Kategorie-Archiv: Allgemeines

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Zu Besuch bei… Riegele

Ende September hatte ich mich mal nach Augsburg aufgemacht um die Brauerei Riegele zu besuchen. Man kannte sich bereits von der Braukunst-Live und anderer Veranstaltungen z.B. in der Hallertau und so habe ich meine Kontakte genutzt um mir die Augsburger mal etwas näher anzusehen.

DSC_0022Seit etwa 10 Jahren baut man nun den bestehenden Standort in der Augsburger Innenstadt – direkt neben dem Bahnhof gelegen – um, modernisiert die Anlagen und investiert in die Zukunft. Die laufenden bzw. geplanten Umbaumaßnahmen sieht man auch mancherorts in der Brauerei wo vorbereite Durchbrüche für neue Besucherstege, etc. vorhanden sind.

Dass sich die Anstrengungen der Vergangenheit und das Wissen der Brauer auszahlen, sieht man bei den Riegele Bieren. Neben den Spezialitäten aus der Manufaktur hat die Brauerei, wie ihr als regelmäßige Leser meines Blogs sicherlich auch schon gemerkt habt, auch ein recht großes Sortiment weiterer Biere die in Qualität und Geschmack den Spezialbieren in Nichts nachstehen und so kann man gewissermaßen sagen: Egal welches Riegele Bier man trinkt, falsch liegt man eigentlich nie.

Der Rundgang zog sich vom Brunnen über Sudhaus, Hefezucht bis hin zu Lagerung und bot einen schönen Einblick in die Brauerei – viel Spaß beim Durchklicken!

Riegele Brauwelt

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Mit das erste was man bei der Ankunft sieht: Das Riegele Wirtshaus...

Tipp: Erste Münchner Bierinseln im Juli

DruckAm Samstag, den 26. Juli 2014, finden in München die ersten “Münchner Bierinseln” statt. Das besondere an diesem Bierfestival ist, dass es sich über das gesamte Gebiet der Münchner Innenstadt erstreckt und die Besucher dort an den 22 “Bierinseln” – damit sind Bierfachgeschäfte, ausgesuchte Gastronomiebetriebe und Kioske gemeint – einfängt.

Zu nennen sind da unter anderem das Red Hot, das Tap House, Biervana, die Getränkeoase, Liebick Getränke, Weißes Brauhaus und noch viele mehr. Beim Programm ist dabei von Bierverkostungen mit Bierexperten über Beer&Food Pairings bis hin zu Craftbeer Sonderangeboten alles geboten was den Bierfreund und auch -Neuling interessiert.

Weitere Infos und auch das komplette Programm kommt ihr auf der Homepage der Bierinseln.

Ich selbst werde natürlich auch dabei sein und euch bei Liebick Getränke in Germering Rede und Antwort stehen und habe auch noch etwas Bier für euch dabei. Ansonsten sieht man sich unter Umständen auf der Abschlußparty in der “Niederlassung”. Ich freue mich auf euch!

 

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EIL: BierMUC 2015 abgesagt

Messe_Muenchen-1Heute morgen angekündigt, heute Abend schon abgesagt. Wie wir soeben vom Sprecher des Bundes Deutscher Bier Brauer (BuDeBiB), Karl Ranseier, erfahren haben, wurde die BierMUC 2015 bereits wieder abgesagt.

Ursache war laut Ranseier die starke Kritik seitens der Craftbeerszene an dem Konzept der Messe. “Wir haben uns die Reaktionen, welche uns im Übrigen zu Tausenden erreicht haben, angesehen und sind zu dem Schluß gekommen, dass die Zeit für eine Messe dieser Art noch nicht reif ist. Wir bedauern diesen Schritt, gerade da wir beim BuDeBiB mit viel Euphorie und Eifer bei der Sache waren und sind uns auch im klaren, dass unsere Partner und nicht zuletzt die Aussteller nicht glücklich über diesen Schritt sein werden.”

Ob es grundlegende Änderungen an dem Konzept geben wird ließ Ranseier offen: “Wir werden alles nochmal auf den Prüfstand werfen, nicht zuletzt auch den Craftbeer-Pavillon den wir flächenmäßig vielleicht auf 40m² verdoppeln könnten. Da wir diesen enormen Flächenverbrauch jetzt nicht so einfach in unser fixes Konzept packen können, müssen wir grundlegend neu planen was letztendlich ebenfalls zu diesem bedauernswerten Schritt geführt hat. Nichts desto trotz sind wir davon überzeugt, dass eine Messe allein mit Premium Bieren eine Chance in diesem Land hat weshalb wir dies weiter verfolgen werden.”

