Specht Bräu Schwarzer Specht

Nachdem ich mir endlich eine Spülmaschine angeschafft habe, bin ich auf ein Problem mit meinem Willy-Becher gestossen. Das Problem ist dabei schlicht und einfach: Ich habe nur einen und der steht in der Maschine. Daher muss ich den Schwarzen Specht der Privatbrauerei Specht aus dem Erzgebirge heute aus einem Pokal trinken. Dieses Bier hat mich durchaus neugierig gemacht, handelt es sich um doch um ein Schwarzbier-Bock (wenn man das so sagen kann) – quasi eine fulminante Verquickung.

Rötlich-braun bis schwarz strahlt das Bier aus dem Pokal und erfreut mich mit einer starken und feinporigen Schaumkrone welche eine weißlich-braune Farbgebung hat. Der darunter hervorquellende Duft ist süßlich-malzig sowie säuerlich und damit eben schwarzbiertypisch.

Man möchte meinen, der Antrunk fiele langweilig aus bis dann nach einem Augenblick eine Malzflut über den Trinker hereinbricht. Begleitet von einer leichten Säure machen sich Lakritz-, Honig und rauchige Karamellaromen über die Geschmacksknopsen her und hinterlassen, neben einem feinen Prickeln, einen minimal hopfig-süßen Nachgeschmack während sich das dichte Gebräu seinen Weg am Gaumen entlang nach unten sucht. Trotz des starken Antrunks fällt der Abgang dann sehr sanft und mild aus, während sich ein fruchtiger Nachgeschmack im Mund breit macht der an Weintrauben und Orangen erinnert.

Gleich nach den ersten zwei Schluck macht sich ein wohlig-warmes Gefühl breit der dem erhöhten Alkoholgehalt des Bieres geschuldet ist. Die exzellente Vollmundigkeit ist auch nicht zuletzt der perfekt eingestellten Kohlensäure geschuldet was dieses Bier in eine sehr süffige Angelegenheit verwandelt.

Einen super Bock hat man da Ehrenfriedersdorf gebraut der vor allem mit seinen Röstaromen und Süffigkeit punkten kann. Ein tolles Bier für das ich gerne 4 Sterne ins Erzgebirge vergebe. Sollte man definitiv mal probiert haben!

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Stammwürze: 16%

Alkoholgehalt: 6,1%

(4/5)







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