Brauerei Jacob Jacobator

brauerei_jacob_jacobatorDer heutige Testkandidat, der Jacobator, ist ein waschechter Oberpfälzer und wird in der gleichnamigen Brauerei Jacob in Bodenwöhr gebraut. Der dunkle Doppelbock ist Teil des Wintersortiments der Brauerei welche seit 1758 vor Ort ihr Bier herstellt – damals noch, damit man das nicht allzu gute Bier der Nachbarorte nicht trinken musste. Schauen wir doch mal ob es sich gelohnt hat.

Beim Duft geht das Bier keine Kompromisse ein – süße, röstige Malzaromen werden von einem Hauch Schokolade begleitet womit sich der Geruch auch der Farbe anpasst. Dunkelbraun mit einem rötlichen Schimmer steht das Starkbier im Glas und wird von einer nicht allzu stark ausgeprägten, bräunliche Schaumhaube bedeckt.

Im Antrunk fehlen mir die angesprochenen Aromen etwas, es dominiert größtenteils das leicht brotige und süßlich-schwere Malz welches von einem durchaus schmeckbaren Alkohol begleitet wird. Weich und rund wirkt es im Abgang, ein wenig würziger Hopfen ist dabei und bittert mir das Bier an dieser Stelle etwas zu stark. Die Karbonisierung des Bocks ist mir zu intensiv ausgefallen und passt nicht ganz zu der schweren Malzsüße die durchaus gerne noch stärker hätte ausfallen dürfen.

brauerei_jacob_jacobator_flascheBei der Süffigkeit gibt es aufgrund der starken Kohlensäure ebenfalls Abstriche, auch die geschmacklichen Kanten sind hier nur schwer zu umschiffen. Nein, Freunde werden der Jacobator und ich vermutlich keine mehr. Ein zu diffuses Malzaroma, zu viel Kohlensäure und viel zu viel Ecken und Kanten machen dieses Bier aus. Daher bleiben nach all den Abzügen nur 2 Sterne übrig – das kann man besser machen.

Stammwürze: 18,7%

Alkoholgehalt: 7,5%

(2/5)







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