Beiträge getagged mit Rauchbier
Braufactum Roog Rauchweizen – Piccolo ganz groß
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 17. April 2011
Auch wenn es mir normalerweider widerstrebt, Biere in einem Formfaktor unterhalb eines halben Liters auch nur anzusehen, stelle ich euch heute ein Bier vor, welches man (auch) in 0,33 “Fläschchen” beziehen kann – alternativ steht auch eine Version mit 750ml zur Verfügung: Das Braufactum Roog Rauchweizen.
Die Flasche kommt sehr edel daher und hat ungefähr die Größe einer kleinen Sektflasche. Am Flaschenhals hängt eine kleine Karte welche einen über Farbe, Alkoholgehalt und die Details des Bieres aufklärt. Auf dem Label selbst sind noch weitere Informationen vermerkt, u.a. eine detailierte Zutatenliste auf der die genutzten Malzsorten sowie der verwendeten Hopfen aufgeführt sind. Vorbildlich. Die aufgedruckte Produktionsnummer lässt einen auch gleich erahnen, dass man es hier nicht mit einem “normalen” Bier zu tun hat.
Leicht bitter-süß und durchaus rauchig stellt sich der Geruch des Bieres dar wobei es milder zu Werke geht wie andere Vertreter der Rauchbierzunft. Mein Interesse ist geweckt. Das Einschenken gestaltete sich aufgrund der starken Schaumbildung etwas langwieriger, belohnt einen aber dann mit einem perfekten Ergebnis. Der cremefarbene Schaum steht stabil über dem recht trüben, rotbraunen Gerstensaft und erinnert einen im weitesten Sinne an Cola. Jetzt wird auch der Rauchgeruch intensiver welcher von einer leichten Hefenote flankiert wird.
Für ein Rauchbier schmeckt es sehr mild – erst im Nachhall manifestiert sich das Raucharoma so richtig im Rachen. Es wirkt sehr frisch und hat auch süßliche Noten – insgesamt macht einen sehr abgerundeten Eindruck der einen ein wenig an einen Doppelbock erinnert (worüber man sich aber aufgrund des Alkoholgehalts nicht wundern braucht). Die Kohlensäure ist perfekt dosiert und stört einen zu keinem Zeitpunkt. Im Gegensatz zu anderen Rauchbieren fällt es sehr mild aus ohne das Raucharoma zu sehr in den Hintergrund zu stellen. Da gibt es ganz andere Biere, die einen beim Ersten Schluck mehr an einen Aschenbecher erinnern als ein Getränk. Alles in allem fällt es einem sehr schwer hier negative Punkte zu finden, unmöglich ist es aber nicht. Zum einen ist es nicht ersichtlich, ob und nach welchem Reinheitsgebot es gebraut wurde. Ich vermute, dass man sich bei der Herstellung nicht an das Gebot gehalten hat – warum sollte man diese Information sonstvorenthalten? Zum anderen sollte man sich im Klaren sein, dass diese kleine Flasche Bier ganze 5 Euro gekostet hat.
Bei Braufactum handelt es sich um einen Betrieb welche sich auf Biere für “Genießer” spezialisiert hat und diese Biere aus der ganzen Welt importiert. Es ist daher nicht ersichtlich, woher das Bier nun genau kommt. Lediglich die Flasche klärt einen darüber auf, dass es von einem gewissen “O. Honsel” kreiert wurde.
Summa summarum muss ich sagen: Ein gutes Bier – vor allem als Geschenk (so bin ich daran gelangt; Danke nochmal an stille) dessen Herkunft aber unklar ist. Aufgrund dessen – und dem Preis – gibt es gute drei Sterne für das Rauchweizen.
Alkoholgehalt: 6,6%
Keine Angabe zum Reinheitsgbot




(3/5)
Was Dir auch gefallen könnte:
Spezial Rauchbier – Spezielles aus Oberfranken
Verfasst von Daniel unter Bier: 3 Sterne am 23. August 2010
Soso Rauchbier. Ist hier dem Braumeister seine Hütte abgebrannt oder was hat es damit auf sich? Gut – das erklärt sich leicht. Das Malz des Bieres wurde geräuchert um es zu trocknen. Dieser Vorgang war früher üblich da es sonst kaum Möglichkeiten gab das Malz seiner Feuchtigkeit zu berauben. Heute ist es etwas Besonderes – eine Spezialität der sich unter anderem die Brauerei Spezial aus Bamberg gewidmet hat deren Rauchbier heute getestet wird.
Kastanienbraun kommt das Bier daher, düpiert von einer weißlich-gelben Schaumkrone. Es hat einen angenehm malziges Aroma das einem die Nase steigt – vom Rauch merk ich hier aber noch nichts.
Der Antrunk ist sehr mild und wird von einer leichten Süße begleitet. Hier merkt man durchaus einen bisher nicht bekannten Geschmack in dem Bier. Obwohl es eigentlich sehr weich und mild ist wirkt es irgendwo doch recht intensiv. Schwer zu beschreiben – ich würd dies jetzt einfach mal – passend zum Bier – als “rauchig” beschreiben. Zusammen mit dem sonst eher unscheinbaren Hopfen ergibt dies einen durchaus guten Nachgeschmack. Von der Kohlensäure her kann man nicht meckern – die passt zum Gesamteindruck und ist eher spärlich vorhanden.
Alles in allem recht interessant wenn auch zu leicht für meinen Geschmack – hier dürfte ruhig etwas mehr Druck dahinter sein. Ansonsten brauen die Oberfranken hier ein anständiges Bier. Dafür gibts drei Sterne.
Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 4,6%




(3/5)