Spalter Premium Pils
Verfasst von Daniel unter Bier: 2 Sterne am 1. April 2012
Auf dem Testplan steht heute ein fränkisches Bier – das Spalter Premium Pils aus…na? Spalt! Wer hätte das gedacht. Jedenfalls bin ich gespannt auf dieses Bier, stammt dieses doch aus einem der großen Hopfenanbaugebieten Deutschlands welches besonders für seinen Aromahopfen bekannt ist.
Aromatisch süßlich-grasig duftet es aus dem vollen Bierglas, welches mit einem gelb glänzenden Gerstensaft befüllt wurde. Oben sitzt der mittelporige und schneeweiße Schaum und bedeckt das Bier standhaft.
Im Antrunk geht es überraschend herb zu bevor sich das Malz aus dem Hintergrund wagt. Der anfänglich recht bittere Abgang hat sich nach dem zweiten Schluck gelegt und jetzt rinnt dieses Pils leicht an sicht recht leicht den Rachen herunter. Das Bier hat einen sehr hopfigen Charakter und dominiert mit seinen herben Aromen welche lediglich von kurzen süßlichen Momenten unterbrochen werden. Ich finde es jetzt leider nich sonderlich süffig was auch mit dem zu schwachen und charakterlosen Malz zu tun hat – es fehlt die Tiefe.
Der Hopfen an sich ist sehr aromatisch, erinnert an Wald und Wiese und lässt dieses Gebräu sehr frisch wirken. Die Kohlensäure ist wunderbar und passt zum Rest des Pils.
Also Fan werde ich von diesem Bier nicht – da stehe ich eher auf malzstarke Biere welche mit ihrer Vollmundigkeit punkten können. Das Spalter Premium Pils ist mir persönlich zu herb geraten und wirkt auf mich allgemein etwas zu fad – da fand ich das Reutberger Pils zuletzt besser. Schade. Zwei Sterne.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt:




(2/5)
Tölzer Mühlfeldbräu “Tor des Monats”
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 31. März 2012
Normalerweise braucht es nicht viel zu einem Starkbier. Erstens natürlich ein sehr gutes, starkes und süffiges Bier und zweitens natürlich der Namen, welcher traditionellerweisse mit einem -tor enden muss. Ob es nun an mangelnder Kreativität lag oder an der Tatsache, nicht dem Strom hinterher schwimmen zu wollen vermag ich nicht zu sagen – jedenfalls nennen die Brauerbuam des Tölzer Mühlfeldbräus ihr Starkbier “Tor des Monats”. Und dieses werde ich heute für euch verkosten.
Ich werde heute ausnahmsweise mal nicht über die kleine Flasche mosern – ich hätte den Bock auch in einer Literflasche kaufen können. Das klare Bier ist bernsteinfarben und trägt mittelporigen bis feinen, jedoch aber stabilen Schaum. Aus dem Glas duftet es süßlich und fruchtig nach einem leckeren Bock.
Ohja, der Antrunk ist malzstark und bedingt dadurch auch süß. Im Mittelteil wirds recht fruchtig und leichte Anflüge von Karamell und Rauch bis dann im Abgang der fein dosierte Hopfen seinen kurzen Auftritt feiert, dabei aber mild bleibt. Von Anfang an ist eine hohe Süffigkeit gegeben welche eher an dunklere Böcke erinnert – dieser hier ist ja eigentlich mehr hell. Mit der Zeit überwiegt die Fruchtigkeit und man fühlt sich eigentlich mehr an ein etwas schwächeres Märzen erinnert. Eine leicht mitschwingende Säure unterstreicht diesen Eindruck.
Die Kohlensäure ist perfekt dosiert – weder fad noch zu rass – und garantiert eine optimale Trinkbarkeit. Da wundert es einen kaum, dass man den Tor bereits binnen kürzester Zeit “aufgenossen” hat und man nach mehr lechzt. Gerade die fruchtige Süße gefällt gut, gepaart mit dem vergleichsweisen herben Abgang wodurch das Ganze auch nicht zu schwer wirkt.
