Jopen Jacobus RPA

jopen_jacobus_rpaEin paar Auszeichnungen hat das Rye Pale Ale der Brauerei Jopen aus dem holländischen Haarlem ja schon bekommen, darunter zweimal die Bronzemedaille beim World Beer Cup 2012 und 2013. Biere, die unter Einsatz von alternativen Getreidesorten gebraut werden, mag ich persönlich recht gerne, bringen z.B. Dinkel und Roggen mehr Tiefe und Intensität ins Malz was man sonst oftmals vergebens sucht. Schauen wir doch mal, obs beim kleinen Holländer genauso ist.

Kastanienbraun präsentiert sich das brotig-süß und nach Honig duftende, opale Bier im Glas und bildet einen feinporigen, bräunlichen Schaum aus. Dieser ist zwar nicht besonders üppig, überzeugt aber mit seiner Standhaftigkeit.

Der erste Schluck wirkt interessant, ein trockener Schwall aus Röstaromen, Holz und Brot wandert über die Zunge und hat ein wenig Hopfenbittere im Gepäck die sofort adstringierend auf selbige wirkt. Mit den genutzten Hopfensorten – Cascade und Simcoe – ist man recht sparsam umgegangen, findet sich lediglich spät im Abgang etwas von der Aromatik für die die beiden Sorten bekannt sind. Man muss aber auch sagen, dass das recht würzige Malz es dem Hopfen auch schwer macht, richtige Akzente zu setzen und so bleibt es größtenteils bei der teilweise recht starken Bitterwirkung von der man auch lang nach dem Genuß noch etwas hat.

jopen_jacobus_rpa_flascheHat man sich erst an den etwas eigenwilligen und unrunden, etwas rassen Geschmack gewöhnt, so lässt sich das RPA sehr gut trinken. Viel Kohlensäure hat es nicht, eine moderate Süße sowie das Fehlen eines jeglichen Alkoholgeschmacks machen das Bier süffig. Dazu gesellt sich auch ein im Trinkverlauf aufkommender Geschmack nach Trockenfrüchten und Pflaumen.

Gewöhnungsbedürftig, zum Ende hin aber immer besser. Das ist mein Fazit für das Jacobus RPA der Brauerei Jopen – bei mir gibts dafür heute gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 5,3%

(3/5)







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