Hopf Muospacher Bockfotzn

hopf_muospacher_bockfotznEs ist hier – im tiefsten Oberbayern – ja durchaus etwas Besonderes, wenn eine der etablierten Brauereien mal einen Sondersud auf den Markt wirft. So geschehen bei der Weißbierbrauerei Hopf aus Muospach – eh, ich meine natürlich Miesbach. Zu Ehren der erstmaligen urkundlichen Erwähnung des Ortes vor etwa 900 Jahren wurde dieser Weißbierbock eingebraut auf den ich mich ganz besonders freue – weshalb? Nun, das normale Weißbier von Hopf war mein allererstes Weizen das ich jemals getrunken habe (und noch bis heute gerne mal trinke). Nun aber zum Test.

Mahagonibraun kommt das Weizen daher und bildet einen cremigen sowie sehr stabilen Schaum im Glas. Dabei verströmt es gleich zu Beginn einiges an karamelligen bis röstigen Malzaromen, etwas Haselnuss sowie eine ordentliche Portion an Nelke und etwas Banane. Top!

Der erste Schluck ist gleich mal richtig großes Kino. Samtig und beinahe etwas ölig läuft der Weißbierbock langsam über die Zunge. Dort hinterlässt er eine Spur aus süßem Toffee, etwas Getreide und Brot, Gewürzen und Bananen. Dabei kommt das oberbayerische Gebräu aber nicht zu schwer rüber, mehr gemütlich und wärmend während sich ein durchaus bemerkbares, würziges Hopfenaroma breit macht und den Abgang einläutet. Beinahe fruchtig wirkt der Hopfen, der durchaus eine spürbare Herbe mit ins Bier bringt und das malzig-süße Bier gut abrundet.

hopf_muospacher_bockfotzn_flascheDie Karbonisierung ist perfekt gelungen und das Bier nicht zuletzt dadurch sehr gut (und schnell, ohje) trinkbar – eine sehr süffige Geschichte. Im Trinkverlauf wird das Bier dann etwas trockener und die würzigen Aromen treten mehr in der Vordergrund was auch dazu führt, dass man das Glas recht bald wieder in die Hand nimmt. Spätestens jetzt merkt man auch den Alkoholgehalt. Alles in allem macht das Bier den Eindruck, als wenn es relativ hoch vergoren wurde was auch den etwas trockeneren Körper erklären würde.

Nein, das wird jetzt keine Gefälligkeitsbewertung. Die Muospacher Bockfotzn gefällt mir ausgesprochen gut und ich gebe ihr heute die Höchstwertung von 5 Sternen, einem Eintrag in die Bestenliste und einen Platz in meinem Bierkeller. Prost!

Stammwürze: 18,3%

Alkoholgehalt: 8%

(5/5)







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