Beiträge getagged mit bock
Unertl Weißbier Bock
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 27. Januar 2012
In der Vergangenheit habe ich mit Unertl sowohl Licht als auch Schatten erlebt weshalb ich hoffe, dass der heutige Test des Unertl Weißbier-Bocks eher auf auf der sonnigen Seite sein wird.
Beim Einschenken ist auf jeden Fall Vorsicht geboten da dieses Bier durchaus unter Druck steht. Ansonsten hat dieser Bock aus Haag eine schön dunkelbraune bis schwarze Farbe mit leicht eingefärbten, feinporigen Schaum welcher sich beständig auf dem Bier hält. Es duftet sehr hefig mit einer säuerlichen Note was einen erst recht neugierig auf den Ersten Schluck macht.
Eine malzig-fruchtige Hefemischung sticht beim Antrunk hervor und gibt einen Eindruck von dem intensiven aber sehr runden Charakter des Bieres. Ein warmes Gefühl breitet sich im Körper aus während man dieses Bier quasi Schluck um Schluck vernichtet. Die milde Kohlensäure und die bananige Hefe sorgen hier für eine starke Süffigkeit was einen, angesichts der Schaumentwicklung, durchaus überrascht.
Vom Hopfen ist im Vordergrund nicht viel zu schmecken – erst mit der Zeit kann man eine ganze sanfte Herbe ausmachen. Hier unterstützt man sicherlich mit besonderem Aromahopfen die Fruchtigkeit dieser Komposition und macht damit alles richtig. Den Alkohol merkt man zwar durchaus, eine leichte Säure in diesem Gebräu sorgt aber dafür, dass einem diesem Bier nicht zu schwer vorkommt.
Was soll ich noch sagen. Ein wirklich tolles Bier welches bis zum Schluß hin süffig bleibt und den Trinker am Liebsten gleich zur nächste Flasche greifen lässt. Daher gibts mal wieder fünf Sterne für diesen Weißbier-Bock von Unertl. Prost!
Wer jetzt auf Geschmack kommen will sollte sich beeilen. Noch bis zum Samstag, den 28.01.2012, besteht die Möglichkeit beim Kollegen von Lieblingsbier.de ein Paket mit diversen Weißbier Böcken (unter anderem auch dem Unertl) zu gewinnen. Viel Glück!
Gebraut nach dem Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 6,7%




(5/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Schweiger Dunkler Bock
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 24. Januar 2012
Ein weiteres Starkbier hat mich in meiner kleinen Pause erreicht. Dabei handelt es sich um den dunklen Bock der Privatbrauerei Schweiger in Markt-Schwaben – selbiges liegt im Dunstkreis von München und beheimatet die Brauerei schon seit über 70 Jahren. Da Bockbier bei mir stets willkommen ist, freue ich mich auf diesen Test.
Ein sehr schönes, braun-rötlich eingefärbtes Bier befindet sich nach dem Ausschenken der leider etwas zu kleinen Flasche in meinem Glas und wird mit einer weiß-bräunlichen Schaumkrone bedeckt. Ein malzig-aromatischer und mit leichten Röststoffen versetzter Duft zieht mir in die Nase und sorgt für noch mehr Neugier auf dieses mir bisher unbekannte Kleinod.
Im Antrunk gibt sich dieser Bock keine Blöße und erfreut den Genießer mit einem kräftig-malzigem Geschmack, der sich mit leichter Säure und einer angenehmen Hopfenherbe den Weg über die Zunge bahnt. Dieses Starkbier ist nicht gar so süß wie die anderen Vertreter seiner Zunft und wirkt damit auch nicht gar so schwer was es einem etwas leichter macht, mehr als eins davon zu trinken. Die nicht so herbe aber dafür recht aromatische Hopfung sorgt für ein angenehmes Trinkgefühl, bremst aber die Süffigkeit ein klein wenig.
Ansonsten kann man dieses stark gemalzte Bier sehr gut trinken – vor allem, da man hier nicht von der Kohlensäure behindert wird. Ein toller Bock für jeden Tag und mir definitiv 4 Sterne wert. Einfach lecker!
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 16,5%
Alkoholgehalt: 6,2%