Was soll ich sagen – dieses Bier reiht sich in die Liste der tollen Biere aus dem Hause des Tölzer Mühlfeldbräu ein. Volle fünf Sterne gibts für das Starkbier aus Tölz und ich kann sagen: Definitiv a’bsonders Bier!
Bleibt noch dazu zu sagen, dass man diesen Bock leider nur vor Ort erwerben kann und dies auch nur für kurze Zeit. Aber im Rahmen des “Bier Holster” Gewinnspiels lege ich eine Flasche dieses tollen Gebräus mit ins Paket. Also nichts wie hin und mitmachen!
[Update]Biere des Tölzer Mühlfeldbräu bekommt ihr jetzt beim Biershop-Bayern[/Update]
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkholgehalt: 6,5%




(5/5)
Gewinnspiel: Der Bier Holster
Verfasst von Daniel unter Allgemeines am 30. März 2012
Howdy Biertrinker und -genießer. Heute gibt es mal – anstatt eines Biertests – einen Gadget-Test. Genauer gesagt geht es um den “Bier Holster” welchen der Gadgetshop TechGalerie.de zur Verfügung gestellt hat. Im Grunde handelt es sich darum um nichts anderes als eine Haltevorrichtung für euer Lieblingsgetränk welche mittels einer Schlaufe am Gürtel befestigt wird. Ob der Holster denn auch den High-Noon übersteht wird der Test zeigen.
Über die Verarbeitung kann man nicht meckern, diese scheint recht solide. Das Leder ist relativ dick und verspricht damit durchaus Stabilität in der Alltagsbenutzung. Ausserdem ist die Oberfläche des recht ansehnlichen Leders wasserabweisend. Das Anlegen des Holsters ist denkbar einfach und geschieht mittels einer Gürtelschlaufe und ist damit nur Gürtelträgern vorbehalten. Er sitzt gut und stört nicht beim Laufen – gleiches gilt auch dann, wenn der Holster geladen ist. Generell passen 0,3er Flaschen wunderbar rein und auch mit NRW-Flaschen kommt er zurecht wobei es da aber schon vom Platz her eng wird.
Ich denke mal, gerade bei der anstrengenden Gartenarbeit oder auch beim Grillen kann der Bier Holster sicherlich seine Stärken ausspielen – ebenso als Geschenkidee. Die Tatsache, dass er sich mit NRW-Flaschen etwas schwerer tut und für Euro-Flaschen nicht geeignet ist, schmälern die Freude jedoch ein wenig. Ansonsten ist der Hoslter gut verarbeitet und wird seinem Besitzer sicherlich lange Freude machen. Richtig perfekt wäre er natürlich mit einem integrierten Flaschenöffner.
Und jetzt das Schmankerl: Ihr könnt diesen Bier Holster gewinnen. Alles, was ihr dazu machen müßt ist, mir bis zum Montag den 9.4. 2012 um 20 Uhr eine Email an win@usox.org mit dem Betreff “Bier Holster” zu schicken.
Und damit ihr den Holster auch gleich ausprobieren könnt, lege ich noch eine Flasche Starkbier aus den Sudpfannen des Tölzer Mühlfeldbräu dazu (einen ausführlichen Test dazu könnt ihr morgen hier lesen).
Viel Glück!
PS: Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen und ihr müßt zum mitmachen über 16 Jahr alte sein.
Schweiger Zwickel 1409
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 27. März 2012
Aus Markt Schwaben kommt das Schweiger Kellerbier Zwickel 1409 welches sich heute hier im Test beweisen muss. Welche Bedeutung die Zahl hat? Nun, das wissen die Götter. Die Homepage von Schweiger schweigt (man beachte das unglaubliche Wortspiel) sich darüber lieber aus. Konzentrieren wir uns also lieber auf das wesentliche: Das Bier.
Jessas, das Bier schaut ja fast aus wie eine Orangenlimo! Sehr orange bis gelblich, der feine Schaum ist von weißer Farbe steht anfangs recht gut. Vom Geruch her gehts auch in die Richtung – etwas zitrusartig und säuerlich. Macht einen sehr frischen Eindruck dieses Kellerbier.
