Archiv für Kategorie Bier: 1 Stern

Aktienbrauerei Heißes Böckle

Passend zur Winterzeit hat mich vor einigen Tagen das Heiße Böckle der Aktienbrauerei erreicht. Eigentlich teste ich ja keine Biermischgetränke, jedoch beträgt der Biergehalt dieser Mischung 95% weshalb ich nochmal ein Auge zudrücken werden. Außerdem handelt es sich dabei um Bockbier. Die restlichen 5% bestehen aus einem Sirup mit Zimt-Backpflaumen Geschmack. Klingt abenteuerlich aber ich werde dies, natürlich völlig vorurteilsfrei, auf mich nehmen. Für die Wissenschaft!

Die Pflaumen kann man dem Geruch deutlich entnehmen. Ansonsten verbreitet dieses etwa 50Grad warme Gebräu eine leicht honigartige Süße gepaart mit Zimtaromen im Raum welchen ich anschließend sicherlich stark durchlüften werde. Die Farbe ist dunkelbraun mit leichten Rottönen und erinnert stark an eine koffeinhaltige Brause eine bekannten Getränkeherstellers.

Ach du meine Güte. Ich habe ja fast mit allem gerechnet aber diese Komposition haut mir glatt den Boden unter den Füßen weg. Der Antrunk ist anfangs süßlich, wird daraufhin aber sofort von diesem extrem herb-säuerlichen Pflaumengeschmack überdeckt welcher einen fad-bitteren Nachgeschmack auf der Zunge hinterlässt. Den angesprochenen Zimt kann man schmecken, ansonsten ist das Zeug eigentlich nur pappig süß und schmeckt mir überhaupt nicht. Die Mischung aus herb-süßlichem Bockbier und dem säuerlichen Pflaumengeschmack zusammen mit der absolut unpassenden Kohlensäure machen mir hier sofort den Gar aus.

Nix da. Indiskutabel. 1 Stern.

Alkoholgehalt: 6,7%

(1/5)

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Heineken

330 Milliliter – nicht schon wieder. Bezogen habe ich es ebenfalls bei meinem Trip nach Norddeutschland. Das Heineken wird in Amsterdam nach deutschen Reinheitsgebot gebraut – kann also nicht schlecht sein. Oder?

Das gelbliche Bier duftet unter der feinporigen Schaumhaube süßlich-sauer und etwas hefig daher. Sehr stabil war der Schaum jedoch nicht und so hat man recht schnell den Durchblick bis auf den Boden des Glases – 0,3 Liter sind ja nicht besonders viel.

Im Antrunk ist es recht bitter und kaum malzig. Die angedeutete Süße verzieht sich schnell und lässt einen dann mit diesem stark gehopften Bier allein, welches seinen Weg nur langsam den Hals hinab findet und dessen Geschmack recht lang auf der Zunge bleibt. Hat einen sehr kantigen Charakter und geht recht brachial zu Werke – bis man sich dran gewöhnt hat. Danach erwartet einen eine wirkliche Malzeinöde, die kaum Akzente setzen kann. Immerhin gibts beim Bierglas Blog ein schönes Glas zu sehen.

Die Kohlensäure ist mild abgestimmt und unterstützt diesen Einheitsbrei. Sorry, definitiv nichts für mich. Ich weiß nicht, was ich noch großartig sagen soll. Gibt sicher Leute, denen das schmeckt – ich gehöre nicht dazu. 1 Stern.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5%

(1/5)

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Löwenbräu Weißbier – Für den Ausguß

Nicht blöd habe ich geschaut als ich bei meinem letzten Getränkemarkt-Run auf ein Weißbier von Löwenbräu gestossen bin. Bis zu diesem Zeitpunkt ging ich eigentlich immer davon aus, dass es von Löwenbräu gar kein Hefezweizen gibt. Warum? Nun, alle mir bekannten Gaststätten welche die Marke mit dem Löwen als Bierpartner auserkoren haben, bieten als Weißbier immer Franziskaner an. Da stellt sich mir natürlich die Frage nach dem Weshalb? Schämt man sich in München für dieses Weißbier so dass man es seinen Kunden gar nicht erst anbietet? Ich werde es herausfinden….

Grobporig begrüßt einen der Schaum welcher auf dem recht dunklen Bier ziemlich schnell in sich zusammen sackt. Im Geruch macht sich die LöwenWeisse mit hefigen Noten bemerkbar welche sich mit einer anderen Nuance , ich würde sie mal im weitesten Sinne als fruchtig beschreiben, paart.

Der Erste Schluck beherbergt eine undefinierbare Geschmacksmischung welche einen im entferntesten Sinne noch an Hopfen erinnert. Man wird auch gleich von der Kohlensäure erschlagen welche viel zu stark dosiert höchstens zum aufblasen der Backen dient. Leichte Anflüge von Malz und Hefe werden von einem merkwürdig metallenem Geschmack überlagert welcher sich weiter auf der Zunge hält und auch Minuten nach dem Genuß Trinken von dem nervigen kribbeln der Kohlensäure begleitet wird.

