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Nordbräu Eisbock
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 28. Januar 2012
Doppelbock mit 9,2%? Heureka! Dieser Eisbock der Brauerei Nordbräu aus Ingolstadt hat mich dank dem Getränkemarkt Schäffler in Penzberg erreicht – vielen Dank dafür. Ich bin sehr gespannt darauf, vor allem, da ich von der Brauerei noch nie was gehört habe. Auch das Etikett auf der Flasche ist durchaus als interessant zu werten. Aber hier zählen ja die inneren Werte.
Dieses Starkbier ist von braun-rötlicher Farbe und hat eine leicht gräulich-braune Schaumhaube welche leider nicht sehr standfest ist. Der Geruch ist malzig, mit leichten Röststoffen versetzt und auch leicht alkoholisch was mich aber bei der Stärke dieses Gebräus nicht verwundert.
Ich bin vom Antrunk verdammt überrascht. Das Bier rinnt glatt die Kehle hinab – vom schweren Alkohol keine Spur. Es ist malzig und mit einer gewissen Herbe gespickt welche dafür sorgt, dass die Gerste hier nicht überwiegt. Hier muss man extrem vorsichtig sein. In kürzester Zeit hat man bereits die Hälfte des Glases abgearbeitet was an der extrem starken Süffigkeit dieses Doppelbocks liegt. Dass dieses Bier eisgebraut wurde ist an der sanft perlenden Kohlensäure zu erkennen wodurch man eine fast likörartige Konsistenz hergestellt hat.
Die vom Geruch angedeuteten Röstaromen kommen mit der Zeit eher durch, ebenso ein Hauch von Mango und Kirsche welche man bei fortschreitendem Genuß in der Geschmackskomposition ausmachen kann. Es ist nicht schwer und erzeugt damit nicht dieses Völlegefühl wie manch anderer Doppelbock. Eine saure Note im Abgang vollendet das Ganze und sorgt dafür, dass man das Glas gar nicht mehr aus der Hand geben will.
Die 9,2 Umdrehungen merkt man zwar durchaus (vor allem nach dem schnellen Genuß), es stört aber nicht. Geschmacklich unglaublich gut, nicht allzu schwer aber leider mit ungenügender Schaumbildung (ein Nachteil der Vereisung). Hier bleibt mir die Wahl zwischen gut und sehr gut – angesichts der Tatsache, dass man hier den Alkohol in einen schlanken aber tiefen Körper verstecken konnte entscheide ich mich für fünf volle Punkte für diesen eisgebrauten Doppelbock.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 9,2%




(5/5)
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Kloster Scheyern Doppelbock dunkel
Verfasst von Daniel unter Bier: 4 Sterne am 22. Januar 2012
Nach dem Ersten Test des heutigen Tages brauche ich unbedingt noch ein Ausgleichsbier um den Glauben an die Welt des Bieres nicht gänzlich zu verlieren. Da kommt der dunkle Doppelbock der Klosterbrauerei Scheyern gerade recht. Scheyern liegt übrigens in der Nähe von Pfaffenhofen und damit ein paar Kilometer nördlich von München.
Das schaut doch echt mal aus wie ein Malzbier. Das dunkelbraune Bier schimmert ganz leicht rötlich, lässt aber sonst kaum einen Lichtstrahl durch seinen Körper. Der Schaum ist cremig, bräunlich eingefärbt und hält sich ganz gut oben auf. Das Bier durftet extrem malzig .
Oh ja, das ist wahrlich ein Doppelbock. Eine schwere Malzsüße legt sich beim Antrunk an die Zunge und rinnt selbige sehr gemächlich entlang um letztendlich eine gut dosierte Hopfenherbe am Gaumen zu hinterlassen. Beim zweiten Schluck etdeckt man Röst- und Räucheraromen und man sehnt sich nach einem großen Stück Räucherschinken und einem deftigen Bauernbrot. Anders als anfangs vermutet hält sich die Süße aber stark in Grenzen und man ist bereits nach wenigen Schluck in einer anderen Welt.
