Kanone Weizen – Starkes Kaliber

Weiter gehts mit dem nächsten Weißbier aus Franken. Heute schlägt das Kanone Weizen der Privatbrauerei Kanone aus Schnaittach bei mir ein. Auch hier wird schon seit über 120 Jahren gebraut (seit 1886 um genau zu sein) was normalerweise ein Indiz dafür ist, dass ich es hier mit etwas Gutem zu tun habe.

Das Bier kommt in einer praktischen Bügelflasche daher welche mit einem einigermaßen ansprechenden Label beklebt ist. Die Farbgebung erfreut mich als Bayer natürlich und die Kanone – passend zum Namen – ist auch ganz nett. Von der Farbe her ist es ein typisches Weißbier und muss daher nicht großartig erklärt werden.

Im Gegensatz zum gestrigen Kitzmann Weißbier riecht dieses weitaus intensiver. Sehr hefig und leicht säuerlich duftet es aus dem Glas. Der Schaum ist stabil aber etwas grobporig und lädt zum Probieren ein. Der Erste Schuss schmeckt dann auch durchaus würzig und angenehm frisch – das Ganze wirkt sehr spritzig und rund. Im Abgang darf man sich an dem feinen Hefegeschmack erfreuen der von dem etwas zu sanften Hopfen begleitet wird. Leider wird der Genuß von der für meinen Geschmack zu  starken Kohlensäure getrübt die sich wie Schießpulver im Magen ausbreitet und kurz darauf für den ein oder anderen oralen Kanonenschuss sorgt. Das Malz wirkt ganz leicht rauchig und sorgt für keine nennenswerte Süße – ein Umstand, der diesem Gebräu sehr zuträglich ist.

Die Franken scheinen sehr ausgewogene Biere produzieren zu können. Es gibt keinen geschmacklichen Solisten, der sich in den Vordergrund drängt und so kann man sich an einem durchaus leckeren Weißbier erfreuen. Mir persönlich hat es aber etwas zu viel Kohlensäure (mit der größte Kritikpunkt) und es ist mir auch etwas zu schwach auf der Brust – so kommen wir hier auf knappe 4 Sterne.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9% vol.

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