Kreativbrauerei Kehrwieder SHIPA Ella

kreativbrauerei_kehrwieder_shipa_ellaMeine Güte, da kommt man ja gar nicht mehr hinterher. Erneut hat die Kreativbrauerei Kehrwieder aus Hamburg eine neue Inkarnation ihres Single Hop IPA rausgebracht – diesmal mit der australischen Hopfensorte „Ella“ die gleichzeitig auch der Namensgeber des Bieres ist. Von dem Hopfen abgesehen, gleicht das Bier seines Vorgängern weshalb ich mir aus dieser Richtung keine Überraschungen erwarte. Also Bühne frei für den Hopfen.

Tropifrutti! Ich wollte eigentlich erst etwas zum Aussehen schreiben, ein süßlicher Duft nach tropischen Früchten – Mango, Grapefruit und Ananas – strömt einem nach dem Öffnen der Flasche entgegen weshalb ich erstmal etwas dazu schreiben musste – riecht sehr lecker! Und was das Aussehen angeht: Bernsteinfarben bis orange, trüb und getoppt von cremig, weißlich-beigen sowie haltbaren Schaum – wie gewohnt.

Im Antrunk macht das gewohnt karamellige und vollmundige Malz seine Aufwartung bevor der Hopfen mit einem würzig-feinen bis blumigen Geschmackseindruck loslegt. Dazu gesellt sich nach wenigen Augenblicken Grapefruit und etwas Mango. Dabei wirkt der Hopfen sehr frisch, beinahe so als wenn man die Dolden/Pellets vor sich in der Hand halten würde. Im Abgang geht es etwas rustikaler und vor allem trockener zu, beim Hopfen dominiert jetzt der würzige Part der das Malz geschmacklich komplett in den Schatten stellt.

kreativbrauerei_kehrwieder_shipa_ella_flascheDie Herbe fällt dabei etwas stärker ins Gewicht als gewohnt, wirkt knackig und sorgt für anhaltende Adstringenz – das Hamburger Gebräu wirkt zu keinem Zeitpunkt zu süßlich oder malzschwer und gefällt mir dabei recht gut. Die Karbonisierung fällt wie gewohnt aus – angenehm bis vielleicht etwas zu prickelnd. Ein wenig Schade finde ich allerdings, dass der Hopfen seinen tropischen Fruchteindruck nicht so intensiv im Geschmack manifestieren kann wie es der Geruch suggeriert.

Nein, wirklich perfekt ist das Shipa Ella nicht. Der Hopfeneindruck ist mir etwas zu gering, die Karbonisierung etwas zu hoch. Klingt härter als es ist – das Shipa Ella schmeckt und bekommt (wieder einmal) vier Sterne.

IBU: 65

Stammwürze: 16,8%

Alkoholgehalt: 7,5%

(4/5)







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