Beim Antrunk merkt man in Erster Linie mal fast nur die zu starke Kohlensäure bevor man sich das relativ malzstarke Bier schmecken lassen kann. Nachdem man dem Kohlensäurenproblem ein wenig entgegen gewirkt hat, kann das Bier seinen recht vollen Körper entfalten. Leicht süßlich-sauer mit minimalen Getreidearomen rinnt es die Kehle hinunter woraufhin eine leicht herbe und blumige Hopfennote folgt welche im Nachgeschmack noch ein wenig erhalten bleibt.
Der Geschmack wirkt zuweilen aber leider ein wenig dünn, auch wenn das jetzt stärker werdende Hefearoma sich dem entgegen stellt. Es ist zwar recht vollmundig, dabei jedoch eher oberflächlich und lässt sich nur in kurzen Augenblicken zwischen die Karten schauen.
Auch wenn es zum Schluß hin besser wird, stört mich die zu starke Karbonisierung enorm. Geschmacklich solide und nicht schlecht – in meinen Augen aber auch nichts besonderes. Daher gibts für den Zwickel ebenso solide drei Sterne.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,1%




(3/5)
Reutberger Kloster-Pils
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 25. März 2012
Was hat ein Secher im Lotto mit einem Pils aus Oberbayern gemeinsam? Ganz klar – Beides ist eher selten. Daher habe ich auch etwas verdutzt geschaut, als mir dieses neueste Erzeugnis aus der Klosterbrauerei Reutberg in die Finger kam. Ein Pils? Von Reutberg? In einer 0,33er Flasche? Ohje – mir schwant nichts Gutes.
Das natürlich filtrierte Bier präsentiert sich im Glas hellgelb und verströmt einen süßlich-sauren Geruch, den ich zum Teil schon von anderen Bieren aus selben Hause kenne. Schaumbildung ist indiskutabel – eine Sekunde nachdem ich das Foto gemacht habe ist der grobporige Schaum in sich zusammengefallen. Das Etikett ist zwar altbacken wie eh und je, wirkt aber durch die schwarze Einrahmung nicht ganz so abgestanden wie sonst. Auch ist keine Person abgebildet, deren fader Gesichtsausdruck bereits auf den Inhalt schließen lässt.
Oha, definitiv ein Pils. Ziemlich bitterer und kantiger Antrunk. Recht alkoholisch und mit leichter Säure im Mittelteil geht es weiter bevor ein erneut recht hopfiger Abgang das “Erlebnis” abrundet. Das Ganze schockiert mich schon ein wenig, kenn ich die Reutberger Biere normalerweise anders. Nach kurzer Eingewöhnung hat man sich an die ungewohnt starke Hopfung angepasst und kann sich mit dem Malz auseinandersetzen. Selbiges is leicht, etwas süßlich und sorgt für eine gewisse Vollmundigkeit.
Kohlensäure ist hier kein großer Störfaktor, bringt sie doch eine gewisse Spritzigkeit ins Bier mit dem man den stark bitteren Antrunk besser überstehen kann. Interessant ist aber doch, wie schnell man sich dran gewöhnt hat. Anfangs wollte ich das Glas glatt wegstellen, mittlerweile hat sich doch ein gewisse Genuß eingestellt. Die ansgeprochene Säure sowie ein recht grasig-blumiger Hopfen sorgen ebenfalls dafür, dass die herben Noten nicht überwiegen und das Gesamtpakt überraschenderweise ganz gut ist.
Mein neues Lieblingsbier wird das Kloster-Pils zwar nicht werden, jedoch würde ich es jedem anderen dieser sog. “Premium-Pilsener” vorziehen. Anfangs sehr herb aber sonst durchaus ein gelungenes Pils für das ich drei Sterne nach Sachsenkam gebe.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 11%
Alkoholgehalt: 5%




(3/5)
Kilkenny Red Ale
Verfasst von Daniel unter Bier: 2 Sterne am 23. März 2012
Einen kleinen Test schiebe ich heute noch nach. Klein deshalb, da es sich bei dem Kilkenny um ein viel zu kleines Gebinde für ein Bier handelt. Na ja, dem Iren ists wohl genug – hat auch den Vorteil, dass man so immer ein frisches Bier hat. Außerdem kann man sich beim Kasten schleppen noch eher körperlich betätigen. Und für alle Leser: ja, 0,33 sind zu wenig!
