Karg Weißbier – Ganz und gar nicht karg

Genau so muss ein Weißbier aussehen. Bernsteinfarben, schön durch die Hefe getrübt und mit einer stabilen, feinporigen Schaumhaube bedeckt. Diese Voraussetzungen erfüllt das Karg Weißbier aus Murnau fast perfekt – lediglich der Schaum entscheidet sich recht schnell dazu das Weite zu suchen.
Der typisch angenehme Duft eines frischen Weißbieres zieht einem allmählich in die Nase – man will endlich probieren! Ein großer Schluck später stellt sich jedoch ein wenig Ernüchterung ein. Irgendwie „rass“ wie man so sagt – sehr hefig und fast schon torfig. Irgendwie kann man dies nicht so richtig definieren was einen letztendlich auch dazu animiert, ganz schnell zu schlucken. Was war das jetzt? Gleich nochmal probieren. Wo ist das Malz? Irgendwie schmeckt man fast nur Hefe – erst nach einiger Zeit legt sich dies und man kann sich auf die anderen Eigenschaften des Biers konzentrieren.

Nach dem zweiten Schluck sieht die Welt schon anders aus – scheinbar hat man sich recht schnell daran gewöhnt und kann das Bier dann recht gut trinken. Jedoch will sich kein wirklicher Spaß beim Genuß aufkommen – zu unvollkommen wirkt der Gerstensaft. Auch der Nachgeschmack hält sich noch etwas zäh wobei hier die leider viel zu dominante Hefe etwas nachlässt. Davon gibts es übrigends mehr als ausreichend – bereits nach wenigen Augenblicken hat sich die Hefe am Boden des Glases abgesetzt und bildet kleine Inseln.
Karg ist das Bier sicherlich nicht aber ich würde es nicht zu meinen Favouriten zählen. Schade.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.
Alkoholgehalt: 5% vol.

2 Gedanken zu „Karg Weißbier – Ganz und gar nicht karg“

Schreibe einen Kommentar