(4/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Aktienbrauerei Heißes Böckle
Verfasst von Daniel unter Bier: 1 Stern am 22. Januar 2012
Passend zur Winterzeit hat mich vor einigen Tagen das Heiße Böckle der Aktienbrauerei erreicht. Eigentlich teste ich ja keine Biermischgetränke, jedoch beträgt der Biergehalt dieser Mischung 95% weshalb ich nochmal ein Auge zudrücken werden. Außerdem handelt es sich dabei um Bockbier. Die restlichen 5% bestehen aus einem Sirup mit Zimt-Backpflaumen Geschmack. Klingt abenteuerlich aber ich werde dies, natürlich völlig vorurteilsfrei, auf mich nehmen. Für die Wissenschaft!
Die Pflaumen kann man dem Geruch deutlich entnehmen. Ansonsten verbreitet dieses etwa 50Grad warme Gebräu eine leicht honigartige Süße gepaart mit Zimtaromen im Raum welchen ich anschließend sicherlich stark durchlüften werde. Die Farbe ist dunkelbraun mit leichten Rottönen und erinnert stark an eine koffeinhaltige Brause eine bekannten Getränkeherstellers.
Ach du meine Güte. Ich habe ja fast mit allem gerechnet aber diese Komposition haut mir glatt den Boden unter den Füßen weg. Der Antrunk ist anfangs süßlich, wird daraufhin aber sofort von diesem extrem herb-säuerlichen Pflaumengeschmack überdeckt welcher einen fad-bitteren Nachgeschmack auf der Zunge hinterlässt. Den angesprochenen Zimt kann man schmecken, ansonsten ist das Zeug eigentlich nur pappig süß und schmeckt mir überhaupt nicht. Die Mischung aus herb-süßlichem Bockbier und dem säuerlichen Pflaumengeschmack zusammen mit der absolut unpassenden Kohlensäure machen mir hier sofort den Gar aus.
Nix da. Indiskutabel. 1 Stern.
Alkoholgehalt: 6,7%




(1/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Flötzinger Weihnachtsbock
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 15. November 2011
Es weihnachtet sehr. Beobachten kann man das nicht nur in einschlägigen Medien oder in Einkaufspassagen, nein – auch die Biererzeuger drängen mit den alljährlich Weihnachtsspezialitäten auf den Markt. Eine davon ist der Flötzinger Weihnachtsbock aus Rosenheim, den ich euch heute vorstellen möchte.
Bei diesem Bier handelt es sich um ein bernsteinfarbenes Bockbier, welches – wie der Name schon sagt – nur zur Weihnachtszeit zu beziehen ist. Der weiße Schaum ist von mittelporiger Konsistenz, jedoch nicht stark ausgeprägt weshalb er recht bald in sich zusammenfällt. Der emittierte Geruch ist stark malzig-süß und erinnert schon fast mehr an ein dunkles Bier.
Der Bock geht bereits recht stark zur Sache und begrüßt den Trinker mit einem stark malzigen und würzigen Aroma. Mit der Zeit stellt sich eine feine Herbe ein welche von leicht karamellig-süß wirkenden Aromen begleitet wird. Den Alkoholgehalt merkt man diesem Bier auf jeden Fall gleich an was aber nicht negativ zu bewerten ist. Der Geschmack ist enorm vielfältig und intensiv, wirkt dabei aber nicht zu auffällig wie bei anderen Vertretern seiner Sorte. Im Gegensatz zu dunklen Böcken ist hier jedoch durchaus die geschmackliche Brechstange am Werk und fordert vom Bierliebhaber etwas Geduld und Ausdauer, die dann aber mit einem wohlig warmen Gefühl im Bauch sowie einer etwas intensiver wirkenden Süße belohnt wird.
Die Kohlensäure ist etwas zu stark dosiert womit das Gebräu ein wenig seiner Süffigkeit verliert welche, sobald man sich dran gewöhnt hat, ansonsten wirklich enorm ist. Nach hinten raus wird das Bier etwas fruchtiger, den Alkohol bemerkt man eigentlich gar nicht mehr. Für mich ist dies ein wirklich toller Bock – manch anderer könnte hier dran aber verzweifeln. Aufgrund der Kohlensäure und dem Schaumverhalten gibts einen Punkt Abzug wodurch der Flötzinger Weihnachtsbock auf sehr gute 4 Sterne kommt (zum Label sag ich mal nichts). Weihnachtszeit ist also doch “d’scheenste Zeit” – zumindest was das Bier angeht.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 7%