Die von mir oftmals kritisierte Kohlensäure ist hier stark im Hintergrund und ermöglicht einem das Eintauchen in die fruchtig-schwere Geschmackswelt dieses Doppelbocks. Die Hefe hat eine wunderbar bananige Note hinterlassen, die man sonst nur von Weißbieren kennt. Dass all die angesprochenen Punkte zu einer extremen Süffigkeit führen muss ich hier nun wohl nicht noch extra erwähnen.
Starker Charakter, klasse Geschmack und das Drumherum passt auch. Trotz all dem reicht es nicht ganz für die Oberklasse – auch wenn ich stark mit mir hadere. Ich vergebe vier Sterne für diesen tollen Doppelbock aus der Klosterbauerei Scheyern.
Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 18,2%
Alkoholgehalt: 7,1%




(4/5)
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Schneider Weisse TAP 6 – Unser Aventinus
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 18. Dezember 2011
Lang genug hab ich gewartet aber heute zum vierten Advent gibt es ihn endlich – den Aventinus (TAP 6) von Schneider Weisse. Der dunkle Weizendoppelbock ist frisch gebackener Goldmedaillenträger des European Beer Star 2011 in der Kategorie “Consumers’ Favourite 2011″ und mir durchaus schon ein wenig länger bekannt. Auch im Bierlexikon von Michael Jackson ist der Aventinus vertreten – jedoch noch in seinem alten Design. Immerhin schon seit 1907 gibt es dieses Gebräu womit es auch das Erste Weizenstarkbier Bayerns überhaupt ist.
Enorm staker, malzig-hefiger Geruch steigt einem in die Nase nachdem man sich dieses Bier eingeschenkt hat. Der bräunlich-graue Schaum sitzt fest und cremig auf einem dunkelbraunen bis fast rötlich wirkendem Bier. Das sieht richtig toll aus und macht definitiv Lust auf mehr.
Honig, Schokolade, Karamell…das ist nur die Spitze der Aromenvielfalt, die sich beim Ersten Schluck über der Zunge legt. Sehr malzig, süßlich mit ganz feiner Säure – jedoch auch stark und mit vielen kleinen Kanten die jedoch alsbald von zitrusartigen Hopfennuancen im Abgang abgeschliffen werden. Es ist sehr hefig und hat eine dadurch sehr ausgeprägte Bananennote. Nach der Eingewöhnungsphase stellt sich ein angenehm wohlig-warmes Gefühl ein welches vom kaum spürbaren aber durchaus vorhandenen Alkohol herrührt.
Es wird mit jedem Schluck süffiger. Die Süße hält sich noch in Grenzen, es kommen immer mehr Fruchtaromen hervor welche einem nicht gerade dabei helfen, dieses Bier langsam und genussvoll zu trinken. Die Kohlensäure ist minimalst zu stark, stört aber nicht wirklich. Leichter Röstgeschmack wechselt sich mit süßlichem Karamell und Hefe ab. Mit jedem Schluck wird es immer schwerer dem Bier zu widerstehen. Durchaus anspruchsvoll aber auch für den Ungeübten zu beweltigen.
Ganz klar, der Aventinus bekommt von mir hier fünf Sterne – keine Diskussion. Wenn ich mir ein Bier für untern Weihnachtsbaum wünschen könnte wäre dieses hier durchaus unter den Top 5. Übrigens: Das TAP6 eignet sich auch wunderbar zum Bierstacheln.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 18,5%
Alkoholgehalt: 8,2%




(5/5)
Schneider Weisse TAP 6 “Unser Aventinus” kaufen.
Was Dir auch gefallen könnte:
Schneider Weisse Aventinus Eisbock –
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 25. Juni 2011
Immer wieder schön, wenn man an besondere Bierspezialitäten gelangt. Eine dieser Besonderheiten möchte ich euch heute vorstellen – den Aventinus Weizen-Eisbock von Schneider Weisse. Die Brauerei ist ja bereits in der Vergangenheit mit leckeren Bieren aufgefallen und auch heute gibt es keine Enttäuschung – soviel vorab.
Das ist mal eine Farbe! Dunkler als jedes Schwarzbier kommt dieser Doppelbock daher und kann gleichzeitig noch mit einer leicht bräunlichen, samtig cremigen Schaumhaube aufwarten. Bananig-hefig duftet es aus dem Glas was meine Neugier auf dieses noch erhöht.