Der Geruch des rötlich-braunen Bieres ist eine Mischung aus süßlich-rauchigem Malz und einer sauer-herben Hopfennote. Die Schaumkrone ist gelblich-braun und nicht so dermaßen stabil wie beim Konkurrenten aus dem selben Hause – Guiness. Ansonsten möchte noch den Vorteil des kleinen Gebindes anmerken: Man muss nicht nachschenken.
Der Start ist durchaus gut, malzdominant und relativ tief bis sich zum Abgang hin eine fruchtig angehauchte Herbe auf der Zunge breit macht. Das Kilkenny wirkt ein wenig schwer und geizt nicht mir Röst- und Raucharomen welche den sonst süßlich-herben Abgang begleiten. Nach den ersten paar Schluck sieht die Welt jedoch auch schon wieder anders aus. Das Malz gibt sich eher oberflächlich und kann dem jetzt intensiver werdenden Hopfen nicht viel entgegen bringen.
Kohlensäure ist defintiv zu viel da und sorgt dafür, dass man sich vor lauter Blubberblasen nicht auf den eigentlichen Geschmack konzentrieren kann. Die etwas alt wirkende Hopfenherbe bremsen den Trinkgenuß hier noch mehr und zum Schluß hin kann man geschmacklich kaum noch etwas anderes wahrnehmen. Das Malz ist zu dünn, das Bier leider weit davon entfernt, einen vollen Körper zu entfalten.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mehr als zwei Sterne sind hier nicht drin. Ob ich es nochmal trinken würde? Ja, vielleicht in einem richtigen Pub aber jedoch nicht mehr in der Flasche.
Alkoholgehalt:4,2%




(2/5)
Aktien Landbier Fränkisch Dunkel
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 23. März 2012
Aus Franken kommt der heutige Testkandidat – das Aktien Landbier Fränkisch Dunkel. Gebraut wird dieses dunkle Bier in den Sudpfannen des Bayreuther Brauhauses und soll die “Einzigartigkeit der fränkischen Lebensart prägen”. Ob dies auch bei einem Oberbayern rüberkommt zeigt der Test.
Unter der feinen, leicht bräunlich eingetrübten Schaumhaube duftet das dunkelbraun-rötliche (auch wenn es auf dem Bild quasi nachtschwarz wirkt) Bier sehr süßlich und angenehm stark nach Malz. Auch hier hat man praktischerweise wieder auf eine Bügelverschlußflasche gesetzt. Von der Farbe her können Bierflasche, Etikett und Bier jedenfalls eine Einheit bilden.
Der Antrunk ist gar nicht so intensiv wie erwartet, eher leicht und zum Abgang etwas stärker werdent. Es ist recht brotig und würzig mit leichten Anflügen von Röststoffen und einer angenehmen Süße im Abgang. Der Hopfen kann lediglich in Nuancen seine herben Karten ausspielen und fristet im Abgang ein kleines Nischendasein – mehr würde hier aber auch nicht passen. Es ist recht süffig, wenngleich ein klein wenig zu dünn im Geschmacksbild welches am ehesten von Schokolade und Kaffee greprägt ist.
Vor zu viel Druck im Glas muss man keine Angst haben, hier haben die Braumeister alles richtig gemacht und eine perfekte Karbonisierung eingestellt was zu einer optimalen Trinkbarkeit führt. Eine gewisse Süffigkeit ist trotz der Abzügen im Geschmack gegeben – möglicherweise ist mein Gaumen aber auch von den vielen dunklen Böcken in letzter Zeit etwas verwöhnt. Dieser dunklen Gerstensaft passt am Besten zu einer deftigen Brotzeit oder auch einem leckeren Schweinebraten – für eine leckere Sauce wird dieses Bier sicher sorgen.
