Braukunst-Live 2013 – Rückblick

braukunst_live_mvg_museumSo lang es dauerte bis es endlich los ging, so schnell war es auch vorbei. Die Braukunst-Live 2013 hat auch in diesem Jahr Brauer, Bierfreunde, Hopfenspezialisten und vor allem Neugierige in einer wunderbaren Atmosphäre vereint um sich zusammen durch einen beinahe unüberschaubaren Fundus an Bieren zu kämpfen. Dass man dabei, vor allem wenn man nur einen Tag vor Ort sein kann, natürlich nicht alles probieren kann muss ich wohl nicht extra erwähnen. Ich halte mich daher bei meinem kleinen Rückblick nur an die 23 Biere, die ich geschafft habe.

Comet IPA
Comet IPA

Kommen wir gleich zu Beginn zu meinen zwei Bieren der Messe. Ich habe mich größtenteils an Pale Ales, IPAs und Stouts gehalten um zumindest in diesem Bereich einen kleinen Überblick zu kriegen. Unter all diesen Bieren ist mir in erster Linie das Hopfenstopfer Comet IPA aufgefallen welches sich mit seinem leicht beerigen und blumig-würzigen Aroma durchaus stark von anderen IPAs  abgehoben hat und für mich mein persönliches „Bier der Messe“ ist.

Ähnlich abgehoben, jedoch in eine andere Richtung, hat sich der Imperial Stout vom Brauhaus Riegele der einen leichten Touch von roten Trauben und Pflaume hatte und fast in Richtung eines starken Rotweins ging. Auch der neue Stout der Crew AleWerkstatt hat mir mit seinen starken Schokoladenaromen zusagt, muss sich hier aber dem Riegele unterordnen.

Riegele Imperial Stout
Riegele Imperial Stout

Auf den Plätzen tummeln sich dann noch einige weitere Biere die ich teilweise als erfrischend anders oder einfach für ihren Stil als unglaublich gelungen empfand. Zu der ersteren Kategorie zähle ich definitiv das, extra für die Braukunst-Live gebraute Lammsbräu 1628 Abtei mit Trappistenhefe aus einer befreundeten Klosterbrauerei aus Belgien. Auch das Brutal IPA und das Dead Guy IPA von Rogue Ales sowie das Imperial IPA von Fritzale hielt ich für herausragend.

Zu der zweiten Kategorie zähle ich auf jeden Fall den Weizenbock Dunkel der Brauerei Gutmann, welcher ebenso speziell für die Braukunst eingebraut wurde. Außerdem darf hier auch das unfiltrierte Pilsner Urquell nicht fehlen, welches in dieser Form noch vollmundiger rüberkam und eine stärkere Bittere aufwies. In Verbindung mit dem am Stand ausgestellten Käse hat mir auch das TAP-X Meine Sommer Weisse vom Schneider Weisse durchaus geschmeckt.

Meine Sommer Weisse
Meine Sommer Weisse

Wie so oft gibt es aber natürlich auch etwas zu bemängeln wobei das weniger ein Problem des Festivals ist sondern mehr an den Brauern liegt. Leider, und ich weiss, dass ich damit ein sehr heikles Thema anspreche, macht sich in der Welt der Pale Ales/IPAs ein leichter Einheitsgeschmack breit. Dieser ist auf den starken Einsatz des Cascade-Hopfens zurückzuführen welcher, bedingt durch sein Geschmacksprofil, in vielen Ales zu finden war. Ich hätte mir einfach etwas mehr Abwechslung und Mut gewünscht – auch deshalb empfand ich das Comet IPA als erfrischend anders.

HB Eiskalt gehopfter Hallodri
HB Eiskalt gehopfter Hallodri

Aber gut, das sind wirklich „firstworldproblems“. Insgesamt blicke ich auf eine anregende, interessante und vor allem leckere Messe und viele Gespräche zurück. Ebenfalls positiv zu werten sind die Ideen der Aussteller, die jetzt mit speziellen Biere aufwarten konnten – hier die Brauerei Ayinger genannt die auf ihrem Stand den hauseigenen Celebrator Doppelbock gestachelt haben.

Die Braukunst-Live hat sich in ihrem zweiten Jahr etabliert und ist die Bier-Messe in Deutschland (und hat eine wirklich tolle und  zum Anspruch passende Location). Ich hoffe, dass das so bleibt und man weiter den eingeschlagenen Kurs hält.

Man sieht sich auf jeden Fall im nächstes Jahr zur Braukunst-Live 2014!

 

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