Vulkan Bourbon Barrel Doppelbock

vulkan_bourbon_barrel_doppelbockDritter Advent – Zeit, um im Bierkeller nach etwas Besonderem zu suchen. Mit dem Bourbon Barrel Doppelbock der Brauerei Vulkan aus dem rheinland-pfälzischen Mendig habe ich auch etwas entsprechendes gefunden – einen Doppelbock, der ein halbes Jahr lang in einem Bourbon Fass reifen durfte. Auf dieses starke, fassgereifte Stück aus der Vulkaneifel freue ich mich jetzt doch sehr.

In einem dunklen Bernstein bis kupferfarben liegt das Bier im Glas und seine hohe Viskosität lässt einen schon erahnen, dass man es hier mit einem etwas stärkeren Bier zu tun hat. Süßliche Fassnoten treten unter dem feinporigen, jedoch nicht allzu standfesten Schaum hervor (was nun aber bei fassgereiften Bieren nichts ungewöhnliches ist). Ein wenig Eichenholz ist wahrzunehmen, Aromen von Vanille, Malz und könstlichem Kokosaroma sind ebenfalls dabei.

Der erste Schluck überrascht nun doch etwas, hätte ich doch nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht mit solch einer Spritzigkeit gerechnet die für eine mehrmonatige Fassreifung sehr ungewöhnlich ist. Gleich darauf folgt eine halbwegs intensive Säure die mit einem sehr starken Honigaroma einhergeht wozu auch die aufkommende Süße wunderbar passt. Der leichte Holzgeschmack ist natürlich nicht mit dem von Rauchbieren vergleichbar sondern wirkt eher im Hintergrund und sorgt für eine angenehme Ecke im Geschmacksprofil.

vulkan_bourbon_barrel_doppelbock_flascheIm Abgang wirkt die Kohlensäure auf der Zunge ein wenig unangenehm, man schmeckt Vanille, Brombeeren und den weiterhin stets präsenten Honig und so läuft das süßmalzige Starkbier angenehm und erstaunlich schnell über die Zunge. Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass mir hier ein wenig die Schwere eines Doppelbocks fehlt und es, man höre und staune, zu einfach zu trinken ist. Ich würde mich hier ein Bier erwarten, welches ich wegen seiner Intensität für eine halbe Stunde im Glas halte und immer wieder mal dran nippe – von der Rezenz her würde das jedenfalls funktionieren.

Ein sehr feines Bier haben die vulkan’schen Braumeister hier kreiert welches sich geschmacklich nicht von den etablierten gereiften Bieren verstecken braucht. Von mir gibts hierfür heute vier sehr gute Sterne!

Alkoholgehalt: 9,8%

(4/5)







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