Ein leckeres Trinkbier was man sich guten Gewissens bei einem Gasthaus-Aufenthalt zum deftigen Essen dazu bestellen kann. Drei gute Sterne gerne für dieses dunkle Bier nach Bayreuth – die fränkische Lebensart werde ich jetzt mit einem guten Leberwurstbrot und dem Rest dieses Bieres genießen.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5,3%




(3/5)
Brewbaker Berliner Winter
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 21. März 2012
Heute gibt es den Dritten und vorerst letzten Teil der Brewbaker-Testserie. Abgeschlossen wird diese mit einem smoked Porter – dem Berliner Winter. Das Porter fristet in Deutschland eher ein Nischendasein weshalb ich mich umso mehr auf diesen Test freue. Wer sich ein wenig über diese bei uns mißverstandene Biersorte informieren will, kann dies gerne bei der Wikipedia tun.
Der Geruch dieses dunkelbraunen bis schwarzem Bier, welches beinahe zäh wirkend seinen Weg in das Glad fand, ist sehr fruchtig – hier dominieren schwarze Johanniesbeeren und Kirschen. Der braune, feinporige Schaum hängt wie Sahne auf diesem Bier. Eine wirklich sehr ansehnliche Kombination.
Das sehr milde Gebräu wirkt erst relativ süß bevor der Hopfen mit einer nicht zu starken Bitterkeit zusammen mit dem starken Malz den intensiven Kirsch-Geschmack, den man bereits im Geruch wahr nahm, auf die Geschmacksknospen aufträgt. Im Abgang kann man ein ganz leichtes Raucharoma wahrnehmen was aber im Rahmen der Süße etwas unter geht. Ein sehr vollmundiges Bier welches einen leicht süßlich-sauren Film auf der Zunge hinterlässt der auch Minuten nach dem letzten Schluck anhält und den wundervoll fruchtigen Geschmack verbreitet.
Man kann nicht aufhören zu trinken. Kaum hat man das Glas abgesetzt, schon schreien die Geschmacksnerven nach mehr. Aufgrund der quasi nicht vorhandenen Kohlensäure ist dieses Porter obendrein noch sehr süffig und der etwas herbe Abgang sorgt dafür, dass das Bier nicht zu schwer wirkt. Ein wirklich tolles Bier – aber genug geschwärmt. Ich habe sogar einen Punkt zu kritisieren: Es ist mir insgesamt ein klein wenig zu süß – nicht viel aber ein klein wenig. Auf die Wertung hat dies lediglich einen sehr kleinen Einfluß.
Leute, ich kann am Schluß nur eins sagen: Probiert die Brewbaker Biere! Der Berliner Winter ist stark, süß und sehr fruchtig – nahezu ein ideales Winterbier und einfach nur lecker. Für dieses tolle Gebräu gebe ich sehr gute vier Sterne nach Berlin.
Gebraucht nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 9%




(4/5)
Schneider Weisse TapX Mein Nelson Sauvin
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 18. März 2012
Im Gegensatz zu den Kollegen hat es bei mir ein wenig länger gedauert aber zur Feier des Tages gibts es bei mir heute das TapX “Mein Nelson Sauvin” der Weißbierbrauerei Schneider aus Kelheim. Der Name ist schnell erklärt – es handelt sich dabei um eine Hopfensorte aus Neuseeland die in diesem Bier verwendet wurde. Der Sondersud selbst wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehen der ABT-Bars in Holland gebraut und ist streng limitiert.
Daher kommt dieses Weißbier in einer formschönen 0,75er Flasche welche auch schnell geöffnet wurde. Es hat eine sehr orange Farbe und eine cremig-sahnige, kleine Schaumhaube oben auf welche sich gut hält und emittiert einen süßlich-herben sowie fruchtigen Geruch.
