St. Erhard Saison

st_erhard_saisonVom neuen Saison von St. Erhard aus Bamberg liest man in den letzten Tagen des Öfteren etwas, Grund genug sich das Bier mal etwas genauer anzusehen. Saison-Biere – man kennt sie auch unter dem Begriff Farmhouse Ale – sind im Mutterland der Craftbeerbewegung seit längerem im Kommen (respektive etabliert) und schaffen es auch mehr und mehr zu uns. Na dann schauen wir dochmal, was die kleine Flasche so in sich hat.

Kupfer- bis fuchsbraun präsentiert sich das trübe Bier im Glas und bildet einen bräunlich-weißen, feinporigen Schaum aus welcher allerdings nicht sehr standfest ist. In der Nase liegen fruchtig-hefige Nuancen von Steinfrüchten, Kirschen sowie etwas Honig und Karamell.

Der Antrunk gibt sich prickelnd malzig, Haselnüsse, Honig und Karamell laufen über die Zunge und werden von fruchtigen Hefenoten von Aprikosen und Birnen begleitet. Recht vollmundig und würzig-getreidig präsentiert sich das Malz dabei und wird von einem Hauch Herbe begleitet die zum Abgang hin etwas stärker wird und zu einem fruchtig-trocken-hopfigen Ausklang führt.

st_erhard_saison_flascheVier Hopfensorten haben ihren Weg in das Bier gefunden, Hallertauer-Tradition und -Blanc sowie Nelson Sauvin und Mosaic heissen sie und dem Hopfenkenner ist somit auch klar, dass man es mit Blanc und Mosaic mit noch relativ unbekannten Sorten zu tun hat. Etwas mehr Bittere hätte dem Bier zwar gut getan, doch kommt das feine Hopfenspiel inmitten des ganz leicht säuernden Malzbetts gut hervor und ich bilde mir ein, den Mosaic etwas herauszuschmecken. Ganz klar dabei sind aber auch die bei einem Saison obligatorischen Hefearomen die jeden Schluck des Gebräus sehr fein abrunden.

Ein durchaus leckeres Bier haben die Bamberger hier auf die Beine gestellt dem es etwas an Herbe fehlt und dessen Süße im Malz etwas zu ausgeprägt ist. Dennoch reicht das heute im Test für vier Sterne!

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Alkoholgehalt: 6,5%

(4/5)







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