26.01.2010

Eines vorweg: Es gibt haargenau ein Bier welches ich in Größeneinheiten unterhalb eines halben Liters akzeptiere und das ist das Eisweißbier meiner Haus und Hof Marke Hopf. Nun aber, um der Neugier und dem Kultstatus gerecht zu werden, haben wir hier: “The legendary Duff“. Wer Duff nicht kennt (was? Du kennst Duff nicht?) dem sei die Serie “The Simpsons” wärmstes ans Herz gelegt. Nun aber genug davon – zum Bier.

Nach dem öffnen der duffigen Flasche ströhmt einem sofort ein angenehmer Hopfengeruch entgegen der definitiv Lust auf mehr macht. Erstaunlich – manche Biere scheitern hier bereits. Um mir einen genaueren Blick zu ermöglichen mißhandle ich nun frecherweise mein kleines Weißbierglas und schenke ein. An der Farbe gibt es nicht auszusetzen und auch der Schaum ist durchaus ansehnlich und widerstandsfähig. Zeit zu probieren.

Was beim Geruch anfing setzt sich im Geschmack fort – ein sanfter Hopfen, flankiert von etwas Malzaroma, rutscht über den Gaumen und man kann sich sofort mit dem Lagerbier anfreunden. Kohlensäure ist vorhanden, hält sich aber vornehm zurück wobei man bemängeln muss, dass sie etwas zu schnell nachlässt. Das Glas ist gerademal zur Hälfte geleert und schon ist die Kohlensäure nahezu komplett verflogen.

Mit jedem Schluck setzt sich der positive Eindruck fort wobei ich es fast schon etwas zu süß finde – ein klein wenig unausgewogen im Gegensatz zum bitteren Geschmack des Hopfens. Dennoch ist es gut trinkbar und jeder Fan milder Lagerbiere wird hier auf seine Kosten kommen…doch was ist das? Dose…es kommt aus der Glasflasche und schmeckt nach Dose. Ja, ich weiß – technisch gesehen gibt es diesen Dosengeschmack nicht doch es ist die beste Möglichkeit, das Erlebte zu beschreiben. Glücklicherweise lässt es dann aber doch recht bald nach und man kann sich über den langanhaltenden Nachgeschmack des Hopfens erfreuen.

Alles in allem ein solides Bier mit Abzügen in Größe (Nein, 0,3 geht einfach nicht) und auch Geschmack. Hats geschmeckt? Ja. Würde ich es wieder kaufen? Nein.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkohol: 4,9% vol

Flötzinger MärzenSo wie es sich gehört gibt es das Flötzinger Märzen aus Rosenheim im Maßkrug – logischerweise habe ich mir dafür gleichmal zwei Halbe eingeschenkt.

Gleich nach dem Öffnen der Flasche wird man von einem süßlichen Geruch begrüßt welcher einem signalisiert, das Bier doch bitte sofort einzuschenken und nicht länger zu warten. Gesagt, getan – wenige Augenblicke später befindet sich das Gebräu im Glas. Die Schaumbildung ist in Ordnung jedoch verliert selbiger bereits nach kurzer Zeit seine feine Cremigkeit und fällt in sich zusammen. Indiz dafür ist auch die recht zurückhaltende Kohlensäure welche einen nicht daran hindern wird, das Bier in kürzester Zeit auszutrinken.

Der süße, malzige Duft hat sich mittlerweile mit einem leichten Hopfenaroma gepaart und hält sich resistent in der Nase – leider ein wenig zu stark. Beim Ansetzen des Krugs wird man vom Malzgeruch beinahe umgeworfen. Ähnlich verläuft dies dann auch beim Ersten Schluck bei dem man dann auch den Hopfen gut herausschmecken kann. Dieser Moment wärt aber leider nicht lange – schon wechselt sie sich wieder mit der Süße ab welche sich dann auch noch länger auf der Zunge hält und erst nach und nach verschwindet.

Nach den Ersten paar Schluck hat man sich jedoch dran gewöhnt und kann sich an der angenehmen Hopfennote erfreuen. Wie bereits angesprochen wird man dabei nicht von der Kohlensäure behindert. So geht es dann auch recht schnell und man ist bei halben Füllstand angekommen. Den süßen Malz schmeckt man mittlerweile kaum noch da man sich an den nur schwach bitteren Hopfen gewöhnt hat. Ein wohliges Gefühl macht sich im Magen breit – jetzt ein zünftiger Schweinebraten mit Knödel und die Welt wäre in Ordnung.

Dies ist auch das Fazit: ein gutes Wiesn Bier zu dem man unbedingt gut essen sollte – nicht wegen dem Alkoholgehalt sondern wegen dem Geschmack. Das süße Malz würde sich hier mit deftigen Schmankerln ideal ergänzen. Durchaus trinkbar, jedoch nichts für Freunde des herben Biergenusses – 3 Sterne von mir nach Rosenheim.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,8% vol
Gibts nur zur Wiesn Zeit