Archiv für Kategorie Bier: 3 Sterne
Mönchshof Weihnachtsbier
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 26. Januar 2012
Ich dachte zwar mal, mittlerweile alle Biersorten von Mönchshof durchprobiert zu haben aber kurz vor Weihnachten wurde ich eines Besseren belehrt. Mir fiel nämlich das Weihnachtsbier von Mönchshof in die Hände welches sich selbst auch als “edles Festbier” bezeichnet und nur von Oktober bis Dezember erhältlich ist. Da ich gerade auch Fan von saisonalem Biergut bin, freue ich mich umso mehr auf diesen Test.
Nach dem Öffnen der für Mönchshof so typsichen (und praktischen) Bügelverschlußflasche drängt sich einem ein leicht gehopfter aber ansonsten süßlicher Biergeruch in die Nase dessen Malznote sich nach dem Einschenken noch intensiviert. Der an sich feinporige Schaum verzieht sich binnen kürzester Zeit und es kommt ein etwas rötlich eingefärbtes Bier zum Vorschein.
Im Antrunk wirkt es erstmal recht hopfenaromatisch und ungewohnt trocken, nach kurzer Zeit aber macht sich der Körper bemerkbar und bedeckt die Zunge mit einer leichten Malzsüße und leicht brotigen Geschmacksnuancen. Weit im Hintergrund ist eine leichte Note von Waldbeeren auszumachen die sich aber der etwas zu stark geratenen Hopfenbeigabe unterordnet. Mir persönlich ist hier ein wenig zu viel Herbe auszumachen was letztendlich auf Kosten der Süffigkeit geht welche ansonsten durchaus vorhanden ist.
Mit der Zeit hat man sich aber, wie so oft, an das Hopfenaroma gewöhnt und kann seinen Geschmackssinn etwas mehr auf den Rest fixieren. Die Fruchtigkeit ist auch zum Schluß hin noch gegeben, süß ist es auch. Von der Kohlensäure her ists durchaus ok und stört den Genuß nicht.
Bei der Bewertung tu ich mich ein wenig schwer. Einerseits hat es durchaus Potential, durch die zu starke Hopfendosierung wirkt es auf mich aber nicht mehr so interessant. Auch fehlt ihm zum Ende des Tests der Charakter und es wirkt ein wenig fad. Da es aber besser ist als so manches bisher getrunkene gibt es von mir 3 Sterne für das Weihnachtsbier.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 13,4%
Alkoholgehalt: 5,6%




(3/5)
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Flötzinger Trachtler Hoibe
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 23. Januar 2012
Ich fang wohl am Besten erstmal damit an, den Namen des Bieres allen Nichtbajuwaren zu erklären. Bei einem “Trachtler” handelt es sich um eine Person in Tracht (ergo traditionellem Gewand) und eine “Hoibe” ist einfach nur eine Halbe Bier. Nach dieser kleinen (und hoffentlich überflüssigen) Exkursion in die bayerische Sprachwelt kann ich nun als meine Einleitung beginnen und freue mich drauf, euch heute dieses relative neue Bier der Brauerei Flötzinger aus Rosenheim präsentieren zu dürfen.
Der Antrunk dieses bernsteinfarbenen Exportbiers ist mild-würzig und hinterlässt ein angenehmes Malzaroma auf der Zunge während es leicht hopfig-süß die Kehle runterrinnt. Seinen Charakter entfaltet es jedoch etwas zu schwach weshalb man nur ansatzweise erahnen kann, welche Kraft hier noch im Malz versteckt liegt. Geschmacklich ähnelt es dem Flötzinger Märzen, hat hier doch etwas weniger Intensivität zu bieten. Dadurch wirkt es aber runder und durchaus ausgewogen, wenngleich es hintenraus wirklich etwas zu dünn schmeckt.
Die Schaumbildung ist nicht besonders ausgeprägt und die recht großen Blasen zerplatzen leider etwas zu schnell. Dies liegt nicht zuletzt an der milden Kohlensäure welche im Gegenzug – zusammen mit der großzügigen Malzsüße – eine gute Süffigkeit darbietet. Für ein Radler ist dieses Bier bestimmt ideal.
Insgesamt ein gutes Bier mit Abzügen im Schaum und dem Charakter – dafür gehen von jedem verkauften “Tragerl” (Kasten) 50 Cent an die “regionale Trachtenarbeit”. Das Bier kriegt von mir gute drei Sterne und ich…”hätt jetzt gern no a Hoibe”.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,3%




