Mahr’s Bräu Kellerbier
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 18. Januar 2012
Ich habe mir über den Jahreswechsel ein wenig Zeit gegönnt und den Blog pausiert (aka Ich musste meine Bockbiervorräte etwas dezimieren), habe aber heute mit dem Ersten Biertest des Jahres gleich etwas sehr Besonderes. Das Kellerbier von Mahr’s Bräu aus Bamberg war eines der beiden Biere, die mich im Rahmen des Bierwichteln 2011 erreicht haben. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Mitwichtler. Bei diesem Kellerbier handelt es sich um ein ungespundetes Bier. Das bedeutet, dass während der Gärung das sog. “Spundloch” des Fasses nicht verschlossen wurde wodurch einiges an Kohlensäure entweichen konnte. Mal schaun, ob es hält was es verspricht.
Nach dem Öffnen der Flasche steigt einem sofort ein sehr angenehm würziges Aroma in die Nase welcher einen entfernt an ein Märzen erinnert. Das natürtrübe Bier ist bernsteinfarben und hat eine samtige Schaumhaube oben auf welche sich, trotz des geringeren Kohlensäurengehalts, doch als recht stabil erweist. Ich bin gespannt.
Eine Achterbahnfahrt der Aromen spielt sich nach den Ersten paar Schluck auf der Zunge ab. Malzig und süß, jedoch auch von herber Hopfenwürze präsentiert sich dieses Gebräu und erfreut dann noch mit einem extrem milden, fast honigartigen Abgang. Gefällt mir sehr gut! Obwohl man den Hopfen durchaus herausschmecken kann, hält sich die Herbe in Grenzen und wird mit der unterschwelligen Süße des Gerstenmalzes im Zaum gehalten.
Dass dieses Bier mit offenem Spundloch gären konnte macht sich definitiv bemerkbar. Anfangs kommt es rüber wie ein normales Bier, im Abgang schmiegt es sich aber absolut glatt an den Rachen und rinnt fast unbemerkt herunter. Dies sorgt natürlich für eine ordentliche Süffigkeit welche aber von der Malzsüße ohnehin schon gegeben ist was auch zur Folge hat, dass man das Glas recht zügig leert.
Der Franke gibt sich bei diesem Bier keine Blöße, handelt es sich doch um das Beste Kellerbier, das ich je getrunken habe. Farbe und Geruch sind toll, Geschmack wunderbar. Was will man mehr? Luft nach oben ist zwar noch, jedoch nicht mehr viel. Dafür gehen vier Sterne nach Bamberg.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,2%




(4/5)
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Franziskaner Weißbier Dunkel
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 21. Dezember 2011
Um das Trio mal vollständig und einen Gegentest zum Kollegen zu haben, gibt es bei mir heute das dunkle Weißbier von Franziskaner im Test.
In einem schönen, tiefen braun wird man von diesem dunklen Weißbier begrüßt. Der Schaum ist extrem stabil und von feinporiger bis cremiger Konsistenz und passt mit seiner leicht bräunlichen Farbe wunderbar zum Glasinhalt. Im Duft ist es aromatisch malzig und mit Röststoffen versetzt.
Dieses Bier geht im Antrunk sehr mild zu Werke. Deutlich vorhandene Malzsüße paart sich hier mit einem sanften Hefegeschmack und läuft einem mit einer kaum wahrnehmbaren Bitterkeit die Kehle hinunter. Ich bin positiv überrascht, hatte ich dieses Münchner Bier doch in gänzlich anderer Erinnerung. Das Malz steht hier zwar durchaus im Vordergrund, wirkt aber nicht so penetrant und macht eine gute Figur. Die im Geruch vorhandenen Röststoffe sucht man zwar größtenteils vergeblich, doch wird man im Abgang mit leichten Hefe- und Fruchtnoten besänftigt.
