Franziskaner Weißbier Dunkel

Um das Trio mal vollständig und einen Gegentest zum Kollegen zu haben, gibt es bei mir heute das dunkle Weißbier von Franziskaner im Test.

In einem schönen, tiefen braun wird man von diesem dunklen Weißbier begrüßt. Der Schaum ist extrem stabil und von feinporiger bis cremiger Konsistenz und passt mit seiner leicht bräunlichen Farbe wunderbar zum Glasinhalt. Im Duft ist es aromatisch malzig und mit Röststoffen versetzt.

Dieses Bier geht im Antrunk sehr mild zu Werke. Deutlich vorhandene Malzsüße paart sich hier mit einem sanften Hefegeschmack und läuft einem mit einer kaum wahrnehmbaren Bitterkeit die Kehle hinunter. Ich bin positiv überrascht, hatte ich dieses Münchner Bier doch in gänzlich anderer Erinnerung. Das Malz steht hier zwar durchaus im Vordergrund, wirkt aber nicht so penetrant und macht eine gute Figur. Die im Geruch vorhandenen Röststoffe sucht man zwar größtenteils vergeblich, doch wird man im Abgang mit leichten Hefe- und Fruchtnoten besänftigt.

Kohlensäure ist, trotz der vortrefflichen Schaumbildung, bemerkenswerterweise kaum vorhanden und erzeugt dadurch zusammen mit der Süße eine starke Süffigkeit. Das einzige, was man diesem Bier wirklich ankreiden kann ist der mangelnde Charakter. Es ist gut, wirklich gut…aber eben auch nur gut. Einfach ein wenig zu mild und unspektakulär für meinen Geschmack – könnte ein paar Kanten mehr vertragen. Dennoch steht das dunkle Weißbier von Franziskaner auf der selbe Stufe wie das Helle weshalb ich hier auch gerne vier Punkte spendiere.

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 5,0%

Stammwürze: 11,8%

(4/5)







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