Spaß beiseite!

Natürlich, wie es auch einigen von euch aufgefallen ist, handelte es sich bei der BierMUC über einen Aprilscherz. Ich hoffe, ihr seid darüber nicht allzu sehr enttäuscht und möchte mich noch für die zahlreichen, teilweise amüsanten Reaktionen bedanken und hoffe, dass auch alle Bierfreunde in München nun ruhig schlafen können :-)

Andere bierige Aprilscherze: (wird bei Bedarf ergänzt)

Köstritzer Pale Ale nur ein Aprilscherz

Cafe Abseits schenkt Bier nur noch in Form von Konzentrat-Beuteln aus

Bier-Ageing direkt in der hölzernen Bierflasche

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Weitere Biermesse für München – Die BierMUC startet im Februar 2015

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Messe München – (c) Rufus46/Wikipedia

[UPDATE] April, April! Hier gibts die Auflösung[/UPDATE]

In einer Presseerklärung am heutigen Dienstagmorgen hat Karl Ranseier, Sprecher des Bundes Deutscher Bier Brauer (BuDeBiB), den Start einer neuer Biermesse in München bekanntgegeben. Los gehen wird es mit der auf drei Tage angelegten  “BierMUC” am Freitag den 20. Februar 2015.

Mit an Bord, so Karl Ranseier, ist das “Who-is-who” der deutschen Premium Biermarken welche in den vier dafür angmieteten Messehallen auf dem Münchner Messegelände auf ca 40.000m² ihre Biere präsentieren werden. “Wir haben gesehen, dass das Thema Bier bei den Menschen in Deutschland weiterhin auf großes Interesse stößt und haben uns gefragt: Wie können wir den Kunden und die Premiumbiere unserer Mitglieder am Besten zusammenbringen?”, so der Sprecher weiter. “Die Antwort auf die Frage war schnell gefunden – wie auch der Ort. Wo sonst sollte man so eine Messe wie die BierMUC ausrichten als in der Bierhauptstadt Deutschlands?”

Auf die Frage hin, ob denn auch die deutsche Craftbeer-Szene dabei sein wird, antwortete Herr Ranseier. “Wir möchten unseren Konsumenten ein große Messe mit viel Vielfalt bieten. Daher ist jeder der sog. Craftbrauer gerne eingeladen, sich für unseren eigens geplanten 30m² Craftbier-Pavillon anzumelden. Voraussetzung ist dabei, und das sollte auch selbstverständlich sein, dass man sich dabei strikt an das Reinheitsgebot von 1516 hält. Außerdem wird unser Bierbeirat, welcher sich aus anerkannten Experten der Bierbranche und des beteiligten Bunds der bayerischen Bierbrauereien (BuBaBi) zusammensetzt, im Einzelfall entscheiden ob ein Bier den Kriterien für die Messe entspricht – ”

Natürlich sind auf der Messe nicht nur die großen deutschen Brauereien dabei, auch Rohstofflieferanten wie der bekannte Hopfenhändler Hasenbart wird dabei sein und die im letzten Jahr angekündigten, neuen Hopfensorten präsentieren. Gerüchten zu Folge soll eine große, Münchner Privatbrauerei bereits ein Bier dabei haben, welcher mit der Sorte Hallertauer Chocoffee gebraut wurde. Danach gefragt entgegnete Ranseier augenzwinkernd: “Wer weiß, vielleicht wird es ja die ein oder andere ‘Revoluzzion‘ geben.”

Ich bin auf jeden Fall gespannt, gerade da die BierMUC terminlich mit der anderen Münchner Biermesse kollidieren wird. Seitens des Veranstalters gab es dahingehend jedoch keinen Kommentar – dahingehend werde ich euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten!

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Braukunst Live 2014 – Rückblick

Seit der Braukunst Live 2014 sind nun zwei Tage vergangen und man konnte die Zeit nutzen, die vergangene Biermesse sowie die ersten Reaktionen etwas auf sich wirken zu lassen. Ja, die Braukunst Live war auch dieses Jahr wieder Anziehungspunkt für allerlei gemischtes Publikum – der Fachbesucher wie auch der Bierliebhaber ist in den drei Tagen definitiv auf seine Kosten gekommen und konnte aus einer schier unüberschaubaren Auswahl an Bieren wählen was nicht immer einfach war. So ist es auch kaum verwunderlich, dass auch ich nur ein wenig an der Oberfläche der bierigen Vielfalt kratzen konnte – aber allein das war mehr als ausreichend wie ihr im nun folgenden Rückblick lesen werdet.