Kohlensäure ist, trotz der vortrefflichen Schaumbildung, bemerkenswerterweise kaum vorhanden und erzeugt dadurch zusammen mit der Süße eine starke Süffigkeit. Das einzige, was man diesem Bier wirklich ankreiden kann ist der mangelnde Charakter. Es ist gut, wirklich gut…aber eben auch nur gut. Einfach ein wenig zu mild und unspektakulär für meinen Geschmack – könnte ein paar Kanten mehr vertragen. Dennoch steht das dunkle Weißbier von Franziskaner auf der selbe Stufe wie das Helle weshalb ich hier auch gerne vier Punkte spendiere.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,0%
Stammwürze: 11,8%




(4/5)
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Schneider Weisse TAP 6 – Unser Aventinus
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 18. Dezember 2011
Lang genug hab ich gewartet aber heute zum vierten Advent gibt es ihn endlich – den Aventinus (TAP 6) von Schneider Weisse. Der dunkle Weizendoppelbock ist frisch gebackener Goldmedaillenträger des European Beer Star 2011 in der Kategorie “Consumers’ Favourite 2011″ und mir durchaus schon ein wenig länger bekannt. Auch im Bierlexikon von Michael Jackson ist der Aventinus vertreten – jedoch noch in seinem alten Design. Immerhin schon seit 1907 gibt es dieses Gebräu womit es auch das Erste Weizenstarkbier Bayerns überhaupt ist.
Enorm staker, malzig-hefiger Geruch steigt einem in die Nase nachdem man sich dieses Bier eingeschenkt hat. Der bräunlich-graue Schaum sitzt fest und cremig auf einem dunkelbraunen bis fast rötlich wirkendem Bier. Das sieht richtig toll aus und macht definitiv Lust auf mehr.
Honig, Schokolade, Karamell…das ist nur die Spitze der Aromenvielfalt, die sich beim Ersten Schluck über der Zunge legt. Sehr malzig, süßlich mit ganz feiner Säure – jedoch auch stark und mit vielen kleinen Kanten die jedoch alsbald von zitrusartigen Hopfennuancen im Abgang abgeschliffen werden. Es ist sehr hefig und hat eine dadurch sehr ausgeprägte Bananennote. Nach der Eingewöhnungsphase stellt sich ein angenehm wohlig-warmes Gefühl ein welches vom kaum spürbaren aber durchaus vorhandenen Alkohol herrührt.
Es wird mit jedem Schluck süffiger. Die Süße hält sich noch in Grenzen, es kommen immer mehr Fruchtaromen hervor welche einem nicht gerade dabei helfen, dieses Bier langsam und genussvoll zu trinken. Die Kohlensäure ist minimalst zu stark, stört aber nicht wirklich. Leichter Röstgeschmack wechselt sich mit süßlichem Karamell und Hefe ab. Mit jedem Schluck wird es immer schwerer dem Bier zu widerstehen. Durchaus anspruchsvoll aber auch für den Ungeübten zu beweltigen.
Ganz klar, der Aventinus bekommt von mir hier fünf Sterne – keine Diskussion. Wenn ich mir ein Bier für untern Weihnachtsbaum wünschen könnte wäre dieses hier durchaus unter den Top 5. Übrigens: Das TAP6 eignet sich auch wunderbar zum Bierstacheln.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 18,5%
Alkoholgehalt: 8,2%




(5/5)
Schneider Weisse TAP 6 “Unser Aventinus” kaufen.
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Hacker Pschorr Superior
Verfasst von Daniel unter Bier: 2 Sterne am 17. Dezember 2011
Was passt wohl am Besten zum kommenden Weihnachtsfest als ein Festbier? Wie passend, dass hier seit einiger Zeit das Hacker Pschorr Superior auf einen Test wartet. Da fackel ich doch nicht lange.
Leicht süßlich und hefig duftet dieses etwas stärker eingebraute Bier. Es ist von bernsteinener Farbe und bietet, neben vereinzelten Kohlensäurenbläschen, eine samte, jedoch nicht sehr standfeste Schaumhaube.