(4/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Reutberger Heller Bock – Heißer Tag, kühler Bock
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 20. August 2011
So manchmal hab ich das Gefühl, die Klosterbauerei Reutberg hat mittlerweile mehr Biersorten als der nächstgelegene Ort, Sachsenkam, Einwohner hat. Der Helle Bock, den ich heute für euch im Test habe, ist noch nichtmal auf der Homepage der Reutberger verzeichnet. Komischerweise scheint es dieses Bier dennoch schon durchaus lange zu geben – mir schwant übles.
Das rötlich schimmernde Bier hat einen intensiv malzigen Geruch der von einer leichten säuerlichen Note flankiert wird. Der Schaum sieht gut aus, ist größtenteils schön feinporig und hält sich ganz gut. Ein richtig schöner Bock.
Der Erste Eindruck ist stark malzig. Röstaromen dominieren hier besonders und überdecken den recht starken Alkohol welchen man erst nachkurzer Wartezeit bemerkt. Beim zweiten Schluck offenbart das Bier seinen relativ schweren Character. Getreidig und mit einer leichten Hopfennote rinnt es die Kehle hinab und hinterlässt eine sanfte Süße. Dies und die Außentemperatur jenseits der 30 Grad sorgen für eine gute Süffigkeit.
Das Wasser ist sehr sanft und die Kohlensäure ist kaum wahrnehmbar. Da wünscht man sich doch fast in den Biergarten des Klosters, zusammen mit einer deftigen Schweinshaxe. Diesen tollen Bock dazu und man wäre versorgt. Andererseits sollte man bei dem Alkoholgehalt, den man durchaus schmecken kann, eher vorsichtig sein.
Ein tolles Bier aus Sachsenkam weshalb es von mir 4 Punkte für den Hellen Bock gibt. Prost!
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 16%
Alkoholgehalt: 6,7%




(4/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Schneider Weisse Aventinus Eisbock –
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 25. Juni 2011
Immer wieder schön, wenn man an besondere Bierspezialitäten gelangt. Eine dieser Besonderheiten möchte ich euch heute vorstellen – den Aventinus Weizen-Eisbock von Schneider Weisse. Die Brauerei ist ja bereits in der Vergangenheit mit leckeren Bieren aufgefallen und auch heute gibt es keine Enttäuschung – soviel vorab.
Das ist mal eine Farbe! Dunkler als jedes Schwarzbier kommt dieser Doppelbock daher und kann gleichzeitig noch mit einer leicht bräunlichen, samtig cremigen Schaumhaube aufwarten. Bananig-hefig duftet es aus dem Glas was meine Neugier auf dieses noch erhöht.
Beinahe likörartig findet dieser Eisbock seinen Weg den Rachen hinab. Extrem fruchtige Aromen wechseln sich mit dem starken Malz ab welcher eine durchaus starke Süße entwickelt und eine enorme Süffigkeit erzeugt. Den Alkohol kann man kaum ausmachen – zu sehr ist man mit dem Erschmecken der Vielfalt an Aromen dieses Bieres beschäftigt. Die Hefe steuert einen stark bananigen Geschmack zu dieser meisterlichen Komposition hinzu.
Wein? Likör? Oder doch Bier? Schwer zu sagen – gerade, da die Kohlensäure kaum vorhanden ist und damit für einen fast samtigen Geschmack sorgt. Mit der Zeit wird einem dann recht warm – kein Wunder, kann man diesen Bock beinahe wie Wasser trinken. Extrem süffig, malzig-süß und geschmacklick irgendwo zwischen Himmel und Olymp. Wahnsinn.
Es gibt trotzem auch zwei negative Aspekte an diesem Gebräu. Die Abfüllung in 0,33 Liter Flaschen ist wohl dem Alkoholgehalt geschuldet – vielleicht hat man Sorge, dass man dieses Weißbier in normalen Größen für den Preis nicht losbekommt womit wir auch schon beim zweiten Punkt sind: Bei 3,30€ pro Flasche sollte man jeden Tropfen genießen.
Nichts desto trotz – eines der besten Biere welches mir bisher untergekommen ist. Fünf volle Punkte für dieses Kleinod nach Kelheim.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 25,5%
Alkoholgehalt: 12%




