Archiv für Kategorie Bier: 3 Sterne

Duckstein Original – Da ist Holz bei

Heute gibt es ein etwas bekannteres, obergäriges Bier welches jedoch in den südlichen Regionen Deutschland eher schwer zu beschaffen ist. Das rotblonde Duckstein Original.

Das Bier ist von rötlich-organger Farbe und hat eine leicht gelbliche Schaumkrone oben auf sitzen – selbige ist leider nicht sehr standfest. Der emittierte Geruch ist leicht rauchig und sonst fruchtig-süß.

Malzig-rauchige Aromen breiten sich nach dem Ersten Schluck auf der Zunge aus. Gefolgt werden diese vom relativ milden Hopfen welcher sich mit der sanften Süße des Malzes abwechselt. Das Bier macht einen recht leichten Eindruck und hat eine gute Trinkbarkeit. Die rauchigen Aromen, welche ziemlich sicher von denen zur Reifung zugegeben Buchenholzspähnen kommen, sind niemals aufdringlich und halten sich vornehm zurück. Ein kleiner Vergleich mit dem Spezial Rauchbier sei erlaubt, auch wenn der Rauchgeschmack beim Spezial deutlich hervorsticht.

Ansonsten hat man es mit einer stimmigen Mischung zu tun bei der auch die gering dosierte Kohlensäure mitspielt und sich somit sehr neutral verhält. Vom Schaum ist, wie schon angedeutet, leider nichts mehr zu sehen. In meinen Augen ein Bier für Schnelltrinker. Lecker ist es allemal.

Bleibt noch zu erwähnen, dass das Duckstein nicht mehr in seiner Heimatstadt Königslutter sondern heutzutage unter der Federführung von Holsten in Lübz hergestellt wird. Soweit nur am Rande. Ein gutes Bier, welches jedoch recht schnell ansteht. Drei Punkte gibts für das Duckstein Original.

Aakoholgehalt: 4,9%

(3/5)

 

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Mönchshof Maingold Landbier

Mal wieder ein Test eines Bieres aus dem Hause Kulmbacher. Diesmal gehts um das Maingold Landbier welches natürlich in der für Mönchshofbiere typischen Bügelverschlußflasche daherkommt.

Das Bier verströmt einen intensiv süßen Geruch der mich am ehesten noch an ein Märzen erinnert. Flankiert wird der Duft von leicht säuerlich-hopfigen Note. Der etwas grobe Schaum ist nicht sonderlich standfest und gibt recht bald den Blick auf das goldene Bier frei (welches leider filtriert ist).

Der Auftakt ist recht würzig und süß. Man kann leichte Röstaromen und ein kaum wahrnehmbares Marzipanaroma herausschmecken welche alsbald von den sanften Bitterstoffen des Hopfens abgelöst werden. Diese verweilen etwas länger am Gaumen und beeinflussen so den Geschmack des restlichen Bieres. Leider verkommt das Bier zu einem geschmacklichen Einheitsbrei bei dem man mit der Zeit nur noch den Hopfen wirklich herausschmecken kann.

Recht süffig das Gebräu, erinnert ein wenig an ein Bockbier. Auch die gut dosierte Kohlensäure sorgt für gute Trinkbarkeit. Leider kommt der Charakter ein wenig zu kurz – für mich ist es als Export ein wenig zu mild. Dennoch kommt der Bierfreund hier auf seine Kosten weshalb ich das Maingold Landbier mit 3 Punkten bewerte.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12,5%

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)

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Huber Weisse Original – Eisbärmäßig

Was macht ein Eisbär auf dem Label einer Bierflasche? Gut, tierische Bierbotschafter sind nicht neues und auch schon z.B. vom Eisweißbier von Hopf bekannt. Ob der Eisbär hier als Pate für ein gutes Bier steht wird der Test der Huber Weisse Original des Hofbräuhauses Freising nun zeigen.

Nach dem Einschenken wird man von einem angenehm bernsteinfarbenen Bier begrüßt. Obenauf sitzt eine eisbärfellweisse, feinporige Schaumhaube mit guter Standkraft. Der Geruch ist hefig-süß und wird von ganz sanften hopfigen Aromen begleitet.