Nein, mehr geht nicht. Ich breche ab. Wenn ich könnte würde ich Minuspunkte vergeben – so bleibts aber bei einem einzigen Stern welcher gleichbedeutend ist mit: Wegschütten.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot

Stammwürze: 11,8%

Alkoholgehalt: 5,2%

(1/5)

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Reutberger Daisenberger Dunkle-Weisse – Gehört weggesperrt

Vor einiger Zeit habe ich in der hießigen Lokalzeitung einen Bericht über das Kloster Reutberg gesehen in der von der neuesten Biersorte der Klosterbrauerei berichtet wurde: Die Daisenberger Dunke-Weisse. Für diejenigen, die es interessiert, möchte ich noch kurz erklären, dass es sich bei “Daisenberger” um den Gründer der Brauereigenossenschaft Reutberg (Gründung am 23.10.1924) Pfarrer Alois Daisenberger handelt.

Nun habe ich natürlich schlechte Erinnerungen an “normale” Biere vom Reutberg welche ich natürlich abzulegen versuche um neutral an den Test dieses Weißbieres zu gehen.

Das von einem samtigen, gelblich-weißen Schaum bedeckte Bier ist hellbraun und verströmt einen stark malzig-hefigen, fast modrigen Geruch. Der Antrunk ist stark malzig und sehr ungewöhnlich für ein dunkles Weißbier. Flankiert wird der malzige Geschmack von einem ansatzweise fruchtigen Hefearoma von dem man das Gefühl hat, es wäre über das Experimentierstadium nicht hinaus gekommen.

Der Geruch ist nach weiteren Schlücken für mich unerträglich. Selten ein Bier gehabt, welches geschmacklich irgendwo zwischen Kellerboden und Kartoffelsäcken angesiedelt ist. Ich weiß echt nicht, was die Reutberger so treiben. Bisher war jedes normale Bier nicht einmal ansatzweise gut – ganz im Gegensatz zu den Böcken.

Es tut mir jedenfalls nicht Leid den Test schon abbrechen zu müssen und das arme Gebräu dem Ausguß zu übergeben. Das heißt: Schon wieder nur ein Stern für das Kloster Reutberg. Immerhin weiß ich jetzt, warum der Daisenberger auf dem Label so grimmig schaut.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12 %

Alkoholgehalt: 5,3%

(1/5)

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Unertl Weißbier – Unterste Schublade

Gleich zu Beginn überrascht das Weißbier von Unertl mit seiner dunklen Farbe – man fühlt sich sofort an den hauseigenen Ursud oder an Schneider erinnert. Der mittelgrobe Schaum sieht gut aus und hält sich stabil. Der Geruch ist unspektakulär – ledige leichte Hefearomen sind auszumachen.

Auch der Probierschluck hält noch Überraschungen bereit. Ein extrem süßer Malzgeschmack macht sich im Mundraum breit und verdrängt quasi alle andere Nuancen des Bieres. Man hat das Gefühl als würde man einen großen Schluck Zuckerwasser in sich reinschütten – das geht gar nicht. Auch der zweite Schluck verläuft ähnlich, jedoch kann man jetzt nebenher noch eine unangenehme Säure ausmachen welche dem Geschmack nicht zuträglich ist. Nein – bis hier hin und nicht weiter.

Mich erinnert das ziemlich stark an das Reutberger Weißbier und ich frage mich: Warum soll es diesem Probanten hier anders ergehen? Dieses Bier ist furchtbar süß, unausgewogen und für mich nicht genießbar. Lediglich die Kohlensäure ist gut dosiert (Gott sei Dank – ich will nicht davon aufstossen). Vielleicht war mein Exemplar auch schlecht oder was auch immer – das war ein Griff ins Klo.

Was mich allerdings irritiert: Laut unertl.de hat dieses Bier nur 4,8% anstatt der 4,9% laut Aufdruck auf meiner Flasche. Außerdem scheint sich das Etikett leichtfügig geändert zu haben. Wurde hier möglicherweise etwas geändert? Vielleicht werde ich dieses Bier nochmal testen – heute gibt es jedoch nur einen Stern.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9%

(1/5)

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Augustiner Weißbier – Da war kein Mönch am Werk

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich zuletzt mit diesem Werk Münchner Bierkunst in Berührung kam. Die Erinnerungen daran waren alles andere als positiv. Wie aber Tests in der Vergangenheit beweisen müssen Biere von Großbrauereien nicht per Definition schlecht sein. Also geben wir dem Augustiner Weißbier noch eine Chance.