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Marc Rauschmann, Frank Böer

Angefangen hat der Freitag Nachmittag mit dem alljährlichen Presserundgang bei dem man an den vier Premiumpartnern und den Hopfenspezialisten von Barth-Haas vorbeikam und nebenbei Zeit hatte, sich auf der (zu diesem Zeitpunkt noch) recht leeren Messe umzusehen. Die Reihenfolge des Rundgangs war vermutlich auch der Reihenfolge der Stände geschuldet – bei Braufactum mit einem IPA zu beginnen und danach den Hallodri zu probieren war etwas unglücklich. Nachdem bei Schneider Weisse die Porter Weisse auf dem Rundgangs-Probierplan stand (und mir doch von den vier Premiums am besten schmeckte), startete meine große Tour durch die Gänge des MVG-Museums.

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Ale*Mania Gose

Erster Punkt war der große, gemeinsame Stand der deutschen Craftbeer-Größen. Von BrauKunstKeller über Pax-Bräu, Kreativbrauerei Kehrwieder, Schoppe BräuHopfenstopfer bis hin zu Ale*Mania waren da all die vertreten, die einen großen Teil zur Craftbeer-Bewegung in Deutschland beitragen. Wie angekündigt gab es dort auch ein paar nette Biere zu trinken, unter anderem das Dark Red Temptation von Hopfenstopfer wie auch die neuen Biere von Fritz Wülfling aka Ale*Mania. Gerade dessen Gose empfand ich durchweg sehr trinkbar und erfrischend – ein willkommene Abwechslung zu den allgegenwärtigen Hopfenbomben.

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O.A.R.I.S.

Besonders gefreut hatte ich mich auf O.A.R.I.S, den Oak Aged Russian Imperial Stout welcher aus einer Zusammenarbeit zwischen Thorsten Schoppe (Holy Shit!) und Hans Christian Müller (Bayerisch Nizza) entstanden ist. Für mich, und das möchte ich gleich an dieser Stelle sagen, war es das Bier der Messe. Unter den mittlerweile recht häufig vorkommenden Bieren die in Fässern aller Façon ausgebaut wurden, sticht das O.A.R.I.S. mit seinem eleganten Fassaromen von milden Whiskey und Eiche angenehm heraus. Dazu mischen sich intensive Röstaromen von Kaffee, Schokolade und Toffee die von einer feinwürzigen und nicht übertriebenen Hopfung abgerundet werden. Sicher gibt es andere, stärkere, intensivere wie auch hopfigere Biere (gerade bei den Imperial Stouts), jedoch bleibt dabei gerne mal die Trinkbarkeit etwas auf der Strecke und man muss sich gerne mal mit zu übertriebenen Fassnoten rumschlagen. Nicht so bei diesem Berliner-Aschaffenburger Kleinod weshalb ich diese “Auszeichnung” nur allzu gerne vergebe und damit sicherlich nicht unbedingt alleine bin. Einzig mit der Verfügbarkeit hapert es ein wenig weshalb ihr euch beeilen solltet, das Bier bei Bedarf zu bestellen.

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Dreierlei Freigeist Bierkultur

Sehr interessant ging es auch nach diesem Stout weiter, konnten sich die Geschmacksnerven nach erfolgreicher Neutralisierung doch über den Galaxy Weizenbock der Weihenstephaner Studenten freuen bei dem einzig der namensgebende Hopfen genutzt wurde um für die süßlich-exotischen Aromen wie auch für die Herbe zu sorgen. Dazu gesellte sich noch eine Weinhefe und fertig war das sehr wohlschmeckende Bier. Ebenfalls erwähnenswert waren der Doppelbock der Schlossbrauerei Eichhofen wozu ein passender Whiskey gereicht wurde, das gelagerte Abteibier von Lammsbräu sowie auch das komplette Angebot am Stand von Freigeist Bierkultur (ich sage nur Lama Ding Dong oder Schottenrock). Auch mit den Bieren der Riegele Biermanufaktur war wieder viel Spaß im Glas, eignen sich diese doch auch sehr gut als Absacker vor dem Verlassen der Messe.

