Craftwerk Barrel Aged Belgian Style Tripel

craftwerk_barrel_agedDie Leute hinter Craftwerk haben sich gedacht: Warum nicht das hauseigene Tripel nehmen und ein Jahr lang in Fässern lagern lassen? Genauer gesagt handelte es sich um Holzfässer, in denen zunächst französischer Rotwein und dann Moselwein gelagert wurde bis das Starkbier hinein durfte. Ein Jahr später war das Craftwerk „Barrel Aged Belgian Style Tripel“ gebohren und fließt soeben in mein Glas…

Kupferfarben bis mahagonibraun zeigt sich das trübe Gebräu, oben auf stabiler sowie cremiger, beigefarbener Schaum. Im Geruch findet sich ordentlich Malz, Aromen von roten Beeren, etwas Hefe, Holz sowie etwas Säure.

Recht voll und süßlich, versehen mit röstigen Noten von dunklen Malzen und den schon im Geruch angedeuten roten Beeren zeigt sich der erste Schluck. Passend dazu gibt sich die Säure welche leicht neben dem süßlich-hefigen Gebräu Eindruck über die Zunge läuft. Im Abgang geht es ein klein wenig trockener zu, der Rotwein kommt stärker zur Geltung und so wird der erste Schluck leicht herb fruchtig abgerundet.

craftwerk_barrel_aged_flascheKohlensäure enthält mir dieses Bier etwas zu viel, es prickelt etwas zu stark im Mund. Ansonsten ist das Mundgefühl sehr weich und vollmundig – es kommt auch beinahe so etwas wie Süffigkeit auf. Die Fasslagerung hat diesem Bier auf jeden Fall gut getan, hat man hier die Aromen sehr gut in das bestehende Material eingebunden und damit nicht den Charakter des Bieres zu stark überlagert. Im Trinkverlauf wünscht man sich dann bisweilen vielleicht noch ein klein wenig mehr Fassaromen…

Das Ausgangsmaterial war ja schon recht lecker – die Fasslagerung bringt dann noch mal etwas mehr Aromen mit. Zudem hält sich der Investitionsaufwand mit ca. 6 Euro stark in Grenzen und ist somit auch etwas für Fasslagerungs-Jungfrauen. Von mir gibts hierfür vier Sterne. Prost.

IBU: 40

Stammwürze: 19,5%

Alkoholgehalt: 9%

(4/5)







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