Duvel Tripel Hop 2013

duvel_tripel_hop_2013Während derzeit mal wieder heftigst über das Reinheitsgebot gestritten, diskutiert und gefachsimpelt wird, wende ich mich lieber einem spannenderem Thema zu: Bier testen! Daher habe ich mir heute die 2013er Ausgabe der Duvel Tripel Hop Reihe ausgesucht – gehopft mit Sorachi Ace, Saaz und Styrian Golding. Gerade Biere mit Sorachi Ace findet man in unseren Breitengraden eher selten weshalb ich umso mehr auf dieses Bier gespannt bin.

Auf den ersten Blick sieht man dem kleinen Belgier nicht an was in ihm steckt. Beinahe strohgelb präsentiert sich das Bier, wird von einer schneeweißen und feinporig ausgebildeten Schaumhaube bedeckt und macht einen sehr, sehr friedlichen Eindruck. Erst nachdem man seine Nase ins Glas gehalten hat, weiß man ungefähr womit man es zu tun hat. Limettenschale, Pfefferminze und etwas Honig sind neben einem Hauch Hefe riechbar und wecken die Vorfreude auf den ersten Schluck.

So unscheinbar das Bier wirkt, so intensiv wirkt es auf die Geschmacksnerven ein und man braucht einen Moment bis man realisiert was man da eigentlich gerade schmeckt. Zitronen(gras), Orangen, Maracuja und Heu sind die ersten Worte, die mit in den Sinn kommen. Eine recht starke Herbe zusammen mit etwas Säure setzt sich unter die Hopfenaromen und transportiert diese, zusammen mit dem süßlichen aber eher unauffälligen Malz, langsam über die Zunge. Im Abgang trumpfen die floral-würzigen Hopfenaromen nochmals richtig auf – Aromen von Ananas, Minze und Limette machen sich breit und halten sich sehr lange im Mund. Wahnsinn.

duvel_tripel_hop_2013_flascheAllmählich bemerkt man dann auch den Alkohol der sich mit einer wohligen Wärme im Bauch ausbreitet, sich dabei aber kaum auf den Geschmack auswirkt. Etwas störend empfinde ich die zu starke Kohlensäure die dazu führt, dass man das Bier eher gemächlich vor sich hin trinkt (was aufgrund der ausgeprägten Aromatik jetzt nicht unbedingt ein Nachteil sein muss).

Definitiv ein sehr gutes Bier welches man im belgischen Puurs braut. Besonders gut gefällt mir dieser leichte Hauch Minze in jedem Schluck sowie die ungewöhnliche, aber gute, Aromastruktur. Einzig das Malz könnte etwas präsenter sein – aber das passt schon. Dafür gibts sehr gute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 9,5%

(4/5)







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