Im Antrunk kommt dieses Bier recht süß daher. Was einem sofort auffällt ist die milde Kohlensäure die auch auf der Flasche beworben wird. Mit einem leicht bitteren Nachgeschmack verbleibt dieser Gerstensaft am Gaumen. Insgesamt betrachtet wirkt es recht frisch und ist anfangs ganz gut zu trinken. Mit der Zeit empfinde ich den starken (und ein wenig merkwürdigen) Hefegeruch jedoch ein wenig penetrant und störend.

Von der Kohlensäure ist, wie angedeutet, kaum was zu spühren weshalb sich das Bier recht schnell runtertrinken lässt. Schwere Entscheidung. Geschmacklich könnte es ein wenig mehr Charakter haben und der Geruch ist mit der Zeit nicht mehr so toll. Dennoch solide drei Punkte für den Eisbär.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,4%

(3/5)

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Aktienbrauerei Anno 25 – Geschmäckle hats

Heute gibt es, nach kurzer Auszeit, mal wieder einen Biertest. Kandidat ist das Anno25 Hefeweizen der Aktienbrauerei.

Der Geruch des obergärigen Bieres ist hefig mit einer leichten fruchtig-sauren Note. Farblich ist es ein Paradeweizen – nicht zu dunkel und schön trüb, bedeckt mit einer feinen und weißen Schaumhaube welche allerdings nicht ganz so standhaft ist.

Der Antrunk ist kommt malzig und recht hefig daher und wirkt zum Ende hin leicht säuerlich. Das Bier ist nicht süß sondern ist eher von herber Natur was allerdings durch die leicht bananige Hefe gut im Zaun gehalten wird. Die leichte Säure macht das Bier recht erfrischend wobei  die Hefe ein wenig zu stark ausfällt und einen etwas modrigen Geschmack auf der Zunge des Weißbierfreunds hinterlässt.

Die Kohlensäure ist ausgezeichnet mit dem Bier abgestimmt und sehr mild wodurch ein recht süffiges Weizen entsteht das auch zum Ende hin noch einen guten Eindruck macht. Gerade jetzt kommt die Fruchtigkeit voll zur Geltung und stimmt einen durchaus milde.

Auch wenn ein wenig der Charakter fehlt ist dies ein gutes Weißbier weshalb drei Punkte von mir nach Keufbeuren gehen. Wenn man jetzt noch wüßte, was es mit dem “Anno 25″ auf sicht hat…

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 11,7%

Alkoholgehalt: 5,3%

(3/5)

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Erdinger Weißbier

Auch beim Thema Weißbier werden die großen Brauereien nicht verschont. Heute im Test: Das Erdinger Weißbier aus – na? Aus Erding natürlich.

Bilderbuchweizen – samtig-weißer Schaum auf gelblich-orangen Bier. Sehr schön anzusehen und auch über den Geruch kann man nicht meckern. Weißbiertypisch hefig mit leicht fruchtig-saurer Note.

Ebenso fruchtig ist auch der erste Geschmackseindruck. Angenehm malzig im Antrunk hinterlässt es einen leicht herben, süßlichen Nachgeschmack auf der Zunge. Eine leichte Säure verursacht in Verbindung mit dem etwas zu stark dosierten Dihydrogencarbonat ein zu starkes Kribbeln auf der Zunge.

Was hier wirklich fehlt ist Character. Dieses Bier hat zwar alles, was man von einem guten Weißbier erwarten würde – jedoch auch nicht mehr. Malzig-süß aber nicht zu stark, hefig aber nicht zu sehr. Ich würde dies als gute Basis-Weiße bezeichnen – gerade für Leute, die sich erstmals mit diesem obergärigen Biertyp beschäftigen wollen.

Alles in allem ein gutes Bier welches mir jedoch zu langweilig, zu sehr Mainstream ist. Da hat mir die Ur-Weisse durchaus besser gefallen. Trotzdem gehen drei Punkte nach Erding.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 12,6%

Alkoholgehalt: 5,3%

(3/5)

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Beck’s Pils – Die Bremer könnens

Weiter gehts im Großbrauereien-Test mit einem Kandidat aus dem hohen Norden. Das Beck’s Pils schickt sich an der Konkurrenz das fürchten zu lehren. Mit ihrer Homepage haben sie das jedenfalls schonmal geschafft – im negativen Sinne. Auf der Suche nach genaueren Produktinformationen habe ich kapituliert.