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Mikkeller

Besonders bemerkenswert, wenngleich auch nicht jedermanns Sache, waren die Biere von Mikkeller (allen voran der Espresso-Stout sowie der Barley-Wine) oder auch das “From Asia with Love” von Pax-Bräu in dem sich unter anderem Orangenschalen, Zitronengras, Ingwer, Pfeffer, Koriander und Habanero-Chillies befanden und dieses Witbier zu etwas ganz Besonderen (und leckeren!) machten. Neben all den Bieren – ich habe bisher auch nur einen Teil des erlebten dokumentiert – möchte ich noch die Gose von Axel Kiesbyes Bierkulturhaus hervorheben. So fruchtig, erfrischend und mit stärkerer, jedoch sehr gut passenden Säure war diese eine meiner Highlights welches ich auch mehrfach genossen habe.

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Tripple Nipple

Neben all der Aufmerksamkeit und Lob, die die anwesenden Biere verdient haben, muss man auch mal einen Blick auf die Messe als Ganzes werfen. Die Braukunst Live ist auch in diesem Jahr wieder gewachsen (vor allem auf Besucherseite) was eines der größten Probleme der Messe weiter offenbart hat: Der Platz. Der Samstag war, bedingt durch die Bessuchermassen, zeitweise sehr anstrengend und ließ auf Seiten der Aussteller wie auch der Besucher die Möglichkeit zum Austausch gerne mal vermissen. Auch die Toilettensituation war zeitweise, gelinde gesagt, unbefriedigend und von den langen Schlagen am Eingang wollen wir erst gar nicht mal reden. Gesetzt dem Fall, dass auch im nächsten Jahr mit einem weiteren Wachstum in der Größenordnung der letzten Jahre rechnet, wird das MVG-Museum in der Form wohl nicht mehr ausreichen – da werden Frank Böer und sein Team einiges zu tun haben. Ansonsten hat die Versorgung mit frischen Gläsern weitaus besser funktioniert als im Vorjahr, die Security war hingegen weiterhin nicht dem Stil und Spirit der Messe angemessen.

Sei es wie es sei, die Messe war für die Besucher wie sicherlich auch für den Veranstalter ein voller Erfolg. Tolle Biere wurden verkostet, nette Leute kennengelernt und gerade die After-Messe Parties werden noch dem ein oder anderen im Gedächtnis bleiben. Ich freue mich jedenfalls auf die Braukunst Live 2015 und hoffe, in einer etwas ruhigeren Umgebung ein paar mehr Fotos zu machen und noch mehr mit den Ausstellern in Kontakt zu kommen.

In diesem Sinne: Prost!

bkl2014

Braukunst Live 2014 usoX Biertipps

bkl2014Etwas mehr als zwei Wochen vor Beginn der Braukunst Live 2014 möchte ich euch ein paar Biere vorstellen, die ihr auf der Messe auf keinen Fall auslassen solltet. Manch einem, der die Messe bereits in den Vorjahren besucht hat, kennt vielleicht das Problem: Man versucht inmitten der schier unüberschaubaren Masse an Ausstellern und Besuchern den Überblick über das Angebot zu bekommen und läuft immer Gefahr, besonderen Biere und Sondersude zu verpassen.

Ich möchte euch jetzt auf ein paar Bierspezialitäten hinweisen, die ihr zum Teil nur auf dieser Messe probieren könnt oder zumindest zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden weshalb es natürlich Schade wäre, diese zu verpassen.

 

O.A.R.I.S.

von Schoppe Bräu und Hans Müller Sommelierbier

Ein 3 Monate gelagerter Russian Imperial Stout mit einer Stammwürze von 19,8° Plato und 9,5% Alkohol. Ein Teil des Bieres wurde in einem Sassicaia-Fass (vorbelegt mit Glenmorangie Scotch Malt Whisky) gelagert, der andere in einem Hans Müller Sommelierbierbrand Fass – den daraus entstandenen Blend könnt ihr auf der Braukunst Live 2014 erstmalig probieren.

 

Dark Red Temptation

von Hopfenstopfer

Genaues weiß man derzeit nicht über dieses Bier, geht man jedoch vom Vorjahr aus so darf man auf ein sehr spannendes Bier hoffen – schließlich wurde Hopfenstopfer gerade erst von ratebeer.com mehrfach ausgezeichnet.

 

SHIPA Hüll Melon

von Kreativbrauerei Kehrwieder

Die SHIPA-Reihe der Hamburger Brauer rund um Bier-Sommelier Weltmeister Oliver Wesseloh bekommt mit dem Hüll Melon Nachwuchs. Wie seine Brüder ist man mit 65 IBU und 7,5% Alkohol dabei, Namensgeber ist diesmal die Hopfensorte Hüll Melon die mit ihrem Aromaprofil auf ein spannendes Bier hoffen lässt.

