Mittenwalder Josefi Bock Dunkel

mittenwalder_josefi_bock_dunkelNach dem gestrigen Desaster-Bock gibt es heute gleich das nächste dunkle Bockbier welches perfekt in die Saison passt und ich euch daher vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um den dunklen Josefi-Bock von der Mittenwalder Privatbrauerei aus dem kleinen Nest Mittenwald in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen. Kleine Besonderheit vor dem Test: Die Mittenwalder Brauerei ist Deutschlands höchstgelegenste Privatbrauerei. Schauen wir doch mal, ob das eine Auswirkung auf das Bier haben wird…

Im schönen mahagonibraun steht das klare Bier im Glas, verziert von einer stabilen, feinporigen Schaumhaube die wie Eischnee auf dem Gebräu sitzt. Dabei gibt es einiges an süßlichen Malzaromen zu erriechen die von einem leicht karamelligen, röstigen Schokoaroma begleitet werden.

Der erste Schluck fällt relativ weich und gediegen aus, wird größtenteils von süßlichen Malzaromen dominiert und bringt ein wenig Brot mit. Etwas übertrieben fällt die honigartige Süße schon aus, hat aber durch die sanfte Herbe einen einigermaßen gleichstarken Gegenspieler wodurch das Bier nicht so schwer wirkt wie es Anfangs den Anschein hat. Im sehr milden Abgang wird der Bock etwas lascher, hat aber immerhin noch ein wenig Hopfenwürze und -aromatik im Angebot wodurch es nicht so langweilig ausfällt wie man es hätte befürchten können.

mittenwalder_josefi_bock_dunkel_flascheVon den Röstaromen ist nicht viel spürbar, einzig einige wenige Aromen von Dörrobst liegen in der Süße und erinnern einen beinahe etwas an Pflaumenmuß. Dabei ist die Trinkbarkeit im Allgemeinen recht gut, allerdings ist die Aromatik nicht allzu ausgeprägt weshalb es hinten raus etwas langweilig wirkt.

An sich ein solider Bock, mir aber leider etwas zu süß. Handwerklich gesehen gibt es aber nichts zu meckern und nicht zuletzt deshalb gebe ich dem Mittenwalder Josefi Bock Dunkel gerne gute drei Sterne.

Alkoholgehalt: 7,1%

(3/5)







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