Uerige Doppelsticke

uerige_doppelstickeEs ist interessant, dass man nach Hunderten von Biertests immernoch Biere zu reviewen hat, die so bekannt und beliebt sind und es dennoch bisher nicht ins Blog geschafft haben. Eines davon ist das Sticke Altbier der Düsseldorfer Brauerei Uerige. Die Brauerei und ihr Bier sind so bekannt, dass es sogar Bier-Tourismusgruppen in den USA gibt, die sich nach diesem Bier benennen. Ob sich der ganze Trubel lohnt? Finden wir es einfach mal anhand der stärkeren Version – dem Doppelsticke – heraus.

Oha! Aus dem dicklich wirkenden, dunkelbraunen Gebräu steigt ein schwer-malziger Duft auf. Dieser wirkt erst etwas alkoholisch, das gibt sich aber recht schnell und es überwiegen röstmalzige Aromen von dunkler Schokolade, Rosinen, Pflaumen, Kräutern und Lakritze. Dazu passend gibt es ein wenig cremigen, bräunlich-weißen Schaum.

Wie erwartet geht es auf der Zunge dann auch gleich ordentlich zur Sache. Im Malz liegen Karamell- und Schokoladenaromen zu Hauf, auch etwas Tabak, Rauch und Honig kommen beim ersten Eindruck mit. Dazu mischt sich eine verhältnismäßig leichte Süße – eher überwiegt ein deutlich herber Eindruck der recht zu dem röstmalzigen Körper passt und das Bier um Abgang etwas schlanker – man könnte auch „bekömmlicher“ – macht.

uerige_doppelsticke_flascheErstmal durchatmen. Zu dem tollen Mundgefühl des dunklen Bieres mischt sich auch noch eine gute Trinkbarkeit – auch, wenn es bisweilen etwas alkohollastig rüberkommt. Hat man sich erstmal an den Malzhammer gewöhnt, vermag man noch vereinzelt floral-kräutigerartige Aromen herauszuschmecken und kommt zu dem Schluss, dass hier mit dem Hopfen definitiv nicht gespart wurde.

Das Uerige Doppelsticke solltet ihr auf jeden Fall mal probieren – viele von euch werden ein Bier dieser Art noch nie getrunken haben. Auch wenn es für mich nicht ganz perfekt ist, ist es definitiv mal eine Kostprobe wert. Von mir gibts vier Sterne.

Wollt ihr das Doppelsticke probieren? Hier könnt ihr es bestellen.

Alkoholgehalt: 8,9%

(4/5)







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