Camba Bavaria Trucht’linger Doppelbock „Mastrobator“

Was gibt es besseres als einen Biertest an einem Tag? Na klar – zwei! Dafür habe ich mir auch etwas Besonderes aufgehoben: Den Trucht’linger Doppelbock Mastrobator der Brauerei Camba Bavaria in Truchtlaching (für alle ortsunkundigen: Das ist in der Nähe vom Chiemsee in Bayern – siehte Karte). Einfach zu bekommen war er nicht weshalb es sich anbot, gleich ein ganzes Paket davon zu erwerben.

Das vor 3 Jahren bei dem European Beer Star Award mit Gold ausgezeichnete Bier kommt in einer formschönen Bügelverschlußflasche daher. Der Geruch des dunkelrot-braunen Bieres ist  süßlich-fruchtig und macht definitiv neugierig. Die Schaumbildung ist eigentlich ganz gut doch leider ist selbiger nicht sehr standhaft.

Wem noch nicht klar ist, was das Wort „süffig“ bedeutet dem sei das Probieren dieses Doppelbocks nahegelegt. Der Antrunk ist malzig-süß und hat einen enorm vollen Körper. Vor dem leicht herben Abgang sind Vanillearomen schmeckbar welche sich mit Fruchtnuancen abwechseln bevor der Hopfen seinen Trumpf ausspielt und die Malzsüße im Zaum hält. Während ich diese Sätze tippe ist das Glas bereits zur Hälfte geleert was an der bereits angedeuteten Süffigkeit liegt und dazu führt, dass man das Glas gar nicht aus der Hand geben will.

Das Bier hat ein samtig-weiches Mundgefühl was auch an der niedrig dosierten Kohlensäure liegt. Jeder Schluck dieses Gebräus schmiegt sich lückenlos an den Vorherigen und rinnt leicht gehopft den Hals hinunter – einfach toll. Anders als bei den anderen Vertretern seiner Art wirkt dieser Doppelbock zum Schluß hin nicht gar so süß sondern behält seine Frische und steht daher auch nicht an.

Mein Kompliment an die kleine Brauerei in Truchtlaching. Trotz der mangelhaften Schaumstabilität gebe ich diesem Doppelbock volle fünf Sterne und freue mich schon darauf, die restlichen Sorten irgendwann probieren zu können. Im Nachhinein war es gar keine so schlaue Idee, die restlichen Flaschen meines Pakets zu verschenken….

Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot.

Stammwürze: 18,9%

Alkoholgehalt: 8,5%

(5/5)







7 Gedanken zu „Camba Bavaria Trucht’linger Doppelbock „Mastrobator““

  1. Also camba kenn ich aus dem lateinischen und bedeutet da so viel wie Bein oder Fessel. Ich werde aber mal bei denen nachhaken – vielleicht ist die Erklärung ja ganz einfach.

  2. Und hier die Info aus der Brauerei. Den Raum, in dem innerhalb von Klöstern gebacken und gebraut wird, nannte man früher Camba.

    Beim „Mastrobator“ gibt man sich jedoch etwas geheimnisvoller. Zitat: Mastrobator – schneller am Ziel! Eindeutig – zweideutig! Ein kleines Wortspiel…

    Damit wäre das dann auch geklärt 🙂

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