Beinahe likörartig findet dieser Eisbock seinen Weg den Rachen hinab. Extrem fruchtige Aromen wechseln sich mit dem starken Malz ab welcher eine durchaus starke Süße entwickelt und eine enorme Süffigkeit erzeugt. Den Alkohol kann man kaum ausmachen – zu sehr ist man mit dem Erschmecken der Vielfalt an Aromen dieses Bieres beschäftigt. Die Hefe steuert einen stark bananigen Geschmack zu dieser meisterlichen Komposition hinzu.
Wein? Likör? Oder doch Bier? Schwer zu sagen – gerade, da die Kohlensäure kaum vorhanden ist und damit für einen fast samtigen Geschmack sorgt. Mit der Zeit wird einem dann recht warm – kein Wunder, kann man diesen Bock beinahe wie Wasser trinken. Extrem süffig, malzig-süß und geschmacklick irgendwo zwischen Himmel und Olymp. Wahnsinn.
Es gibt trotzem auch zwei negative Aspekte an diesem Gebräu. Die Abfüllung in 0,33 Liter Flaschen ist wohl dem Alkoholgehalt geschuldet – vielleicht hat man Sorge, dass man dieses Weißbier in normalen Größen für den Preis nicht losbekommt womit wir auch schon beim zweiten Punkt sind: Bei 3,30€ pro Flasche sollte man jeden Tropfen genießen.
Nichts desto trotz – eines der besten Biere welches mir bisher untergekommen ist. Fünf volle Punkte für dieses Kleinod nach Kelheim.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 25,5%
Alkoholgehalt: 12%




(5/5)
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Dachsbräu Ulimator – Ul(t)imativ
Verfasst von Daniel unter Bier: 5 Sterne am 19. Juni 2010
Es ist einfach schön, wenn man im Rahmen der ganzen Testerei hin und wieder mal zu einem echten Spitzenbier kommt. Einem, bei dem einfach alles stimmt. Eines dieser Biere ist der Ulimator von Dachsbräu aus Weilheim – ein dunkler Doppelbock der Spitzenklasse.
Auf der Flasche wird man von einem netten Dachs, eingebettet in ein recht phantasievolles Label, begrüßt – das Design ist hier wohl Geschmackssache. Der Ulimator selbst macht sich schon mit dem für diese Art Bier typischen süßen Malzbiergeruch auf sich aufmerksam dem man naturgemäß nicht lange widerstehen kann. Wieso auch?
Der dunkelbraun-rote Gerstensaft sucht sich seinen Weg über die Zunge und geht dabei recht sanft zu Werke. Recht süß und voll im Geschmack mit einer ganz leichten Hopfennote und einem etwas rauchig wirkendem Malz. Die gut dosierte Kohlensäure begleitet das runde Bier derweil im Abgang, zurück bleibt jetzt ein angenehm herb-süßer Geschmack der einem nur Eines signalisiert: Mehr!
Der “Uli” macht einen recht harmlosen Eindruck – im Gegensatz zum Andechser Doppelbock dunkel – und lässt einen glauben, es hier mit einem leichten Kaliber zu tun zu haben. Dieser Gedanke täuscht aber. Dem ungübten Biertrinker dürfte bereits nach wenigen Zügen aus der Flasche allmählich klar werden, dass man mit dem Ulimator nicht spaßen sollte. Aber auch dem Profi dürfte der Alkohol alsbald in den Kopf steigen – vom Schnelltrinken sollte man hier besser absehen. Bis zum letzten Tropfen – und diesen erreicht man recht schnell – ändert sich diesem Eindruck nicht mehr. Es ist ein perfekt abgestimmtes Gebräu und macht einfach Spaß.
Egal was man von Weilheim als Stadt hält – dieses Bier ist ein echtes Highlight und sollte in keinem Vorratsraum fehlen. Volle fünf Sterne für den Ulimator – und ich werde nun nach einer alten Weisheit handeln. Was ist besser als ein Ulimator? Zwei Ulimator!
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Stammwürze: 19%
Alkoholgehalt: 7,5% vol.