(3/5)
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Wernesgrüner Pils
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 21. Januar 2012
Nach den regionalen Spezialitäten der letzten Zeit habe ich heute mal wieder ein bekannteres Bier am Start. Es handelt sich dabei um die “Pils Legende” von Wernesgrüner welches ich in meinem Test der deutschen Großbrauereien leider vernachlässigt habe. Für alle, die dem selben Irrglauben wie ich verfallen sind und glauben, das Wernesgrüner komme aus irgendeiner deichnahen Region Deutschlands, möchte ich nun noch klarstellen, dass dieses Bier aus dem schönen Vogtland in Sachen kommt und der Bitburger Gruppe angehört.
Je nach Lichteinfall reflektiert dieses Pils mehr hellbgelbe oder mehr orange Farbtöne, ist also irgendwo dazwischen anzusiedeln. Der Schaum ist, wie bei den meisten Bieren dieses Brauart, sehr sahnig und feinporig aber nicht überragend standfest. Im Gerucht fliegt schon eine gewisse Herbe mit welche von einem leichten Malzbieraroma begleitet wird und einen ganz guten Eindruck bei mir hinterlässt.
Im Gegensatz zu meinen Erwartungen ist dieses Bier ungewohnt mild. Erst im Abgang kommt der Hopfen stärker zur Geltung, bleibt aber auch nicht wie die Klebereste eines Tesa-Films am Gaumen hängen. Eine gewisse Tiefe will ich dem Wernesgrüner nicht absprechen jedoch kann man schon anfangs erkennen, dass man nicht nach einem allzu ausgeprägten Charakter suchen braucht. Malzige Nuancen sind durchaus vorhanden, der Geschmack und auch die Farbe des Bieres verraten aber, dass man hier auch nicht sehr experimentierfreudig war. Eine leichte säuerliche Note sorgt hier immerhin für eine gewisse Frische weshalb ich mir durchaus vorstellen kann, dass man bei sonnigem Wetter im Biergarten vielleicht mehr davon hätte als an einem verschneiten Abend vor dem Computer.
Oralflatulenzen hat man nur bei zu schnellem Genuß zu berfürchten – hier haben die Braumeister eine ganz gute Mischung zwischen Spritzigkeit Trinkbarkeit gefunden. Auch die Malzsüße kommt mit der Zeit etwas besser rüber und macht dieses Bier zu einem brauchbaren Begleiter von dem ich sage: “War nett mit dir aber ich rufe dich nicht an”. Will sagen, man kann das Wernesgrüner durchaus trinken, vom Hocker hat es mich aber nicht gerissen. Daher gibts von mir gerade noch drei Sterne für dieses Pils.
Achja, bevor es noch zu Unkenrufen kommt: Ich habs immernoch nicht geschafft, mir ein einfaches Pilsglas zu besorgen. Interessierten kann ich aber zumindest das Werngesgrüner Bierglas im Bierglasblog präsentieren.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 11,3%
Alkoholgehalt: 4,9%




(3/5)
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Pinkus Hefe Weizen
Verfasst von Daniel unter Allgemeines, Bier: 3 Sterne am 20. November 2011
Nachdem ich letzthin ja das Special der Brauerei Pinkus Müller aus Münster auf dem Tisch stehen hatte gibt es heute gleich noch ein Bier aus der Biobrauerei – das Hefe-Weizen.
Der etwas störrische Schaum schmückte dieses Bio-Weißbier leider nur kurz. Nach einer Minute war er quasi wie weggeblasen und gab den Blick auf das hellgelbe, naturtrübe Weizen frei welches recht fruchtig und hefig duftet. Die Trübung ist vergleichbar mit der des Franziskaner Royal und damit nicht sehr ausgeprägt.
Der Antrunk ist überraschen spritzig und hat eine starke Zitrusnote die vermutlich vom verwendeten Hopfen herrührt. Die leichte Säure, welche das fruchtige Aroma begleitet, macht dieses Weißbier recht erfrischend und leicht – vom Alkohol merkt man absolut nichts. Es könnte ein wenig vollmundiger sein und wirkt ein klein wenig zu süß, bittere Aromen braucht man gar nicht anfangen zu suchen. Im Abgang wirkt es dann relativ unauffällig. Hier kann man kaum unterscheiden, ob es sich um ein Helles oder doch um ein Weißbier handelt.
Etwas zu aggressiv empfinde ich die Kohlensäure, welche einerseits zwar den frischen Charakter des Bieres unterstützt, jedoch ein wenig zu sehr kribbelt. Auch ein etwas stärkeres Hefearoma könnte dem Bier noch gut tun um den Gesamteindruck abzurunden. Aber ich möchte nicht davon ablenken, dass wir es hier mit eingewöhnlichem aber guten Bier zu tun haben. Geht ein wenig in die Richtung vom TAP5 von Schneider-Weisse, ist aber sommerlich leicht und fruchtig. Nach Abzug für die schlechte Schaumentwicklung gibt es 3 Sterne für das Bio-Weizen aus Münser
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5%




