Brewdog Clown King

brewdog_clown_kingAus der beliebten Reihe „Warum am Montag aufhören?“ möchte ich euch heute den Clown King der Craftbeerspezialisten von Brewdog aus Schottland vorstellen. Es handelt sich dabei um einen Barley Wine und damit um einen Bierstil, den es bei uns immernoch viel zu selten gibt. Wirklich gute, deutsche Barley Wines sucht man hier größtenteils vergeblich – auch, wenn es schon der ein oder andere versucht hat. Schauen wir doch mal, ob die Schotten es besser machen.

Sehr schön anzusehen ist er ja. Cremiger, leicht orange eingefärbter Schaum steht auf dem etwas trüben, kupfer- bis weinroten Bier. Im Duft zeigt sich süßliches Malz, Honig, Trockenfrüchte etwas Holz und Fruchtgummi.

Der Antrunk ist sehr smooth, vollmundig und malzstark. Gleich zu Beginn wirkt es ordentlich süß und schwer, dabei laufen karamell- und honigartige Aromen über die Zunge, getrocknete Aprikosen und Feigen wie auch etwas Vanille – sein fein. Angesichts der Stärke des Bieres wundert es nun auch nicht, dass die Hopfenbittere nicht zu stark ausfällt (was auch nicht zum Stil passen würde). Im recht schweren Abgang kommen indes vereinzelte zitrusartige Hopfenaromen auf, etwas Ananas ist auch dabei was aber bei dem sehr süßen und viskosen Eindruck nicht viel ausmacht.

brewdog_clown_king_flascheWas mir bei diesem Bier sehr gut gefällt ist die exzellente Trinkbarkeit. Weder zu krasse Kanten im Geschmack noch viel Kohlensäure mildern den Spaß an diesem Bier was es allerdings auch ein wenig gefährlich macht. Die Restsüße ist zudem vielleicht etwas zu arg was gerade im Verlauf ein wenig stört. Etwas mehr Hopfenaroma, etwas weniger Honig – das wäre es wohl für mich gewesen.

Tolles Bier mit ganz leichten Schwächen. Das Clown King bekommt in meinem Test heute vier Sterne.

Alkoholgehalt: 12%

(4/5)







2 Gedanken zu „Brewdog Clown King“

  1. Wieso passt Hopfenbittere nicht zum Stil Barley Wine? Einige der herausragenden Beispiele dieses Stils sind wahre Hopfenmonster, man denke nur an Sierra Nevadas Bigfoot, Anchors Old Foghorn oder Mikkellers Big Worst. Bei der Beschreibung des Stils ist es vielmehr das Problem, dass als Barley Wines sowohl diese herben Biere bezeichnet werden können, als auch einige äußerst süße und fast hopfenfreie Biere, wie tataa… den auch noch zum Verwechseln ähnlich klingenden Big Worster von Mikkeller. Im Übrigen würde ich das zuvor verkostete und aus meiner Sicht mit 4 Punkten sogar noch unterbewertete Uerige Doppelsticke auch als Barley Wine in der eher herben Tradition bezeichnen.

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