren sie verwenden.

  4. Servus

    Schonmal super recherchiert! 🙂
    Ähnliches habe ich bereits auch schon gelesen/gehört – gerade die Schwankungen der einzelnen Sude abhängig von den Rohstoffen sind logisch was ich einerseits verstehen kann, andererseits sollte man zumindest einen einigermaßen gleichbleibenden Geschmack gewährleisten können.
    Ich denke aber mal, dass man dies gar nicht im Sinn hat und daher auch stark auf die Nummerierung hinweist – das machts natürlich leichter.

    Ich bleibe da mal dran – versprochen!

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