Evil Twin Yin

evil_twin_yinEigentlich kommt Jeppe Jarnit-Bjergsø, der Mann hinter Evil Twin, aus Dänemark, braut aber in diversen Brauereien rund um den Globus. Mein heutiges Testbier, das „Yin“, wurde bei Two Roads Brewing in den USA gebraut und hat daher auch schon ein paar Kilometer auf dem Buckel bis es den Weg in meinen Keller fand. Ich kann euch gar nicht sagen, wie ich mich auf den nun folgenden Test dieses Imperial Stouts freue…

Traumhaft wie das aussieht, brauner sowie cremiger Schaum steht absolut stabil auf dem schwarzen Gebräu. Dabei emittiert es einen malzigen, schokoladigen und röstaromatischen Geruch der zudem mit leichten Toffee- und Raucharomen gespickt ist.

Das samtig-weiche sowie recht dickflüssige Bier läuft langsam über die Zunge, Aromen von Zartbitterschokolade und Kaffee sind vordergründig schmeckbar. Flankiert werden die Röstaromen von etwas Sahnekaramell und moderatiger, honigartiger Süße. Auch Anklänge von dunklen Früchten sind ganz leicht erkennbar, Cassis und Kirsche sind da genannt und bringen etwas Schwung in das doch recht schwer wirkende Gebräu.

evil_twin_yin_flascheIm Abgang kommt die Herbe stärker zur Geltung, jedoch hält sich das süßliche Röstmalzaroma bis lang nach dem Schlucken und sorgt somit für dauerhafte, geschmackliche Dominanz. Trotz des ordentlichen und auch schmeckbaren Alkoholgehalts ist dieser Imperial Stout enorm süffig und es ist beinahe beängstigend wie schnell sich das Glas leert.  Passend dazu ist auch die Kohlensäure dosiert – ein wahnsinnig gut trinkbares Bier.

Alles in allem schrammt das wunderbar ausbalancierte Yin von Evil Twin an der Höchstwertung vorbei, hätte die Malzaromatik durchaus noch etwas stärker ausfallen können. Dennoch sind das richtig gute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 10%

(4/5)







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