(5/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Tölzer Mühlfeldbräu Weißbierbock – Lokal, Saisonal, Phänomenal
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 21. Mai 2011
Es gehört zu den schönsten Momenten wenn man in eines seiner Lieblingslokale geht und diese ein neues Bier im Ausschank haben. Ich weiß, euch jetzt den Mund wässrig zu reden indem ich von einem Bier berichte, dass nur lokal gibt (nämlich im Gasthaus Bad Tölz) und nur saisonal (es handelt sich um die Frühlings-Weiße) – jedoch muss ich ein paar Worte darüber verlieren denn der Weißbierbock vom Tölzer Mühlfeldbräu ist auch eins: Phänomenal.
Erst einmal wird man von einem bernsteinfarbenen Bier begrüßt welches von einer fein-sahnigen Schaumkrone begleitet wird, welche einen recht stabilen Eindruck macht. Fruchtig-frisch duftet es aus dem Glas – die auf der Tafel im Wirtshaus anpriesenen Aromen von Banane und Mango sind zu erahnen.
Der Erste Schluck bestätigt dies. Extrem fruchtig geht dieses Bier gleich am Anfang zu Werke, bleibt dabei doch recht mild und belohnt einen im Abgang mit einer ganz leichten Säure. Sofort werden Erinnerungen an das TAP5 von Schneider wach welches in eine ähnliche Richtung geht. Der Alkohol ist nicht zu spüren, die Kohlensäure ist fein dosiert und trägt somit zur Süffigkeit des Ganzen erheblich bei. Bitterkeit ist quasi nicht zu finden – fehlt hier aber auch nicht. Das gute Malz zusammen mit den Fruchtaromen – ich könnte schwören auch Anzeichen von Grapefruit gefunden zu haben – bilden eine perfekte Symbiose und sorgen für viel Spaß im Glas.
Nach zwei Halben konnte ich nichts, aber auch gar nichts negatives an diesem Bier finden. Der perfekte Weißbierbock? Vielleicht – zumindest sehr nah dran. Daher bleibt mir nichts anderes über als volle fünf Punkte zu vergeben. Ob der Weißbierbock wohl auf meiner Bitte aus dem Test des normalen Weißbieres her gebraut wurde?
Da ich es nun nicht sicher weiß werde ich vorsichtig behaupten, dass es “nur” nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wurde. Sollte ich falsch liegen so korrigiert mich bitte.
Update: Mir wurden soeben die fehlenden Infos zugestellt.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 16,8%
Alkoholgehalt: 6,8%




(5/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Einbecker Mai-Ur-Bock
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 17. Mai 2011
Was liegt im Mai näher als sich den Maiböcken dieser Welt zu widmen? Dank einer freundlichen Spende (merci Kurti) kann ich euch heute den Einbecker Mai-Ur-Bock vorstellen.
Das rötliche Bier kommt in einer schönen, grünen Flasche daher deren Formfaktor mir ein wenig zu klein ist. Aber wir wollen da mal nicht so kleinlich sein. Eher Kritik hat der Schaum verdient, der quasi nicht vorhanden ist. Nicht unüblich, schön ist aber anders. Das Gebräu riecht recht frisch und süßlich – also durchaus angenehm.
Der Erste Eindruck ist recht frisch und mild. Malzige Noten gehen einher mit einer feinen Herbe und formen ein durchaus süffiges Gemisch. Entgegen meiner Erwartungen ist das Ganze gar nicht großartig bitter sondern geht recht sanft zu Werke. Sehr gefährlich für Freunde des Gepflegtes Biergenußes, die hier sicher schnell mal einen über den Durst trinken können. Die Kohlensäure ist sehr mild und unterstützt das angenehme Trinkgefühl.
Schade, dass ich nur eine Flasche da habe die nun allein für die Wertung herhalten muss. Die Erschaffer des Ur-Bocks haben hier ein tolles Bier gebraut welches ich durchaus öfters trinken würde wenn der Bezug “hier unten” einfacher wäre. So oder so – Vier Punkte für diesen tollen Bock nach Einbeck.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 16,2%
Alkohol: 6,5%




