Pyraser Angerwirts Weizen – Bier für Schrauber

Es gibt Dinge an die ich mich nie gewöhnen werde. Dazu gehören zweifelsohne Bierflaschen mit Schraubverschluss so wie das Pyraser Angerwirts Weizen aus dem kleinen fränkischen Dorf Pyras. Gut, Schraubverschlüsse sind nun ja nichts besonderes mehr, man findet sie in den Regalen diverse Supermärkte als Billigbier in PET-Flaschen. Wie dem auch sei – hier handelt es sich um eine Glasflasche mit Prägung „Gebraut nach dem Reinheitsgebot“ und einem ganz netten Label.

Das Bier duftet hefig-frisch und schimmert hellgelb bis golden im Licht. Getoppt  wird das Ganze von einer schönen, feinporigen Schaumhaube die allerdigs recht bald in sich zusammenfällt. Der Antrunk macht einen leicht säuerlichen Eindruck – ein sehr fruchtiges Bier mit leichter Zitrus- und Banenennote. Es ist angenehm hefig, ist nur mit wenig Kohlensäure versetzt und macht im Gesamten einen recht süffigen Eindruck (was man auch daran merkt, dass sich das Glas rapide leert). Mit der Zeit finde ich es jedoch als etwas zu sauer. Eine Hopfennote sucht man im Grunde vergebens und es wirkt ein klein wenig zu süß für meinen Geschmack.

Nach drei zufällig ausgewählten Weißbieren aus Franken muss man sagen, dass die Braumeister im Norden Bayerns den hießigen in nichts nachstehen. Das Pyraser Angerwirts Weizen ist durchaus lecker und hat mich auf die restlichen Sorten der Landbrauerei neugierig gemacht.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,2% vol.

Stammwürze: 12,2%

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