Brauhaus Gusswerk Horny Betty

brauhaus_gusswerk_horny_bettyDoppelt vergärt und versetzt mit dem „Geilen Ziegenkraut“ – einer „Medizin„-pflanze aus China – präsentiert sich das Horny Betty des Brauhaus Gusswerk aus Salzburg dem neugierigen Biergenießer. Dem Beschreibungstext nach zu urteilen hat man sich bei diesem Bier durchaus viel Mühe gegeben und gerade ob der Kräuterzugabe bin ich gespannt, was an Aromen in diesem Bier steckt.

Dunkelbraun und leicht rötlich schimmert das Starkbier (eigentlich ein Dreifachbock) aus dem Glas und glänzt mit viel sahnigen und stabilen Schaum. Vom Geruch her bietet das Bier ordentlich Malz mit karamelligen Röstaromen, gepaart mit einem honigartigen und erdigen Duft.

Der Antrunk fällt, für den Alkoholgehalt, sehr mild und weich aus, gepaart mit süßlichen-röstigen Malz welches mit Vanille- und Honigaromen einhergeht. Dazu gesellt sich ein kräuterartiger Geschmack der vermutlich dem Geißkraut-Zusatz zu verdanken ist und sich recht gut in das Geschmacksprofil einbettet. Anfangs wirkt das Bier ein wenig zu stark karbonisiert, das gibt sich aber innerhalb wenigen Augenblicke und so kann man die Horny Betty in vollen Zügen genießen.

brauhaus_gusswerk_horny_betty_flascheEin wenig erinnert das österreichische Bier an einen dunklen Weizenbock, es wirkt minimalst hefig und der mild-herbe, beinahe likörartige Abgang tut sein Übriges um den Trinker zu überzeugen. Die Bitterung ist, wie schon angesprochen, moderat ausgefallen und begleitet das starke Malz mit seinem aufkommenden Dörrobstaroma sehr schön bis spät in den Abgang.

Lecker ist dieses Bier aus Salzburg allemal, die leichte kräuterartige Note verleiht ihm das gewisse Etwas und die anfangs etwas zu starke Süße wird zum Schluß hin gut kompensiert. Extrapunkte gibt es für die Flaschengärung und so komme ich auf hervorragende 4 Sterne für die Horny Betty vom Brauhaus Gusswerk.

Alkoholgehalt: 9,2%

(4/5)







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