Karmeliten Brocardus 1844

karmeliten brocardus_1844Aus dem niederbayerischen Straubing kommt mein heutiger Testkandidat, das Brocardus 1844 der Karmeliten Brauerei Karl Sturm. Wie so oft gibt es auch zu diesem Bier eine kleine Geschichte: Eines Tages im Jahr 1844 brachte ein Mönch von seiner Pilgerreise das Rezept für dieses Bier mit. Die Mönche brauten das Bier und waren von diesem Märzen beeindruckt wodurch es zu seinem „Ruhm“ kam.

In einem rötlichen Kupferton strahlt das klare Bier aus seinem Behältnis, garniert mit einem cremigen, leicht gelblich-beigen Schaum. Im Geruch tummeln sich süßlich-brotige Malznoten, Rosinen und Pflaumen sowie etwas Honig.

Im Antrunk gibt sich das Lager recht mild, feinwürziges Malz umschmeichelt die Geschmacksnerven, es geht eher schlank zu was ich, angesichts des Geruchs, beinahe etwas enttäuschend finde. Der Honig ist noch schmeckbar, ansonsten geht es allerdings ein wenig langweilig zu…etwas Röstmalz ist schmeckbar und es tauchen vereinzelt Aromen von dunklen Früchten auf. Viel mehr steht eine etwas unangenehme und unbalancierte Herbe im Vordergrund die im Abgang bisweilen etwas kratzig wirkt.

karmeliten brocardus_1844_flascheMit der Trinkbarkeit ist es bei diesem Bier so eine Sache, die Kohlensäure und die zu starke Bittere stehen der Süffigkeit doch arg im Weg. Dazu kommt das eher unscheinbare Malzbett dem es definitiv etwas an Süße fehlt wodurch gerade der Abgang sehr, sehr trocken ausfällt.

So recht werde ich mit dem Brocardus nicht warm. Man erkennt gute Anklänge, kann sich aber keinen Reim draus machen wo die geschmackliche Reise hingehen soll. Gerade noch drei Sterne…

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Stammwürze: 13,5%

Alkoholgehalt: 5,5%

(3/5)







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