Weißbräu Schwendl Schalchner Weisser Bock

Nach dem gestrigen Test der Camba Weisse bleibe ich einfach gleich in der Region. Ein paar Kilometer südlich von Truchtlaching liegt, ebenfalls an der Alz gelegen, die Weltstadt Tacherting mit ihren knap 5500 Einwohnern welche die Heimat des Weißbräu Schwendl darstellt. Nachdem ich aus dem Hause des Weißbräu ja schon durchaus ungewöhnliche Biere probiert habe, geht es heute etwas mehr bodenständig zu – im Test heute: Der weiße Bock.

Kastanienbraun präsentiert sich der dunkle Weizenbock, nachdem er langsam seinen Weg ins Testglas gefunden hat. Der Geruch ist sehr hefig-bananig und hat leiche alkoholische Tendenzen wobei sich diese mit dem Schaum lichten. Selbiger ist reichhaltig, cremig aber leider nicht allzu standfest.

Jessas. Im Antrunk präsentiert sich der Bock schon beinahe zähflüssig. Behäbig schiebt sich das Weizen über die Geschmackszonen der Zunge unter hinterläßt einen größtenteils süß-karamelligen Eindruck mit einer minimal herben Note im Abgang. Wie schon im Geruch angedeutet ist der Alkohol auch im Geschmack merkbar, stört aber nicht sonderlich und sorgt sofort für eine angenehme Wärme.

Die nächste Zeit fällt der weiße Bock größtenteils durch seine angenehme Schwere und seinen leicht brot-würzig wirkenden Charakter auf und betört mit seiner genau passenden Süße. Super abgestimmtes und harmonisches Bier mit einer stark wirkenden Hefe, die einen ungemein intensiven Bananengeschmack reinbringt. Einzig die etwas zu starke Kohlensäure steht einer unbeschränkten Süffigkeit etwas im Weg was in meiner Wertung einen minimalen Abzug zur Folge hat.

Nichts desto trotz ist dieser weiße Bock ein wirklich leckeres Weizen und ein guter Begleiter für kalte Winternächte. Bei mir gibts dafür vier Sterne nach Tacherting – Prost!

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 6,8%

(4/5)







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