Spital Strong Ale

spital_strong_aleHeute möchte ich euch das Strong Ale der Regensburger Spitalbrauerei vorstellen. Deren Stand gehörte auf der Braukunst Live zu all denen, für die ich leider keine Zeit hatte und so komme ich erst heute mit den Bieren der Regenburger in Kontakt. Den Anfang macht heute das Strong Ale welches mit knapp 10% Alkohol den Beinamen ’strong‘ durchaus verdient hat.

Der Geruch des dunklenbraunen bis schwarzen Bieres ist nicht ganz so einfach zu bestimmen, röstig-süße Malznoten quellen unter dem dichten Schaum hervor, etwas Karamell und Schokolade kommt auf, ebenso etwas Alkohol.

Einiges an Malz kommt beim ersten Schluck daher, röstige Kaffeearomen gesellen sich dazu und so bildet sich eine weiches aber doch auch leicht nachbitterndes Malzbett. Der Geschmack von Zartbitterschokolade mit Dörrpflaumen liegt auf der Zunge, es kribbelt es recht stark was auch auf die etwas zu intensive Kohlensäure zurück zu führen ist und die moderate Bitterung sorgt für eine leichte Astringenz. Im Abgang wirkt es nicht mehr so komplex, die Süße sowie die Fruchtaromen kommen etwas stärker raus, auch etwas Hefe ist dabei und so kann man sich ganz gute mit dem Bier anfreunden.

Im Malzbett liegt zudem noch das Aroma von Haselnüssen und eine feine Rauchnote – insgesamt betrachtet jedoch wirkt es mir nicht rund genug. Der Alkohol steht mir etwas zu stark im Vordergrund (bzw. das Bier ist für seine Aromatik etwas zu stark geraten) – etwas mehr Hopfenaromatik hätte den leicht Sherry-artigen Charakter noch verstärken können (z.b. mit Comet- oder Willamette).

spital_strong_ale_flascheEs ist nicht leicht, bei diesem Bier ein Fazit zu finden. Mir ist es zu stark, zu kantig und hat eine Aromatik die nicht stark genug ausgeprägt ist. Andererseits gefällt mir das Malzbett recht gut und es ist auch noch halbwegs trinkbar – daher gibts heute drei Sterne.

Wer sich selbst ein Bild machen will, der kann das hier tun.

Alkoholgehalt: 9,9%

(3/5)







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