Anfangs macht sich das feine Malz recht stark bemerkbar bevor der Hopfen seine süßlich-bittere Note auf der Zunge hinterlässt. Entfernt erinnert der Hopfen an Mango und Grapefruit und hält sich nach dem Schluck eine kurze Weile am Gaumen. Es ist, im Gegensatz zum Tap5, eher leicht und hat eine, durch den leicht bitteren Hopfen und die vorhandene Säure, gewisse Frische. Mit der Zeit breitet sich bei jedem Schluck eine süßlich-bittere Malzmischung im Mund aus und hält sich mit der Zeit.
Erst war mir die Kohlensäure ein wenig zu stark, nach dem Ersten Glas passt das jedoch ganz gut. Insgesamt möchte bei mir aber keine zu große Begeisterung aufkommen. Es hat einen interessanten und guten Geschmack, überzeugt mich jedoch nich so wie die anderen Exemplare aus dem Hause Schneider. Der bitter-süße Abgang ist angenehm und auch frisch, jedoch erinnert mich dieses Bier ein Stück zu weit an frischen Grapefruitsaft als an ein exklusives Weißbier. Die Schaumbildung ist gut, die Farbe ist schön – Schuhbeck würde sagen “technisch einwandfrei – da kannst ned meckern”.
Am Geschmackseindruck ändert sich auch zum Schluß hin nichts – durchaus trinkbar aber nun nicht weltbewegend. Wenn man jetzt noch den Preis bedenkt, den man für diese Exklusivität bezahlen muss, ist man noch etwas mehr ernüchtert. Von mir gibts für das “Mein Selson Sauvin” drei Sterne.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 7,3%




(3/5)
Benediktbeurer Klosterbier
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 17. März 2012
Nicht schlecht geschaut habe ich, als ich letztens in der Lokalzeitung einen Bericht über das Klosterbier aus dem Kloster Benediktbeuern laß – liegt selbiges Kloster nur wenige Kilometer von mir entfernt. Passenderweise fand ich selbiges Bier wenige Tage später in einem Supermarkt in Benediktbeuern und habe es natürlich gleich mitgenommen. Der nun folgender Biertest ist also in gewisser Weise ziemlich exklusiv.
Ein wenig merkwürdig riecht dieses Bier schon. Neben Süße, Erde und einer leichten Säure schwingt noch ein anderer, quasi undefinierbarer Geruch aus dem Glas. Das Bier selbst ist bernsteinfarben und hat eine weiße Schaumhaube welche sich leider schnell verzieht.
Der bereits angedeutete Geruch kommt auch beim Antrunk raus. Es ist relativ erdig, getreidig und etwas süß. Mit dem Hopfen hat man sich sehr stark zurückgehalten, eine Herbe sucht man hier vergeblich wodurch das Malz stärker hervorkommt. Nach hinten raus wirkt es leider ein wenig zu dünn für ein Märzen, ist aber nicht aufdringlich und geht gut den Rachen runter. Die Kohlensäure ist sehr gering dosiert, weshalb das Bier mit der Zeit leider ein wenig fad wirkt – vor Oralflatulenzen muss man aber keine Angst haben.
Ich bin indifferent. Es ist ein Märzen, da kann man nix sagen. Dieser undefinierbare Geruch, der anfags bei jedem Schluck mitkommt, stört mich jedoch etwas. Ansonsten ist das ein gutes Märzen und, das ist mir wichtig, ein leckeres regionales Produkt. Gebraut wird dieses Bier zwar nicht in Benediktbeuern – die Arbeit hat die Klosterbauerei Reutberg übernommen – dennoch ist dies ein Zeichen und ich erhoffe mir in Zukunft vielleicht noch ein wenig mehr Bier aus der direkten Umgebung.
Interessant wäre jetzt noch, ob dieses Bier nach einer überlieferten Rezeptur gebraut wurde oder eine “Neuerfindung” aus dem Hause Reutberg ist. So oder so – man kann es gut trinken und eine neues Bier hat immer Unterstützung verdient weshalb es für dieses Märzen drei Sterne von mir gibt.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 13%
Alkoholgehalt:5,3%




(3/5)