Malzig süßer Geschmack überflutet die Zunge, gefolgt von bodenständigen Malzaromen und einer feiner Hopfennote. Auf den Ersten Blick überraschend vollmundig und mit durchaus schmeckbaren Charakter, auch wenn man den typischen Hacker-Duft in der Nase hat. Eine leicht säuerliche Note schwingt bei den Ersten paar Schluck mit und bringt etwas Frische in den überragenden Malzgeschmack hinein wodurch das Erste Drittel des Bieres durchaus schnell getrunken ist. Mit der Zeit jedoch geht einem die etwas merkwürdige Hopfennote etwas auf die Nerven. Auch die anfängliche Malzeuphorie ist mittlerweile einem süßlichen Geschmacksödland gewichen welches jetzt die Kehle deutlich langsamer herunterwandert.
Das Wasser ist durchaus weich, die Kohlensäure prickelt jedoch zu sehr. Hier hilft nur noch ein mehrfaches Schwenken des Glases um eine angenehme Trinkbarkeit zu gewährleisten. Auch der typsiche Hackergeschmack (muss man erlebt haben – kaum zu beschreiben) macht das Ganze nicht besser. Auch der leicht honigartige Geruch zum Schluß hin kann da nichts mehr ausrichten.
Furioser Start, maues Ende. Nach langem hin und her gebe ich dem Festbier zwei Sterne. Unter meinem Weihnachtsbaum wird definitiv was anderes liegen.
Alkoholgehalt: 6%
Stammwürze: 13,7%




(2/5)
Hacker Pschorr Superior kaufen.
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Franziskaner Weißbier
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 11. Dezember 2011
Ein Mönch auf einer Bierflasche? Klar, das steht für Tradition und Festhalten an alten Wurzeln. Wer aber nun glaubt, mit dem Franziskaner Weißbier ein Bier mit ur-alter Rezeptur und Tradition im Glas zu haben, der irrt. Zwar gibt es Bier von der “Bräustatt bey den Franziskanern” schon seit Mitte des 14. Jahrhunderts, jedoch handelt es sich dabei keineswegs um ein Weißbier. Selbiges wurde erst 1974 in seiner jetzigen Form auf den Markt gebracht. Den Mönch findet man übrigends auch erst seit den 1930er Jahren auf dem Etikett. Produziert wird es ausserdem in den Sudkesseln des Löwenbräu in München (immerhin).
So viel zur Geschichte, jetzt zum Bier. Über das Aussehen kann man nicht meckern – gelb mit leicht orangen Nuancen. Der hellweiße Schaum steht feinporig oben auf und hält sich überdurchschnittlich gut. Der Geruch, den dieses Bier verströmt, ist hefig und leicht fruchtig.
Für ein normales Weißbier ist das Franziskaner im Antrunk recht malzstark, gepaart mit einen deutlich wahrnehmbaren Hefegeschmack. Im Abgang sind leicht bananige Aromen zu erschmecken welche nach wenigen Momenten durch den bereits bekannten Hefegschmack ersetzt werden. Der Hopfen ist nur in Spuren erkennbar und trägt somit zu einem sehr süffigen Gesamteindruck bei. Passend dazu ist die Kohlensäure auch sehr fein abgestimmt und stört den Genuß keineswegs. Mit der Zeit entwickelt sich auch noch eine leichte Süße welche einem das zügige Trinken noch weiter erleichert – das Glas ist bereits leer.
Was soll man sagen? Ein wirklich gutes Weißbier, gerade wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ein großindustriell gefertiges Produkt aus den Löwenbräu Sudhaus handelt. Kann man definitiv uneingeschränkt empfehlen und schmeckt mir auch weitaus besser als das Jahrgangsweißbier “Royal“. Interessant ist auch das Gimmick auf dem Rücketikett der Flasche – hiermit sollte es jedem möglich sein, ein Weißbier korrekt einzuschenken.
