Tilmans Das Helle

tilmans_das_helleIn der, zumindest in Deutschland, von IPA dominierten, Craftbeer-Szene könnten Biere, wie „Das Helle“ von Tilmans Biere aus München beinahe untergehen. Hopfengestopfte Lagerbiere sind nicht allzu weit verbreitet – die meisten von euch werden da am ehesten noch das Prototyp oder das Wuida Hund kennen. Umso mehr freue ich mich nun aber, euch dieses, mit der Hopfensorte Chinook gestopfte Helle des Gypsy-Brewers Tilman Ludwig vorstellen zu dürfen. Los gehts.

Klar und bernsteinfarben fließt das Bier in Glas (mal wieder das Tokyo von Sahm), die Schaumbildung geht in Ordnung, vielleicht ist der schneeweiße Schaum ein klein wenig zu grobporig. Neben einem getreidig-malzigen Geruch machen hopfige, teils exotische und zitronige Fruchtnoten auf sich aufmerksam.

Der erste Schluck wirkt sehr interessant, sehr weiches Malz geht mit einem fruchtigen Touch einher ohne dabei auch nur ansatzweise herb zu wirken. Geschmacklich liegt das Malzbett definitiv näher an einem Märzen, wirkt jedoch süßer was vermutlich auch einem nicht allzu hohen Endvergärungsgrad hängt. Gerade zum Abgang hin nimmt das Hopfenaroma zu, Aprikosen und Pfirsiche tummeln sich auf der Zunge während das karamellige Malzbett sanft den Rachen hinabgleitet.

tilmans_das_helle_flascheDie Balance aus Hopfen und Malz ist recht gut getroffen, der recht getreidige Eindruck auf der Zunge stört sogar bisweilen etwas. Vielleicht hätte dem Bier sogar etwas weniger Kohlensäure nicht geschadet, dennoch hat es eine gute Süffigkeit und macht einfach Laune beim Trinken. Am ehesten geht mir noch die Hopfenbittere ab, die hier, sogar für ein Helles, sehr gering ausgefallen ist – da wäre etwas mehr sicherlich nicht schlecht gewesen.

Ein gutes Helles mit einem interessanten, fruchtigen Touch. Ich vermisse ein klein wenig die Herbe bei diesem Bier, welches augenscheinlich bei der Privat-Brauerei Gut Forsting gebraut wird – ansonsten gefällt es mir recht gut. Von mir gibts drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







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