Klosterbräu Bamberg Schwärzla

Aus dem schönen Bamberg stammt der Testkandidat für den heutigen Sonntag. Es handelt sich dabei um das Schwärzla des Klosterbräu in Bamberg dessen Braunbier ich bereits verköstigt habe. Dass es sich beim Schwärzla um ein Schwarzbier handelt muss ich bei dem Namen eigentlich nicht näher erwähnen – viel interessanter ist die Tatsache, dass ich bisher noch kein schlechtes Schwarzbier im Test hatte. Ob das Schwärzla an diese Tradition anschließen kann?

Bis auf ein rötliches Schimmern verschluckt der stark malzig duftende Trunk jeglichen Lichtstrahl, der es versucht, sich einen Weg durch den dunkelbraunen Trunk zu wagen. Lediglich der bräunlich-weiße und sehr cremige Schaum baut einen kleinen Kontrast zu dem „Kleinen Schwarzen“ auf, welches, nebem dem leicht röstig wirkenden Malz, auch mit einer feinen Hopfennase auf sich aufmerksam macht.

Der Antrunk ist relativ trocken und malzbetont und wird von einem leicht kratzig wirkenden Hopfen begleitet der, für meinen Geschmack hier ein wenig zu intensiv ausgefallen ist. Eine gewisse Süße kann man dem Schwärzla nicht absprechen, erwarte ich bei der Malzstärke jedoch auch. Der angesprochene Hopfen ist im Abgang recht stark bitternd und hat eine angenehme Würze die aber, wie schon beim Antrunk angesprochen, zu stark ausfällt und in meinen Augen eher mit der eines starken Stouts vergleichbar ist.

So  Recht mag sich hier keine Süffigkeit einstellen und so plätschert das Schwärzla eher gemählich dahin. Ich führe das größtenteils auf die fehlende Süße und den Hopfen zurück, denn die anderen Parameter passen hier eigentlich.

Versteht mich nun nicht falsch, das Schwärzla kann man schon trinken, jedoch finde ich es, gerade im Vergleich, zu unausgewogen und zu bitter für ein Bier dieses Typs daher gibts für dieses Schwarzbier 2 Sterne und für mich die Einsicht, dass sich nicht jede Tradition ewig hält.

Gebraut nach dem Reinheitsgebot.

Alkoholgehalt: 4,9%

(2/5)







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