 

IPA, Imperial Red, Gose und Milk Stout

von Ale-Mania (ehem. FritzAle)

Ale-Mania kommt gleich mit vier neuen Bieren auf die Braukunst Live für die ich schon im Vorfeld meine uneingeschränke Empfehlung aussprechen möchte (wer FritzAle kennt, weiß weshalb).

Mit dabei sind:

- Imperial Red: 22° Plato, 9% Alkohol mit einem starken Malzkörper und intensiver Hopfung mit US-Hopfen

- Gose: 13° Plato, 5,6% Alkohol mit kräftigen, fruchtigen Charakter und leichter Milchsäure

- IPA: 18° Plato, 7,2 % Alkohol

- Milk Stout: 18° Plato, 6,8% Alkohol und natürlich mit Lactose

 

IDA

von Maxbrauerei

Beim IDA handelt es sich um ein “Imperial Dark Ale” und damit quasi um ein Black IPA. Als Basis dient das normale IPA mit 16% Stammwürze, 7% Alkohol sowie 66 IBU welche sich darauf freuen, auf eure Geschmacksnerven zu treffen.

 

Gelagertes 1628 Abteibier

von Lammsbräu

Das Abteibier war schon auf der 2013′er Braukunst Live dabei – man musste allerdings nett danach fragen. Dieses Jahr ist es wieder mit von der Partie, jedoch als gelagerte Version. Man darf gespannt sein, wie sich die Lagerzeit auf das Bier ausgewirkt hat. Des Weiteren wird es noch ein Spezialbier geben wobei man sich aber noch sehr bedeckt hält.

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – sollte ich noch ein paar Infos kriegen, werde ich diese, sofern es sich lohnt, selbstverständlich erweitern.

Comet IPA

Mein bieriges 2013

Comet IPA
Comet IPA

Man hört in diesen Tagen ja oftmals wieder den Satz “Das Jahr ging aber diesmal sehr schnell vorbei”. Gefühlt muss ich dem aber definitiv zustimmen – 2013 war ein schnelles Jahr und für mich, wenn ich so auf mein Blog schaue, durchaus eines, in dem die Thematik Craftbeer eine sehr große Rolle spielte. Überhaupt wurde in diesem Jahr hierzulande sehr viel über den Begriff “Craftbeer” diskutiert ohne dass wirklich Bewegung in die Thematik gekommen ist. Ich bin mir recht sicher, dass wir auch 2014 wieder darüber diskutieren, fachsimpeln und auch streiten werden, ob und ab wann sich ein Bier mit dem heiligen “Craftbeer”-Titel schmücken darf und ebenso bin ich mir relativ sicher, dass uns auch ein neues #craftgate oder #porterweissegate drohen wird – in welcher Form auch immer.

Aber erstmal wird das neue Jahr recht fulminant starten, findet doch bereits im Februar die dritte Braukunst Live in München statt welche, und das ist auf jeden Fall zu erwarten, erneut ein dickes Wachstum erleben wird. Überhaupt war die Messe für mich auch eine sehr gute Gelegenheit, endlich mit ein paar Bekannten aus der Szene in direkten Kontakt zu kommen und hielt für mich die ein oder andere Überraschung bereit die mich selbst nach mittlerweile fast vier Jahren Bierblog ins Schwärmen brachte. Das ist das schöne am Bier: Selbst wenn man glaubt schon alles zu kennen, kommt von irgendwo ein kleiner Brauer daher und setzt die Latte – einfach so – gleichmal ein paar Meter höher. So geschehen mit dem Comet IPA von Hopfenstopfer welches für mich ganz klar das Bier des Jahres 2013 ist – wie ich es kennen gelernt habe? Nun, dreimal dürft ihr raten…

Auch sonst hält meine 2013′er Bestenliste den ein oder anderen durchaus edlen Tropfen bereit was mich galant zu einer der nächsten angenehmen Entwicklungen in diesem Jahr bringt. Gefühlt scheint die Entwicklung sog. “Edelbiere” in die richtige Richtung zu gehen. In meinen Augen – und das sehe ich sowohl als Konsument wie auch als Brauer – war die Entwicklung dieser Biere (die ich als “besondere Biere zu einem hohen Preis” definiere) kontraproduktiv für den Vielfaltsgedanken den wir uns von all den kreativen Brauern wünschen. Das soll nicht heißen, dass man Bier verramschen soll – im Gegenteil: Es geht um einen angemessenen Preis für die geleistete Arbeit. Dahingehend fand ich gerade die Kehrtwende bei der Riegele Biermanufaktur sehr erfrischend, hat man in meinen Augen mit der neuen Serie an Spezialbieren doch genau die ideale Mischung aus Preis und Leistung getroffen.