Wie üblich wird man von einem klaren Bier begrüßt welches von grünlich-gelber Farbe ist. Der Schaum ist einigermaßen feinporig und von leicht cremiger Konsistenz. Soweit nichts neues. Der Geruch ist frisch, herb und bringt kaum süßliche Aromen mit sich. Auf in den Kampf.

Ich muss sagen, dass ich durchaus von dem Ersten Eindruck überrascht bin. Weit weniger herb als erwartet – wie auch schon beim Jever – und mit einem Malz, welches geschmacklich dem Hopfen mindestens ebenbürtig ist. Erst im Abgang kann man die recht dezent-herben Noten erschmecken welche sich auch gar nicht erst großartig auf der Zunge festsetzen.

Wie auch schon bei seinen Vorgängern ist dieses Bier gut gekühlt zu trinken. Kaum etwas erwärmt treten auch schon mehr Bitterstoffe zu Tage – bzw. man kann diese eher erschmecken. Aber Biere sind ja nicht dazu da um sie stehen zu lassen. Unterstützung beim Ziel, den halben Liter zügig zu vernichten, erhält man von der Kohlensäure allerdings keine da diese zu forsch zu Werke geht. Ansonten verändert sich von dem Eindruck her bis zum Ende nichts – es ist durchaus gut trinkbar.

Sehr mild im Gegensatz zu dem was ich erwartet habe. Hier gehen drei Sterne (drei plus) für das bisher beste Pils im Test nach Bremen.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9

(3/5)

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Jever Pilsener – Angenehm friesisch

Nachdem mir Beschwerden zu Ohren kamen, dass ich die norddeutschen Biere bisher links liegen gelassen habe möchte ich euch heute das Jever Pilsener präsentieren, welches ich gleich heute morgen erstanden habe.

Kristallklar leuchtet einem das blaßgelbe Bier an, garniert mit einer etwas groben Schaumkrone. Im Gegensatz zu den Vorgängern im Test der Großbrauereien ist hier kein besonders süßer Geruch wahrnehmbar. Man merkt, dass es hier eher friesisch zur Sache geht.

Anders als erwartet hält sich der Hopfen doch recht zurück. Es sind sogar recht malzige Noten zu schmecken welche sich mit dem herben Geschmack des durchaus gut dosierten Hopfens abwechseln.  Leicht süßlich präsentiert sich der Abgang wobei sich das bittere Aroma, welches natürlich bei einem Pils mit einhergeht, schon bald wieder von der Zunge verschwindet. Ansatzweise fruchtige Nuancen sind ebenfalls wahrnehmbar.

Das “weiche, friesische Brunnenwasser” leistet gute Arbeit und bildet mit der sich im Zaum haltenden Kohlensäure so etwas wie Süffigkeit wobei es dafür immernoch definitiv zu herb ist. Zum Ende hin wirkt es leider ein klein wenig dünn was aber charakteristisch für alle Biere in Testmarathon ist.

Ich halte das Jever für ein durchaus gutes Pils und habe keine Hemmungen hierfür drei gute Sterne in den Norden zu vergeben. Interessant ist noch die Tatsache, dass der Alkoholgehalt des Bieres auf der Homepage mit 4,8 bis 5,2% angegeben ist. Warum dies so ist habe ich mal bei Jever nachgefragt. Die Antwort werde ich euch natürlich nachreichen.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9%

(3/5)

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Radeberger Pilsener – Bismarcktrunk

Auf Bismarcks spuren wandle ich heute mit dem Radeberger Pilsener dessen Hersteller zu Zeiten des großen Ottos offizieller “Kanzlerbräu” war. Mal sehen ob dieses sächsische Pils seine Konkurrenten im Großbauerei-Test Paroli bieten kann.

Das Radeberger ist von gelber, kräftiger Farbe und wird mit einer starken Schaumhaube bedeckt welche von cremiger Konsistenz ist und sich für ein Pils erstaunlich gut präsentiert. Der Geruch ist süßlich-herb wie man es von Pilsener Bieren kennt.