Ergo: Ein super Alltags-Weißbier welches es in Oberbayern auch in vielen Gaststätten gibt und dort für mich Erste Wahl ist. 4 Sterne für das Franziskaner Weißbier. Übrigens hat auch das Bierglas-Blog was zum Franziskaner Glas.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5%




(4/5)
Bezugsquelle für Franziskaner Weißbier
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Bierwichteln 2011 – Anmeldung online
Verfasst von Daniel unter Allgemeines am 11. Dezember 2011
Es ist geschafft. Ihr habt nun eine Woche Zeit um euch für das diesjährige Bierwichteln anzumelden. Ich bitte natürlich nur um ernstgemeinte Anmeldungen – schließlich soll ja jeder Spaß (und ein Bier) haben. Bitte achtet dahingehend auf den Ablauf und die Informationen zum Datenschutz.
Eine Anmeldung ist bis zum 17.12.2011 um 23.59 möglich.
Maxlrainer Helles
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 27. November 2011
Ist die DLG-Prämierung ein Garanfür ein gutes Bier? Wenn dem so ist, dann habe ich hiermit dem Maxlrainer Hellen ein echtes Goldstück vor mir (im wahrsten Sinne des Wortes). Dieses Bier wurde dieses Jahr (erneut) mit dem DLG-Preis in Gold ausgezeichnet. Ob der Geschmack passt, wird der folgende Test zeigen.
Das hellgelbe Bier mit einem kleinen Rotstich duftet süß-säuerlich und stark malzaromatisch und wird von einer mittelporigen, stabilen Schaumhaube verziert. Das grüne Etikett der Flasche passt jedenfalls bestens zum Abfentskranz (Ja, Abfent ist Absicht!).
Im Antrunk ist es sehr malzig und ungewohnt fruchtig. Leicht süßliche Zitrusaromen werden von einem vollen Malzaroma begleitet und sorgen für ein sehr ausgewogenen und vollen Charakter. Im Ergebnis steht ein sehr süffiges Helles im Glas, welches geschmacklich einem Märzen in kaum etwas nachsteht. Sehr mild gehopft, vollmundig im Abgang. Klasse. Jede Sekunde, die man das Glas absetzt, ist schon quasi Zeitverschwendung. Man fühlt sich genötigt, einfach weiter zu trinken. Vorsicht, Suchtgefahr!
Ein weiterer Garant für gute Trinkbarkeit ist die mild ausgefallene Kohlensäure, welche lediglich beim zu schnellen Genuß ein wenig störend wirkt. Nachteil des Ganzen ist, dass es mir mit der Zeit fast ein wenig zu süß wirkt. Passend dazu kommt aber der Hopfen im Trinkverlauf mehr zur Geltung und kontert das Malz mit sanfter Herbe aus.
Leider ein klein wenig zu leicht, dennoch ist es ein wirklich sehr gutes Helles welches ich nur empfehlen kann. Daher gibts 4 Sterne für das Helle von Maxlrainer mit der Hoffnung, dass noch viele Preise folgen werden. Prost!
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 4,8%
Stammwürze: 12,3%




(4/5)
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Heineken
Verfasst von Daniel unter Bier: 1 Stern am 24. November 2011
3
30 Milliliter – nicht schon wieder. Bezogen habe ich es ebenfalls bei meinem Trip nach Norddeutschland. Das Heineken wird in Amsterdam nach deutschen Reinheitsgebot gebraut – kann also nicht schlecht sein. Oder?
Das gelbliche Bier duftet unter der feinporigen Schaumhaube süßlich-sauer und etwas hefig daher. Sehr stabil war der Schaum jedoch nicht und so hat man recht schnell den Durchblick bis auf den Boden des Glases – 0,3 Liter sind ja nicht besonders viel.
