Hirschbräu Doppel-Hirsch

Aus Sonthofen kommt der heutige Testkandidat, welcher – zur Feier des Samstags – auch mal wieder ein wenig stärker aufällt als sonst. Beim Doppel-Hirsch handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um einen Doppelbock, der in den Sudpfannen der Privatbrauerei Höss eingebraut wird.

Der Geruch des kastanienbraunen Biers ist stark süßlich und fast honigartig, hat aber eine erfrischende Hopfennote mit dabei. Besonders gefällt mir der standfeste, feinporig-cremige Schaum welcher, passend zum Bier, eine leicht bräunliche Färbung aufweist. Zur Flaschengestaltung sage ich jetzt an dieser Stelle mal nichts – da könnt ihr euch euer eigenes Bild machen.

Malzbombe! So und nicht anders möchte ich das erste Aufeinandertreffen zwischen dem Bier und meiner Zunge beschreiben. Anfangs dominieren die Röstmalze mit feinem Schokoladenaroma das Geschmacksbild bis diese dann von leichten Mokka- und Karamellnoten ergänzt werden. Im Abgang schiebt sich das Gebräu dann lang und süß den Rachen hinunter wobei sich der Hopfen erstmals bemerkbar macht. Dieser führt aber lediglich ein kurzes Gastspiel und steuert einen Hauch erfrischender Bitterkeit bei.

Man würde nun erwarten, dass sich dieser Doppelbock aufgrund seiner Fülle recht schwer zu trinken ist. Dem ist aber glücklicherweise nicht so was nicht zuletzt an der angenehmen Rezenz liegt und dieses Gebräu durchaus bekömmlich und vor allem süffig macht. Definitiv ein Bier zur zünftigen Brotzeit und für einen gemütlichen Abend (daheim). Für mich einer der besten Doppelböcke der letzten Zeit weshalb ich dem Doppel-Hirsch gerne 4 Sterne gebe.

Stammwürze: 18,5%

Alkoholgehalt: 7,2%

(4/5)







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