Es beginnt für ein Pils ungewohnt malzig bevor die typischen Hopfenaromen für eine durchaus angenehme Bitterkeit sorgen. Diese halten sich nach dem Ersten Schluck weiter am Gaumen, sind aber lang nicht so renitent wie es z.B. beim “KöPi” der Fall war. Mit jedem weiteren Schluck kann man eine feine Süße herausschmecken die einen ganz entfernt an Karamell erinnert.

Das Bier selbst ist recht weich wobei die Kohlensäure noch etwas zu stark vertreten ist. Dies wirkt sich jedoch positiv auf die Schaumentwicklung aus weshalb man sich auch bei einem halb leergetrunkenen Glas immernoch an ein paar Reihen aufeinandergeschichteter Schaumblasen erfreuen kann.

Für mich bisher eine der besten Biere im Test der großen Brauereien in Deutschland. Nach Radeberg gibts für dieses Pils solide drei Sterne.

 

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)

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Krombacher Pils – Wahrlich eine Perle

Der nächste Kandidat in meinem Großbrauerei-Vergleich ist das Krombacher Pils. Das Weizen hatte ich ja schon vor einiger Zeit und war davon nicht unbedingt begeistert – mal sehen, ob sie hier ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Bei dem Krombacher handelt es sich um das bisher dunkelste Pils in meinem Großvergleich – die Farbe geht schon fast ins bernsteinhafte. Der Schaum ist von mittel- bis feinporiger Struktur und hält sich – im Gegensatz zu Veltins, Warsteiner oder Bitburger – sehr gut. Der Geruch ist süßlich mit einer feinherben Note.

Bittermalzig ist der Antrunk wobei die Malznote recht schnell abebbt und dem Hopfen das Spielfeld überlässt. Lediglich zum Abgang hin flammt die leichte Süße nochmals auf bevor sie von dem noch intensiveren Hopfenaromen vom Platz gestellt werden. Hinten raus leidetet der Geschmack leider ein wenig und gibt einen ungetrübten Blick auf das recht milde Wasser.

Von der Kohlensäure her ist das Bier sehr angenehm. Diese ist sehr gering dosiert wobei das Bier aber immernoch frisch und nicht abgestanden wirkt. An den Geschmack des bisher herbsten Bieres im Vergleich hat man sich recht schnell gewöhnt und kann das feinmalziger Aroma genießen.

Solides und bisher herbstes Pils im Großbrauerei-Vergleich. Drei Punkte gehen hierfür nach  Kreuztal.

 

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 11,21%

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)

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Veltins Pilsener – Frisches aus dem Sauerland

Der zweite Kandidat im Großbrauerein-Test ist heute das Veltins-Pilsener. Oft genug im Fernsehen gesehen und schon auf dem Tische stehen – das wohl bekannteste Bier aus dem Sauerland.

Süßlich-malziger Geruch steigt einem aus der Flasche entgegen dessen Inhalt sich nach dem Einschenken als sehr klares, gelbes Bier mit einer einigermaßen stabilen, grobporigen Schaumkrone zu erkennen gibt.

Ein Gemisch mit sich abwechselnden malzig-herben Noten betritt die Geschmacksbühne. Nach dem sehr schnellen Abgang hinterlässt es lediglich einen ganz leicht bitter-süßlichen Geschmack am Gaumen und verschwindet dann in der Kehle des durstigen Trinkers.

Es ist sehr mild. Die Kohlensäure ist perfekt für dieses Bier und trifft genau den Punkt zwischen lasch und überprickelnd, hierfür ein Lob. Ansonsten ist mir aber ehrlich gesagt zu langweilig. Es ist durchaus Potential da jedoch habe ich das Gefühl, es mit einem Leichtbier zu tun zu haben. Da kann man schon verstehen, dass so manchen Ruhrpottler bei einer Maß auf dem Oktoberfest vom bayerischen Bier übermannt wird.

Nichts desto trotz ist dies ein durchaus ausbaufähiges Bier mit Abzügen für den etwas laschen Gesamteindruck und Bonuspunkten für den Geruch. Hier knauser ich nicht rum – vor allem weil es besser schmeckt als das Bitburger. Drei Sterne nach Meschede-Grevenstein.

Gebraut nach dem deutschem Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,8%

(3/5)

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