Gastronomisch gesehen konnte ich mich dieses Jahr ebenfalls nicht beklagen. Neben meinem nun mindestens einmal jährlich stattfindendem Besuch im Cafe Abseits - nicht nur ein gar nicht mehr so geheimer Geheimtipp für Bierliebhaber sondern auch ein toller Treffpunkt für tiefgründige Biergespräche – wird das im November neu eröffnete Tap House in München wohl so eine Art Pilgerstätte für mich werden. Nicht nur, dass die beinahe unglaublich große Bierkarte zum Verweilen einlädt, auch kam ich dort bisher bei jedem Besuch mit anderen Brauern, Bierliebhabern und Freaks ins Gespräch und habe die ein oder andere Perle für mich entdeckt.

Dass aber nicht nur die vermeindlich “Großen” tolle Biere brauen können hat der Hobbybrauer Wettbewerb im Rahmen das Oak Aged Bier Festivals der Camba Bavaria gezeigt. Dort sind die Biere der Truchtlachinger Brauerei beinahe in der Masse der qualitativ unglaublichen guten Hobbybrauer Biere untergegangen. Bleibt zu hoffen, dass der ein odere andere vielleicht den Schritt wagt, aus seinem Hobby Ernst zu machen und diese Biere auf den Markt bringt. Diesen Schritt haben, das sei nebenbei bemerkt, ein paar Freunde und ich in diesem Jahr gemacht was dazu führte, dass das eigentliche Hobbybrauprojekt “Wampenbräu” sein erstes Bier – mit Erfolg – groß aufgelegt hat. Vielleicht hilft in Zukunft beim Experimentieren dabei auch der Brewbot, dessen Ansatz das Heimbrauen in den nächsten Jahre möglicherweise revolutionieren wird – wer weiß?

Erfolg – das ist das, was ich allen Brauern da draussen für das neue Jahr wünschen möchte. Ebenso gilt das auch für alle Freunde, Kollegen, Lesern, Kritiker, Supporter, Follower, Fans, Bierwichtlern, etc… die mich 2013 begleitet haben. Ich hoffe, dass 2014 ebenso Schlag auf Schlag weitergehen wird, wünsche mir viele neue Biere und dass man den ein oder anderen von euch mal persönlich kennenlernt – spätestens im Februar auf der Braukunst Live ist dazu ja reichlich Gelegenheit.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und auf ein bieriges 2014!

Prost!

Weihnachts-Bierwichteln 2013 – Anmeldung online!

Anfang November, Zeit sich schonmal Gedanken über Weihnachten zu machen. Und was gehört dazu? Natürlich das Bierwichteln!

Ab sofort könnt ihr euch für das Weihnachts-Bierwichteln 2013 anmelden. Ihr habt dabei diesmal etwas länger Zeit – bis zum 07.12.2013 um 23:59 ist die Anmeldung dieses Mal möglich.

Die Anmeldung, alle Details und Informationen zum Ablauf findet ihr auf der Bierwichteln-Seite.

Frohes Wichteln!

Die Antwort auf #craftgate

Wie ihr hier nachlesen könnt, habe ich ja am Sonntag einen Leserbrief bezüglich eines Artikels im Fine-Magazin geschrieben und heute tatsächlich eine Antwort des Autors bekommen. Da der Autor jedoch darauf bestand, dass der Inhalt nicht veröffentlich wird (was ich respektiere), kann ich euch nun den Inhalt nicht 1:1 wiedergeben. Ich kann euch soweit aber sagen, dass es ein angenehmer Dialog war bei dem auch versöhnliche Worte bezüglich des Artikels und der allgemeinen Einstellung gegenüber Craftbeer gefallen sind.

Allerdings hat der Austausch aber auch ein generelles – jedoch nicht neues – Problem offenbart: Die Schwierigkeiten mit der Definition von “Craftbeer”.

