Fürstenberg Edelbräu

fuerstenberg_edelbraeuEin Pils darf es heute sein, genauer gesagt eines aus Baden-Württemberg wo man sich, wie die Beispiele Rothaus und Waldhaus zeigen, wohl recht gut mit der Pilsner Brauart auskennt. Es geht um das Edelbräu der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei aus Donaueschingen (das liegt in etwa zwischen dem Schwarzwald und dem Bodensee) welches jetzt seinen Weg in die Tulpe finden wird.

Die etwas dunklere Farbgebung fällt bei diesem Pils sofort auf, vor allem im Kontrast zu dem sahnig-feinen und weiß leuchtenden Schaum der üppig oben auf steht. Malzig und feinhopfig duftet es aus dem Glas und das ohne die sonst übliche fein säuerliche Süße. Ich glaube, das Bier könnte recht interessant werden.

Für ein Pils ist der Antrunk wirklich unglaublich saft, beinahe wie bei einem einfachen Lager. Mildsüßes Malz mit minimalen Karamell- und Röstaromen und ein viel zu lascher Hopfen strömen über die Testerzunge und hinterlassen einen süßen und kaum bitternden Nachgeschmack. Dort tauchen auch vereinzelt blumig-würzige Hopfenaromen auf die allerdings sehr, sehr schwach ausfallen.

fuerstenberg_edelbraeu_flascheBeim Wasser und der Kohlensäure gibt es nichts zu meckern, diese sind im Lot und wirken sich positiv auf die Süffigkeit des Bieres aus. Diese muss man dem Edelbräu durchweg attestieren, denn durch den geringen Hopfenanteil und dem leicht nachsüßenden Malz läßt sich dieses Pils sehr schnell und unproblematisch trinken.

Ganz klar, das Fürstenberg Edelbräu bewegt sich mit seinem sehr feinen Geschmackssetup im Mittelfeld der bisher getesteten Pilsner. Größter Kritikpunkt ist für mich die etwas aufkommende Langeweile im Geschmack – dieser setzt wirklich keinerlei Akzente und ist eben nur Mittelmaß. Daher gibts drei Sterne.

Stammwürze: 11,7%

Alkoholgehalt: 5,1%

(3/5)







Schreibe einen Kommentar