(4/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Kuchlbauer Aloysius – Dunkle Pracht
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 16. Mai 2011
Kuchlbauer…das waren doch die mit diesem komischen Turm? Konnte mich gleich dran erinnern, als ich diesen dunklen Weißbier Bock inmitten diverser anderer Sorten im Getränkemartk fand. Natürlich kam der dann sofort auf meine Liste der Testkandidaten.
Recht malzig geht der Geruch hier zu Werke, grobporig und in weißer Pracht thront der Schaum über dem dunkelbraunen Bier welches recht schnell seinen Weg ins Glas gefunden hat und jetzt leise vor sich hin knistert. Der Duft erinnert ein klein wenig an das dunkle Weißbier Desaster von Reutberg, kommt jedoch weitaus angenehmer in der Nase an.
Angenehm malzig kommt der Gebräu aus Abensberg daher, fruchtig und mit leichter Säure rinnt es die Kehle hinab. Recht kraftvoll kommt der Bock im Nachhinein rüber und bleibt einem einige Momente süßlich am Gaumen hängen. Die Säure stört mit der Zeit ein wenig, ebenso die zu agressive Kohlensäure – hier wirkt das Bier etwas unausgewogen. Ansonsten ist es recht süffig und trotz des starken Malzaromas immernoch recht mild. Auch vom Schaum ist zu vorgerückter Stunde noch etwas über was den allgemeinen guten Eindruck bestätigt.
Leider verhindert die schlecht dosierte Kohlensäure hier eine bessere Bewertung da der Genuß meiner Meinung nach davon recht stark beeinträchtigt wird. Ansonsten ist das ein gelungener Bock mit Luft nach oben. Drei solide Punkte ist mir der Aloysius wert.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 16,5%
Alkohol: 7,2%




(3/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Schneider Weisse Meine Hopfenweisse (TAP 5) – Hopfenfeuerwerk
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 7. Mai 2011
Wer glaubt, schon alles gesehen respektive getrunken zu haben was das bayerische Reinheitsgebot hergibt, der sollte mal einen Blick auf die “Meine Hopfenweisse” von Schneider werfen. Es handelt sich hier um einen Weizendoppelbock mit ordentlich Feuer unter dem Kessel und einem nicht alltäglichen Geschmack.
Das Einschenken wird aufgrund der großen Schaumentwicklung ein wenig zur Geduldsprobe, aber bekanntermaßen will gut Ding ja Weile haben. Nach kurzer Wartezeit ist es geschafft und das wunderschöne, bernsteinfarbene Bier hat seinen Weg komplett ins Glas gefunden. Getoppt wird es von einer etwas grobporigen Schaumhaube. Neugierige werden es nach dem Öffnen der Flasche schon gemerkt haben aber spätestens jetzt wabert einem ein etwas eigenartiger Geruch entgegen: Grapefruit. Keine Angst, es handelt sich, wie schon gesagt, um das bayerische Reinheitsgebot weshalb sich in diesem Bier keinerleich Fruchtsäfte oder -aromen befinden können.
Der Antrunk kommt sehr malzig und fruchtig daher wobei man von dem eben erkannten Aroma nur noch Details schmecken kann die in eine eher zitronige Richtung gehen. Der Abgang gestaltet sich leicht bitter und hopfig, insgesamt sehr angenehm. Vom Alkoholgehalt merkt man hier so gut wie gar nichts. Der restliche Schaum hält sich im späteren Verlauf des Tests noch wacker auf dem Gerstensaft was einem auch nach der Eingewöhnungsphase noch sehr gut schmeckt. So allmählich kann man den frisch-fruchtigen, zitrusoiden Geschmack mit Hopfen in Verbindung bringen. Ich vermute, dass hier das sog. “Hopfenstopfen” Anwendung fand. Dabei wird dem Bier während der Gährung noch Hopfen (Aromahopfen mit sehr wenig Alphasäure damit das Bier nicht zu bitter wird) zugegeben wodurch man den Geschmack des Bieres entscheident beeinflussen kann. Vermutlich so hat man hier für diese extrem fruchtige Note gesorgt welche zum Trinkgenuß stark beiträgt.
Das restliche Bier ist sehr schnell getrunken was auch durch die milde Kohlensäure begünstigt wird. Dieses Gebräu schmeckt außerordentlich gut! Ich empfehle das Bier nicht allzu kalt zu trinken da einem da sonst einige Geschmacksnuancen entgehen können. Die Braumeister von Schneider Weisse haben hier nichts anderes als die maximale Bewertung verdient weshalb ganze fünf Punkte nach Kelheim gehen.
Es sei noch gesagt, dass es recht schwierig ist an dieses Goldstück zu kommen weshalb ich empfehle,bei der Brauerei nach Bezugsquellen zu fragen. Ich selbst bin dank eines Tipps nach Fürstenfeldbruck gefahren und hab da das Regal gleich leergekauft.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot
Stammwürze: 18,5 %
Alkoholgehalt: 8,2%
Bezugsquelle für Schneider Weisse TAP5




(5/5)