(3/5)
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Franziskaner Royal – Jahrgang 2011
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 12. November 2011
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich vor ein paar Tagen von dem neuen Weissbier von Franziskaner gehört habe – Royal. Es handelt sich hier um ein Jahrgangs(weiss)bier, dessen Komposition sich jedes Jahr nach Gutdünken des Braumeisters ändert und somit immer anders schmecken wird. Das Franziskaner kenne ich als guten Allrounder in Sachen Weißbier welches normalerweise in jedem Gasthaus zu kriegen ist welches auch Löwenbräu führt. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.
Das Bier ist erstaunlich klar. Trotz ausgiebigen schwenken der Flasche hat sich keine besondere Trübung des Glasinhalts eingestellt – hat man hier etwas zu stark gefiltert? Ansonsten ist das Bier von gelblich-grüner Farbe und hat eine hefig duftende Schaumhaube oben auf. Vom Aussehen her kommt es einer Mischung aus einem normalen und einem Kristallweizen noch am nähesten.
Im Antrunk ist es leicht süßlich und hat ein recht malzstarkes Aroma. Die Hopfenzugabe ist vergleichbar mit dem normalen Franziskaner Weissbier und fällt daher mild aus und ist nichtmal im Abgang großartig ausgeprägt. An sich ist es gut trinkbar und ansatzweise süffig, hat jedoch einen recht einseitigen Charakter. Mit der Zeit blitzen zwar fruchtige und hefige Tendenzen auf, diese könnte man aber auch als Kollateralschaden bezeichnen. Wer hier Experimente erwartet hat wird enttäuscht und bekommt ein sehr mild abgestimmtes Bier was sich auch im geringen Kohlensäuregehalt wiederspiegelt.
Ich muss sagen, ich habe mir mehr erwartet. Geschmacklich gesehen ähnelt es dem normalen Franziskaner Weißbier zu sehr – hier werden kaum Akzente gesetzt. Ebenso sagt mir das Aussehen des Bieres definitiv nicht zu. Davon abgesehn ein solides Hefeweizen – aber auch nicht mehr. Drei Sterne.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 11,7%
Alkoholgehalt: 5%




(3/5)
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Carlsberg Pils
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 11. November 2011
Nach den Tests der Duckstein Biere in den letzten Wochen gibt es heute ein weiteres Bier aus der Carlsberg Gruppe – das Carlsberg Pils. Über den Weg gelaufen ist mir dieses Pils bei meinem Ausflug nach Norddeutschland wo dieses Bier wohl durchaus öfter zu finden ist als bei mir. Für die, die es interessiert: Auch Holsten, Astra, Lübzer und Lüneburger gehören zu Carlsberg.
Die Flasche ist jedenfalls recht auffällig, einmal wegen ihrer Form und einmal wegen ihrer Größe – 0,3 Liter ist ein eine Einheit, die ich als Bayer vielleicht von Medizinfläschchen erwarten würde aber nicht von Bierflaschen. Das aber nur am Rande. Der Geruch des hellgelben Bieres ist sehr süß und einen leicht säuerlichen Touch. Der schneeweiße Schaum ist anfangs recht cremig, verzieht sich aber recht schnell wieder was bei einem Pils aber nicht sonderlich überrascht.
Der Antrunk ist sehr erfrischend und für diesen Biertyp sehr mild. Wirklich überrascht bin ich jedoch von der Süffigkeit dieses Bieres. Klar, ein Vergleich zu malzstarken Bieren aus dem Hause Reutberg wäre hier nicht fair jedoch muss ich an der Stell eine Lanze für dieses Pils brechen. Die sonst typische stärkere Hopfennote entfällt hier fast gänzlich und blitzt lediglich im Abgang kurz auf. Ansonsten hat es einen leicht süßlichen Geschmack der mich im entferntesten an Fruchtgummis erinnert (natürlich nicht in der Form wie es ein bekannter Wachmacher aus der Dose tut).
Die Kohlensäure ist zwar durchaus vorhanden, verhält sich jedoch sehr mild und stört den Genuß kaum. Was mich jedoch stört ist ein seltsamer metallartiger Nachgeschmack, der einige Momente nach dem Trinken anhält und dann abklingt. Leider läßt auch die Süffigkeit mit der Zeit etwas nach, macht aber nix da man die “Menge” sowieso in wenigen Zügen (oder auch in einem) runtergekippt hat.
Nach langem Nachdenken gibts für das Carlsberg Pils 3 Sterne. Einerseits ist es für ein Pils untypisch süffig, andererseits ist die Mengeneinheit für mich stark an der Grenze der Akzeptanz und der etwas eigenartige Nachgeschmack verwundert mich. Dennoch für mich bisher das beste Pils in meiner Testkarrerie.
Bezugsquellen für Carlsberg Pils
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5%