Ich werde hier nun nicht schon wieder eine Diskussion über genau diesen Punkt beginnen, dennoch halte ich es für sehr wichtig, dass man eine allgemeingültige Definition findet um mögliche Verwechslungen oder Umdeutungen zu verhindern. Nicht zuletzt hierzulande wird ein IPA als Synonym für Craftbeer gesehen was immer wieder zu Mißverständnissen und Falschdeutungen führt und letztendlich auch solche Artikel begünstigt. Man kann den Leuten hierbei auch nur bedingt einen Vorwurf machen, sich nicht genügend informiert zu haben. Wo hätten sie sich denn informieren sollen? Wer könnte Craftbeer erklären, ohne dass es dafür eine allgemein gültige und akzeptierte Definition gibt? Begünstigt es die Szene durch eine mangelde Klarstellung nicht sogar, dass Artikel wie der gezeigte so sind wie sie sind?

Diese Diskussionen über das leidige Thema “Craftbeer” hat in den vergangenen Wochen an diversen Schauplätzen abgespielt, Brauereien wie auch Blogger haben sich, teilweise recht ausgiebig, zu der Thematik geäußert und ihre Meinung kund getan an die ich mich jetzt einfach mal anschließe. Ich sehe diese Thematik ähnlich wie Felix, habe aber eigene Vorstellungen wie die “Craftbeer-Thesen” ausehen sollten. Daher nehme ich jetzt mal die von BrewDog entworfenen Gebote samt den Erweiterungen von Felix und dichte meinen eigenen Senf dazu.

Die Craftbeer-Gebote

Eine Craftbeer Brauerei:

1. ist klein
Braut weniger als 500.000 hl im Jahr

2. ist authentisch
a.) braut alle ihre Biere nach festgelegter Stammwürze
b.) Benutzt kein Reis, Korn oder andere Zusätze um Geschmack zu verringern und Kosten niedrig zu halten
c.) Benutzt keine technischen Hilfsstoffe zur Stabilisierung oder Filtration (z.B. PVPP)

3. ist ehrlich
a.) Alle Inhaltsstoffe sowie Maßnahmen zur Haltbarmachung (z.B. Pasteurisierung) werden klar und eindeutig auf dem Etikett angegeben
b.) Es steht eindeutig auf dem Etikett wo das Bier gebraut wurde.
c.) Alle Biere werden in Craft Breweries gebraut (Felix Zusatz: dazu gehören keine „Versuchsbrauanlagen“ von Großkonzernen)

4. ist unabhängig
Nicht mehr als 20% dürfen von einem Konzern besitzt werden, welcher selbst keine Craft Brewery betreibt.

5. ist sozial
Eine Craft Beer Brauerei setzt sich für ihre Mitarbeiter und die Nachbarschaft ein, für den Ort, für die Stadt. Sie ist verwurzelt in die Gemeinde und trägt einen wichtigen Teil zum Zusammenhalt bei.

6. ist fair
Es geht ums miteinander und nicht ums gegeneinander – Anwälte und Gerichte sollte nur der allerletzte Schritt zur Durchsetzung von Rechten sein (z.B. Markenrecht wie man es ja bei #fritzgate sieht).

Anders als Felix sehe ich einen “Zwang” zur Erzeugung von jährlich immer neuen Biere – darunter dann auch nicht-traditionellen Biersorten – für nicht notwendig, denn was die Brauerei braut soll den Braumeistern überlassen bleiben. Niemandem ist geholfen, wenn diese auf Gedei und Verderb ein IPA oder einen Stout produzieren nur um diese Voraussetzungen für den “Craftbeer-Aufkleber” zu erfüllen.

Ich würde mich freuen, wenn sich weitere Blogger, Brauer, Sommeliers und Bierfreunde konstruktiv mitwirken würden und es vielleicht wir sind, die diese Definitionslücke endlich schließen. Und was den Artikel angeht: Für mich ist die Sache erst einmal gegessen.

Kommentar zu Artikel “Augen, Nase, Mund” im Fine-Magazin 03/2013

Am gestrigen Samstag machte dieser Kommentar der Kollegin Mareike zum Artikel “Augen, Nase, Mund” im Fine-Magazin Ausgabe 03/2013 die Runde und sorgte neuerdings für etwas Empörung in der Craftbeer-Szene. Neuerdings deshalb, da man “gerade erst” fritzgate – den Namensstreit zwischen fritz-kola und FritzALE – überstanden hat (oder dies zumindest den Anschein hat) und die Protagonisten, verständlicherweise, sehr sensibel auf Angriffe auf die “Szene” reagieren.

