Landskron EDITION N°1

landskron_edition_no1Unter anderem mit Whiskey-Malz hat man bei der privaten Braumanufaktur Landskron aus Görlitz ein so genanntes „Gourmetbier“ eingebraut, genauer gesagt einen offensichtlich rauchigen Doppelbock mit knackigen 21% Stammwürze. Ich bin gespannt, ob es geschmacklich in einer ähnlichen Liga spielen wird wie andere, mit Whiskey-Malz eingebraute Biere die ich bereits genießen durfte.

Kupferfarben und klar zeigt sich das, mit einem Finger breit feinporigen Schaums getoppte, Bier im Tasting-Glas. Dort verströmt es einen feinen, leicht rauchhaltigen Malzduft mit einigem an Süße, einem Hauch Marzipan, Vanille und das Aroma von Waldbeeren.

Anders als bei den mit Whiskey-Malz gebrauten Bieren die ich bisher kenne, fällt der torfig-rauchige Geschmack bei diesem Bier weitaus gediegener aus. Leicht süßlich schiebt sich das eigentlich ungewöhnlich schlank wirkende Malz über die Zunge wobei es nussig-beerige, mit einem Hauch Vanille gespickten Aromen auf selbiger hinterlässt. Zum Abgang hin kommt das namensgebende Malz besser raus, etwas Torf und Holz sind schmeckbar und runden das malzstarke Bier angenehm ab ohne zu aufdringlich zu wirken.

Im Mittelteil stehen mehr die Beerenaromen im Vordergrund – ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob es mehr Brom- oder Erdbeeren sind die hier hervorstechen – auf jeden Fall gefällt es mir sehr gut, passen sie doch gut zu dem süßlich-karamelligen Malzbett. Handwerklich ist beim Edition No1 auf jeden Fall alles in Ordnung – sehr weiches Wasser, die Karbonisierung ist perfekt ausgefallen, es ist süffig und gut trinkbar. Andererseits aber, und das ist mein großer Kritikpunkt an dem Bier, fehlt mir auf lange Sicht das rauchige – in meinen Augen darf da gern mehr Torf vorhanden sein um auch die etwas zu starke Süße zu bremsen.

landskron_edition_no1_flascheEin durchweg gutes Bier – einzig, und das ist auch der Grund weshalb das Bier nicht die bestmöglichste Wertung bekommen wird, das beworbene Whiskey-Malz ist mir zu schwach ausgefallen und wirkt nur am Rande des möglichen Geschmacksspektrums. Daher gehen für dieses Bier vier Sterne nach Görlitz.

Stammwürze: 21%

Alkoholgehalt: 8%

(4/5)







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