(3/5)
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Mönchshof Kulmquell
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 10. November 2011
Ein Bier ohne Heimat? Könnte man so sagen, da im Internet zu diesem Bier nichts zu finden ist. Weder bei Kulmbacher direkt noch bei dessen Tochter Mönchshof sind weitere Informationen zu diesem Bier zu finden weshalb ich euch nur mit dem versorgen kann, was mir auf der Flasche an Daten geboten wird. Was man aufgrund dessen von diesem Unbekannten halten soll wird sich im nachfolgenden Test zeigen.
Das filtrierte Bier, seines Zeichen ein Helles, präsentiert sich im schönsten Hellgelb mit leicht grünlichen Nuancen, gespickt mit ein paar Kohlensäurebläschen und einer feinen, wenngleich nicht sehr stabilen, weißen Schaumhaube. Quasi ein Parade-Helles. Den Duft würde ich würzig bis süßlich beschreiben, charakteristisch für ein malzstarkes Aroma.
Der Antrunk ist recht süß und von einem fein-malzigen Aroma. Es macht einen sehr frisch-fruchtigen Eindruck bevor es im Abgang etwas erdiger wird und das Malz stärker zur Geltung kommt. Das Bier ist für ein Helles typisch sehr mild gehopft und damit, einhergehend mit der malzigen Süße, recht süffig. Unterstützt wird dies von kaum merklicher Kohlensäure und dem angenehm süßlich-saurem Geruch.
Der sich mit der Zeit einstellende Nachgeschmack sagt mir jedoch nicht so ganz zu. Wirkt irgendwie leicht muffig und sorgt dafür, dass man das Glas gleich wieder zum nächsten großen Schluck anhebt (was im allgemeinen ja nicht negativ ist). Mit ganzen 4,9 Volumenprozent ist es dazu noch eines der schwachbrüstigeren Biere. Dennoch ist es durchaus gut trinkbar und das Glas bereits alle. Daher gehen drei Sterne nach Kulmbach. Wenn mich nur noch einer aufklärt, weshalb ich nichts offizielles zu diesem Bier finde, wäre ich vollends glücklich.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 4,9%




(3/5)
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Veldensteiner Zwick’l
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 8. November 2011
Dienstag Abend, Biertest-Zeit! Was steht denn heute auf dem Programm? Ein Kellerbier – ach, schon wieder. Heute steht der Zwick’l von Veldensteiner auf den Programm. Wie, ihr kennt Veldensteiner nicht? Gut, ich auch nicht aber das muss ja nun nichts heissen. Immerhin gibts ein Gebinde mit Bügelverschluss.
Das recht trübe Bier ist von orange-bräunlicher Farbe und verströmt einen hefig-süßlichen Geruch. Der Schaum ist stabil und von feinporig bis cremiger Konsistenz. Im Vergleich zu den anderen Kellerbieren, die mir bisher untergekommen sind, ist dieses hier bisher das trübste. Ich bin gespannt.
Recht malzig kommt es beim Ersten Schluck daher. Süße und Herbe halten sich hier die Waage wobei die Hopfenaromen im Abgang etwas mehr herausstechen und dieses Bier ein wenig herb erscheinen lassen. Mit der Zeit hat man sich aber daran gewöhnt weshalb die leichte Bitterkeit in den Hintergrund tritt und die Bühne für hefigere Noten frei macht.
Die Mischung macht an sich einen süffigen Eindruck, leidet aber ein wenig an dem Übermaß an Kohlensäure was natürlich auch Auswirkungen auf die Trinkgeschwindigkeit hat. Ansonsten handelt es sich bei diesem Kellerbier um ein malzlastiges und durchaus gut trinkbares Bier, welches seine Geschmacksvielfalt erst ab der Halbzeit wirklich ausspielen kann. Etwas weniger Kohlensäure und eine etwas intensivere Süße könnten aus dem Zwick’l ein Top-Bier machen. Aber auch so reicht es hierfür gute drei Punkte (und einen Bonuspunkt im Geiste für die Einhaltung des bayerischen Reinheitsgebots).
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 12,3%
Alkoholgehalt: 5,4%




