Kloster Scheyern Doppelbock dunkel

Nach dem Ersten Test des heutigen Tages brauche ich unbedingt noch ein Ausgleichsbier um den Glauben an die Welt des Bieres nicht gänzlich zu verlieren. Da kommt der dunkle Doppelbock der Klosterbrauerei Scheyern gerade recht. Scheyern liegt übrigens in der Nähe von Pfaffenhofen und damit ein paar Kilometer nördlich von München.

Das schaut doch echt mal aus wie ein Malzbier. Das dunkelbraune Bier schimmert ganz leicht rötlich, lässt aber sonst kaum einen Lichtstrahl durch seinen Körper. Der Schaum ist cremig, bräunlich eingefärbt und hält sich ganz gut oben auf. Das Bier durftet extrem malzig .

Oh ja, das ist wahrlich ein Doppelbock. Eine schwere Malzsüße legt sich beim Antrunk an die Zunge und rinnt selbige sehr gemächlich entlang um letztendlich eine gut dosierte Hopfenherbe am Gaumen zu hinterlassen. Beim zweiten Schluck etdeckt man Röst- und Räucheraromen und man sehnt sich nach einem großen Stück Räucherschinken und einem deftigen Bauernbrot. Anders als anfangs vermutet hält sich die Süße aber stark in Grenzen und man ist bereits nach wenigen Schluck in einer anderen Welt.

Die von mir oftmals kritisierte Kohlensäure ist hier stark im Hintergrund und ermöglicht einem das Eintauchen in die fruchtig-schwere Geschmackswelt dieses Doppelbocks. Die Hefe hat eine wunderbar bananige Note hinterlassen, die man sonst nur von Weißbieren kennt. Dass all die angesprochenen Punkte zu einer extremen Süffigkeit führen muss ich hier nun wohl nicht noch extra erwähnen.

Starker Charakter, klasse Geschmack und das Drumherum passt auch. Trotz all dem reicht es nicht ganz für die Oberklasse – auch wenn ich stark mit mir hadere. Ich vergebe vier Sterne für diesen tollen Doppelbock aus der Klosterbauerei Scheyern.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 18,2%

Alkoholgehalt: 7,1%

(4/5)







 

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