Diese beiden Paradebeispiele zeigen, dass “Craftbeer” auch in Deutschland angekommen ist und immer mehr (mediale) Aufmerksamkeit bekommt was sich nicht zuletzt durch viele positive Artikel, Kommentare und Tests in diversen Medien bemerkbar macht. Da war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis sich Gegenwind regt – sei es durch bloße Unwissenheit, durch PR oder von konservativen Menschen, denen jegliche Veränderung ein Dorn im Auge ist. An dieser Stelle ist es extrem wichtig, dass man mit der entsprechenden Gelassenheit und Ruhe auf diese, ich nenne es mal “Seitenhiebe”, reagiert. Wichtigstes Mittel – in meinen Augen – ist dabei der Dialog, denn nur auf diesen Weg kann man die Leute mitnehmen und sie von der “anderen” Bierwelt überzeugen.

Gegen negative PR hilft dies natürlich nicht – hier sind all die Blogger, Sommeliers und Bierfreunde gefragt die die Szene ihrerseits pushen und mit ihren Reichweiten – gerade in den heutzutage so wichtigen sozialen Netzwerken – für entsprechende Richtigstellungen und positive PR sorgen müssen. Gerade bei dem angesprochenen Artikel – hier wird “Craftbeer” auf IPAs und Double/Triple Biere reduziert und ihm hohe Qualität abgesprochen – kann man sich nicht ganz so sicher sein, ob es sich um blanke PR handelt oder ob der Autor wirklich wider besseren Wissens geschrieben hat. Da ich ein netter und vielleicht manchmal etwas naiver Mensch bin, gehe ich jetzt mal von letzterem aus und habe daher an den Chefredakteur des Fine-Magazins folgende eMail verfasst um etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Ob es Erfolg haben wird? Wer weiß – jedenfalls weiß man vielleicht in absehbarer Zeit, woran man ist.

Sehr geehrter Herr Schröder

Mit ein wenig Verwunderung habe ich den Artikel "Augen, Nase, Mund" des
Autors Till Ehrlicher in Ihrem Magazin gelesen.
Im Rahmen des Artikels geht der Autor auf die aufkommende
Craftbeer-Szene in Deutschland ein, degradiert diese aber in großen
Teilen zu "technologischen Fetischisten" die nicht das Potential haben,
"hohe Qualität ähnlich wie die bedeutenden Champagnerhäuser zu
gewährleisten".
Ich begleite die deutsche Bierszene, insbesondere die deutsche
Craftbeerszene, jetzt seit einigen Jahren und kann diese Aussage daher
nicht nachvollziehen und sie lässt mich an der Recherchearbeit des
Autors arg zweifeln. Wie in jeder Branche gibt es auch beim
"Craftbeer" (ein Wort, das immernoch einer genauen Definition bedarf)
Extreme - diese zeigen sich u.a. in Bieren mit sehr hohen Hopfenmengen,
einem hohen Alkoholgehalt, mehrfacher Vergärung, Blends, etc. und
stellen sicherlich einen kleinen Teil der Szene, nicht jedoch die Szene
an sich, dar. Viele der Brauer, die sich abseits des deutschen
Standardpilseners bewegen, brauen ihre Biere in kleinen bis
mittelständischen Brauereien und haben in erster Linie eines im Sinn:
Qualität.
Im Gegensatz zu Großbrauereien werden hier tatsächlich "beste Zutaten"
genutzt - angefangen von oftmals frischem Hopfen (der gerne mal noch am
Tag des "Zupfens" verarbeitet wird) bis hin zu selbstgezogenen
Hefestämmen - und nicht einfach nur lapidar Hopfenextrakte oder fertige
Malzextrakte wie es in der Brauindustrie gang und gäbe ist (wie z.B.
auch mindestens im Pilsner von Bitburger auf deren Produkte der Artikel
ja abzielt). Besonders interessant empfinde ich die Aussagen des Autors
auch in dem Kontext, als dass Bitburger unlängst ihre eigene
Craftbeer-Tochter "Craft Werk" ins Leben gerufen hat und seitdem wohl
ebenfalls als "technologische Fetischist" gilt und Biere mit
zweifelhafter Qualität herstellt.

Kommen wir zu meinem eigentlich Anliegen. Ich möchte den Autor nun in
erster Linie nicht verurteilen sondern sehe viel mehr Wissenslücken, die
ich diesem Fall gerne füllen würde. Ich würde mich daher freuen, wenn
Sie einen Kontakt zu Herrn Ehrlicher herstellen könnten. Vielleicht kann
man, sofern dies gewünscht, bei einer kleinen Verkostungsrunde
deutscher, hochqualitativer "Craft-Biere" einige dieser Vorurteile
abbauen.

Mit freundlichen Grüßen