(3/5)
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Duckstein Weizen
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 5. November 2011
Nachdem ich vor nicht all zu langer Zeit das Duckstein Original auf dem Tisch hatte bin ich auf deren Webseite auch auf das Weizen gestossen. Leider sitzt man hier in Bayern dahingehend ein wenig auf dem Trockenen weshalb ich meinen Ausflug nach Norddeutschland Anfang Oktober nutzte, um mich ein wenig nach mir unbekannten Bieren umzusehen. Dabei lief mir dann auch das Duckstein Weizen über den Weg.
Das, in einem recht farbenprächtigen Bierglas von Ritzenhoff, eingeschenkte Weißbier ist von dunkler Farbe und wird mit einer weißen, stabilen Schaumkrone garniert. Der Geruch ist säuerlich und malzig, der Schaum schmeckt ebenso leicht sauer und hefig.
Zum Start begrüßt einen ein recht starker Malzgeschmack. Ein wenig süß, leicht holzig und gespickt von Röstaromen. Der Geruch beim Trinken erinnert mich ein wenig an das Schlenkerla Rauchbier, ist aber wesentlich geringer ausgeprägt. Bitterstoffe kann man nur nach dem Abgang erahnen weshalb sich dieses Bier im Allgemeinen als recht mild darstellt. Durchaus nicht schlecht.
Mit der Zeit verstärkt sich das Hefearoma und man kann eine durchaus vorhandene Bananennote erschmecken. Vor der Kohlensäure braucht man keine Angst haben, diese hält sich zurück und beinflusst den Genuß keinster Weise. Für seine Verhältnisse ist es recht süffig, auch wenn ihm zum Schluss etwas die Luft ausgeht.
An sich ein durchaus gutes Bier, welches mir jedoch ein wenig zu viel Kanten hat und von einem richtigen Weißbier leider ein wenig zu weit entfernt ist. Dennoch ist mir das Duckstein Weizen mir durchaus 3 Sterne wert -
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,7%
Bezugsquelle für Duckstein Weizen




(3/5)
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Aktienbrauerei Fendt Dieselross-Öl – Trekkerbier
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 27. August 2011
Eines muss man der Aktienbrauerei ja lassen – bei der Namensfindung sind sie durchaus erfinderisch. Diesmal gehts um das Fendt Dieselross-Öl – seines Zeichen ein Märzen – welches mir netterweise überlassen wurde.
Dunkel bis goldig gelb kommt es daher und erfreut die Sinne mit seinem süßlichen Duft. Ein sehr schönes Märzen mit einer samtig-feinporigen Schaumhaube.
Im Antrunk ist es reichlich malzig und voll im Geschmack, gepaart mit einer süß-säuerlichen Note. Im Abgang ist es leicht bitter und hinterlässt einen fruchtig-herben Nachgeschmack welcher aber gleich wieder verschwindet. Nach den Ersten paar Schluck wirkt es allerdings ein wenig fad. Man wird zwar von der Süße weiterhin begleitet, der Geschmack an sich wirkt jedoch etwas mau.
Die Kohlensäure ist etwas zu stark dosiert was sich aber nicht auf den Schaum auswirkt welcher sich bereits schon lange verzogen hat. An sich kann man dieses Märzen ganz gut trinken, mein Fall ist esjedoch nicht. Zu langweilig wirkt es mit der Zeit, zu einfach und einfallslos ist der Geschmack.
An sich gehört das Märzen ja zu meinen Lieblingssorten, mit diesem Exemplar kann ich aber nichts anfangen. Da man es aber trinken kann und geschmacklich nun auch nicht unterirdisch ist, gibts gerade noch drei Punkte.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 13,6%
Alkoholgehalt: 5,9%




(3/5)