Die Farbe ist so wie man sie von einem Weißbier erwartet. Leicht rötliche Kupfertöne mit einem Topping aus weißem Schaum, der jedoch zu üppig ausfällt. Der Geruch ist nicht so attraktiv – recht hefig aber nicht wirklich gut.

Der Erste Schluck wirkt relativ dünn. Malzige Nuancen sind erkennbar, verschwinden aber so schnell wieder wie sie gekommen sind. Auch die Hefe schmeckt man (leider wie ich sagen muss), sie nähert sich aber sehr stark an den Geruch an und macht jeden weiteren Schluck ziemlich schwer.  Des Weiteren kann ich beim weiteren Probieren eine Art Dosengeschmack ausmachen. Ist schwer zu erklären (gerade im Hinblick auf die Glasflasche), hält sich aber hartnäckig. Ausserdem wirkt das Bier relativ sauer – Spaß kommt hier keiner auf.

Der Schaum hat sich auch nach Minuten immernoch nicht verzogen und in meinem Bauch macht sich ein “Bitte nicht noch mehr davon”-Gefühl breit. Mir schmeckt das Bier überhaupt nicht. Das fängt schon beim Geruch an und hört bei diesem absolut undefinierbaren Geschmack auf. Ein Stern – beim Besten Willen.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,4%

(1/5)

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Reutberger Kloster-Weisse – Kloster-Ausreisser

Wiedermal gibt es Bier aus den Händen der Mönche – diesmal hab ich mir die Reutberger Kloster-Weisse aus dem Kühlschrank zu einem angenehmen Feierabendbiertest geangelt.

Fruchtig und leicht säuerlich duftet es aus der Flasche die mit dem typischen Reutberger-Label beklebt ist – einzig die Farbe und die Aufschrift unterscheiden sich hier. Das Bier ist schön anzusehen und wird von einer festen, leicht gräulichen Schaumkrone bedeckt welche schön zum gelblich-roten Gerstensaft passt.

Der Erste Schluck gestaltet sich, anders als erwartet, eher schwer. Geschmacklich wird man eher an ein Märzen erinnert als ein Weißbier – gerade die Säure, die sich schon beim Öffnen abgezeichnet hat, gefällt hier überhaupt nicht. Begleitet wird dies von dem leicht süßen Malz, der leider etwas modrig wirkenden Hefe sowie der moderat dosierten Kohlensäure. Ansonsten hat es nicht viel zu bieten. Die angepriesene Fruchtigkeit war wohl leider nur eine Täuschung oder geht durch die Säure unter.

Dieses Bier hat sehr viele Ecken und Kanten – definitiv zu viel für meinen Geschmack. Nachdem man den sehr…komplizierten…Geschmack durchschaut hat wirkt es relativ einfallslos und unspektakulär.

Es tut mir wirklich Leid aber dieses Bier schmeckt mir definitiv nicht. Es ist mir viel zu unausgewogen und vor allem auch zu sauer (und nein, das Mindesthaltbarkeitsdatum wurde nicht überschritten). Kaum zu glauben wenn man die anderen Reutberger Biere kennt: 1 Stern nach Sachsenkam

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

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Oettinger Kristall Weizen – Die Brechstange

Damit hier keiner glaubt, dass ich nur unerreichbare Biere aus Hintertupfingen teste gibt es heute mal etwas bekannteres – das Kristall-Weizen von Oettinger aus – na woher wohl – Oettingen.

Das Bier kommt in der bekannten Oettinger Aufmachung daher und ist mit seiner rotgoldenen Farbe doch recht ansehnlich. Der auf dem Bild noch üppig vorhandene grobporige Schaum verzieht sich leider schon nach wenigen Augenblicken und legt die Blick auf das durchsichtige Gebräu frei.

Aus der Flasche konnte man noch einen recht angenehm hefigen Geruch warnehmen der aber gleich nach dem Einschenken verschwunden ist und durch einen etwas alten, modrigen Duft ersetzt wurde. Der Antrunk wirkt recht kantig und überrollt einen mit diversen Aromen deren Zuordnung einem recht schwer fällt. Hopfen ist quasi kaum vorhanden, Hefegeschmack sucht man vergebens. Jedoch Kohlensäure hat das Bier mehr als genug – dies merkt man gleich nach dem Ersten Schluck. Das Malz ist entweder irgendwo vom Weg von der Flasche in das Glas verloren gegangen oder es scheint hier ebenfalls keine großartige Rolle zu spielen.

Im Abgang wirkt das Ganze sehr langweilig, lasch und erinnert einen irgendwie an ein normales Helles. Hier erahnt man allmählich die Zutaten und kann einen ganz leicht bitteren Geschmack warnehmen – das wars dann aber auch schon. Ich breche das Ganze dann bei der Hälfte des Glasinhalts ab. Ich kann mit diesem Bier absolut gar nichts anfangen weshalb es für mich, leider, nur eine passende Kategorie gibt: 1 Stern.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

Stammwürze: 12%

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