Im Antrunk ist es recht bitter und kaum malzig. Die angedeutete Süße verzieht sich schnell und lässt einen dann mit diesem stark gehopften Bier allein, welches seinen Weg nur langsam den Hals hinab findet und dessen Geschmack recht lang auf der Zunge bleibt. Hat einen sehr kantigen Charakter und geht recht brachial zu Werke – bis man sich dran gewöhnt hat. Danach erwartet einen eine wirkliche Malzeinöde, die kaum Akzente setzen kann. Immerhin gibts beim Bierglas Blog ein schönes Glas zu sehen.
Die Kohlensäure ist mild abgestimmt und unterstützt diesen Einheitsbrei. Sorry, definitiv nichts für mich. Ich weiß nicht, was ich noch großartig sagen soll. Gibt sicher Leute, denen das schmeckt – ich gehöre nicht dazu. 1 Stern.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5%




(1/5)
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Bierwichteln 2011
Verfasst von Daniel unter Allgemeines am 20. November 2011
Eine SchnappsBier-Idee? Vielleicht. Jedenfalls wollen wir – gemeint damit sind Daniel vom Bierglasblog sowie meine Wenigkeit – versuchen, passend zur Weihnachtszeit ein Bierwichteln veranstalten.
Das Ganze würde wie folgt ablaufen:
- Alle, die teilnehmen wollen, tragen sich bis zum 17.12.2011 auf einer noch zu entwerfenden Plattform ein
- Am 18.12.2011 werden gemäß alter Wichteltradition via Zufallsmechanismus die Empfänger gezogen
- Jeder Teilnehmer erhält daraufhin die Adresse eines anderen Teilnehmers und hat eine Woche Zeit, ein Paket mit einer Flasche einer (am besten regionalen) Bierspezialität an den Empfänger zu schicken
Ob das Ganze nun so funktionieren wird wie wir uns das erhoffen wird sich zeigen. Wer Interesse hat, kann jedenfalls gerne der Facebook-Gruppe joinen und ist dort dann immer auf dem aktuellsten Stand. Wichtige Neuigkeiten dazu werdet Ihr aber auch hier finden.
Pinkus Hefe Weizen
Verfasst von Daniel unter Allgemeines, Bier: 3 Sterne am 20. November 2011
Nachdem ich letzthin ja das Special der Brauerei Pinkus Müller aus Münster auf dem Tisch stehen hatte gibt es heute gleich noch ein Bier aus der Biobrauerei – das Hefe-Weizen.
Der etwas störrische Schaum schmückte dieses Bio-Weißbier leider nur kurz. Nach einer Minute war er quasi wie weggeblasen und gab den Blick auf das hellgelbe, naturtrübe Weizen frei welches recht fruchtig und hefig duftet. Die Trübung ist vergleichbar mit der des Franziskaner Royal und damit nicht sehr ausgeprägt.
Der Antrunk ist überraschen spritzig und hat eine starke Zitrusnote die vermutlich vom verwendeten Hopfen herrührt. Die leichte Säure, welche das fruchtige Aroma begleitet, macht dieses Weißbier recht erfrischend und leicht – vom Alkohol merkt man absolut nichts. Es könnte ein wenig vollmundiger sein und wirkt ein klein wenig zu süß, bittere Aromen braucht man gar nicht anfangen zu suchen. Im Abgang wirkt es dann relativ unauffällig. Hier kann man kaum unterscheiden, ob es sich um ein Helles oder doch um ein Weißbier handelt.
Etwas zu aggressiv empfinde ich die Kohlensäure, welche einerseits zwar den frischen Charakter des Bieres unterstützt, jedoch ein wenig zu sehr kribbelt. Auch ein etwas stärkeres Hefearoma könnte dem Bier noch gut tun um den Gesamteindruck abzurunden. Aber ich möchte nicht davon ablenken, dass wir es hier mit eingewöhnlichem aber guten Bier zu tun haben. Geht ein wenig in die Richtung vom TAP5 von Schneider-Weisse, ist aber sommerlich leicht und fruchtig. Nach Abzug für die schlechte Schaumentwicklung gibt es 3 Sterne für das Bio-Weizen aus Münser
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5%




(3/5)